[Rezension] „Fictional Reality“ von Christin C. Mittler

5101JWEXZrL._SX331_BO1,204,203,200_Verwirrend, chaotisch, ohne Spannung, zu viel Gejammer, keine wirkliche Handlung

Die Grundidee und der Klappentext hatten es mir angetan, so dass ich mir unbedingt dieses Buch mit seiner Geschichte kaufen und verschlingen wollte. Denn mich hatte es schon immer interessiert, wie es einer Person geht, die erfährt, dass ihr ganzes Leben samt der dazugehörigen Dramen nur der Feder eines Autors entsprang. Das hatte mich sehr neugierig gemacht.

Doch das Buch selbst hat mich SEHR enttäuscht! Die Geschichte plätschert von Anfang an nur dahin ohne groß einen Spannungsbogen zu haben. Einzig das Gejammer der Protagonistin zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.

Einzig der emotionale Anfang und das Ende, das doch noch okay für mich war, sind die besten Szenen des Buches. Dazwischen passierte fast gar nichts, was mich irgendwie berührte oder bewegte. Ich konnte das Buch also problemlos aus der Hand legen und musste mich dann aufraffen, es überhaupt zu Ende zu lesen.

Bei manchen Szenen während des Lesens fragte ich mich: Woher kam der Gedanke plötzlich? Es gab nirgends eine Erklärung für mich als Leser geschweige denn ein Hinweis darauf.

Es fehlten mir auch Erklärungen z. B. von dem Comic oder manchen Büchern oder Stichworten, die zwar kursiv dargestellt wurden, die ich aber absolut nicht kannte. Ich muss doch nicht alle Thriller und Comics gelesen haben, um zu verstehen, was die Autorin mir mit dem Titel sagen will. Z. B. Deadpool. Was bitte ist in diesem Comic geschehen, dass die Protagonistin plötzlich auf DEN Gedanken bringt? Ich habe keine Ahnung, denn hier wurde wieder viel weggelassen.

So ging es auch im ganzen Buch. Szenen und Gespräche, die mich als Leser interessierten, weil sie meiner Meinung nach ggf. wichtig für die Geschichte bzw. Tiefe der Protagonisten hätten sein können, existierten gar nicht. So verstand ich wieder einige Dinge in der Geschichte nicht, so dass ich mit vielen Fragezeichen zurückgelassen wurde und nur mit dem Kopf schütteln konnte.

Spontane unerklärliche Gedanken.

Szenensprünge.

Logikfehler.

Keine Absätze, wo welche hingehören, so dass man als Leser erstmal rätselt, wovon die Geschichte bzw. der Dialog gerade handelt.

Was hatte es mit den grauen Flecken auf sich und wieso hatte Alexandra diese mit Liam gesucht, wenn sie innerhalb der Geschichte wieder unbedeutend verschwanden? Was hatten sie mit dem Finden dieser Flecken bezwecken wollen? Verstecken vor der Autorin? Geheimnisse austauschen oder was? Hier fehlt die Erklärung dazu.

Ich fragte mich die ganze Zeit während des Lesens: Wieso unternimmt Alexandra nichts, um die Autorin zu finden? Stattdessen jammert, turtelt und besäuft sie sich lieber. Ich hätte die Autorin und die Protagonistin am Liebsten gepackt und gerüttelt und geschüttelt, damit endlich mal was passiert. Aber selbst auf Seite 211 von 246 Seiten geschieht rein gar nichts, um der Autorin auf die Spur zu kommen. Stattdessen wird wieder mal nur gejammert. Es ist zum gegen die Wand rennen und total nervig. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir dieses Werk mit dem so tollen Titel und dem spannenden Klappentext NIEMALS gekauft. Denn diese Geschichte ist alles andere als spannend, sie ist nur nervig wegen dem ewigen Rumgejammer. Ich weiß, wie es ist jemand wichtiges für immer zu verlieren, aber hier wird eindeutig mit dem Rumjammern übertrieben, so dass das Lesen keinen Spaß mehr macht.

Ich fand es sagenhaft wie gekonnt die Autorin diese ganze Geschichte, die 246 Taschenbuchseiten füllt, ohne jegliche Spannung zu verfassen. Hier geschehen Dinge einfach so ohne, dass ein Gefühl von Spannung und einem Adrenalinschub aufkommt. Es passiert einfach als würde man sich von A nach B beamen. Vor allem das Kapitel 22 hat mich geschockt, denn ich hatte hier echt gehofft, dass es spannend und actionreich wird und ich endlich mal was ERLEBE. Stattdessen wurde ich wieder enttäuscht. Ich frage mich ernsthaft, wie dieses Buch durch die Hände von Lektoren und Testlesern gehen konnte ohne entsprechende Anmerkungen wie „Erklärung fehlt“, „lahm“, „mehr Spannung einbauen“ etc. Ebenfalls vermisse ich sehr viele Absätze in dem Buch, da der meiste Text einfach so aneinandergeklatscht wirkt, wohl um Platz zu sparen, um die Druckkosten gering zu halten.

Das Cover gefällt mir gut, denn dadurch bin ich erst auf das Buch aufmerksam geworden und habe mir den Klappentext auf der Rückseite durchgelesen. Mir gefallen die Farben und das Notizbuch in der Mitte des Covers. Allerdings hat das Notizbuch leider recht wenig mit der Geschichte zu tun. Der verspielte weiße Schriftzug des Titels gefällt mir, wie auch der Titel. Sie versprechen etwas, das der Inhalt des Buches leider nicht halten konnte.

Den Schreibstil der Autorin mochte ich nicht unbedingt, da er sehr sprunghaft und wenig erklärend war, so dass ich mit vielen ungeklärten Fragen als Leser einfach zurückgelassen werde. Manche Sätze waren unvollständig, es fehlten Verben oder Substantive für das bessere Verständnis. So gab es immer wieder Momente, in denen ich ein oder zwei Sätze zurückgehen musste, um zu verstehen, über was die Autorin gerade schreibt.

Die Charaktere waren allesamt recht oberflächlich, ohne jegliche Tiefe. Ich konnte mich weder mit Alexandra noch mit Liam anfreunden, obwohl Liam ein guter Kerl ist. Die anderen Protagonisten gehen regelrecht unter und hinterlassen fast gar keine Spuren. Sie wurden mal erwähnt, tauchten mal hier oder da kurz auf und waren weg. Sie hatten keine richtige Funktion, waren eher nur Lückenfüller.

Die Geschichte hätte SO VIEL Potenzial gehabt, da hätte man echt was daraus machen können. Aber es wurde einfach alles verschenkt und oberflächlich und verwirrend abgehandelt.

Ehrlich gesagt, hat es mir keinen großen Spaß gemacht, die Geschichte ab der Hälfte zu verfolgen. Ich war schon oft davor, sie unbeendet zur Seite zu legen, weil sie mich erstens nicht erreichte und mir zweitens das Gejammer der Hauptdarstellerin tierisch nervte und drittens: weil absolut KEINE Spannung und Tiefe zu den Protagonisten aufkam. Dennoch hielt ich irgendwie kopfschüttelnd durch und hoffte, dass es doch noch irgendwie irgendwann besser wurde. Und ich wurde von Seite zu Seite wieder enttäuscht. Schade um die 12,90 Euro für das Taschenbuch, die hätte ich in ein besseres Buch investieren können!

Dieses Buch bekommt von mir nur 2 Sterne – wegen der tollen Grundidee und dem schönen Cover. Mehr hat dieses Werk meiner Meinung nach nicht verdient.

[Rezension] „Der Prinz der Elfen“ von Holly Black

51dN0mTlnvL._SX312_BO1,204,203,200_Langatmig, zähflüssig und verwirrend

Ich mochte die Grundidee eines Elfenprinzen in einem gläsernen Sarg mitten im Wald sehr, der von Hazel und ihrem Bruder Ben sowie vielen anderen täglich aufgesucht wurde. Die Vorstellung gefiel mir sehr, da sie mich an das Märchen von Schneewittchen erinnerte.

Doch leider glich „Der Prinz der Elfen“ von Holly Black so gar nicht diesem schönen Märchen. Denn es war anders. Einerseits war „Der Prinz der Elfen“ schön, weil man viele Informationen über den Erlkönig, das Volk der Elfen und verschiedene Schutzmechanismen und Rituale bekam. Aber der zähflüssige Schreibstil und das ewige hin und her der Geschichte und seiner Charaktere gefiel mir nicht. Ich hatte das Gefühl, überhaupt nicht zu wissen, wo an welcher Stelle sich die Geschichte gerade befindet und was die Autorin erzählen will. Die Geschichte plätscherte an vielen Stellen einfach so dahin und langweilte mich fast zu Tode, so dass ich hoffte, dass der Roman endlich ein Ende fände, ganz gleich welches. Es kam überhaupt keine richtige Spannung auf, die mich fesseln konnte. Dafür war die Langeweile vorherrschend wie zäher Kaugummi. Ich hatte das Buch so oft es ging zur Seite gelegt und lieber andere Bücher gelesen, als dieses fortsetzen zu wollen. Dennoch wollte ich irgendwie diese Geschichte hier zu Ende lesen und wurde enttäuscht. Es war nicht das, was ich mir unter dem märchenhaften Titel und dem spannenden Klappentext vorgestellt hatte.

Die Charaktere waren teils verwirrend dargestellt, nicht tiefgründig und ihr Potenzial nicht wirklich ausgeschöpft. Ich hätte gern mehr über Carter und Jack erfahren wollen, doch Carter rutschte immer mehr ins Aus und Jack blieb irgendwie ein Geheimnis. Hazel und Ben … ich glaubte immer, dass es da eine Verbindung zwischen den beiden Geschwistern gab, aber so oft wie sie sich gegenseitig belogen und übergingen … da glaubte ich nach einigen Seiten nicht mehr daran. Die Charaktere wirkten alle irgendwie oberflächlich und blass, so dass ich keinen der Protagonisten besonders mochte und hervorheben möchte. Ich fand einfach keinen Zugang zu ihnen.

Manche Szenen hätte ich mir gern anders gewünscht, anschaulicher und besser durchdacht, wie z. B. das Versteck des Schwertes. Denn das war nun wirklich so was von schlecht gewählt, das es jeder gefunden hätte, der sich verneigte. Ich hätte mir hier ein wesentlich besseres Versteck erhofft, das mehr Sinn ergibt.

Das Cover ist märchenhaft schön. Ich hätte auch zu gern einen Blick auf den gehörnten Prinzen im Sarg geworfen, von dem diese Geschichte handelt. Ich bin fasziniert von dem großartigen Bild, dass aus einem geheimnisvollen Wald und einem rothaarigen Mädchen (vermutlich Hazel) besteht, die mit dem Körper eines Jungen im grünen Gewand vermischt wurden.

Der Schreibstil der Autorin Holly Black war ehrlich gesagt nicht so ganz meins. Einige Passagen lasen sich fantastisch und märchenhaft. Diese Szenen liebte ich sehr. Allerdings gab es leider viele Abschnitte, in denen es extrem lange Schachtelsätze gab. Ich musste sie mehrmals lesen, um zu verstehen, was die Autorin mir damit sagen wollte. Hier hätte man deutlich mehr überarbeiten sollen.

Es blieben am Ende des Buches trotz allem auch einige Fragen offen, die ich gern beantwortet gehabt hätte. Das Ganze war für mich einfach nur enttäuschend. Vielleicht bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen?!

An sich ist die Grundidee des Buches fantastisch, aber bei der Umsetzung haperte es gewaltig, was größtenteils am verwirrenden und zähflüssigen Schreibstil der Autorin lag. Die Geschichte war zwar gut recherchiert, half aber nicht, die Spannung aufzubauen und mich gefangen zu nehmen.

„Der Prinz der Elfen“ hat mich leider nicht überzeugt. Schade, dabei war die Grundidee so faszinieren, dass ich schon allein wegen dem Klappentext und dem Cover das Buch gekauft habe. Ich gebe diesem Buch 3 Punkte – eines für das tolle Cover, einen für die tolle Grundidee und den dritten Punkt für die gute Recherche zum Erlkönig und dem Elfenvolk.

[Musik] OneRepublic – Ordinary Human

Ich liebe diesen Song von OneRepublic. Die Melodie berührt mich und lässt mich tanzen. Außerdem ist er im Soundtrack zum Film „Hüter der Erinnerung – The Giver“ vorhanden und läuft im Abspann. Ich kann euch den Film samt Soundtrack sowie das Buch zum Film sehr ans Herz legen!!!

Schaut ihr euch gern den Abspann von Filmen an? Ich ja. Denn da gibt es meist richtig tolle Songs und mich interessiert auch, wer was gemacht hat. Das finde ich spannend 🙂

Euer Schneewittchen

 

[Rezension] „Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen“ von Stefanie Hasse

51501PPKrHL._SX319_BO1,204,203,200_Tolle Geschichte für Buchliebhaber

Mir gefällt die Grundidee, dass Leser ihre Lieblingscharaktere aus Büchern herauslesen können. Da würden mir auch so einige Charaktere einfallen, die ich gern in der Realität sehen wollen würde. J Das es aus diesem Grund auch Wächter der Bibliotheca Elementara geben muss, um diese „seelenlosen“ Charaktere wieder einzufangen und zurück in ihre Bücher zu schicken, passte perfekt. Die Wächter hatten Regeln zu befolgen (u. a. durften sie selbst keine Bücher besitzen). Außerdem konnten die Wächter ein Element (Luft, Wasser, Erde oder Feuer) beherrschen. Das erinnerte mich ein wenig an die Trickserie „Avatar – Herr der Elemente“.

Ein Leben ganz ohne Bücher? Das wäre für mich die Hölle. Lin geht es da ähnlich, denn sie versteckt heimlich ein Buch namens »Otherside« und hat sich in den Protagonisten Zac verliebt, was ich ihr als Leser nicht verübeln konnte, kicher.

Lin gefiel mir gut. Sie kam mir realistisch und gut durchdacht vor. Ich mochte ihre Art und ihr Denken, ihre Gefühle und ganz eindeutig ihre Liebe zu Büchern, die ich mit ihr teile. Klar, ihre extreme Kaffeesucht war etwas heftig und ich dachte nur, dass sie irgendwann an Herzschock sterben würde, weil sie von diesem Gebräu einfach zu viel trinkt, aber das passierte nicht. Mit Ric wurde ich trotz allem irgendwie nicht warm. Er war ein A… und verhielt sich auch meist so. Ich konnte nicht nachvollziehen, wieso Lin auf ihn abfuhr. Peter (der Baum) und Zac aus »Otherside« gefielen mir hingegen da viel besser. Mir hat teilweise auch die Tiefe der Charaktere gefehlt, z. B. bei Ty, Zac, Coral, Peter etc. Mich hatte anfangs auch sehr gestört, dass Lin´s Mitbewohnerin immer nur Ty genannt wurde und man nie wirklich erfuhr wie sie mit vollständigem Namen hieß, was sie beruflich machte etc. Man bekam manche Figuren einfach so vorgesetzt und sollte damit klar kommen.

Der Schreibstil gefiel mir gut, da er leicht und flüssig war und ich der Geschichte problemlos folgen konnte. Die Spannung stieg auch stetig an und machte mich neugierig, so dass ich das Buch auch kaum aus der Hand legen konnte und die Nacht durchlesen musste.

Was mich allerdings an dieser Geschichte „Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen“ der Autorin störte, war, dass sie Charaktere aus Büchern einflocht, die ich teilweise gar nicht kannte. Klar, Bella, Edward und Jacob kennt man zwangsweise durch Bücher und Filme. Man kam einfach nicht an ihnen vorbei. Aber wer bitte ist Roth, Daemon und Cress? Ich musste erst einmal im Internet recherchieren, um herauszufinden, wer Cress ist und was es mit ihr auf sich hatte. Denn ihre Geschichte von Marissa Meyer kannte ich nicht. Hier wäre wenigstens im Buch eine Liste wünschenswert gewesen mit dem Verweis der verwendeten Charaktere auf die Bücher, in denen sie vorkommen.

Mich störte auch, dass Lin als Luftelement eine Fee war. Sorry, aber eine Fee ist eher jemand, der sich um die Pflanzen kümmert – mit Feenstaub etc., aber nicht mit dem Wind flüstert. Und Coral als Wasserelement war meiner Meinung nach ab ihrer Verwandlung irgendwie wegen ihres Fischschwanzes unbeholfen und brauchte eher „Standhilfe“ als dass sie die Welt vor Monstern und Seelenlosen beschützen konnte. Hier hätte ich mir etwas mehr Kreativität und weniger Fischschwanz gewünscht.

Der Klappentext ist auch ein wenig irreführend, da Zac ja doch in der realen Welt auftaucht und für ein wenig Aufruhr sorgt.

Das Cover ist als Ebook schön anzusehen, allerdings ist es als Taschenbuch viel zu dunkel – ja beinahe schwarz, so dass man die einzelnen schwebenden blauen Buchstaben leider kaum mehr auf dem gedruckten Cover erkennen kann. Dadurch geht hier etwas Magie verloren. Schade. Der Schriftzug des Haupttitels „Book Elements“ hätte ich mir irgendwie silbern vorgestellt, das wäre noch magischer gewesen.

Ich mag die Geschichte, die Charaktere, die unerwarteten Wendungen und das spannende Ende, bei dem ich regelrecht mitgefiebert habe. Es ist ein guter Abschluss ohne nervigen Cliffhanger dieses ersten Bandes, der auch einzeln gelesen werden kann. Trotzdem bin ich sehr auf die beiden Nachfolgebände gespannt, die im September 2017 bzw. Anfang 2018 als Taschenbücher erscheinen werden.

Ich verleihe diesem ersten Band der Wächter der Bibliotheca Elementara 4 von 5 Punkten.