ONE LINE A DAY – Ein Fünf-Jahres-Erinnerungsbuch

One-Line-A-Day-kleinAlex Hill hat mal wieder gezaubert und für uns ein hübsches Eintragbuch erstellt. Es ist nach den Gratitude-/Dankbarkeitsseiten eines Bullet Journales gestaltet. Das bedeutet, dass ein Monat auf zwei Seiten abgebildet ist und man für jeden Tag eine Zeile Platz zum Schreiben seiner Erlebnisse oder Gedanken oder Gefühle hat. Oder eben wofür man dankbar an jenem Tag ist.

Ich finde die Idee großartig, da ich diese Seiten selbst in meinem Bullet Journal jeden Monat neu male und mich schon manchmal gefragt habe, warum es dafür kein Buch gibt, in das man alle Monate zusammen hintereinander hat.

Alex Hill hat scheinbar meine Gedanken gehört und gleich 5 Jahre in das Buch gepackt – Jahre voneinander getrennt mit einem wunderschönen Zitat. Das müsst ihr gesehen und gelesen haben!

Außerdem finde ich das Cover mit seiner angenehmen neutralgrauen Farbe einfach schön. Und erst der tolle Schriftzug. Ihr wisst ja, wie sehr ich auf Schriftarten stehe *grins *

Ich habe mir das Buch gleich bestellt und bin sehr gespannt darauf, es ab Januar 2020 zu benutzen. Und ihr?

Bei Epubli.de könnt ihr das Buch direkt bestellen. Da geht es schneller als über Amazon.

Buchdetails

Sprache: Deutsch

ISBN: 9783750239456

Format: DIN A5 hoch – Hardcover

Seiten: 140

 

Euer Schneewittchen

[Rezension] Cornelia Funke & Guillermo del Toro „Das Labyrinth des Fauns“

9783737356664_1562255565000_xxlWortgewandte düstere Umsetzung des Films

Buhinhalt:

Spanien, 1944: Die junge Ofelia reist mit ihrer schwangeren Mutter zu ihrem unbarmherzigen Stiefvater Capitán Vidal in eine verlassene Mühle, die seinen Truppen als Stützpunkt zur Bekämpfung der verbliebenen Rebellen dient. Auf der Flucht vor dieser grausamen Realität findet Ofelia ein verwittertes Labyrinth, das ihr ein Tor in eine fantastische Welt öffnet. Dort trifft sie auf einen Faun, der in ihr die verschollene Prinzessin des unterirdischen Königreichs erkennt und sie vor drei gefährliche Aufgaben stellt.

 

Rezension:

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich den Film vor vielen Jahren gesehen hatte. Umso neugieriger war ich auf die Umsetzung von Cornelia Funke als Buch.

 

Cover und Titel hatten mich sogleich in ihren Bann gezogen als ich von der Veröffentlichung hörte. Das Cover gefiel mir wegen ihrer Düsterheit und finsteren Stimmung und der vier Figuren in den Ecken, während ein junges Mädchen im Mittelpunkt des dunklen Waldes ihren Weg sucht. Mir war bereits durch das Cover und den Klappentext klar, dass es sich um eine doch düstere und teils gruslige Geschichte handelt – selbst, wenn ich den Film zuvor nicht gekannt hätte. Und so war es auch.

Cornelia Funke versteht es mit ihren Worten sehr gut, den Film „Pan´s Labyrinth“ auf Papier zu bannen und damit Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Diese Bilder waren teils grausam, teils fantastisch und sehr spannend. Ich konnte mir die kleine Ofelia in jeder Situation sehr gut vorstellen und bangte und fieberte mit ihr mit.

Jeder Charakter, sei es ein Hauptcharakter oder nur eine Nebenfigur wurden dank des Schreibstils sehr gut herausgearbeitet, so dass sie Tiefe bekamen. Schnell vergab ich Sympathiepunkte an jene Charaktere, die ich für gut hieß, bei anderen zog ich hingegen welche ab, da sie mir brutal, gewalttätig oder hinterlistig erschienen. Besonders der Faun spielte mit mir. Ich wusste nie, ob ich ihm vertrauen konnte oder nicht. Wusste nicht, welche Rolle ihm genau zugeordnet war. Die Autorin hat es wunderbar geschafft mich bezüglich des Fauns zu verwirren, während andere Charaktere fast eindeutig waren… gut oder böse.

Selbst die Brutalität einiger Szenen waren so beschrieben, dass es manchmal nur wenige Bilder bzw. Worte brauchte, um zu verstehen, was gleich geschehen würde und war dankbar, dass nicht jedes Detail (z. B. der Folterungen) erklärt wurde.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und der Plot von Film und Buch ist gut gelungen. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, um wirklich alle Situationen und Emotionen gut zu durchleuchten und die Protagonisten besser kennenzulernen und zu verstehen. Es ist voller Spannung und Hingabe. Man spürt die Liebe genauso stark wie den Hass oder das Verlangen der jeweiligen Personen.

Alles beginnt mit dem Kennenlernen Ofelias mit ihrem Stiefvaters über die Erkrankung ihrer Mutter, den Faun und das Labyrinth und die drei mysteriösen Aufgaben. Hinzu kamen noch die Aufständigen und ihre heimlichen Helfer und deren Beweggründe. Es ist sehr komplex und doch wunderbar geschrieben. Begeistert war ich vor allem auch von der magischen Kreide, mit der Ofelia sich hilfreiche Türen malen konnte.

Aber es ging nicht immer nur um Ofelia und ihre Erlebnisse. Nein, es gab weitere Geschichten, die zwar nur Nebengeschichten sind und teilweise vor Ofelias Zeit bzw. danach spielten, aber zum Großen und Ganzen einfach dazugehören und vieles im Nachhinein erklären.

 

Zudem hat mich das Schicksal von Ofelia und so vielen anderen sehr berührt und ich hätte allen so gern geholfen, sie aufgenommen oder ihnen auf andere Art und Weise geholfen. Mein Herz blutete an so mancher Stelle und ich erwischte mich immer wieder bei der Frage, wieso manche Menschen nur so grausam sein können.

 

Fazit:

Man muss den Film nicht kennen, denn die Autorin malt gekonnt mit ihren Worten die fantastisch-düsteren Bilder vom Labyrinth des Fauns in den Kopf des Lesers. Vielleicht ist es sogar besser, wenn man den Film erst im Nachhinein sieht, um die Beweggründe der jeweiligen Protagonisten besser zu verstehen?!

Ich bin jedenfalls vollends begeistert und sage deshalb, dieses Buch ist eine absolute Kaufempfehlung! Von mir gibt es auf jeden Fall 5 von 5 Punkte!

 

[Rezension] Marisa Liehner „In Amors Auftrag“

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Klappentext:

Keine Chance dem Klischee: Ein spannend-romantischer Roman mit einer Prise Magie

In Pias Familie dirigiert das Amor-Gen das tägliche Leben. Während ihr kleiner Bruder die Rolle des Amor übernimmt, ist sie eine Klischeebeauftragte. Ihre Aufgabe ist simpel: verhindern, dass sich in der Welt zu viele Klischees anhäufen. Dementsprechend begeistert ist sie von allem, was mit Romantik und Kitsch zu tun hat. Das ändert sich auch nicht, als sie Joshua begegnet. Er soll das Gegenstück sein, das Amor für sie ausgewählt hat. Doch Pia hat gar nicht die Zeit, sich mit ihm und den dazugehörigen Klischees herumzuschlagen, denn eine weitaus schlimmere Gefahr hat sich in ihr Leben geschlichen. Eine Gefahr, die nicht nur ihre Familie/Liebsten, sondern auch die Liebe selbst bedroht. 

Rezension:
Amor-Roman mit wenig Liebe und Gefühl? Echt schade, hatte mehr erwartet!
 
Die Grundidee mit den Amore und der Klischeebeauftragten hat mir sehr gut gefallen. 
Deshalb musste ich dieses Buch unbedingt haben, denn ich erwartete einen tollen Fantasyroman 
über Amor, der Liebende zusammenbringt etc. und ein wenig Magie, die damit zusammenspielt. 
Allerdings ist die Geschichte ein wenig anders als ich erwartet hatte, was an mehreren Punkten liegt, 
die ich nachfolgend ausführen möchte.
 Der Schreibstil ist aufgrund seiner Wiederholungen, Widersprechungen etc. ein wenig verwirrend. 
Das erste Drittel des Buches ist zäh und langatmig und ich war versucht, das Buch einfach weg 
zu legen bzw. quer zu lesen. Denn die Autorin Marisa Liehner beschreibt vieles ZU detailgetreu. 
Und dann die ständigen Wiederholungen der Aufgaben der Amore etc. Das muss doch nicht so 
oft sein. Der Leser versteht es sicher nach dem ersten und spätestens nach dem zweiten Mal!
Hat man sich aber erst einmal durch diesen laaaaangatmigen Teil gekämpft, baut sich auch endlich
 mal etwas Spannung auf als eine Gefahr droht und die magischen Ringe der Amore gestohlen werden.
 Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen und wollte unbedingt 
wissen, wie es weitergeht.
Leider bleibt der Leser nach dem Ende mit vielen Fragen zurück. Ich wüsste z. B. gern, woher 
sie die Aufträge bekommen und hätte mir auch die Bedrohung gern etwas ausführlicher gewünscht. 
Stattdessen wurden genau diese wichtigen Teile einfach weggelassen bzw. rasch abgehandelt und
 fertig. Wirklich schade. 
 Die Geschichte ist aus Pias Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, so dass man ihre Gedanken
 und Gefühle noch besser kennen und verstehen lernt, was sie ein wenig authentisch macht. Sie ist
 eine liebenswerte junge Frau, die besondere Fähigkeiten besitzt und sie aufgrund ihrer Aufgabe
 kaum mehr Sinn für echte Romantik und Klischees übrig hat. Genervt hat mich, dass sie sich öfter
 selbst widersprochen hat. Es machte den Eindruck, dass die Autorin selbst nicht so genau die
 Aufgaben der Amore und Klischeebeauftragten kennt. Sie und ihr Bruder Bram wirken ein wenig
 flach auf mich, ich hätte mir mehr Tiefe und vor allem mehr Herz gewünscht. Immerhin sind sie
 Amore! Besonders was die Liebelei mit Joshua angeht. Irgendwie fühlte ich die Verliebtheit der
 beiden nicht. Es war nur ein ewiges nerviges Hin und Her zwischen Pia und ihm. Dabei hatte ich
 mir an dieser Stelle mehr erhofft. Diese Geschichte ist weniger eine Liebesgeschichte, eher eine
 Art kleiner Krimi, bei dem Teenager einen Fall aufklären müssen und dabei rein zufällig das
 Amor-Gen in sich tragen. Mit Liebe hat es wenig zu tun.
 Mit Joshua wurde ich nicht wirklich warm. Der Funke sprang einfach nicht über. Die anderen
 Nebencharaktere wirkten auf mich auch eher flach als gut ausgearbeitet. Gern hätte ich mehr
 über sie erfahren und warum sie für die Autorin so wichtig sind, dass sie in die Geschichte gehören.
 Das Setting in Amsterdam gefiel mir prima. So konnte ich die Stadt mal mit anderen Augen sehen
 und bekannte Orte wieder besuchen.
 Das Cover ist in hellen Farben gehalten, nicht zu knallig, eher harmonisch miteinander in hellblau
 und rosa kombiniert. Gepaart mit einem Pfeil durch rosafarbene Zuckerwatte. Bei diesem Cover
 hätte ich wirklich MEHR Liebe und Romantik erwartet, als die Geschichte letztendlich hergibt.
 Aber vielleicht hat der Klappentext in dieser Hinsicht mehr gesagt als das Cover. Denn Pia kann
 mit Romantik und Klischees nichts anfangen. Schade. Es hätte so schön werden können. 
Ich hatte einen magisch-romantischen Roman erwartet als das, was er letztendlich ist.
 Fazit: 
Der Roman um die Amore ist von der Grundidee her super und hatte mich sehr neugierig gemacht.
 Allerdings ist er teilweise ein wenig zäh und langatmig, teils auch nervig, dann auch wieder spannend.
 Aber mir fehlte einfach das Gefühl, das Herz, die Liebe und vor allem die Aufklärung einiger Fragen.
 Einige Handlungen erschienen mir unlogisch oder zu übertrieben. Außerdem war das Ende zu abrupt,
 ich hätte es gern ausführlicher gehabt. Mir fehlte einfach der Zauber, den die Amore umgibt, 
die Magie …
Ich vergebe insgesamt nur 3 Punkte für diesen Roman. 

[Rezension] Naoma Clark „Applepie Stories – Der Zauber des Glücks“

cupcakesWunderschönes Erwachsenen-Märchen ♥

Klappentext:

Lola Applepies Leben befindet sich auf dem absoluten Tiefpunkt, als sie eines abends beschwipst und traurig ein altes Rezept ihrer Großmutter findet. Die „Fairy Cupcakes“ sollen einem bei Verzehr jeden Wunsch erfüllen. Also backt Lola die kleinen Zauberkuchen. Einen davon frisst ihr Mops Charles, der sich prompt in einen weißen Hengst verwandelt. Sie selbst hat nur einen einzigen Wunsch: Endlich dem Mann fürs Leben begegnen! Doch die magischen Gebäcke haben ihre eigenen Regeln und Lola hat es bald mit zwei Traummännern zu tun: Jack und Patrick. Dabei meint es nur einer wirklich ernst mit Lola.

 

Rezension:

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil mich die Fairy Cupcakes so sehr interessieren und ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte dank des witzigen Klappentextes ausgeht. Ich mag die Idee mit den „Fairy Cupcakes“ sehr gern. Zu gern würde ich selbst mal einen ausprobieren und sehen, was dann geschieht. Gelacht habe ich, als sich Mops Charles in einen stattlichen Hengst verwandelt hatte. Das war so genial!

 

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und der Plot gut gelungen. Und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Genau das liebe ich an diesem Roman. Er bringt mich zum Lachen, zum Schmunzeln, macht traurig, aber er regt auch zum Nachdenken und Träumen an. Genau die richtige Kombination. Die Geschichte ist gut durchdacht, ein Ereignis jagt das nächste, so dass man das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen will. Ich hätte bitte gern MEHR DAVON 😀

An einigen Stellen fand ich die Geschichte zwar ein wenig wirr, so dass ich den Eindruck hatte, die Autorin wisse selbst gerade nicht weiter, aber dann fand sie den roten Faden scheinbar wieder und die Geschichte floss wieder schön weiter.

Interessant fand ich, dass die erste Hälfte des Buches aus Lolas Perspektive in Ich-Form geschrieben wurde und ab der zweiten Hälfte geht es weiter mit Jack. Auf diese Weise konnte ich problemlos in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Protagonisten eintauchen und sie besser verstehen.

Gefallen hat mir auch, dass man sich Francois als echten Franzosen gut vorstellen konnte, weil sein Dialekt mit in den Text eingeflossen ist. Eben genau wie ein Franzose spricht. Dadurch bekam Francois mehr Farbe und Tiefe und ich mochte ihn und seine Art sofort.  Lola mag ich als Hauptprotagonistin sehr gern. Sie wirkt authentisch mit all ihren Schicksalsschlägen und Herzenswünschen, dass man sich als Leser gut mit ihr identifizieren kann. Auch, wenn ihr Hang zur Dramatik und ihre Schussligkeit ein wenig zu viel des Guten waren. Die Nebencharaktere bereiteten mir auch viel Freude und zauberten das ein oder andere Lächeln ins Gesicht. Sie trieben die Story gut voran und gaben ihr das gewisse Etwas mit. Besonders gut gefielen mir Charles, Danny und Becky.

 

Das gelb-blaue Cover fiel mir sofort ins Auge als ich es erblickte. Ich mag die Kombination aus dunklem blau und hellem gelb. Es erinnert mich ein wenig an den Nachthimmel mit seinen Sternen und an die Sonne.

Zuerst dachte ich, dass es sich um eine Art magisches Rezeptbuch aufgrund der vielen Cupcakes und Zutaten handelt, was irgendwie auch zur Geschichte passt. Aber der Klappentext und der Titel belehrten mich eines besseren, denn es verbirgt sich eine märchenhafte und humorvolle Geschichte dahinter.

Die Schriftzüge in Form und Farbe von Titel und Autorin passen perfekt zum Cover und auch zur Geschichte selbst.

 

Fazit:

Diese magische Geschichte ist süß und witzig gemischt mit einer Portion Liebe und Traurigkeit, die zum Nachdenken anregen. Ideal also für Romantiker und Märchenfans. Deshalb bekommt „Applepie Stories – Der Zauber zum Glück“ von mir auch die volle Punktzahl: 5 von 5 Punkte!

 

Ich hoffe, es gibt noch eine bzw. mehrere Fortsetzungen der „Applepie Stories“, der Titel hört sich zumindest vielversprechend an

 

PS an die Autorin: Ich hätte bitte gern das Rezept dieser magischen Cupcakes 😉

[Rezension] Bianca Iosivoni „Soul Mates, Band 2: Ruf der Dunkelheit“

soulmates2Ein guter Abschluss der Dilogie

 Beschreibung:

Er sieht das Dunkle in ihrer Schönheit.
Sie sieht das Schöne in seiner Dunkelheit.
Zwei Seelen – für immer verbunden.
Doch im Kampf zwischen Licht und Schatten bedeutet ihre Liebe den Tod.

Rayne und Colt sind Seelenpartner – und ihre Liebe bringt sie in größte Gefahr. Denn Lauren, die Anführerin der Dunkelseelen, hat Rayne auf ihre Seite gezogen und versucht auf jede erdenkliche Weise, ihren Willen zu brechen. Doch Colt kämpft weiterhin für die Lichtseelen und würde alles dafür tun, um Rayne zurückzugewinnen.

Meine Meinung:

Das Buch setzt etwa 6 Wochen nach Band 1“ Flüstern des Lichts“ an. Rayne hat in dieser Zeit ziemlich viel Leid und Schmerz erfahren müssen und nur durchgehalten, weil sie an ihre Freunde und Familie dachte, um sie zu schützen. Dies hat sie verändert. Rayne ist eine Kämpferin geworden, hat Kampftechniken erlernt und gelernt ihre Kraft zu kontrollieren und einzusetzen und ihre Ängste zu kontrollieren. Sie ist in diesem 2. Band erwachsener, selbstbewusster und stärker geworden, teilweise auch weiser als noch im Vorgängerband. Noch immer wird sie zwischen den Licht- und Dunkelseelen hin- und hergezogen, die Lichtseelen wollen sie auf ihrer Seite wissen, Lauren von den Dunkelseelen will die Prophezeiung erfüllen, der alle Licht-, Nebel- und Dunkelseelen unsterblich machen würde. Der Kampf zwischen den Licht- und Dunkelseelen ist spannend, es gibt unglaubliche Verluste, die mir sehr ans Herz gingen und mich teilweise zum Weinen brachten, mich geschockt, traurig und auch wütend auf die Autorin (wegen des Ablebens beliebter Charaktere) zurückließen. Ich fragte mich, wieso diese Charaktere sterben mussten und wollte gar nicht mehr weiterlesen. Doch gleichzeitig wollte ich wissen, wie die Geschichte endet und ob es Rayne und Colt schaffen, Lauren aufzuhalten.

Colt ist ein wenig weicher, herzlicher, nahbarer geworden. Ich entdeckte als Leser seine andere Seite kennen und mochte ihn ein wenig mehr als im Vorgängerband. Er hatte zwar auch im ersten Band eine Beschützerrolle, aber sie war hier deutlich ausgereifter, stärker.

Zur Handlung selbst möchte ich selbst nicht allzu viel verraten, um nicht zu spoilern. Aber:

Ein Problem folgt dem nächsten, das Spannungslevel war teilweise sehr hoch, dann sank es wieder ab und ließ mich kurz erholen ehe es wieder anstieg und mich kaum zu Atem kommen ließ, weil eine überraschende Wendung der nächsten folgte.

Zwischen Rayne und Colt entwickeln sich zarte Bande – wieder. Ich vermisste anfangs die Konstellation der beiden. Aber auch Liv und Miles vermisste ich sehr, da diese in Band 2 etwas zu kurz kamen. Leider wurden manche Szenen einfach zu rasch abgehandelt, ohne große Erklärung, ohne Entwicklung, ohne großen Kampf. Die Szenen waren da und schon wieder weg, was mich ein wenig verstört bzw. verwirrt zurückließ. Hier hätte ich mir mehr Zeit erhofft, Zeit zum Verstehen, Zeit für Trauer etc. Der Kampf und das Ende … vielleicht gibt es noch eine kleine Fortsetzung, zumindest hoffe ich das, da noch nicht alle Fragen beantwortet wurden. Ich verstand auch nicht ganz den Grund für die Handlung der Nebelseelen, die doch eigentlich neutral sein sollten …

Der Schreibstil der Autorin ist wie im ersten Band angenehm flüssig und leicht in der Ich-Perspektive von Rayne zu lesen, das Spannungslevel ist größtenteils oben, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe mitgefiebert, mitgebangt, mit gelitten und geweint … ja, die Autorin wusste, die emotionalen Knöpfe zu bedienen.

Das Cover hat mich nicht ganz so angezogen. Ich mag zwar das Spiel mit den Farben (Licht und Schatten, braun und grau) und die Lichtpunkte. Der Schriftzug des Titels gefällt mir, ich mag die geschwungenen Lettern gern. Aber es ist irgendwie nicht so ganz meins.

Fazit:

Ich habe sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet, um den Ausgang der Geschichte um Rayne und Colt zu erfahren. Leider überzeugte mich dieser Folgeband nicht so sehr wie der Erste. Trotz hoher Spannung fehlte mir irgendwie die „Magie“ wie aus Band eins. Außerdem kamen einige Nebencharaktere zu kurz, die mir sehr am Herzen lagen, und Raynes „Entscheidung“ war mir zu rasch abgehandelt, ich hatte eher mit einem inneren Kampf gerechnet als mit diesem Ergebnis. Deshalb vergebe ich gute 4 von 5 Punkten für „Ruf der Dunkelheit“.

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Vielen herzlichen Dank 🙂

[Rezension] Kaja Bergmann „Gabriel Duell der Engel“

gabrielEnttäuschend, hatte mehr erwartet

Gabriel entdeckt, dass er tot ist und nicht mehr sterben kann, er ist unsterblich, aber nicht unverletzbar. Er versucht Menschen zu retten und ihnen zu helfen, bis er erkennt, dass er einen Gegenspieler hat. Seraphin.

Ich fand zwar schnell in die Geschichte um Gabriel hinein und fand es am Anfang noch witzig, dass es kein Inhaltsverzeichnis wegen Unlust gibt, aber genauso nervig und langatmig empfinde ich die Geschichte beim Lesen. Sie plätschert ohne große Spannung dahin, der Protagonist Gabriel macht eher einen gelangweilten Eindruck, so dass ich mich auch kaum in ihn hineinversetzen konnte. Ich hatte eher ein Buch mit wesentlich mehr Elan, Spannung und Action erwartet – vielleicht sogar mit einer deutlich besseren Liebesgeschichte. Denn diese hier wurde anfangs angesprochen, dann kam das Paar zusammen wie gewünscht und plötzlich gab es einen Zeitsprung von zwei Jahren … ohne große Erklärung was in der Zwischenzeit geschehen war und wie unser „Superheld“ Gabriel mit seiner Gabe zurecht kam und welche Informationen er sonst noch über sich gesammelt hat und woher er Beweise gefunden hat. Er nimmt in dieser Geschichte zu viel einfach alles nur hin oder glaubt, dass es so ist, ohne Beweise. Das ist mir alles einfach zu lasch.

Die Figuren an sich sind auch ein wenig flach ohne große Tiefe. Obwohl man dank der gewählten Erzählperspektive mehr über Gabriel und seine Gefühls- und Gedankenwelt erfährt, konnte ich recht wenig mit ihm anfangen. Ihm fehlte einfach die Tiefe, wie auch den anderen Charakteren, die nur oberflächlich dargestellt wurden. Vielleicht hätten mehr Buchseiten zu mehr Tiefe der Charaktere geholfen? Ebenso fehlt ein richtiger Plot mit einem echten Spannungsbogen, der einen aus den Socken haut?! Aber dieser Plot war eher langweilig und plätscherte lasch dahin bis auf einige wenige kleine Spannungshügelchen.

Der Schreibstil in Ich-Perspektive von Gabriel ist gewöhnungsbedürftig und wird rückblickend erzählt. Auch der Leser wird hin und wieder direkt angesprochen. Ich brauchte einige Kapitel um mich an den Schreibstil von Kaja Bergmann zu gewöhnen, was nicht einfach war. Es fehlen teilweise die Personalpronomen in vielen Sätzen, so dass man mitten in den Satz hineingeworfen wird und sich den Rest denken muss. Irgendwie fühlt sich der Schreibstil auch leicht gelangweilt an, als ob die Autorin selbst kein großes Interesse an dieser Geschichte hatte … oder wurde dieser Stil passend auf den Charakter Gabriel gewählt? Mich jedenfalls langweilt der Schreibstil sehr, so dass ich das Buch immer wieder problemlos zur Seite legen konnte. Vielleicht ist der Protagonist selbst von seiner Geschichte gelangweilt? Zum Glück sind die Kapitel schön kurz (unterteilt nur in Tage und Uhrzeiten), so dass man doch noch mal rasch ein Kapitel weiter liest, nur um das Buch letztendlich doch enttäuscht bei Seite legt und sich fragt, wieso man weiter gelesen hat.

Das Cover und der Titel sind fantastisch und weckten in mir die Neugier auf die Geschichte über Engel und ein actionreiches Abenteuer.

Fazit:

Titel, Cover und Klappentext versprechen eine spannende Geschichte über ein Duell der Engel, doch was den Leser erwartet, ist eine eher langatmige Geschichte mit wenig Spannung, die ganz anders ist als der Klappentext verspricht. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und sehr gewöhnungsbedürftig, was das Lesen manchmal ein wenig erschwert bzw. man das Buch problemlos zur Seite legen kann.

Wer einen echten Fantasy-Roman erwartet, wird enttäuscht werden und verwirrt zurückbleiben.

Ich bedauere es sehr, aber ich kann nur zarte 2 von 5 Punkten vergeben.

Da die Autorin noch sehr jung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buches war (21 Jahre), drücke ich ihr die Daumen und hoffe, dass sie noch viel über Plotten, Charakter- und Spannungsaufbau lernt und uns mit neuen und deutliche besseren Geschichten überrascht. Vielleicht arbeitet sie „Gabriel“ noch einmal neu auf?!

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[Rezension] Ava Reed „Mondlichtkrieger“

mondlichtkriegerBerührend-emotionaler Abschluss der Dilogie!

 

Beschreibung:

Und der Mond schuf sich Kinder aus seinem Staub, aus seinem Herzen und aus den Sternen …
Sie haben sich gefunden und sie haben sich verloren. Jetzt sinnt Juri nach Rache und will nichts mehr, als das Versprechen halten, das er Lynn gab. Aber kann er das schaffen, ohne sich selbst zu verlieren?

ACHTUNG: SPOILERALARM! WER BAND 1 NOCH NICHT KENNT, SOLLTE NICHT WEITERLESEN!

 

Leseeindruck:

Vor zwei Jahren erschien die „Mondprinzessin“, deren wunderbare Charaktere um Lynn, Tia, Juri und Kira sich in mein Herz geschlichen haben. Am Ende des ersten Bandes habe ich sehr geweint und mit Juri getrauert und sehnsüchtig auf eine kleine Fortsetzung in Form einer Kurzgeschichte gehofft, um zu erfahren, wie Juri seinen schmerzlichen Verlust bewältigt und ob er es irgendwie zurück zum Glück schafft. Jetzt ist „Mondlichtkrieger“ als richtiges Buch erschienen und meine Freude war groß, da ich Antworten auf meine ersehnten Fragen erhoffte.

 

Die Autorin Ava Reed richtet zu Beginn ihre Worte direkt an den Leser und rührte mich schon auf diesem Wege – noch ehe die Geschichte startete – zur Tränen.

 

„Mondlichtkrieger“ ist anders als ich es mir vorgestellt hatte, aber gut anders. Es ist spannender, verlustreicher, emotionaler und auf seine eigene Weise wunderschön.

Der Einstieg gelang mir problemlos, da ich Juri und Lynn nie ganz aus meinem Kopf und meinem Herzen streichen konnte. Die Geschichte setzt einige Wochen nach Band eins an, in dem Juri wohl die stärksten Verlustschmerzen hinter sich gebracht, aber nie verarbeitet hat. Ich lernte den harten Mondkrieger von seiner weichen, sanften Seite kennen und lieben. Trotz seiner Rachegefühle, die er für Malik hegt, besitzt er in seinem Inneren einen weichen, zerbrechlichen Kern. Ich glaube, er ist am Ende von Band 1 zerbrochen.

 

Diese Geschichte lehrt uns eines: Rache bedeutet Verlust. Juri musste so viel Leid, Verlust und Schmerz ertragen, dass ich es regelrecht in mir selbst spüren konnte während ich die Worte dieser Geschichte las. Ich hätte Juri immer wieder nur allzu gern tröstend in den Arm genommen und ihn von seinem Schmerz und Verlust befreit, aber das hätte ihm sicherlich nur noch mehr genommen. Dennoch weinte ich bei jeder neuen Wendung, jedem neuen Verlust, hielt mir vor Entsetzen die Hand vor den Mund und konnte kaum meine Tränen zurückhalten. So viel Leid, so viel Schmerz … Es ist eine sehr bewegende, emotionale Geschichte. Und gleichzeitig spürte ich den Durst nach Rache, Vergeltung und diese Wut. Wut darauf, dass Malik ihm alles genommen hatte, die ihm wichtig waren, so dass mit jedem weiteren Schritt die Spannung anstieg und ich gar nicht mehr aufhören konnte, die Geschichte weiter zu lesen, da Juris Anspannung und Frustration über Ruhephasen deutlich greifbar waren.

 

Schreibstil:

Der Schreibstil der Autorin hat sich im Laufe der Zeit ein wenig verändert, er ist noch emotionaler und berührender, ergreifender geworden als noch vor 2 Jahren als die „Mondprinzessin“ das Licht der Welt erblickte. Und doch traf Ava Reed mit ihren Worten und Emotionen genau den Punkt. Vereinzelte Tippfehler traten allerdings doch hin und wieder auf, was meinen Lesefluss aufgrund der schönen Geschichte nicht groß störte. Hin und wieder dachte ich, ich wüsste wie die Geschichte weitergeht, wurde aber manchmal in die Irre geführt, manchmal jedoch nicht.

Jedes Kapitel – ob kurz oder lang – beginnt mit einer Weisheit, die mich als Leser bereits ein wenig auf das vorbereitet, was kommen soll… Ich mochte diese Weisheiten schon aus Band 1 „Mondprinzessin“ sehr gern und bin froh, dass sie auch in der Fortsetzung aufgegriffen wurden. Wie z. B. dieses treffende Zitat: „Wenn im Leben alles zerbricht und dir zu Füßen fällt, geh weiter. Geh immer weiter, bis es endet. Irgendwann lässt du die Scherben hinter dir.“

 

Wir begegnen in „Mondlichtkrieger“ nicht vielen Charakteren, da das Hauptaugenmerk auf Juri, seiner Entwicklung und seiner Rache liegt. Es sind eher Nebencharaktere, die Juri auf seinem Weg zur Erfüllung seines letzten Versprechens an Lynn kurzzeitig begleiten, leiten und unterstützen bzw. gegen ihn kämpfen. Faras, den König des Mondes, mochte ich sehr gern, besonders seine neuen Regelungen für alle Sternenkinder. Er wird ein guter König sein.

Fasziniert war ich außerdem von den Beschreibungen der anderen Planeten: Venus, Pluto und natürlich auch von Menua (Mond), die in diesem Band ausführlicher behandelt und beschrieben wurden. Gern hätte ich mich auch zu diesen Planeten teleportiert und sie erkundet, um noch mehr über sie zu erfahren.

 

Mit jedem Wort, mit jeder Zeile schmerzte meine Seele ein wenig mehr, mein Herz zerriss auf vielen Seiten und brach in tausend kleine Stücke. Ich weinte und schluchzte, weil ich einfach nicht anders konnte bei dieser rührenden, bildreichen und bewegenden Geschichte. Deshalb mein Tipp an euch: Haltet Taschentücher bereit und macht es euch in eurer kuschligen Leseecke gemütlich! Ihr werdet es brauchen!

Zudem empfehle ich euch, die Danksagung komplett durchzulesen, um die Autorin besser zu verstehen!

 

Nach dieser Geschichte wünsche ich mir mein eigenes Seelentier wie Tia und Kira es sind … leuchtend schön und ihrem Menschen treu zur Seite stehend mit gewitzten Kommentaren. ♥

 

Cover:

Das Cover ist wunderschön und passt optisch perfekt zu Band 1. Zu sehen ist diesmal Juri mit Kira auf dem Sichelmond … Ich liebe die schöne blaue Stimmung, die Ruhe und Macht, die dieses Cover ausstrahlt.

 

Fazit:

Mit „Mondlichtkrieger“ ist Ava Reed eine gelungene Fortsetzung und ein wunderbarer Abschluss dieser Dilogie gelungen, die traurig und schön zugleich ist und mich ein ums andere Mal tief zu Tränen rührte, aber auch zum Lächeln brachte. Wir treffen auf alt bekannte und neue Charaktere und lernen Juri noch besser kennen, von seiner sanften Seite.

Ich bin megadankbar, dass ich dieses Ebook als Vorablese-Exemplar lesen durfte und superdankbar für den Epilog, der mich unglaublich doll zu Tränen rührte und mir Hoffnung schenkte, mich zum Lächeln brachte und gleichzeitig zum Weinen. Dieser wundervollen Geschichte verleihe ich sehr gute 5 von 5 Punkten.

 

Danke Ava Reed. Danke, dass du uns Lesern eine wundervolle Fortsetzung zu Juri und Lynn geschenkt hast, die mich tief berührt und traurig und glücklich zugleich zurückgelassen hat. Dankeschön!

Ich vermisse Tia und Kira, Lynn und Juri schon jetzt sehr und werde mir auf alle Fälle auch noch das Taschenbuch kaufen, damit es mit Band 1 vereint ist, und mir die Geschichte meiner vier Lieblingscharaktere noch mehrmals durchlesen. J

 

Und denkt immer an Lynns Worte: Habt Mut im Herzen und Liebe in der Seele.