[Rezension] „Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen“ von Stefanie Hasse

51501PPKrHL._SX319_BO1,204,203,200_Tolle Geschichte für Buchliebhaber

Mir gefällt die Grundidee, dass Leser ihre Lieblingscharaktere aus Büchern herauslesen können. Da würden mir auch so einige Charaktere einfallen, die ich gern in der Realität sehen wollen würde. J Das es aus diesem Grund auch Wächter der Bibliotheca Elementara geben muss, um diese „seelenlosen“ Charaktere wieder einzufangen und zurück in ihre Bücher zu schicken, passte perfekt. Die Wächter hatten Regeln zu befolgen (u. a. durften sie selbst keine Bücher besitzen). Außerdem konnten die Wächter ein Element (Luft, Wasser, Erde oder Feuer) beherrschen. Das erinnerte mich ein wenig an die Trickserie „Avatar – Herr der Elemente“.

Ein Leben ganz ohne Bücher? Das wäre für mich die Hölle. Lin geht es da ähnlich, denn sie versteckt heimlich ein Buch namens »Otherside« und hat sich in den Protagonisten Zac verliebt, was ich ihr als Leser nicht verübeln konnte, kicher.

Lin gefiel mir gut. Sie kam mir realistisch und gut durchdacht vor. Ich mochte ihre Art und ihr Denken, ihre Gefühle und ganz eindeutig ihre Liebe zu Büchern, die ich mit ihr teile. Klar, ihre extreme Kaffeesucht war etwas heftig und ich dachte nur, dass sie irgendwann an Herzschock sterben würde, weil sie von diesem Gebräu einfach zu viel trinkt, aber das passierte nicht. Mit Ric wurde ich trotz allem irgendwie nicht warm. Er war ein A… und verhielt sich auch meist so. Ich konnte nicht nachvollziehen, wieso Lin auf ihn abfuhr. Peter (der Baum) und Zac aus »Otherside« gefielen mir hingegen da viel besser. Mir hat teilweise auch die Tiefe der Charaktere gefehlt, z. B. bei Ty, Zac, Coral, Peter etc. Mich hatte anfangs auch sehr gestört, dass Lin´s Mitbewohnerin immer nur Ty genannt wurde und man nie wirklich erfuhr wie sie mit vollständigem Namen hieß, was sie beruflich machte etc. Man bekam manche Figuren einfach so vorgesetzt und sollte damit klar kommen.

Der Schreibstil gefiel mir gut, da er leicht und flüssig war und ich der Geschichte problemlos folgen konnte. Die Spannung stieg auch stetig an und machte mich neugierig, so dass ich das Buch auch kaum aus der Hand legen konnte und die Nacht durchlesen musste.

Was mich allerdings an dieser Geschichte „Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen“ der Autorin störte, war, dass sie Charaktere aus Büchern einflocht, die ich teilweise gar nicht kannte. Klar, Bella, Edward und Jacob kennt man zwangsweise durch Bücher und Filme. Man kam einfach nicht an ihnen vorbei. Aber wer bitte ist Roth, Daemon und Cress? Ich musste erst einmal im Internet recherchieren, um herauszufinden, wer Cress ist und was es mit ihr auf sich hatte. Denn ihre Geschichte von Marissa Meyer kannte ich nicht. Hier wäre wenigstens im Buch eine Liste wünschenswert gewesen mit dem Verweis der verwendeten Charaktere auf die Bücher, in denen sie vorkommen.

Mich störte auch, dass Lin als Luftelement eine Fee war. Sorry, aber eine Fee ist eher jemand, der sich um die Pflanzen kümmert – mit Feenstaub etc., aber nicht mit dem Wind flüstert. Und Coral als Wasserelement war meiner Meinung nach ab ihrer Verwandlung irgendwie wegen ihres Fischschwanzes unbeholfen und brauchte eher „Standhilfe“ als dass sie die Welt vor Monstern und Seelenlosen beschützen konnte. Hier hätte ich mir etwas mehr Kreativität und weniger Fischschwanz gewünscht.

Der Klappentext ist auch ein wenig irreführend, da Zac ja doch in der realen Welt auftaucht und für ein wenig Aufruhr sorgt.

Das Cover ist als Ebook schön anzusehen, allerdings ist es als Taschenbuch viel zu dunkel – ja beinahe schwarz, so dass man die einzelnen schwebenden blauen Buchstaben leider kaum mehr auf dem gedruckten Cover erkennen kann. Dadurch geht hier etwas Magie verloren. Schade. Der Schriftzug des Haupttitels „Book Elements“ hätte ich mir irgendwie silbern vorgestellt, das wäre noch magischer gewesen.

Ich mag die Geschichte, die Charaktere, die unerwarteten Wendungen und das spannende Ende, bei dem ich regelrecht mitgefiebert habe. Es ist ein guter Abschluss ohne nervigen Cliffhanger dieses ersten Bandes, der auch einzeln gelesen werden kann. Trotzdem bin ich sehr auf die beiden Nachfolgebände gespannt, die im September 2017 bzw. Anfang 2018 als Taschenbücher erscheinen werden.

Ich verleihe diesem ersten Band der Wächter der Bibliotheca Elementara 4 von 5 Punkten.

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[Rezension] Serena Avanlea -„Das Glitzern des Glücks“

dasglitzerndesglucksDu glaubst, du bist mit deiner großen Liebe überglücklich. Doch dann verlässt er dich. Was würdest du machen, wenn du die Chance hättest, in die Vergangenheit zureisen? Genau diese Frage stellt sich Cassie, als sie die Gelegenheit hat, ihre Vergangenheit zu verändern.

Serena Avanlea schickt uns mit ihrem Zeitreise-Roman „Das Glitzern des Glücks“ in das Jahr 2016 zurück, in der die Hauptprotagonistin Cassie versucht, ihre Beziehung zu dem Musiker Robert zu retten. Die Autorin hat eine spannende Geschichte um Freundschaft, Liebe, Glück und das Leben selbst gestrickt, die mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt hat.

Dank des flüssigen und leichten Schreibstils fand ich mich schnell in die emotionale Situation und Gedankenwelt von Cassie ein, die glaubte, mit ihrem Traummann Robert glücklich zusammen zu sein, bis sich plötzlich eines Tages alles änderte. Die Emotionen und Gedanken waren so authentisch, dass ich ihr Gefühlschaos sehr gut nachvollziehen und mit Cassie mitleiden konnte. Spannung kam auf, als Cassie von einer Zeitmaschine erfuhr und daraufhin ein Erlebnis (spannend, schön) das nächste jagte. Ich war so vertieft in den Roman und in Cassie´s Welt, dass ich es regelrecht hasste, das Buch weglegen zu MÜSSEN und machte mir Gedanken, wie es weitergehen könnte. Daher mein Rat an euch: Legt dieses Buch nicht weg, sondern lest es mit einem Rutsch durch, denn es ist eine durchlesende Nacht absolut wert! Es gibt so viele unvorhersehbare, schöne und spannende Wendungen, die es mitzufiebern und zu erleben gibt, fröhliche, schöne, romantische, lebensbedrohliche und auch ein paar Hass-Momente, dass man einfach weiterlesen MUSS! Gefühlschaos beim Lesen ist übrigens vorprogrammiert. Aber ich bin dankbar dafür. Dankbar für jedes Wort, für jede neue Idee, für die Spannung und die Emotionen und besonders für Peter. Dieser Mann hat mit seinen verwuschelten Haaren und seiner Intelligenz absolut und vollkommen mein Herz erobert! ❤

Ich habe mit Peter und Cassie mitgefiebert. Mit jeder neuen Szene, jedem neuen Gedanken und Ereignis wurde es immer spannender und spannender, so dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Ich MUSSTE einfach wissen, wie es mit Peter, Robert und Cassie weitergeht. Zuckersüß fand ich die Paris-Szene, ich will hier aber nicht zu viel verraten. Lest einfach selbst. ❤

Fazit:

„Das Glitzern des Glücks“ von Serena Avanlea ist ein wunderschöner, durchdachter Zeitreise-Roman voller unvorhersehbarer Ereignisse, Spontanität, Humor, Einfallsreichtum, Romantik und Liebe sowie mit authentischen Charakteren und allen Irrungen und Wirrungen der Liebe, weshalb es von mir die volle Punktzahl gibt! Vielen Dank für diese wundervolle Geschichte! ❤

Das E-Book „Das Glitzern des Glücks“ könnt ihr ab dem 15.01.2017 >> HIER << für 0,99 Euro (Einführungspreis für einen Monat) bekommen. Danach wird das E-Book 3,99 Euro betragen. Wer schon mal in das Buch reinlesen möchte, von dem ich so geschwärmt habe, findet hier die 25-seitige dgdg_leseprobe als PDF.

Euer Schneewittchen

[Rezension] Marah Woolf “MondSilberLicht” (Band 1)

mondsilberlichtWunderbarer Auftakt über die fabelhafte Welt der Shellycoats

Emma, ein 17-jähriges Mädchen aus den Staaten, verliert ihre Mom durch einen schrecklichen Autounfall und muss in ein fremdes Land, nach Schottland, zu ihrem Onkel Ethan und dessen kinderreiche Familie ziehen, weil sie sonst keine Familienangehörigen hat. Sie muss sich in ein neues Leben einfügen, in eine neue Schule eingliedern, neue Freunde finden und mit dem schrecklichen Verlust ihrer Mom zurechtkommen. Doch all dies wäre nicht dramatisch genug, wenn es da nicht diesen attraktiven Jungen gäbe, der Emma vom ersten Augenblick an fasziniert und sie immer mehr in seinen Bann zieht. Calum. Je mehr Emma von ihm erfährt, desto mehr gerät sie in eine Geschichte aus Liebe, Drama, Sagen und Mythologie, die sich schnell zuspitzt.

Ich bin noch total geflasht von Marah Woolf`s „MondSilberLicht“ dem ersten Band der MondLicht-Tetralogie um Emma und Calum, einem Shellycoat (Wassermann). Denn die Geschichte ist extrem mitreißend und spannend geschrieben und gewinnt sehr an Tempo als ab Mitte des Buches, so dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Deshalb kann ich es auch kaum erwarten, den 2. Band „MondSilberZauber“ zu lesen, was ich zum Glück schon zu Hause habe und auch die letzten beiden Bände schon bestellt habe.

Der Schreibstil ist wunderbar leicht und locker, so dass ich den Protagonisten allzu gut folgen und mich immer mehr in Emma und Calum hineinversetzen konnte und mich teilweise auch von Calum, dem Shellycoat, angezogen fühlte. Zu gern tauchte ich in seine Welt ein und ließ mich von ihm locken, gepaart mit Emma`s Ängsten, dass er ihr doch etwas Böses tun könnte, sie mit sich in seine Welt ziehen könnte oder sie ertränken könnte oder oder oder. Ich fieberte den Ereignissen mit, hatte Angst, bangte und war im nächsten Moment unendlich erleichtert, beglückt und happy als es doch wieder positiv weiterging. Bis … ja bis sich das Ende näherte und ich mehr und mehr in Panik und Verzweiflung wie die Protagonisten geriet. Zu schnell war das Ende herangenaht, zu schnell war das Buch ausgelesen, zu schnell verschwanden Emma und Calum. Doch es gibt Hoffnung und ein Wiedersehen in den 3 Folgebänden, was mein aufgewühltes Inneres ein wenig beschwichtigte.

Hin und wieder gab es einige Stellen im Buch, die mich mürbe machten. So bekam Emma, die Hauptprotagonisten, gesagt, was sie lieber nicht machen sollte und versprach auch, dieses Versprechen einzuhalten. Doch nur wenige Augenblicke/Seiten später, hielt sie sich nicht mehr daran und es wurde dramatisch. Bei manchen Szenen fragte ich mich schon: „Wie kann man nur so blöd sein?“. Dennoch war die entsprechende Szene wichtig für den Spannungsbogen der Handlung. Leider sind solche „Du darfst nicht-Ich mache es trotzdem“-Momente zu oft vorhanden, so dass man Emma manchmal einfach nur an einen Stuhl fesseln wollen würde, um sie vor der nächstbesten Dummheit zu bewahren. Aber hey, wenn man verliebt ist, macht man manchmal eben Fehler.

Ich mochte auch Peter, Amelie, Dr. Erickson und andere Nebenfiguren sehr gern, die die Geschichte um Emma abrundeten und man sich auch als Leser bei ihnen geborgen fühlen konnte, was nicht nur durch die wunderschönen bildreichen Beschreibungen von Schottlands Küsten erreicht wurde. Ich verliebte mich regelrecht in dieses Land, danke Marah Woolf.

Fazit:

Ich mag die Geschichte um Emma und Calum sehr und bin neugierig auf die nächsten Bände. Denn dieses Buch handelt nicht nur von Liebe und Drama. Nein, man lernt auch etwas über Schottland, Fantasie- und Fabelwesen und auch über Mythologie eine Menge. Deshalb 4 Punkte von mir für die schöne Geschichte und die supergute Recherche! Daumen hoch und weiter so!

Euer Schneewittchen

 

Bücher-Highlights 2015

TOP 5 meiner Bücher-Highlights 2015

  1.  Lana Rotaru – Black – Das Herz der Panther (Band 1) ❤
  2. Marah Woolf – Federleicht – Wie fallender Schnee (Band 1) ❤
  3. Marah Woolf – Federleicht  – Wie das Wispern der Zeit (Band 2)
  4. Ava Reed – Spiegelsplitter (Band 1)
  5. Brigitte Melzer – Rebellion der Engel ❤
  6. Brigitte Melzer – Seelenglanz
  7. Andreas Eschbach – Aquamarin
  8. Katherine Applegate – Eve & Adam
  9. William Shakespeare – Ein Sommernachtstraum & Romeo und Julia
  10. Veronica Roth – Divergent – Four`s Geschichte ❤

Die schlechtesten Bücher 2015

  • Anna Todd – After 1 – 3 (den 4. Teil wollte ich mir nicht noch antun!)
  • Julia Adrian – Die Dreizehnte Fee – Entzaubert (Band 2)
  • Dave Eggers – The circle

Ich hätte noch weitere Bücher auflisten können, die mir gefallen haben, aber ich wollte euch meine persönliche Top10 zeigen. Schade auch, dass ich nicht mehr Zeit zum Lesen gehabt hatte, aber dennoch waren wirklich tolle Bücher dabei. Und auch die Cover waren teilweise wirklich der absolute Hammer und machen sich richtig schick in meinen Bücherregalen! Selbst, wenn der Inhalt bei manchen vielversprechenden Titeln & Covern zu wünschen übrig ließ.

Was waren eure besten und was die schlechtesten Bücher in diesem Jahr 2015? Welche Bücher möchtet ihr 2016 lesen?

Ich freue mich auf ein schönes, spannendes und inspirierendes Bücherjahr 2016 🙂

 

 

Rezension: Andreas Eschbach – Love Hacking – Liebe im Jahr 2064

Der Autor Andreas Eschbach wurde von „Bild der Wissenschaft“ gefragt, ob er für die Jubiläumsausgabe zum 50-jährigen bild-der-wissenschaft-02-2014Bestehen der von Prof. Dr. Heinz Haber gegründeten Zeitschrift eine exklusive Sci-Fi-Kurzgeschichte schreiben wolle. Bedingungen: Kurzgeschichte und ohne Aliens… So verkündete es der Autor auf seiner Google+ Seite.

Herr Eschbach sagte zu und schrieb die Kurzgeschichte „Love Hacking – Liebe im Jahr 2064„, eine Geschichte über Service-Roboter der speziellen Art, die im Heft 02-2014 auf 7 Seiten + Cover erschienen ist. Die Geschichte beginnt auf Seite 96 und endet auf 103.

coverInhalt der Kurzgeschichte:

Romina möchte sich verlieben. Zu diesem Zwecke konsultiert sie den Ratgeber: Love Hacking -So finden Sie den Mann fürs Leben, 15. überarbeitete Version 2060. Tatsächlich kommt es auch zu einem Erstkontakt. Aber mehr auch nicht. Denn die Menschen sind in Sachen sexueller Interaktion nicht konkurrenzlos; es gibt eine industrielle Lösung: die Tenderbots.

Ich, als begeisterter Eschbach-Fan, MUSSTE diese Story unbedingt lesen und bin wieder einmal vollends begeistert von seinen Zukunftsvisionen!

Für das Cover dieser Science-Fiction-Story gab es drei Bilder zur Auswahl, die im Heft „Bild der Wissenschaft 02-2014“ auf Seite 3 abgebildet sind. Meiner Meinung nach, wurde sich hier für das beste Cover (Cover 3) entschieden, da es eine gelungene Mischung aus der Verbindung Mensch-Roboter in der Zukunft widerspiegelt und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Mensch und Roboter darstellt. Cover eins ist mir zu sehr überarbeitet und die Roboteraugen machen mir Angst. Cover 2 ist eher für eine Geschichte, die meiner Meinung nach in den 70er Jahren spielen könnte.

Die Kurzgeschichte um Romina ist gut aufgebaut. Als Leser hat man das Gefühl, sich wirklich im technologisierten Stuttgart im Jahr 2064 zu befinden. Es gibt selbst gesteuerte Autos, Daten-Kontaktlinsen, die mit dem Internet verbunden sind, kranke Menschen werden von Robotern gepflegt und umsorgt, computerisierte Kleidung überwacht permanent den Gesundheitszustand von Menschen, Solarstrom, Facebook im Weltsicherheitsrat, der durch Kabel unterm Mittelmeer transportiert wird usw. Also alles in allem eine sehr technologisierte Gesellschaft, die jedoch auch ihre Nachteile hat: Es gibt viele ältere pflegebedürftige Menschen, doch kaum Kinder (und wenn dann nur in Ghettos vor den Großstädten und selten in der Stadt) und einen Überschuss an Frauen. Der Autor griff gekonnt wichtige Thematiken der Gegenwart (Strom, Pflegekräftemangel, Facebook, Technologie, Umwelt, …) auf und erarbeitete eine eigene Zukunftsvision, die er mithilfe seiner Wortgewandtheit dem Leser nahebringt.

Schmunzeln musste ich, als ich bei den Szenen LAN-Party der Eltern sowie AmaZoogle-Coins (Amazon+Google???) und Facebook im Weltsicherheitsrat angelangte. Aber wer weiß, vielleicht werden diese Zukunftsvisionen doch eines Tages wahr?!?

Geschrieben wurde diese exklusive Sci-Fi-Story aus Sicht eines Erzählers in Vergangenheitsform, die das Geschehen der Protagonistin Romina und des Protagonisten Julio dem Leser nahe führen. Der Aufbau der Story ist logisch nachvollziehbar und in Kapitel aufgebaut.

Die Kurzgeschichte unterteilt sich in folgende Kapitel:

– Pflegeroboter haben die Niedriglohnkräfte ersetzt
– Solarstrom fließt durch Kabel unterm Mittelmeer
– Erst die Zigaretten, dann das Bargeld abgeschafft
– Facebook hat einen Sitz im Weltsicherheitsrat
– In der Stadt gibt es schon lange keine Kinder mehr
– Menschen sollen endlich Roboter heiraten dürfen

Zusätzlich gibt es zu den Situationswechseln einen Auszug aus dem Buch „Love Hacking – So finden sie den Mann fürs Leben!“ von Alice Joy, die jeweils den nächsten Absatz einleiten.

Ich für meinen Teil finde diese Geschichte mit ihren technologisierenden Fortschritten sehr gut gelungen, wobei mir die Daten-Kontaktlinsen in der jeweiligen Wunschfarbe, die ferngesteuerten Autos (unfallfreies Fahren?) sowie die Pflegeroboter gut gefallen. Nachteil ist leider der chronische Nachwuchsmangel in den Städten, die Unkenntnis über Pflanzen und die Natur im Allgemeinen, die Überwachung jedes einzelnen mittels Technologie. Da stellt sich mir die Frage: Wird uns irgendwann die Technik übernehmen und eines Tages steuern?

Ich verbinde mit dieser Geschichte zwei tolle Sci-Fi-Filme. Zum einen ist es „Der 200-Jahre Mann“ mit Robin Williams, zum anderen ist es ein Film aus dem Jahr 1987 von Steve De Jarnatt mit Melanie Griffith“Cherry 2000″, den ich selbst heute als Erwachsene noch liebe (selbst wenn er überall schlecht gemacht wird). Ich finde die Storys der Filme sehr gut und vielversprechend.

Ich möchte aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten, denn ihr sollt diese exklusive Kurzgeschichte selber lesen 😉

Fazit:

Diese tolle Kurzgeschichte in „Bild der Wissenschaft 02-2014“ ist ein MUSS für jeden Eschbach-Fan sowie für Liebhaber von Sci-Fi, Zukunftsvisionen und Robotern 😉

Die Story ist so gut geschrieben, dass ich gern über das Ende hinaus weitergelesen hätte, so fasziniert war ich von den Worten Eschbachs und dessen Zukunftsvisionen. Von mir gibt es für diese spitzen Kurzgeschichte 5 / 5 Punkte.

Rezension “Unter dem Vampirmond – Schicksal Bd. 4″ von Amanda Hocking

Langatmig, absolut nervig, vorhersehbar!

Buchinhalt

Mae und Peter flüchteten mit dem Kindervampir Daisy nach Australien, damit Daisy unerkannt bleibt. Alice, Milo und Bobby fahren sie besuchen, doch Daisy ist unberechenbar und stürzt sich auf alles, was sich bewegt, sobald sie Hunger hat. Und sie hat ständig Hunger! Zudem geschieht ein Unglück und Alice kehrt zurück nach Hause, um sich auf die Suche nach Janes Mörder zu machen, die sich nicht als einfach erweist. Als dann auch noch Mae, Peter und Daisy aus Australien zurückkehren, droht die gesamte Situation zu eskalieren.

Die Charaktere entwickelten sich teilweise vorwärts, teilweise auch zurück. Was ich nicht schön fand, war, dass Jacks Charakter sich immer mehr zum Weichei verwandelte, obwohl er anfangs immer der Stärkere in der Beziehung zwischen Alice und ihm war. Selbst Peter, der Jähzornige, fiese Bruder verwandelt sich im letzten Buch zu einer netten Heulsuse und Frauenversteher, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte.

Extrem nervig war Alice Unentschlossenheit bezüglich ihrer Liebe zu Jack und zu Peter. Sie wollte sich einfach nicht zwischen den beiden entscheiden. Die Protagonistin Alice springt immer wieder von Jack zu Peter und wieder zurück. Das nervt auf Dauer und besonders durch diese gesamte Geschichte hindurch. Im ersten Band war dies noch erfrischend, aber diese Masche durch alle 4 Bände zu ziehen, langweilt zutiefst!

Die Autorin verband auch im 4. und letzten Band ihre Ideen mit denen anderer Vampirreihen, erwähnte diese teilweise sogar namentlich. Zu Beginn des Buches erfreute ich mich über ihre eigenen Ideen, die allerdings nur so langatmig dahinplätscherten bis sie sie mit bereits bekannten Vampir-Ideen (aus Buch und Film) aufputschte. Spannend wurde es, als aus dem Hin und Her zwischen Alice und den beiden Townsend-Brüdern Jack und Peter ein Mordfall wurde und Alice sich auf die Suche machte. Hier kam ein wenig Schwung in die Sache, so dass man als Leser wissen wollte, wer der Mörder ist.

Es tauchten immer wieder diverse Ungereimtheiten in der Story auf. So z. B. schreibt die Autorin auf der Seite 268, dass Jack Milo ins Bett brachte und auf der Folgeseite 269 hieß es plötzlich, dass Alice ihren Bruder Milo ins Bett brachte. Ich zitiere: „Als ich Milo ins Bett gebracht hatte…“ Die Autorin kennt scheinbar ihre eigene Geschichte nicht! Sehr verwirrend das Ganze!

Dann werden andere großartige Filme zitiert wie in diesem Beispiel als Leif Alice anschrie:

„Ich bin dein Vater!“ Das erinnerte sehr stark an Star Wars…

Zum Ende der Geschichte hin steigert sich die Spannung zum großen Finale, bei der auch Alice eine Entscheidung treffen muss. Allerdings fiel diese eher mehr als Cliffhanger aus. Das Ende des Buches war vorhersehbar, ebenso die Entscheidung von Alice, wie sie ihre Zukunft gestalten will. Ich fürchte jedoch, dass die Autorin aufgrund dieser Entscheidung eine neue Buchreihe ins Leben ruft – vielleicht mit dem Titel „Alice, die Vampirjägerin“ oder dergleichen. Diese werde ich hoffentlich nicht rezensieren müssen! Mehr von diesen schrecklichen Bücher von Amanda Hocking vertrage ich einfach nicht

Für mich besteht weiterhin die Frage, wie diese Bücher um Alice von Amanda Hocking überhaupt so erfolgreich sein konnten, dass die Autorin als selbstverlegte Millionär-Verlegerin gilt. Für mich sind diese Bücher zum Großteil nur billiger und schlechter Abklatsch wirklich guter und erfolgreicher Buch- und TV-Serien.

Das Cover entwickelt von Bürosüd° München ist wie die ersten drei Bände dunkel gehalten mit einem düster wirkenden Laubbaum, der von schwarzen Vögeln umschwirrt wird, während der Himmel in pinke Farbe getaucht und im Hintergrund die Silhouette einer Stadt dargestellt wurde.

Mein Fazit

Dieser 4. und vermutlich letzte Band ist langatmig, der sich gegen Ende noch etwas steigert, jedoch zu viele Parallelen zu anderen Vampirserien aufweist und eine nervige Protagonistin in den Vordergrund stellt, die durch ihre Unentschlossenheit glänzt.

Von mir gibt es – wie bereits für den 3. Band – nur 1 von 5 Punkten. Der eine Punkt ist für die Story, die an einigen Stellen doch gute Ideenansätze aufwies. Schade nur, dass es in vielerlei Hinsicht stark an der Umsetzung, dem Ideenklau, der Unentschlossenheit der Protagonistin Alice und der Wortwahl scheiterte.

Produktinformationen

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (2. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161404
  • ISBN-13: 978-3570161401
  • Preis: 12,99 Euro (D)

Folgende Bücher gehören zu der Buchreihe “Unter dem Vampirmond”

Band 1: “Unter dem Vampirmond – Versuchung”

Band 2: “Unter dem Vampirmond – Verführung”

Band 3: “Unter dem Vampirmond – Verlangen”

Band 4: “Unter dem Vampirmond – Schicksal”

Rezension “Unter dem Vampirmond – Verlangen Bd. 3″ von Amanda Hocking

Größte Mist aller Zeiten!

Achtung: Spoiler!

Nachdem Alice zu einem Vampir geworden ist, verkompliziert sich ihr Leben weiterhin. Ihre Bindung zu Peter ist zwar gelöst, aber dennoch hegen beide Gefühle für einander, was Jack nicht entgeht und er seine Eifersucht nicht in den Griff bekommt. Schließlich verschwindet Peter zu einer Selbstmordmission nach Finnland, um sich hochgefährlichen Vampiren zu stellen. Alice und Ezra machen sich auf den Weg, um ihn zu retten, was extrem gefährlich ist.

Die Autorin Amanda Hocking steigt mit dem 3. Band ihrer Geschichte um Alice und Jack sogleich in die Zeit ein, als Alice bereits 3 Wochen ein Vampir ist, so dass wir die ersten Wochen ihrer Verwandlung „verpassen“. Dennoch ist Alice eher ein Trampel und unkontrolliert, selbst nach 3 Wochen.

Als erklärt wird, dass Peter auf einer Selbstmordmission ist und Ezra versuchte, ihn immer wieder zu finden und zurück zu holen, klingt es so, als seien Monate vergangen. Stattdessen sind es „nur“ 3 Wochen – seit Alice Verwandlung. Hier hätte die Autorin die Versuche über den recht kurzen Zeitraum erklären können. Denn die Verfolgung nach Finnland dauert über 10 Tage!

Ebenso unlogisch wird auf Seite 13 geschrieben, dass Alice sich von Jack rosarote Koffer schnappt (welcher junge Mann besitzt rosafarbene Koffer, der nicht schwul ist?!), und auf der Folgeseite 14 heißt es plötzlich Reisetasche statt Koffer. Was ist denn nun korrekt?

Unlogisch ist ebenfalls, wieso ein gebildeter weiser Mann wie Ezra, der immer alles unter Kontrolle hat, einen jungen Vampir mit Blutgier mit auf eine Flugreise mit Menschen nimmt?! Hier hätte ebenfalls etwas mehr Zeit vergehen müssen! Ebenso die Versuche, Alice von ihrer Blutgier abzulenken, in dem Ezra ihr Angst macht. Die Erklärungen sind diesbezüglich mehr als dürftig, falls es überhaupt Erklärungen gibt.

Ebenfalls unlogisch ist die Tatsache, dass die Begegnung mit den Lykanen gleich in der ersten Hälfte des Buches abgehandelt wurde, nachdem sich einer der Familie Townsend geopfert hatte. Somit war dieses Thema eigentlich erledigt. Doch die Autorin griff gegen Ende des Buches erneut auf die Lykanen zurück, wohl, um die Spannung wieder herzustellen, die ständig im Buch verloren geht, und weil ihr nichts Besseres einfiel, obwohl es noch einige Charaktere gegeben hätte, die Grund gehabt hätten, Alice töten zu wollen. Für diesen letzten Angriff gab es allerdings wieder keine Erklärung.

Fast alle Charaktere werden in diesem 3. Band öfters als Weicheier dargestellt und schwächeln. Selbst Ezra, Mae, Jack und Peter, obwohl sie bisher immer als starke Persönlichkeiten auftraten auf die sich die anderen Protagonisten verlassen konnten. Alice ist die größte Heulsuse der Welt und faul ohne Antrieb, so dass sie kein Vorbild für die jungen Leser dieses Buches darstellt. Jack hingegen entwickelt sich ebenso wie Milo etwas positiv und wachsen durch ihre Aufgaben – egal ob beruflich oder privat. Dennoch gibt es einige Situationen, die ihren Charakteren absolut nicht gerecht werden und sie als Schwächlinge darstellt.

Die Beziehung zwischen Ezra und Mae wird auf eine harte Probe gestellt, was deutlicher werden würde, jedoch schwächelt auch hier wieder die Erzählweise der selbst ernannten Schriftstellerin.

Absolut nervig im gesamten Buch – ja auf beinahe jede 2. oder 3. Seite – waren Sätze bzw. Wortgruppen wie:

„… biss sich auf die Lippen/Wange…“

„… berührte meinen Rücken…“

„… fuhr sich durch sein Haar…“

„… fummelte am Saum meines T-Shirts…“

Diese Sätze deuten alle auf die Unsicherheit der Autorin hin und darauf, dass sie selbst keine Ahnung von starken Charakteren hat, keine Beobachtungsgabe besitzt und nur diese 4 Gestiken kennt, dabei gibt es so unglaublich viele Arten von Mimik und Gestik.

Genervt war ich ebenso von den unzähligen „Geht es dir gut?“, Entschuldigungen, Beschreibungen von den tollen Körpern von Peter und Jack etc., die manchmal extrem unpassend waren und hier ebenfalls die Unsicherheit, Unerfahrenheit und Schüchternheit im Umgang mit Menschen der Autorin widerspiegeln.

Der Schreibstil von Amanda Hocking ist recht einfach und leicht gehalten, keine fremdartigen oder neuen Begriffe, die man nicht schon irgendwo gehört oder gelesen hatte, so dass man diese Geschichte rasch durchlesen kann.

Die Übersetzung von Anne Emmert war an einigen Stellen unpassend und ungünstig gewählt. Es gibt bessere Worte als immer wieder „machen“ und „tun“ für Handlungen zu verwenden. Hier sollte noch mal ein anderer Lektor über die Übersetzung lesen ehe so ein Mist veröffentlicht wird.

In einigen Szenen erinnert die Story an die innerliche Zerrissenheit ihrer Liebe zwischen zwei Brüdern eher an Vampire Diaries, wobei Vampire Diaries viel besser von Lisa J. Smith dargestellt wird, als es eine Amanda Hocking überhaupt zu Stande bringt. Ich wünsche mir sehr, dass sich die Autorin endlich eigener Ideen bedienen würde und nicht ständig aus anderen Vampirserien und Vampirfilmen Ideen „klaut“ und diese miteinander vermischt, denn auf Dauer wird dies extrem langweilig.

Das Cover entwickelt von Bürosüd° München ist wie die ersten beiden Bände dunkel gehalten mit einem düster wirkenden Laubbaum, der von schwarzen Vögeln umschwirrt wird, während der Himmel in leuchtend grüne Farbe getaucht wird.

Fazit

Für mich ist dieser dritte Band das bisher schlechteste Buch dieser Vampirsaga, so dass ich allmählich glaube, dass auch der 4. Band schwächeln wird.

Von mir gibt es für diese Fortsetzung der „Unter dem Vampirmond“-Reihe nur 1 von 5 Punkten. Der eine Punkt ist für die Story, die an einigen Stellen doch gute Ideenansätze hatte. Schade nur, dass es in vielerlei Hinsicht stark an der Umsetzung und der Wortwahl scheiterte.

Produktinformationen

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (2. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161390
  • ISBN-13: 978-3570161395
  • Preis: 12,99 Euro (D)

Folgende Bücher gehören zu der Buchreihe “Unter dem Vampirmond”

Band 1: “Unter dem Vampirmond – Versuchung”

Band 2: “Unter dem Vampirmond – Verführung”

Band 3: “Unter dem Vampirmond – Verlangen”

Band 4: “Unter dem Vampirmond – Schicksal”