VHS-Kurs Bob Ross – Nass in Nass Ölmaltechnik

Ich habe heute bei der Volkshochschule einen Kurs besucht, bei dem man von einem echten Bob-Ross-Mallehrer ohne jegliche Vorkenntnisse erklärt bekommt, wie man ein richtig cooles Ölgemälde „Winterlandschaft“ selbst auf Leinwand zaubert.

Anfangs habe ich noch versucht mitzuschreiben, aber ehrlich gesagt, man hätte ein Video drehen müssen, um sich alles merken zu können. Denn jeder Pinsel musste anders in Farbe getaucht/gestrichen werden und darf auch nur auf eine bestimmte Weise die Leinwand berühren bzw. sacht darüber hinweggleiten und nur hauchzart die Leinwand tuschieren.

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Das Malwerkzeug für die Winterlandschaft heute.

Ich habe versucht, meine bildlichen Zwischenstufen bis zur Fertigstellung fotografisch festzuhalten. So könnt ihr sehen, wie in etwa so ein Bob-Ross-Ölgemäldee aufgebaut ist.

Bevor das Malen überhaupt losgeht, muss man die Leinwand (wir hatten eine 40 cm x 40 cm, Canvas-Mix) mit GESSO und der weichen Seite eines Schwamms bestreichen. Das Gesso nimmt der Leinwand die Saugfähigkeit und wird nach etwa einem Tag hart wie Stein. So kann die Ölfarbe nicht von der Leinwand aufgesaugt werden. Ist das Gesso dann endlich eingetrocknet (wir hatten hier ne kurze Pause), geht es weiter mit der dünnen Technikfarbe, die auch hauchdünn auf die gesamte Leinwand aufgetragen wird.

Und dann ging es los. Begonnen wird mit dem Hintergrund – hier also Himmel und Wolken.

Man malt mit einem dicken Bob-Ross-Pinsel Landscape Brush 1 Zoll (25,4 mm) blaue Kreuze auf die Leinwand und streicht in Halbkreisen die blaue Farbe dann zu einem blauen Himmel.

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Mit einem Fächerpinsel „6 Fan Beder Brush“ von Bob Ross und weißer Ölfarbe malt man dann Wolken …

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Als nächstes kommt die Vorbereitungsarbeiten für einen See. Hier nimmt man die Farbe „Berggrau“ (Mischung aus 4 Farben) zur Hilfe und wieder den breiten Pinsel und zieht die Farbe von außen nach innen und immer schön gerade bleiben, schließlich ist es ein ruhiger See 😉

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Danach folgten mehrere Schritte: Horizont (das Ufer) malen und Gräser, Büsche, kleine Bäumchen, einen Vordergrund (Hügel/Berg) für Hütte und Tanne und links eine große Tanne malen. Meist habe ich den Fächerpinsel verwendet, der ist cool 🙂 Die Bäume und Büsche am Ufer bekamen auch noch Spiegelschatten im See, der mit dem breiten Pinsel wieder hauchzart glatt gestrichen wurde.

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Die Tanne links ist mir meiner Meinung nach am Besten gelungen, lach. Hinzu kamen noch ein paar Büsche vor die Tanne (links) und rechts auf den anderen Hügel (rechts vorn).

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Im nächsten Schritt war wieder der breite Pinsel zum „Verwischen“ an der Reihe, um dem Bild mehr Tiefe zu geben.

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Und dann kam ENDLICH der Schnee

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Ich ließ links vorn etwas Platz, da dort auch noch eine alte Holzhütte hin sollte … Diese wurde mit dem #5 Painting Knife (also der Spachtel) gemalt. Erst kratzt man die Ölfarbe in Hüttenform damit wieder runter und malt anschließend mit dicker fetter Farbe die Holzhütte mit der Spachtel auf. Ehrlich – angeblich eine Arbeit von 2 Minuten. Ich habe an dieser dämlichen Hütte fast sämtliche Nerven gelassen und zufrieden bin ich immer noch nicht damit. *grummel*

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Zum Schluss durfte ich noch mein Signum draufsetzen und alles mit Glitzer bestreuen, denn Schnee glitzert schließlich auch * grins *

Mir gefällt an diesem Bild am Besten die große Tanne links und der See sowie überall der gitzernde Schnee.

Abschließend ist noch zu sagen, dass dieses Ölbild etwa 5 – 8 Wochen trocknen muss. Meins hängt nun an der Wand und kann dort in Ruhe trocknen. Der Heimtransport gestaltete sich allerdings etwas schwierig, da man ständig darauf achten musste, nicht irgendwo mit dem Bild hängen zu bleiben und die Farbe abzustreichen (die geht leider zu schnell ab).

Bob Ross (leider 1995 verstorben) hätte für dieses kleine Leinwandgemälde vielleicht 20 Min benötigt. Wir Kursteilnehmer als Laien haben 6 Stunden mit Erklärungen benötigt. Aber wir hatten alle jede Menge Spaß und es ist interessant welche Pinsel was bewirken können und wie einfach malen wirklich ist! SO hätten wir damals in der Schule lernen sollen 😉

Mein Bild ist nicht perfekt, dessen bin ich mir bewusst. Schließlich bin ich zum ersten Mal bei so einem Kurs gewesen und blutiger Anfänger. Aber ich hatte jede Menge Spaß beim Malen und Lernen und werde bestimmt nicht zum letzten Mal an so einem VHS-Bob-Ross-Kurs teilnehmen.

>> HIER << geht es zu einem anderen Blogbeitrag über einen Bob-Ross-Malkurs zu einem Ostsee-Gemälde, wo ihr auch das mit den blauen Kreuzen am Himmel sehen könnt, die ich am Anfang erwähnt habe.

Na, Lust bekommen auch Ölbilder zu malen? Macky (also der heutige Bob-Ross-Lehrer) gibt bei der VHS immer wieder Kurse mit verschiedenen Bildern, so dass jeder für sich was rauspicken kann.

Euer Schneewittchen

Daily Pictures #414 ~ Rote Vogelbeeren

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Es gibt positive Neuigkeiten, was meine Poster für den Sparkassen-Fotowettbewerb angeht, denn:

Ich konnte die Poster heute abholen und sie sind richtig toll geworden!

Ich habe mir noch einen Flyer bei der Sparkasse abgeholt, wo ich meine Daten und Titel der 7 Fotos eingetragen habe. Diese wie auch meine Anschrift musste ich auch auf die Rückseite jedes einzelnen Posters schreiben. Alle 7 Poster für den Wettbewerb werde ich morgen persönlich bei der Sparkasse einreichen, denn der Post vertraue ich so etwas Wichtiges aufgrund der Kürze der Zeit nicht an.

Die 7 Wettbewerbfotos werde ich euch erst vorstellen, wenn der Einsendeschluss (15. April 2013) vorbei ist. Ihr dürft also gespannt sein. Ab diesem Zeitpunkt wäre ich für euer Daumendrücken allerdings mega dankbar, denn dann beginnt die Auswahl für die besten Fotos, die erstens in der Galerie ausgestellt werden und einige von ihnen auch Preise gewinnen. Ich würde mich über eure Hilfe freuen.

Euer Schneewittchen

 

Daily Pictures #381 ~ Red Berries

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Daily Pictures #379 ~ Black Pearls

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Daily Pictures #378 ~ Little Snowflake

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Daily Pictures #376 ~ Little red pearls

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Worte im Schnee

Eine spontane Idee überkam mich als ich heute unterwegs war und eine mit Schnee bedeckte Bank sah. Ich musste sie einfach mit Worten beschreiben und tauchte meinen körpertemperatur gewärmten Finger in den eisigen Schnee. Es dauerte nicht lange, bis mein Finger beinahe zu Eis gefroren war dank all der Schnee-Worte und Fotos, die ich selbstverständlich davon machen musste.

Hier mal ein kleiner Eindruck wie genial so etwas aussehen kann.

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Meinen Namen musste ich logischerweise auch gleich mit schreiben ;)

Besonders fasziniert bin ich von den Bildern, die durch die steinerne Bank und meine Stiefelabdrücke entstanden, so dass es nicht “perfekt” oder inszeniert wirkt. Was meint ihr dazu?

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Liebe darf natürlich auch nicht fehlen!

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Urlaub hat wohl jeder gern, deshalb dachte ich mir, dieses Wort gehört ebenfalls in den Schnee geschrieben. Zumal die Ferien ja auch schon fast vor der Tür stehen. Wart ihr dieses Jahr schon im Winterurlaub oder fahrt ihr lieber im Sommer weg?

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Auch Namen funktionieren prima. Ich empfehle hier immer die Buchstaben in Druckbuchstaben und schön groß zu schreiben, damit man es auch lesen kann wie z. B. hier.

Solche spontanen Aktionen wären auch eine ideale Werbeaktion, die man (fast) überall machen kann, wo Schnee liegt. Wo bitte hat man schon so eine geeignete und günstige Werbefläche, die zudem auch noch umweltfreundlich ist und sich “selbst wegräumt”, in dem sie taut?! ;) Und zu Zeiten von Smartphones, Facebook, Google+ und Co. sollte man solche Aktionen auch nutzen. Denn “Worte im Schnee” sind schnell und kostenlos geschrieben, das Smartphone gezückt, ein Foto gemacht und in einem sozialen Netzwerk hochgeladen. Ich kann es euch nur empfehlen. Nachmachen lohnt sich also :)