[Rezension] „Magic Girls 1 – Der verhängnisvolle Fluch“ von Marliese Arold

mg1Schöner Auftakt zu einer magischen Reihe

Der Vater wurde in einen grünen Leguan verwandelt, die Familie dank der verrückten Großmutter ins Hexil zu Recherchezwecken geschickt und dann wird der Vater entführt …

Elena und ihre Familie (Mutter und Geschwister) wurden in die Menschenwelt geschickt, um einerseits über die Menschen zu recherchieren, andererseits um den Ruf ihrer Familie wieder herzustellen. Einzig ihre beste Freundin Miranda kann Elena über diese dramatische Erfahrung hinwegtrösten, da sie die Familie begleitet und gemeinsam mit Elena die irrwitzigsten Abenteuer in der Menschenwelt besteht.

Die Geschichte ist flüssig geschrieben und bereitete mir Freude beim Lesen. Die Wortwahl ist leicht und verständlich gewählt, so dass sie für junge Leser gut zu verstehen ist. Es war spannend zu lesen, welches dramatische Ereignis die Familie ins Hexil gezwungen hat und wie sie damit versucht haben umzugehen. Es gibt einige schöne und witzige magische Elemente, bei denen ich schmunzeln musste. Spannung kam allerdings erst im letzten Teil auf, bei dem ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Die Lösung war mir jedoch zu einfach gewählt. Ich hätte mit mehr Action und Magie gerechnet, um die Spannung zu erhöhen. So war es eher lahm gelöst.

Allerdings geriet ich was die Freundschaft in der Menschenwelt zwischen Elena und Miranda und den Menschen Nele und Jana etwas Kopfzerbrechen. Denn anfangs sind Nele und Jana sehr skeptisch und neugierig und wollen unbedingt hinter das Geheimnis um Elenas Familie kommen und wollen sie ausspionieren. Und umgekehrt wollen Elena und Miranda über die Menschen mehr in Erfahrung bringen. Und ganz plötzlich sind die 4 die besten Freundinnen? Sorry, aber fehlt hier ein Teil der Geschichte, in der sich die 4 Mädchen besser und näher kennenlernen und aneinander herantasten. Es wirkt unrealistisch und erzwungen. Man kann mit niemandem urplötzlich befreundet sein, selbst wenn Magie wie hier im Spiel war. Ich hatte eher erwartet, dass die Menschenmädchen erst einmal entsetzt/schreiend davonrennen. Aber nein. Sie nehmen alles vollkommen cool hin, als wäre es das normalste der Welt, dass Miranda, Elena samt Familie Hexen sind.

Das Cover mit seiner knalligen rot-pinken Farbe zog meine Aufmerksamkeit direkt auf sich und dann dieser wunderbare samtige Aufdruck. Ich liebe es und konnte selbst während des Lesens kaum widerstehen, über den Samtaufdruck zu streichen. Das ist Magie die bezaubert J Auch die Gestaltung innerhalb des Buches mit seinen pinkfarbenen Ornamenten und den pinkfarbenen Seiten passt optisch sehr gut zum Buch. Allerdings lassen sich die pinken Seiten etwas schwer lesen, hier hätte eine hellere Farbe besser gewirkt. Toll finde ich die kleinen Schaukästen als Zusammenfassung bzw. Rezeptvorstellungen zum Nachmachen. Das gibt sicherlich Anreize, die Rezepte selbst einmal auszuprobieren. Ich mochte auch die einfallsreichen und teils humorvollen Kapitelüberschriften sehr.

Die Charaktere um Elena, Miranda, Jolanda und die verrückte Oma Mona fand ich gelungen. Ich konnte Elena und Miranda sogleich ins Herz schließen, die verrückte Oma hingegen weniger, die allerdings für einige Schmunzler im Buch sorgte. Nele und Jana waren mir zu oberflächlich dargestellt. Ich hoffe, dass sie in den Folgebänden besser ausgearbeitet sind.

Ich vergebe gute 3 Punkte von 5 an diese Geschichte und bin schon auf die Folgebände gespannt, in der Hoffnung, dass hier mehr Spannung und Action angesagt sind und die Charaktere mehr Tiefe haben (besonders Nele und Jana).

 

 

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[Rezension] „Fictional Reality“ von Christin C. Mittler

5101JWEXZrL._SX331_BO1,204,203,200_Verwirrend, chaotisch, ohne Spannung, zu viel Gejammer, keine wirkliche Handlung

Die Grundidee und der Klappentext hatten es mir angetan, so dass ich mir unbedingt dieses Buch mit seiner Geschichte kaufen und verschlingen wollte. Denn mich hatte es schon immer interessiert, wie es einer Person geht, die erfährt, dass ihr ganzes Leben samt der dazugehörigen Dramen nur der Feder eines Autors entsprang. Das hatte mich sehr neugierig gemacht.

Doch das Buch selbst hat mich SEHR enttäuscht! Die Geschichte plätschert von Anfang an nur dahin ohne groß einen Spannungsbogen zu haben. Einzig das Gejammer der Protagonistin zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.

Einzig der emotionale Anfang und das Ende, das doch noch okay für mich war, sind die besten Szenen des Buches. Dazwischen passierte fast gar nichts, was mich irgendwie berührte oder bewegte. Ich konnte das Buch also problemlos aus der Hand legen und musste mich dann aufraffen, es überhaupt zu Ende zu lesen.

Bei manchen Szenen während des Lesens fragte ich mich: Woher kam der Gedanke plötzlich? Es gab nirgends eine Erklärung für mich als Leser geschweige denn ein Hinweis darauf.

Es fehlten mir auch Erklärungen z. B. von dem Comic oder manchen Büchern oder Stichworten, die zwar kursiv dargestellt wurden, die ich aber absolut nicht kannte. Ich muss doch nicht alle Thriller und Comics gelesen haben, um zu verstehen, was die Autorin mir mit dem Titel sagen will. Z. B. Deadpool. Was bitte ist in diesem Comic geschehen, dass die Protagonistin plötzlich auf DEN Gedanken bringt? Ich habe keine Ahnung, denn hier wurde wieder viel weggelassen.

So ging es auch im ganzen Buch. Szenen und Gespräche, die mich als Leser interessierten, weil sie meiner Meinung nach ggf. wichtig für die Geschichte bzw. Tiefe der Protagonisten hätten sein können, existierten gar nicht. So verstand ich wieder einige Dinge in der Geschichte nicht, so dass ich mit vielen Fragezeichen zurückgelassen wurde und nur mit dem Kopf schütteln konnte.

Spontane unerklärliche Gedanken.

Szenensprünge.

Logikfehler.

Keine Absätze, wo welche hingehören, so dass man als Leser erstmal rätselt, wovon die Geschichte bzw. der Dialog gerade handelt.

Was hatte es mit den grauen Flecken auf sich und wieso hatte Alexandra diese mit Liam gesucht, wenn sie innerhalb der Geschichte wieder unbedeutend verschwanden? Was hatten sie mit dem Finden dieser Flecken bezwecken wollen? Verstecken vor der Autorin? Geheimnisse austauschen oder was? Hier fehlt die Erklärung dazu.

Ich fragte mich die ganze Zeit während des Lesens: Wieso unternimmt Alexandra nichts, um die Autorin zu finden? Stattdessen jammert, turtelt und besäuft sie sich lieber. Ich hätte die Autorin und die Protagonistin am Liebsten gepackt und gerüttelt und geschüttelt, damit endlich mal was passiert. Aber selbst auf Seite 211 von 246 Seiten geschieht rein gar nichts, um der Autorin auf die Spur zu kommen. Stattdessen wird wieder mal nur gejammert. Es ist zum gegen die Wand rennen und total nervig. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir dieses Werk mit dem so tollen Titel und dem spannenden Klappentext NIEMALS gekauft. Denn diese Geschichte ist alles andere als spannend, sie ist nur nervig wegen dem ewigen Rumgejammer. Ich weiß, wie es ist jemand wichtiges für immer zu verlieren, aber hier wird eindeutig mit dem Rumjammern übertrieben, so dass das Lesen keinen Spaß mehr macht.

Ich fand es sagenhaft wie gekonnt die Autorin diese ganze Geschichte, die 246 Taschenbuchseiten füllt, ohne jegliche Spannung zu verfassen. Hier geschehen Dinge einfach so ohne, dass ein Gefühl von Spannung und einem Adrenalinschub aufkommt. Es passiert einfach als würde man sich von A nach B beamen. Vor allem das Kapitel 22 hat mich geschockt, denn ich hatte hier echt gehofft, dass es spannend und actionreich wird und ich endlich mal was ERLEBE. Stattdessen wurde ich wieder enttäuscht. Ich frage mich ernsthaft, wie dieses Buch durch die Hände von Lektoren und Testlesern gehen konnte ohne entsprechende Anmerkungen wie „Erklärung fehlt“, „lahm“, „mehr Spannung einbauen“ etc. Ebenfalls vermisse ich sehr viele Absätze in dem Buch, da der meiste Text einfach so aneinandergeklatscht wirkt, wohl um Platz zu sparen, um die Druckkosten gering zu halten.

Das Cover gefällt mir gut, denn dadurch bin ich erst auf das Buch aufmerksam geworden und habe mir den Klappentext auf der Rückseite durchgelesen. Mir gefallen die Farben und das Notizbuch in der Mitte des Covers. Allerdings hat das Notizbuch leider recht wenig mit der Geschichte zu tun. Der verspielte weiße Schriftzug des Titels gefällt mir, wie auch der Titel. Sie versprechen etwas, das der Inhalt des Buches leider nicht halten konnte.

Den Schreibstil der Autorin mochte ich nicht unbedingt, da er sehr sprunghaft und wenig erklärend war, so dass ich mit vielen ungeklärten Fragen als Leser einfach zurückgelassen werde. Manche Sätze waren unvollständig, es fehlten Verben oder Substantive für das bessere Verständnis. So gab es immer wieder Momente, in denen ich ein oder zwei Sätze zurückgehen musste, um zu verstehen, über was die Autorin gerade schreibt.

Die Charaktere waren allesamt recht oberflächlich, ohne jegliche Tiefe. Ich konnte mich weder mit Alexandra noch mit Liam anfreunden, obwohl Liam ein guter Kerl ist. Die anderen Protagonisten gehen regelrecht unter und hinterlassen fast gar keine Spuren. Sie wurden mal erwähnt, tauchten mal hier oder da kurz auf und waren weg. Sie hatten keine richtige Funktion, waren eher nur Lückenfüller.

Die Geschichte hätte SO VIEL Potenzial gehabt, da hätte man echt was daraus machen können. Aber es wurde einfach alles verschenkt und oberflächlich und verwirrend abgehandelt.

Ehrlich gesagt, hat es mir keinen großen Spaß gemacht, die Geschichte ab der Hälfte zu verfolgen. Ich war schon oft davor, sie unbeendet zur Seite zu legen, weil sie mich erstens nicht erreichte und mir zweitens das Gejammer der Hauptdarstellerin tierisch nervte und drittens: weil absolut KEINE Spannung und Tiefe zu den Protagonisten aufkam. Dennoch hielt ich irgendwie kopfschüttelnd durch und hoffte, dass es doch noch irgendwie irgendwann besser wurde. Und ich wurde von Seite zu Seite wieder enttäuscht. Schade um die 12,90 Euro für das Taschenbuch, die hätte ich in ein besseres Buch investieren können!

Dieses Buch bekommt von mir nur 2 Sterne – wegen der tollen Grundidee und dem schönen Cover. Mehr hat dieses Werk meiner Meinung nach nicht verdient.

[Rezension] „Der Prinz der Elfen“ von Holly Black

51dN0mTlnvL._SX312_BO1,204,203,200_Langatmig, zähflüssig und verwirrend

Ich mochte die Grundidee eines Elfenprinzen in einem gläsernen Sarg mitten im Wald sehr, der von Hazel und ihrem Bruder Ben sowie vielen anderen täglich aufgesucht wurde. Die Vorstellung gefiel mir sehr, da sie mich an das Märchen von Schneewittchen erinnerte.

Doch leider glich „Der Prinz der Elfen“ von Holly Black so gar nicht diesem schönen Märchen. Denn es war anders. Einerseits war „Der Prinz der Elfen“ schön, weil man viele Informationen über den Erlkönig, das Volk der Elfen und verschiedene Schutzmechanismen und Rituale bekam. Aber der zähflüssige Schreibstil und das ewige hin und her der Geschichte und seiner Charaktere gefiel mir nicht. Ich hatte das Gefühl, überhaupt nicht zu wissen, wo an welcher Stelle sich die Geschichte gerade befindet und was die Autorin erzählen will. Die Geschichte plätscherte an vielen Stellen einfach so dahin und langweilte mich fast zu Tode, so dass ich hoffte, dass der Roman endlich ein Ende fände, ganz gleich welches. Es kam überhaupt keine richtige Spannung auf, die mich fesseln konnte. Dafür war die Langeweile vorherrschend wie zäher Kaugummi. Ich hatte das Buch so oft es ging zur Seite gelegt und lieber andere Bücher gelesen, als dieses fortsetzen zu wollen. Dennoch wollte ich irgendwie diese Geschichte hier zu Ende lesen und wurde enttäuscht. Es war nicht das, was ich mir unter dem märchenhaften Titel und dem spannenden Klappentext vorgestellt hatte.

Die Charaktere waren teils verwirrend dargestellt, nicht tiefgründig und ihr Potenzial nicht wirklich ausgeschöpft. Ich hätte gern mehr über Carter und Jack erfahren wollen, doch Carter rutschte immer mehr ins Aus und Jack blieb irgendwie ein Geheimnis. Hazel und Ben … ich glaubte immer, dass es da eine Verbindung zwischen den beiden Geschwistern gab, aber so oft wie sie sich gegenseitig belogen und übergingen … da glaubte ich nach einigen Seiten nicht mehr daran. Die Charaktere wirkten alle irgendwie oberflächlich und blass, so dass ich keinen der Protagonisten besonders mochte und hervorheben möchte. Ich fand einfach keinen Zugang zu ihnen.

Manche Szenen hätte ich mir gern anders gewünscht, anschaulicher und besser durchdacht, wie z. B. das Versteck des Schwertes. Denn das war nun wirklich so was von schlecht gewählt, das es jeder gefunden hätte, der sich verneigte. Ich hätte mir hier ein wesentlich besseres Versteck erhofft, das mehr Sinn ergibt.

Das Cover ist märchenhaft schön. Ich hätte auch zu gern einen Blick auf den gehörnten Prinzen im Sarg geworfen, von dem diese Geschichte handelt. Ich bin fasziniert von dem großartigen Bild, dass aus einem geheimnisvollen Wald und einem rothaarigen Mädchen (vermutlich Hazel) besteht, die mit dem Körper eines Jungen im grünen Gewand vermischt wurden.

Der Schreibstil der Autorin Holly Black war ehrlich gesagt nicht so ganz meins. Einige Passagen lasen sich fantastisch und märchenhaft. Diese Szenen liebte ich sehr. Allerdings gab es leider viele Abschnitte, in denen es extrem lange Schachtelsätze gab. Ich musste sie mehrmals lesen, um zu verstehen, was die Autorin mir damit sagen wollte. Hier hätte man deutlich mehr überarbeiten sollen.

Es blieben am Ende des Buches trotz allem auch einige Fragen offen, die ich gern beantwortet gehabt hätte. Das Ganze war für mich einfach nur enttäuschend. Vielleicht bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen?!

An sich ist die Grundidee des Buches fantastisch, aber bei der Umsetzung haperte es gewaltig, was größtenteils am verwirrenden und zähflüssigen Schreibstil der Autorin lag. Die Geschichte war zwar gut recherchiert, half aber nicht, die Spannung aufzubauen und mich gefangen zu nehmen.

„Der Prinz der Elfen“ hat mich leider nicht überzeugt. Schade, dabei war die Grundidee so faszinieren, dass ich schon allein wegen dem Klappentext und dem Cover das Buch gekauft habe. Ich gebe diesem Buch 3 Punkte – eines für das tolle Cover, einen für die tolle Grundidee und den dritten Punkt für die gute Recherche zum Erlkönig und dem Elfenvolk.

[Rezension] Kelsey Sutton „Winterseele – Kissed by Fear“

winterseeleLangatmig, verworren sowie zu viel verschenktes Potenzial

Elizabeth besitzt die Gabe, Gefühle und Elemente zu sehen, die andere Menschen nicht sehen können. Allerdings kann sie selbst keine Emotionen spüren, so dass sich die Gefühle von ihr meist fernhalten. Nur FEAR gibt nicht auf und versucht immer wieder ihre Gefühle zu wecken. Ob er es schaffen wird, erfahrt ihr im Roman.

Anfangs war ich von Elizabeth sehr fasziniert und angetan. Ich wollte unbedingt hinter ihr Geheimnis kommen und herausfinden, wieso sie nichts fühlen kann. Ich wollte, dass sie die Liebe erfährt und mit Fear glücklich ist. Denn Fear macht sie irgendwie glücklich und ist immer in gefährlichen Momenten bei ihr…

Aber dann gab es wieder Augenblicke, in denen ich Elizabeth einfach nur an den Schultern gepackt und gerüttelt hätte. Denn anstatt ihren Freunden (Fear, Joshua, Maggie, Mut etc.) zu sagen was sie denkt, was sie fühlt und was sie hofft, bleibt sie einfach nur stumm und schweigt. Sie teilt sich ihnen nicht mit, denkt dafür aber. Doch keiner ihrer Freunde kann Gedanken lesen, wie sollen sie dann bitte erfahren, was in ihr vorgeht? Diese Szenen habe ich regelrecht gehasst. Ich wollte, dass Elizabeth sich endlich öffnet und ihre Liebe und Hoffnungen gesteht und nicht ständig schweigt und nachgrübelt. Denn sie grübelte ständig, was aufgrund der vielen Wiederholungen nervig war.

Wie ihr seht, bin ich ein wenig zwiegespalten, was Elizabeth betrifft. Einerseits finde ich ihre Art faszinierend und begeisternd, auf der anderen Seite nervte sie mich auch, wenn sie unschlüssig herumstand und nicht mit der Wahrheit über ihre wahren Gefühle und Gedanken herausrückte.

Heftig fand ich zudem, dass alle Personen – Elizabeth´s Mutter, ihr Vater Tim, Charles, Maggie, Joshua und sein Dad, Morgan und ihre Schwester etc. so unglaublich viele Probleme hatten mit denen sie zu kämpfen hatten. Das war einfach ZU VIEL des Schlechten. Hier hätte es gereicht, wenn nur ein paar von ihnen Schwierigkeiten gehabt hätten. So wirkte es jedoch voll übertrieben. Es war zwar gut angedacht, diese ernsten Themen anzusprechen, aber wie gesagt: Es war einfach zu viel davon auf einem Haufen, so dass man leicht den Überblick verlor, welcher Charakter welches Problem hatte, nachdem man weiter gelesen und mit dem nächsten Problemcharakter konfrontiert wurde. Weniger ist manchmal mehr!!!

Die Grundidee, dass Elemente und Gefühle in einer Parallelwelt um die Menschen herum leben, gefiel mir recht gut. Ich mochte auch das emotionslose Mädchen Elizabeth zu Beginn. Aber nach und nach begannen die Wiederholungen und die langatmigen nichts sagenden Szenen, die mich einfach nur noch gelangweilt haben. Ich bemerkte auch immer wieder, dass man einige Szenen hätte anders schreiben, spannender hätte machen können. Meiner Meinung nach war die Grundidee toll, aber es wurde zu viel gutes Potenzial verschleudert. Ich hatte irgendwie mehr von diesem Buch, von dieser Geschichte erwartet. So war es für mich kein Problem, dieses Buch bei Seite zu legen und später weiter zu lesen, da mich die Story nicht mehr so in den Bann zog.

Die Geschichte an sich ist gut gestaltet und auch schön und detailreich geschrieben, was mir gut gefallen hat. Allerdings traten während dem Lesen immer mehr Ungereimtheiten und Fragen auf und ließen mich verwirrt und irritiert zurück. Manche Fragen wurden nicht beantwortet, so dass ich noch immer gern die Antwort darauf erfahren möchte.

Ich verstehe u. a. aber auch nicht so recht, dass Albtraum das Gegenteil von Leben darstellen soll. Logischer wäre doch, den Tod zu wählen.

Ich mochte Fear sehr gern. Anfangs schien er noch etwas gruslig, aber er zeigte Gefühle und das machte ihn für mich zu einem echten Freund, bei dem ich immer wieder hoffte, dass er bald erscheinen möge. Joshua hingegen war einfach nur ein guter Kumpel für mich, er war da und war okay. Mit ihm konnte ich mich nicht so gut anfreunden wie mit Fear. Fear hatte halt etwas Magisches, Liebevolles, Sehnsüchtiges. Joshua tat mir während des Lesens aber immer mehr Leid. Er ist ein lieber netter Junge, der seine Pflicht tut und doch immer nur ausgenutzt wird. Ich hätte ihm gern ein schönes Happy End gewünscht und mehr Lebensfreude. Irgendwie war aber sein Ende für mich schon ab der Mitte des Buches vorhersehbar.

Ich hätte mir gewünscht, dass Maggie mehr Emotionen in Elizabeth weckt und Joshua nicht verletzt wird, denn er ist ein lieber Kerl. Ich finde es jedoch wundervoll, was Elizabeth für Joshua und seinen Vater getan hat. Dafür liebe ich Elizabeth! ❤

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig geschrieben, so dass ich keine Probleme hatte, ihrer Geschichte zu folgen und mich in sie hineinzufinden. Auch gefällt mir das deutsche Cover mit der rötlich-metallischen Schrift und den Schmetterlingen sehr gut sowie der Untertitel „Kissed by Fear“, wobei dieser meiner Meinung nach schon etwas zu viel verrät.

Mich hat dieses Werk nicht so berührt, wie ich es von ihm erwartet hatte. Zu Beginn war ich noch begeistert und fasziniert, etwa ab der Mitte des Buches war ich dann jedoch eher mehr gelangweilt und teilweise auch von Elizabeth genervt, so dass ich mir Szenen mit Fear – ganz gleich ob gruslig oder romantisch – regelrecht herbeigesehnt hatte, die letztendlich auch nicht mehr so berauschend waren wie zu Beginn der Geschichte. Es gab zu viele ungeklärte Fragen, ein vorhersehbares Ende und regelrechte Verwirrspiele, bei denen ich noch immer nicht ganz durchblicke und mich unschlüssig zurücklassen.

Ich kann diesem Werk nur 3/5 Punkten geben.

Teen Angel

Eine süße kleine Mini-Serie „Teen Angel“ wurde in den 90er Jahren im Disney Club ausgestrahlt. Die Hauptrolle spielt Buzz, der Schutzengel, der einem schüchternen Jungen helfen soll.

Buzz wird gespielt von Jason Priestley, der als Schutzengel total heiß aussieht. ❤ ❤ ❤ Solch einen Schutzengel hätte ich bitte auch gern 😉

Leider habe ich bisher nur 2 kurze Folgen von „Teen Angel“ mit Buzz und Dennis aus dem Jahr 1989 gefunden. Habt ihr vielleicht alle Folgen bzw. wisst ihr, wo man sie sich anschauen kann? Dann her mit den Links 🙂

Euer Schneewittchen

Spiegelsplitter & Spiegelstaub

Hach wie habe ich mich heute gefreut, als ich ENDLICH nach megalanger Wartezeit den 2. Band der Spiegelsaga von Ava Reed in meinem Briefkasten vorfand. Umso enttäuschter war ich vom Cover und vom Format. Das geht ja gar nicht. Sollten Bücher der gleichen Reihe nicht gleich groß sein? Eigentlich ja!

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Doch Spiegelstaub (der 2. Band) ist um genau 1 cm breiter als der erste Teil der Spiegelsaga,obwohl beide bei BoD gedruckt wurden! Die passen also schon vom Format her gar nicht zueinander! Und dann der nächste Schock als ich das Buch Spiegelstaub umdrehte: Denn wo Spiegelsplitter auf Buchrücken und auf dem Backcover noch wunderhübsch gestaltet und mit Elementen verziert wurde, glänzt Spiegelstaub rein gar nicht. Es wirkt einfach nur langweilig, einfallslos, billig und öde. Hier hat der Impress-Verlag aber gewaltig an der Gestaltung gespart. Ich bin echt entsetzt! Dieses Buch gefällt mir optisch rein gar nicht, was hat sich der Impress-Verlag nur dabei gedacht? Der erste Band, den Ava Reed als Selfpublisher im Eigenverlag herausbrachte, hat mehr Glamour als der Zweite aus dem Verlag. Tsss … Ich hoffe, dass wenigstens der Buchinhalt von der Fortsetzung genauso gut und spannend ist wie der erste Teil „Spiegelsplitter“, bei dem ich die ganze Nacht durchgelesen hatte, weil ich das Buch einfach nicht aus den Händen legen konnte.

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Bei Spiegelsplitter sieht man wenigstens die Liebe zum Buch und die Liebe im Detail, die mir bei dem Verlagsbuch Teil 2 total fehlt, wenn man den Buchrücken und das Backcover betrachtet. Ich finde, das geht gar nicht. Daumen runter für den Impress-Verlag!

IMG_2084-1Trotz allem werde ich es mir nicht nehmen lassen, in den letzten Teil der Spiegelsaga von Ava Reed einzutauchen, denn ich will endlich erfahren, wie die Geschichte um meinen Lieblingsfuchs Kohana sowie um Cat und Finn weitergeht. Die Rezension dazu werdet ihr hier erhalten.

Euer Schneewittchen

 

[Rezension] Marah Woolf “MondSilberLicht” (Band 1)

mondsilberlichtWunderbarer Auftakt über die fabelhafte Welt der Shellycoats

Emma, ein 17-jähriges Mädchen aus den Staaten, verliert ihre Mom durch einen schrecklichen Autounfall und muss in ein fremdes Land, nach Schottland, zu ihrem Onkel Ethan und dessen kinderreiche Familie ziehen, weil sie sonst keine Familienangehörigen hat. Sie muss sich in ein neues Leben einfügen, in eine neue Schule eingliedern, neue Freunde finden und mit dem schrecklichen Verlust ihrer Mom zurechtkommen. Doch all dies wäre nicht dramatisch genug, wenn es da nicht diesen attraktiven Jungen gäbe, der Emma vom ersten Augenblick an fasziniert und sie immer mehr in seinen Bann zieht. Calum. Je mehr Emma von ihm erfährt, desto mehr gerät sie in eine Geschichte aus Liebe, Drama, Sagen und Mythologie, die sich schnell zuspitzt.

Ich bin noch total geflasht von Marah Woolf`s „MondSilberLicht“ dem ersten Band der MondLicht-Tetralogie um Emma und Calum, einem Shellycoat (Wassermann). Denn die Geschichte ist extrem mitreißend und spannend geschrieben und gewinnt sehr an Tempo als ab Mitte des Buches, so dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Deshalb kann ich es auch kaum erwarten, den 2. Band „MondSilberZauber“ zu lesen, was ich zum Glück schon zu Hause habe und auch die letzten beiden Bände schon bestellt habe.

Der Schreibstil ist wunderbar leicht und locker, so dass ich den Protagonisten allzu gut folgen und mich immer mehr in Emma und Calum hineinversetzen konnte und mich teilweise auch von Calum, dem Shellycoat, angezogen fühlte. Zu gern tauchte ich in seine Welt ein und ließ mich von ihm locken, gepaart mit Emma`s Ängsten, dass er ihr doch etwas Böses tun könnte, sie mit sich in seine Welt ziehen könnte oder sie ertränken könnte oder oder oder. Ich fieberte den Ereignissen mit, hatte Angst, bangte und war im nächsten Moment unendlich erleichtert, beglückt und happy als es doch wieder positiv weiterging. Bis … ja bis sich das Ende näherte und ich mehr und mehr in Panik und Verzweiflung wie die Protagonisten geriet. Zu schnell war das Ende herangenaht, zu schnell war das Buch ausgelesen, zu schnell verschwanden Emma und Calum. Doch es gibt Hoffnung und ein Wiedersehen in den 3 Folgebänden, was mein aufgewühltes Inneres ein wenig beschwichtigte.

Hin und wieder gab es einige Stellen im Buch, die mich mürbe machten. So bekam Emma, die Hauptprotagonisten, gesagt, was sie lieber nicht machen sollte und versprach auch, dieses Versprechen einzuhalten. Doch nur wenige Augenblicke/Seiten später, hielt sie sich nicht mehr daran und es wurde dramatisch. Bei manchen Szenen fragte ich mich schon: „Wie kann man nur so blöd sein?“. Dennoch war die entsprechende Szene wichtig für den Spannungsbogen der Handlung. Leider sind solche „Du darfst nicht-Ich mache es trotzdem“-Momente zu oft vorhanden, so dass man Emma manchmal einfach nur an einen Stuhl fesseln wollen würde, um sie vor der nächstbesten Dummheit zu bewahren. Aber hey, wenn man verliebt ist, macht man manchmal eben Fehler.

Ich mochte auch Peter, Amelie, Dr. Erickson und andere Nebenfiguren sehr gern, die die Geschichte um Emma abrundeten und man sich auch als Leser bei ihnen geborgen fühlen konnte, was nicht nur durch die wunderschönen bildreichen Beschreibungen von Schottlands Küsten erreicht wurde. Ich verliebte mich regelrecht in dieses Land, danke Marah Woolf.

Fazit:

Ich mag die Geschichte um Emma und Calum sehr und bin neugierig auf die nächsten Bände. Denn dieses Buch handelt nicht nur von Liebe und Drama. Nein, man lernt auch etwas über Schottland, Fantasie- und Fabelwesen und auch über Mythologie eine Menge. Deshalb 4 Punkte von mir für die schöne Geschichte und die supergute Recherche! Daumen hoch und weiter so!

Euer Schneewittchen