Rezension “Unter dem Vampirmond – Schicksal Bd. 4″ von Amanda Hocking

Langatmig, absolut nervig, vorhersehbar!

Buchinhalt

Mae und Peter flüchteten mit dem Kindervampir Daisy nach Australien, damit Daisy unerkannt bleibt. Alice, Milo und Bobby fahren sie besuchen, doch Daisy ist unberechenbar und stürzt sich auf alles, was sich bewegt, sobald sie Hunger hat. Und sie hat ständig Hunger! Zudem geschieht ein Unglück und Alice kehrt zurück nach Hause, um sich auf die Suche nach Janes Mörder zu machen, die sich nicht als einfach erweist. Als dann auch noch Mae, Peter und Daisy aus Australien zurückkehren, droht die gesamte Situation zu eskalieren.

Die Charaktere entwickelten sich teilweise vorwärts, teilweise auch zurück. Was ich nicht schön fand, war, dass Jacks Charakter sich immer mehr zum Weichei verwandelte, obwohl er anfangs immer der Stärkere in der Beziehung zwischen Alice und ihm war. Selbst Peter, der Jähzornige, fiese Bruder verwandelt sich im letzten Buch zu einer netten Heulsuse und Frauenversteher, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte.

Extrem nervig war Alice Unentschlossenheit bezüglich ihrer Liebe zu Jack und zu Peter. Sie wollte sich einfach nicht zwischen den beiden entscheiden. Die Protagonistin Alice springt immer wieder von Jack zu Peter und wieder zurück. Das nervt auf Dauer und besonders durch diese gesamte Geschichte hindurch. Im ersten Band war dies noch erfrischend, aber diese Masche durch alle 4 Bände zu ziehen, langweilt zutiefst!

Die Autorin verband auch im 4. und letzten Band ihre Ideen mit denen anderer Vampirreihen, erwähnte diese teilweise sogar namentlich. Zu Beginn des Buches erfreute ich mich über ihre eigenen Ideen, die allerdings nur so langatmig dahinplätscherten bis sie sie mit bereits bekannten Vampir-Ideen (aus Buch und Film) aufputschte. Spannend wurde es, als aus dem Hin und Her zwischen Alice und den beiden Townsend-Brüdern Jack und Peter ein Mordfall wurde und Alice sich auf die Suche machte. Hier kam ein wenig Schwung in die Sache, so dass man als Leser wissen wollte, wer der Mörder ist.

Es tauchten immer wieder diverse Ungereimtheiten in der Story auf. So z. B. schreibt die Autorin auf der Seite 268, dass Jack Milo ins Bett brachte und auf der Folgeseite 269 hieß es plötzlich, dass Alice ihren Bruder Milo ins Bett brachte. Ich zitiere: „Als ich Milo ins Bett gebracht hatte…“ Die Autorin kennt scheinbar ihre eigene Geschichte nicht! Sehr verwirrend das Ganze!

Dann werden andere großartige Filme zitiert wie in diesem Beispiel als Leif Alice anschrie:

„Ich bin dein Vater!“ Das erinnerte sehr stark an Star Wars…

Zum Ende der Geschichte hin steigert sich die Spannung zum großen Finale, bei der auch Alice eine Entscheidung treffen muss. Allerdings fiel diese eher mehr als Cliffhanger aus. Das Ende des Buches war vorhersehbar, ebenso die Entscheidung von Alice, wie sie ihre Zukunft gestalten will. Ich fürchte jedoch, dass die Autorin aufgrund dieser Entscheidung eine neue Buchreihe ins Leben ruft – vielleicht mit dem Titel „Alice, die Vampirjägerin“ oder dergleichen. Diese werde ich hoffentlich nicht rezensieren müssen! Mehr von diesen schrecklichen Bücher von Amanda Hocking vertrage ich einfach nicht

Für mich besteht weiterhin die Frage, wie diese Bücher um Alice von Amanda Hocking überhaupt so erfolgreich sein konnten, dass die Autorin als selbstverlegte Millionär-Verlegerin gilt. Für mich sind diese Bücher zum Großteil nur billiger und schlechter Abklatsch wirklich guter und erfolgreicher Buch- und TV-Serien.

Das Cover entwickelt von Bürosüd° München ist wie die ersten drei Bände dunkel gehalten mit einem düster wirkenden Laubbaum, der von schwarzen Vögeln umschwirrt wird, während der Himmel in pinke Farbe getaucht und im Hintergrund die Silhouette einer Stadt dargestellt wurde.

Mein Fazit

Dieser 4. und vermutlich letzte Band ist langatmig, der sich gegen Ende noch etwas steigert, jedoch zu viele Parallelen zu anderen Vampirserien aufweist und eine nervige Protagonistin in den Vordergrund stellt, die durch ihre Unentschlossenheit glänzt.

Von mir gibt es – wie bereits für den 3. Band – nur 1 von 5 Punkten. Der eine Punkt ist für die Story, die an einigen Stellen doch gute Ideenansätze aufwies. Schade nur, dass es in vielerlei Hinsicht stark an der Umsetzung, dem Ideenklau, der Unentschlossenheit der Protagonistin Alice und der Wortwahl scheiterte.

Produktinformationen

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (2. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161404
  • ISBN-13: 978-3570161401
  • Preis: 12,99 Euro (D)

Folgende Bücher gehören zu der Buchreihe “Unter dem Vampirmond”

Band 1: “Unter dem Vampirmond – Versuchung”

Band 2: “Unter dem Vampirmond – Verführung”

Band 3: “Unter dem Vampirmond – Verlangen”

Band 4: “Unter dem Vampirmond – Schicksal”

Rezension “Unter dem Vampirmond – Verlangen Bd. 3″ von Amanda Hocking

Größte Mist aller Zeiten!

Achtung: Spoiler!

Nachdem Alice zu einem Vampir geworden ist, verkompliziert sich ihr Leben weiterhin. Ihre Bindung zu Peter ist zwar gelöst, aber dennoch hegen beide Gefühle für einander, was Jack nicht entgeht und er seine Eifersucht nicht in den Griff bekommt. Schließlich verschwindet Peter zu einer Selbstmordmission nach Finnland, um sich hochgefährlichen Vampiren zu stellen. Alice und Ezra machen sich auf den Weg, um ihn zu retten, was extrem gefährlich ist.

Die Autorin Amanda Hocking steigt mit dem 3. Band ihrer Geschichte um Alice und Jack sogleich in die Zeit ein, als Alice bereits 3 Wochen ein Vampir ist, so dass wir die ersten Wochen ihrer Verwandlung „verpassen“. Dennoch ist Alice eher ein Trampel und unkontrolliert, selbst nach 3 Wochen.

Als erklärt wird, dass Peter auf einer Selbstmordmission ist und Ezra versuchte, ihn immer wieder zu finden und zurück zu holen, klingt es so, als seien Monate vergangen. Stattdessen sind es „nur“ 3 Wochen – seit Alice Verwandlung. Hier hätte die Autorin die Versuche über den recht kurzen Zeitraum erklären können. Denn die Verfolgung nach Finnland dauert über 10 Tage!

Ebenso unlogisch wird auf Seite 13 geschrieben, dass Alice sich von Jack rosarote Koffer schnappt (welcher junge Mann besitzt rosafarbene Koffer, der nicht schwul ist?!), und auf der Folgeseite 14 heißt es plötzlich Reisetasche statt Koffer. Was ist denn nun korrekt?

Unlogisch ist ebenfalls, wieso ein gebildeter weiser Mann wie Ezra, der immer alles unter Kontrolle hat, einen jungen Vampir mit Blutgier mit auf eine Flugreise mit Menschen nimmt?! Hier hätte ebenfalls etwas mehr Zeit vergehen müssen! Ebenso die Versuche, Alice von ihrer Blutgier abzulenken, in dem Ezra ihr Angst macht. Die Erklärungen sind diesbezüglich mehr als dürftig, falls es überhaupt Erklärungen gibt.

Ebenfalls unlogisch ist die Tatsache, dass die Begegnung mit den Lykanen gleich in der ersten Hälfte des Buches abgehandelt wurde, nachdem sich einer der Familie Townsend geopfert hatte. Somit war dieses Thema eigentlich erledigt. Doch die Autorin griff gegen Ende des Buches erneut auf die Lykanen zurück, wohl, um die Spannung wieder herzustellen, die ständig im Buch verloren geht, und weil ihr nichts Besseres einfiel, obwohl es noch einige Charaktere gegeben hätte, die Grund gehabt hätten, Alice töten zu wollen. Für diesen letzten Angriff gab es allerdings wieder keine Erklärung.

Fast alle Charaktere werden in diesem 3. Band öfters als Weicheier dargestellt und schwächeln. Selbst Ezra, Mae, Jack und Peter, obwohl sie bisher immer als starke Persönlichkeiten auftraten auf die sich die anderen Protagonisten verlassen konnten. Alice ist die größte Heulsuse der Welt und faul ohne Antrieb, so dass sie kein Vorbild für die jungen Leser dieses Buches darstellt. Jack hingegen entwickelt sich ebenso wie Milo etwas positiv und wachsen durch ihre Aufgaben – egal ob beruflich oder privat. Dennoch gibt es einige Situationen, die ihren Charakteren absolut nicht gerecht werden und sie als Schwächlinge darstellt.

Die Beziehung zwischen Ezra und Mae wird auf eine harte Probe gestellt, was deutlicher werden würde, jedoch schwächelt auch hier wieder die Erzählweise der selbst ernannten Schriftstellerin.

Absolut nervig im gesamten Buch – ja auf beinahe jede 2. oder 3. Seite – waren Sätze bzw. Wortgruppen wie:

„… biss sich auf die Lippen/Wange…“

„… berührte meinen Rücken…“

„… fuhr sich durch sein Haar…“

„… fummelte am Saum meines T-Shirts…“

Diese Sätze deuten alle auf die Unsicherheit der Autorin hin und darauf, dass sie selbst keine Ahnung von starken Charakteren hat, keine Beobachtungsgabe besitzt und nur diese 4 Gestiken kennt, dabei gibt es so unglaublich viele Arten von Mimik und Gestik.

Genervt war ich ebenso von den unzähligen „Geht es dir gut?“, Entschuldigungen, Beschreibungen von den tollen Körpern von Peter und Jack etc., die manchmal extrem unpassend waren und hier ebenfalls die Unsicherheit, Unerfahrenheit und Schüchternheit im Umgang mit Menschen der Autorin widerspiegeln.

Der Schreibstil von Amanda Hocking ist recht einfach und leicht gehalten, keine fremdartigen oder neuen Begriffe, die man nicht schon irgendwo gehört oder gelesen hatte, so dass man diese Geschichte rasch durchlesen kann.

Die Übersetzung von Anne Emmert war an einigen Stellen unpassend und ungünstig gewählt. Es gibt bessere Worte als immer wieder „machen“ und „tun“ für Handlungen zu verwenden. Hier sollte noch mal ein anderer Lektor über die Übersetzung lesen ehe so ein Mist veröffentlicht wird.

In einigen Szenen erinnert die Story an die innerliche Zerrissenheit ihrer Liebe zwischen zwei Brüdern eher an Vampire Diaries, wobei Vampire Diaries viel besser von Lisa J. Smith dargestellt wird, als es eine Amanda Hocking überhaupt zu Stande bringt. Ich wünsche mir sehr, dass sich die Autorin endlich eigener Ideen bedienen würde und nicht ständig aus anderen Vampirserien und Vampirfilmen Ideen „klaut“ und diese miteinander vermischt, denn auf Dauer wird dies extrem langweilig.

Das Cover entwickelt von Bürosüd° München ist wie die ersten beiden Bände dunkel gehalten mit einem düster wirkenden Laubbaum, der von schwarzen Vögeln umschwirrt wird, während der Himmel in leuchtend grüne Farbe getaucht wird.

Fazit

Für mich ist dieser dritte Band das bisher schlechteste Buch dieser Vampirsaga, so dass ich allmählich glaube, dass auch der 4. Band schwächeln wird.

Von mir gibt es für diese Fortsetzung der „Unter dem Vampirmond“-Reihe nur 1 von 5 Punkten. Der eine Punkt ist für die Story, die an einigen Stellen doch gute Ideenansätze hatte. Schade nur, dass es in vielerlei Hinsicht stark an der Umsetzung und der Wortwahl scheiterte.

Produktinformationen

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (2. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161390
  • ISBN-13: 978-3570161395
  • Preis: 12,99 Euro (D)

Folgende Bücher gehören zu der Buchreihe “Unter dem Vampirmond”

Band 1: “Unter dem Vampirmond – Versuchung”

Band 2: “Unter dem Vampirmond – Verführung”

Band 3: “Unter dem Vampirmond – Verlangen”

Band 4: “Unter dem Vampirmond – Schicksal”

 

Bücherpost #33, 34, 35

Heute erhielt ich das seit Tagen sehnsüchtig erwartete Päckchen von Bücherkinder, welches gleich 3 Bücher für mich beinhaltete, die ich lesen und rezensieren darf. Darin waren die Bücher:

“Sternensturm” von Kim Winter – der Fortsetzungsroman zu meinem Lieblingsbuch aus 2011 “Sternenschimmer”

Buchinhalt

Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia wirklich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst. Eine Liebe überbrückt alle Welten. Die packende Liebesgeschichte von Iason und Mia geht weiter…..

Produktinformationen

  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (22. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522503090
  • ISBN-13: 978-3522503099
  • Preis: 16,95 Euro (D)
  • E-Book: ja

 

“Unter dem Vampirmond – Verlangen Bd. 3″ von Amanda Hocking

Buchinhalt

Zwei Brüder, ein Blutsband – eine Liebe …

Alice’ Leben als frischgebackener Vampir ist alles andere als einfach. Die Bluts-Bande zwischen Alice und Peter sind zwar gelöst und eigentlich steht einem glücklichen Leben mit Jack nichts entgegen. Doch dann gibt es schlechte Nachrichten: Offensichtlich ist Peter in einer Art Selbstmord-Mission unterwegs und hat sich ein paar hochgefährliche Vampire zu Feinden gemacht. Kurzentschlossen packt Alice ihre Sachen und begleitet Ezra auf seiner Mission, Peter zurückzuholen, bevor es zu spät ist …

Produktinformationen

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (2. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161390
  • ISBN-13: 978-3570161395
  • Preis: 12,99 Euro
  • E-Book: ja

 

“Unter dem Vampirmond – Schicksal Bd. 4″ von Amanda Hocking

Buchinhalt

Zwei Brüder, ein Blutsband – eine Liebe …

Zu ihrem achtzehnten Geburtstag reist Alice nach Australien, um Mae zu besuchen. Doch als ein brutaler Mord geschieht, kehrt sie in die Staaten zurück. Vor Ort versucht Alice, die Hintergründe der grausamen Tat aufzudecken. Prompt kriselt es deswegen zwischen ihr und Jack. Zu allem Überfluss ist Maes Vampirkind kaum zu kontrollieren und droht, ungewollte Aufmerksamkeit auf alle zu ziehen, die Alice am Herzen liegen. In einer immer gefährlicheren Welt muss Alice lernen, sich selbst zu verteidigen – und sie muss lernen, mit Entscheidungen zu leben, die für die Ewigkeit gelten …

Produktinformationen

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (2. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161404
  • ISBN-13: 978-3570161401
  • Preis: 12,99 Euro
  • E-Book: ja

Über die Autorin

Amanda Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin. Inzwischen hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine ihrer Trilogien verkauft. Hocking gilt als derzeit erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der Welt. Vor Kurzem schloss die Autorin mit dem US-Verlag St Martin’s Press einen Vertrag über eine mehrbändige Jugendbuchreihe ab.

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Ich werde mich anstatt auf Cat Clarks “Vergissdeinnicht” sofort auf “Sternensturm” von Kim Winter stürzen, denn ich möchte UNBEDINGT wissen, wie es mit Loodaner Iason und dem Erdling Mia weitergeht. Viel zu lange musste ich auf diese Fortsetzung warten, deshalb kann ich es nun nicht mehr erwarten, diesen 2. Teil in mich Wort für Wort aufzusaugen.

Selbstverständlich gibt es von allen 3 Büchern wieder Rezensionen von mir, wobei ich inständig hoffe, dass die beiden Bücher Bd. 3 und 4 von Amanda Hocking wesentlich bessere Fortsetzungsromane sind als es der 2 Band war, bei dem ich mehrfach versucht war, dieses Buch einfach in die Ecke zu pfeffern und mich aufzuregen wegen all seiner unlogischen und fehlerhaften Denkfehler. Es war ein Graus es bis zum Ende zu lesen und eines der schlechtesten Bücher, die ich bisher gelesen habe, überhaupt. Wie die Autorin es überhaupt mit solch einen Mist geschafft hat Millionärin über Nacht in Amerika zu werden, grenzt echt an ein Wunder!

Ich bedanke mich bei Bücherkinder für die Bereitstellung dieser 3 Rezensionsexemplare!

Bücherpost #20

Ein Tag vor Weihnachten überraschte mich die Administratorin von Bücherkinder.de erneut mit einer Büchersendung. Diesmal erreichte mich der 2. Band von Amanda Hockings „Unter dem Vampirmond“ mit dem Titel „Verführung“.

Buchinhalt

Alice hat die perfekte Balance zwischen ihrem normalen Leben und dem Leben mit einem Haufen hochattraktiver Vampire gefunden – glaubt sie. Doch als ein tragischer Unfall passiert, steht Alice erneut vor der Wahl: Jack oder Peter? Jack liebt sie, doch Peter hat nach einem uralten Gesetz ausschließlichen Anspruch auf Alice. Denn Alice ist durch ihr Blut an Peter gebunden, auch wenn Peter sie hasst. Ihre Entscheidung birgt Konsequenzen, die sich Alice in ihren schlimmsten Albträumen nicht vorgestellt hätte …

Produktinformationen

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: cbt (3. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161366
  • ISBN-13: 978-3570161364
  • Preis: 12,99 Euro

Da ich es nicht erwarten konnte die Fortsetzung zum ersten Band zu lesen, musste ich natürlich gleich damit beginnen und habe auch schon meine Rezension gepostet – ja ich weiß, ich war schneller mit rezensieren, als meinen Bücherpost abzugeben, lach… Meine Rezension zu diesem Buch findet ihr hier.

Rezension „Unter dem Vampirmond – Verführung Bd. 2″ von Amanda Hocking

Ein Mädchen, von dem Vampir angezogen, nachdem ihr Blut verlangt; in den Vampir verliebt, bei dem ihr Herz zu rasen beginnt.
Ein Mädchen.
Zwei Brüder.
Scheinbar tausend Probleme.

Buchinhalt

Das Leben der Hauptdarstellerin Alice mit ihrer Freundschaft zu den Vampiren wird zur Normalität, so dass alles ruhiger zugeht und sie sich immer mehr an das Zusammensein mit Jack & Co. anpasst. So schläft sie tagsüber und unternimmt nachts mit ihren Vampirfreunden etwas während sie Ferien hat. Irgendwann wäre dies sowieso ihr Leben, so dass sie sich daran gewöhnt, bis plötzlich ein Unfall alles verändert und Alice innerhalb weniger Sekunden um Tod oder Leben entscheiden muss.

Nachdem Amanda Hocking im ersten Band „Versuchung“ die Handlung in einem rasanten Tempo mächtig voranbringt, plätschert die Fortsetzung der Geschichte anfangs eher allmählich dahin, so dass ich mich anfangs aufrappeln musste, dieses Buch überhaupt weiter zu lesen. Einzig der Gedanke an Peters Auftauchen, brachte mich zum Weiterlesen. Erst ab etwa der Mitte des Buches gelingt der Autorin wieder der Aufbau der Spannung, so dass es hier schon schwerer fiel das Buch überhaupt aus den Händen zu legen.

Die Beziehungen zwischen Alice und ihrem Bruder Milo sowie zwischen ihr und Jack werden ausgebaut. Ein Charakter wird nach einem Unfall verwandelt, mit dem ich nicht im geringsten gerechnet hatte, was allerdings Alice Welt völlig auf den Kopf stellt und den Leser überrascht. Alice muss sich über ihre Zukunft erneut Gedanken machen und hadert nun damit, ob sie überhaupt verwandelt werden möchte. Ebenso für wen sich Alice entscheidet – Jack oder Peter? Oder gar keinen von beiden?

Es tauchen zudem auch neue Figuren auf, die für einen frischen Wind und Action sorgen, auch, wenn einige alte bekannte Probleme weiterhin für Zündstoff sorgen.

Die Charaktere verlieren in diesem Teil der Vampirmond-Saga leider an Tiefgründigkeit. So ist Alice meist am Schlafen, rummeckern oder Warten auf ein Zeichen ihrer Vampirfreunde oder hängt betrunken mit ihrer Freundin Jane herum. Von Jack erfährt man diesmal leider sehr wenig – außer, dass er verantwortungsbewusster wird und nicht mehr all zu kindisch auf den Leser wirkt. Zu meiner freude taucht man in diesem 2. Band mehr in das Leben von Peter ein und erfährt so einige – leider zu oberflächlich und kurz beschriebene – Details über sein Leben als junger Vampir und welche Umstände zu seiner Verwandlung führten. Ebenso erfährt man von Ezras Vergangenheit und seinen daraus resultierenden Entscheidungen, welche ihn mir als Charakter sympatischer erscheinen ließ. Mae hingegen entwickelte sich für mich zu einer Glucke, die ständig Alice betütelt und behütet wie ein rohes Ei. Das nervte mich auf Dauer etwas und ließ sie für mich eher unrealistisch wirken. Sehr unsympatisch und unrealistisch wirkt die Mutter von Alice und Milo weiterhin auf mich, so dass ich mich immer wieder frage, wieso bisher noch niemand dieser Rabenmutter das Jugendamt auf den Hals gehetzt hat, so oft wie diese Frau durch Abwesenheit glänzt und ihre noch minderjährigen Kinder allein lässt.

Nachvollziehen konnte ich ebenfalls nicht, wie 2 junge Vampire einen Menschen mit in eine Vampirbar genommen haben, obwohl diese damit rechnen mussten, dass dies nicht gut ausgehen konnte.

Hin und wieder traten Ungereimtheiten wie bereits im ersten Band „Verführung“ auf, die einiges trotz eventuell nachträglicher Erklärung unlogisch erschienen ließen. Was sich mir jedoch nicht erschließt, ist der Grund für Alice` Verwandlung. Geschah es aus Liebe, Egoismus oder aus einem anderen Grund? Lebensgefährlich verletzt oder halb tod ist Alice jedoch nicht. Zudem sollte die Verwandlung von Alice erst nach ihrem Abschluss erfolgen. Warum dann plötzlich diese Eile? Ich hoffe, dass wir die Lösung im Nachfolger erfahren.

Parallelen zu 2 bekannten TV-Serien (Twilight und Vampire Diaries) gibt es auch in diesem 2. Band wieder, welche ich allerdings nicht als störend empfand.

„Verführung“ liegt in etwa auf wie sein Vorgänger „Versuchung“, da es u. a. auch die Handlung der Protagonisten um Alice und Jack herum voranbringt und mit seinem spannenden Ende (= Cliffhanger) Neugier auf den dritten Teil macht. Dieser soll allerdings erst im Frühjahr 2012 erscheinen, was leider bedeutet: Warten, warten, warten.

Die Covergestaltung fand ich bereits beim ersten Vampirmond-Roman ansprechend, weshalb mir dieses Cover ebenfalls sehr gut gefällt, da es mysteriös wie Peter wirkt und neugierig auf den Buchinhalt macht.

Fazit

„Verführung“ von Amanda Hocking bietet dem Leser eine leichte und unterhaltsame Kost, wobei der Handlungsverlauf ab etwa der Mitte des Buches an Geschwindigkeit zunimmt und den Leser immer wieder über die schwierige Entscheidung von Alice` Zukunft vor Augen führt.

Als 2. Band einer Serie ist dieser Teil in Ordnung, wobei ich mir eine Steigerung im nächsten Band erhoffe und die ungeklärten Fragen, die dieser 2. Teil der Vampirmond-Saga aufwirft, beantwortet werden. Aus diesem Grund bekommt diese Fortsetzung 4 von 5 Punkten.

Produktinformationen

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: cbt (3. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161366
  • ISBN-13: 978-3570161364
  • Preis: 12,99 Euro

Info zu Band 3 von Amanda Hockings „Unter dem Vampirmond – Verlangen“

Zwei Brüder, ein Blutsband – eine Liebe …
Alice’ Leben als frischgebackener Vampir ist alles andere als einfach. Die Bluts-Bande zwischen Alice und Peter sind zwar gelöst und eigentlich steht einem glücklichen Leben mit Jack nichts entgegen. Doch dann gibt es schlechte Nachrichten: Offensichtlich ist Peter in einer Art Selbstmord-Mission unterwegs und hat sich ein paar hochgefährliche Vampire zu Feinden gemacht. Kurzentschlossen packt Alice ihre Sachen und begleitet Ezra auf seiner Mission, Peter zurückzuholen, bevor es zu spät ist …
Erscheinungsdatum: 02.April 2012

Rezension „Unter dem Vampirmond – Versuchung“ Bd. 1 von Amanda Hocking

Interessante Mischung aus Twilight (von Stephenie Meyer) und Vampire Diaries (von Lisa J. Smith)

Als ich dieses Buch erhielt, war ich richtig neugierig auf die Geschichte um ein Mädchen namens Alice, die sich in 2 Vampirbrüder verliebt, die nicht unterschiedlicher sein kann. Schon allein dieser Ansatz erinnerte mich doch sehr an Vampire Diaries, eine Serie mit ähnlichem Muster. Dennoch wollte ich dieses Buch unbedingt lesen, um in eine andere Art von Vampirgeschichte einzutauchen.

Buchinhalt

Alice, 17-jähriger Teenager lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter und ihrem jüngeren Bruder in einer kleinen Wohnung, geht zur Schule und trifft sich öfter mit ihrer besten „verrückten“ Freundin, die sie auch öfters in Discos mitschleppt, was Alice eigentlich gar nicht möchte. Nach einem misslungenen Abend und einer Hatz durch die dunkle Nacht der Stadt, verfolgt von sexlüsternen Wüstlingen, begegnet Alice Jack, einem jungen attraktiven Mann. Was Alice jedoch noch nicht ahnt, ist, dass dieser ein Vampir ist, genau wie seine ganze Familie. Als Alice diese kennenlernt, trifft sie auf Peter, Jacks „Bluts“-Bruder. Sofort gibt es Spannungen, denn Alice ist die Seelenverwandte von Peter, der sie aber hasst, sie ihm aber gehört, und dann liebt Jack Alice auch. So bleibt es nicht aus, dass es plötzlich zu Spannungen zwischen den beiden Brüdern kommt und Alice selbst nicht so genau weiß, was sie eigentlich will.

Der Autorin Amanda Hocking gelingt mit ihrem Debütroman eine interessante Mischung aus 2 bekannten Buch-/TV-Serien, die mir sehr am Herzen liegen, und eigenen Ideen.

Anfangs tat ich mich schwer mit der Protagonistin Alice, die wirklich sehr naiv war. Wer bitte steigt schon abends im Dunkeln in ein Auto eines Fremden, nachdem sie soeben von sexlüsternen Männern verfolgt wurde? Wo hat Alice nur ihren Kopf gelassen?  Alice findet sich in der Geschichte immer wieder in Situationen wieder, in der sie naiver hätte nicht sein können. Dies wirkte auf mich eher unrealistisch, da so blöd nun wirklich keiner sein kann. Mit dem zweiten Hauptdarsteller Jack konnte ich hingegen mehr anfangen, da er von Anfang an auf mich sympatisch wirkte, was wohl mit seiner vampiristischen Ausstrahlung und seinem Charme zu tun haben könnte. Zumindest wurde dies sehr gut von der Autorin beschrieben. Ich fand es auch süß, wie die beiden Hauptdarsteller immer mehr Zeit miteinander verbringen wollten, fragte mich beim Lesen allerdings, wann genau sie ihre Gefühle füreinander entdeckt hatten, denn dies wurde nicht richtig erzählt, nur mal so am Rande nach einer Art Gedanken-/Zeitsprung erwähnt. Dies fand ich sehr schade, da doch genau diese Szenen am Schönsten für den jungen Leser sind. Also der heftig ansteigende Herzschlag, die Verlegenheit, die ersten zarten Berührungen, etc. und nicht „Huch, ich glaube ich bin verliebt.“  und plötzlich liegen die beiden Hauptdarsteller in Jacks Zimmer aufeinander…“ Das ging dann doch irgendwie zu schnell.

Jacks Bruder Peter, der aufgrund des Blutes von Alice auf sie „geprägt“ wurde (erinnert mich sehr an Twilight), hasst sie, will sie gleichzeitig aber für sich haben oder auch wieder nicht. Jack liebt Alice, will sie für sich, weshalb Spannungen zwischen den beiden nicht ausbleiben. Ich hätte mir an dieser Stelle allerdings gewünscht, dass noch mehr von Peters Geschichte – immerhin ist dieser Vampir der 2. älteste Vampir in diesem Roman – erzählt wird, um ihn, seinen Hass und seine Handlungen besser zu verstehen. Er wurde immer nur als böser Bruder dargestellt, aber so ganz genau konnte ich dies nicht nachvollziehen.

Die Spannung des Buches stieg seit der Begegnung von Alice und Peter an, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und es innerhalb 1 Nacht durchgelesen habe. Ich wollte unbedingt wissen, wie es zwischen den beiden und Jack weitergeht, ob jemand stirbt oder ob Alice zu einem Vampir wird, wie es sich Jack wünscht.

Der Schreibstil ist flüssig und in der Jugendsprache verfasst, so dass ein leichtes rasches Folgen gut möglich war. Allerdings war die Geschichte an einigen Stellen zu sprunghaft, was den Lesefluss und somit das Verständnis in einigen Situationen etwas hemmte.

Die Aufmachung und somit auch das Cover des Buches gefielen mir sehr gut, da dies einen dezenten Hinweis darauf vermittelte, dass die meisten Handlungen abends/nachts stattfinden und man es wirklich mit einem Vampirroman zu tun hat. Es wirkt dunkel und mysteriös, wie die Vampire selbst. Sehr gelungenes Foto!

Mein Fazit:

‚Unter dem Vampirmond – Versuchung‘ von Amanda Hocking ist ein netter Auftakt einer neuen Vamiprreihe im Jugendbuchgenre bei dem ich sicher bin, dass es weiter spannend bleibt. Ich bin neugierig auf den zweiten Teil „Verführung“, da schon der Titel viel versprechend klingt. Von mir gibt es deshalb 4/5 Herzchen für dieses vampirige Werk.

Alle Bücher von „Unter dem Vampirmond“ im Überblick:

1. Unter dem Vampirmond 01: Versuchung

2. Unter dem Vampirmond 02: Verführung

3. Unter dem Vampirmond 03: Verlangen

4. Unter dem Vampirmond 04: Schicksal

Produktinformationen

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: cbt (3. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161358
  • ISBN-13: 978-3570161357
  • Preis: 12,99 Euro

Ich bedanke mich bei Bücherkinder.de für die Bereitstellung dieses tollen Rezensionsexemplares! Dankeschön!