[Rezension] Eva Völler „Zeitenzauber 1 – Die magische Gondel“

gondelEin toller Reiseführer durch Venedig um 1499 ❤

Beschreibung:

Anna verbringt ihre Sommerferien mit ihren Eltern in Venedig, ist jedoch zu sehr mit der Technik des 21. Jahrhunderts beschäftigt, als ihren Eltern zuzuhören. Doch dann geschieht das Unmögliche. Anna landet nach ihrem Sturz ins Wasser in einer roten Gondel, die sie ins Venedig von 1499 bringt und somit ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt.

Die Thematik der Zeitreise fasziniert mich schon von jeher, deshalb war dieses Buch für mich ein Muss. Ebenso gefiel mir die Idee, ins Venedig von 1499 zu reisen, weshalb ich sofort nach dem Kauf des Buches in die Geschichte eintauchte.

Die Spannung in dieser Geschichte war im oberen Bereich, denn Anna stolperte irgendwie von einer Katastrophe, so dass ich immer mitfieberte und hoffte, dass sie aus dieser brenzligen Situation wieder herauskäme. Allerdings war das meistens einfach gelöst. Ich hätte mir da mehr Spannung und mehr Action erhofft.

Die Liebesbeziehung zwischen Anna und Sebastiano kam mir irgendwie zu plötzlich. Ich habe zwar Annas Schwärmerei für Sebastiano vom ersten Augenblick ihrer Begegnung an mitbekommen. Doch von Sebastiano kam rein gar nichts. Entweder war er verschwunden, mit der heißen Marietta zusammen, war irgendwie pampig zu Anna oder wollte sie zurück nach Hause bringen, was zu seiner Pflicht gehörte. Ich spürte da gar keine Anziehung zwischen den beiden. Zumindest nicht bis Sebastiano im Fieber lag. Ich dachte, dass er nach seiner Genesung plötzlich umschwenken würde und behaupte, es wäre nur im Fieber gewesen. Aber dem war zum Glück nicht so. Dennoch hatte ich nicht das tiefe Gefühl gehabt, dass da zwischen Anna und Sebastiano irgendetwas lief. Hier hätte ich mir Sätze wie „Er warf mir heiße Blicke zu.“ oder „Er beobachtete mich aus seinen Augenwinkeln.“ oder dergleichen gewünscht. Aber da war rein gar nichts. Deshalb war ich sehr überrascht, als er plötzlich auch Gefühle für die Hauptprotagonistin hegte und ich fragte mich ernsthaft seit wann das so war und wie das überhaupt kam. Liebe auf den ersten Blick??? Das empfand ich anfangs als wenig glaubwürdig. Dies änderte sich jedoch mit Sebastianos Rückkehr ins Jahr 1499 als sie sich wiederfanden.

Der Schluss gefiel mir gut, denn er ließ keine Fragen offen über die ich mir wahrscheinlich den Kopf zerbrochen hätte. Es gab keinen direkten Cliffhanger, das Buch ist in sich abgeschlossen und kann als Einzelband gelesen werden. Ich fand es gut, dass für jeden (noch so kleinen Neben-)Charakter eine Lösung gefunden wurde, die mich als Leser im Großen und Ganzen zufriedenstellte. Ich fand zwar schade, dass Matthias nicht das wurde, was er wirklich erhofft hatte, aber diese Lösung hatte auch etwas Positives.

Der Schreibstil war wunderbar leicht und flüssig und gespickt mit einem Hauch Humor, der mir sehr gut gefiel und mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachte, da es in der Ich-Perspektive aus Sicht von Anna geschrieben wurde. So konnte ich mich von Anfang an auch gleich gut in die Geschichte hineinversetzen und ins Venedig des Jahres 1499 abtauchen. Auch gab es einige überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Besonders aber gefielen mir die Beschreibungen Venedigs im Jahr 1499. Ich konnte mir alles dank der detailreichen Erläuterungen sehr gut vorstellen, angefangen von den Gebäuden, Kleidungsstücken bis hin zu den widerwärtigen Gerüchen, wobei ich bei letzterem froh bin, dass es weder Geruchsfernsehen noch Geruchsbücher gibt *g* Selbst wie ein Gebäude in der Lagune erbaut wird, wurde super erklärt und damit eine meiner Fragen beantwortet, wie Häuser gebaut werden. Man erfuhr aber auch so einiges über Heilkräuter und Wundheilung vor 500 Jahren, was mich begeisterte. Hier wurde sehr gut recherchiert.

Auch gefielen mir die Charaktere. Anna war gut durchdacht und mutig, hatte einen tollen Humor, ich konnte in ihren Kopf und ihr Gefühlsleben kucken und ich lernte einiges über sie und auch die Autorin (besonders über ihre Lieblingsfernsehserien). Ich mochte Anna und ihre Denkweise sehr. Matthias mochte ich auch sehr gern und hätte mir ein anderes Schicksal für ihn erhofft. Mir gefiel die Freundschaft zwischen Anna und Matthias/Matteo sehr. Schade, dass sie nur kurzflächig auftrat.

Anna hatte die Tiefe, die ich bei einigen anderen Charakteren leider vermisste. Ich hätte z. B. gern viel mehr über Sebastiano erfahren und über Clarissa und verstehe noch immer nicht den Sinneswandel von Dorothea. Wieso war sie am Ende plötzlich wie ausgewechselt? Was führte sie auf diesen Weg? Irgendwie fehlt mir hierfür noch die wirkliche Erklärung, denn mit „Sie hatte sich in den falschen Mann verliebt.“ Reicht mir dafür nicht. Die Eigenschaften wurden zwar gut beschrieben, aber es fehlte mir an richtiger Tiefe, wie es eben bei Anna der Fall war. In sie konnte ich mich am Besten hineinversetzen.

Das Cover ist wunderbar verspielt. Es zeigt eine rote Gondel, die bei Vollmond durch die Kanäle Venedigs fährt. Auf diese Weise wird dem Betrachter schon ein wichtiger Hinweis gegeben, wie die Zeitreisen von Statten gehen.

Fazit:

Der Zeitreise-Roman „Die magische Gondel“ um Anna und Sebastiano ist eine gelungene Mischung aus Reiseführer, Geschichte, Fantasie, Freundschaft und Romanze und ein toller Auftakt der Trilogie von der ich mehr lesen werde. Man erhält als Leser einen wunderbaren Einblick in die Lagunenstadt Venedigs um 1499, was ein absolutes Muss für jeden Venedig-Fan ist, der mehr über diese Stadt samt ihrer majestätischen Gebäude, die Bauart und das Leben in der Vergangenheit erfahren möchte.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Zeitreise in die Vergangenheit und ich mochte sie sehr gern. Deshalb vergebe ich gute 4 von 5 Punkten für „Zeitenzauber – Die magische Gondel“.

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Vielen herzlichen Dank 🙂

Daily Pictures #558 ~ Venedig

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Euer Schneewittchen

 

Daily Pictures #466 ~ Venedig bei Nacht

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Wundervoll, wie sich das Licht im Wasser wiederspiegelt, nicht wahr?! Ich liebe diesen Anblick!

Euer Schneewittchen

 

Daily Pictures #448 ~ Heaven…

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Ich fliege ja soooo gern 🙂

Sieht das nicht wunderschön aus?

Euer Schneewittchen

 

Daily Pictures #424 ~ Venedig

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Ich vermisse Venedig sehr, denn die Stadt selbst ist wundervoll und ich erlebte eine sehr schöne Zeit dort. Ich wünschte, ich könnte die Zeit noch mal zurückdrehen, denn in Venedig war ich sehr glücklich…

Euer Schneewittchen

 

Sonntags-(Schnapp)-Schuss – 53.te ~ Der Letzte für dieses Jahr

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Wie ihr im Titel bereits lesen könnt, ist dies heute mein Abschlussfoto für den Sonntags-Schnapp-Schuss, den Sandra in diesem Jahr ins Leben gerufen hat und bei dem ich sehr gern teilnahm.

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Ich wünsche euch immer einen (Schutz-)Engel an eurer Seite!

Für das kommende Jahr hat sich Sandra etwas besonderes ausgedacht, denn der Sonntags-Schnapp-Schuss wird fortgesetzt, allerdings in einer neuen Version!

Vorlage

Denn wir posten jeden Sonntag ein Foto und wählen ein Wort aus, welches Sandra mit all den anderen Worten der Teilnehmer mixt und eine Geschichte daraus erstellt. Ich bin sehr gespannt darauf, was letztendlich herauskommt!

Die Geschichte, die mit den von unseren Schnapp-Worten zustande kommt, wird Anfang des Jahres 2014 als E-Book veröffentlicht. Jeder Teilnehmer der mehr als 10 Worte zur Geschichte beigetragen hat, bekommt ein Exemplar zur Verfügung gestellt.

DAS ist doch mal genial!

Die einzelnen Geschicht-Teile können wir auch schon mitlesen, denn Sandra veröffentlicht sie für uns auf ihrer extra eingerichteten Seite „Gib mir Worte„. Diese Seite habe ich gleich in meine Blogroll aufgenommen! 🙂

Außerdem gibt es bei mind. 2-maliger Teilnahme je Monat noch eine Gewinnspielauslosung mit einem 10-Euro-Amazon-Gutschein! Also ein weiterer toller Anreiz beim Schnapp-Wort mitzumachen!

Mehr Infos zum „Schnapp-Wort – Gib mir Worte“ erfahrt ihr –> HIER <–

Bis also zum nächsten Sonntag, wenn es heißt „Schnapp-Wort – Gib mir Worte“!

Euer Schneewittchen

52 Pics of the Year 12/52 – Lieblingsplatz

Mein Lieblingsplatz/-ort in diesem Jahr war und ist Venedig, wo ich auch meinen Geburtstag mit meinem Herzblatt an meiner Seite celebrieren durfte. Die Stadt Venedig ist einfach unbeschreiblich schön, romantisch, hat eine tolle Architektur und ist immer wieder einen Besuch wert!

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Ich liebe dieses Gebäude, seine Struktur, Architektur und diese coolen Straßenlaternen, die ich immer wieder gern in meine Fotos einbaute.

 

Sonntags-(Schnapp)-Schuss – Striplight die 47.te ~ Venedig

 

Diese Brücke war einer meiner Lieblingsorte in Venedig – so nah am Wasser bei herrlichem Sonnenschein… Hach, war das schön!

Daily Pictures #347 ~ Rialtobrücke in Venedig

Die Rialtobrücke ist neben der Seufzerbrücke die berühmteste Brücke Venedigs und meiner Meinung nach auch die Schönste mit ihren hübschen kleinen Läden darauf. Auf ihr celebrierte ich auch meinen Geburtstag in diesem Jahr! Ein einmaliges und schönes Erlebnis!

Fotowettbewerb auf WEXcameras

Bei WEXphotographie gibt es einen Fotowettbewerb zum Thema Elemente (Feuer, Erde, Wasser, Luft) zu dem man seine Interpretationen dieser Thematik einsenden kann. Bis zum 31.08.2012 um 18.00 Uhr kann jeder Teilnehmer bis zu drei Bilder zum Fotowettbewerb einreichen.

Bedingungen:

– Abmessungen 1024 Pixel (Breite) und 768 Pixel (Höhe) dürfen nicht überschritten werden

– Dateigröße darf nur 200 KB betragen und im JPG-Format, RGB sein.

– Fotos müssen vom Teilnehmer selbst stammen etc.

Weitere Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Ich nehme natürlich auch an diesem Wettbewerb teil, da man drei Gutschein im Wert von 50 €, 30 € und 20 € gewinnen kann.
Meine drei eingesandten Fotos habe ich zum Thema Wasser und Feuer ausgewählt. Ich brauchte gar nicht lange überlegen, denn schon bei der Thematik schossen mir die drei Bilder augenblicklich vor mein geistiges Auge… Ihr kennt sie bestimmt schon von meinen Posts diesen Jahres…

Seeigel

Venedigs Gondeln

Feuerpilz

Nun drückt mir bitte die Daumen, dass ich mich mit meinen Fotografien durchsetzen kann…

Sonntags-(Schnapp)-Schuss – Auslöseverzögerung die 29.te

Als ich dieses Jahr in Venedig urlaubte, gab es überall diese wunderschönen Masken. Ich hätte sie am Liebsten alle eingekauft und mitgenommen. Hier möchte ich euch ein ganz besonders bezauberndes Werk einer Maske zeigen. Eine wahre Kunst, nicht wahr?

Daily Pictures #273 ~ Regentag in Venedig

Reisebericht – Venedigurlaub Teil 1

Am Tag unserer Abreise war ich sehr aufgeregt und nervös. Los ging es mit der Bahn von Frankfurt zum Frankfurter Flughafen. Ein riesiger Flughafen, wenn man bedenkt, dass ich bisher nur den Leipziger und Altenburger Flughafen bis zu diesem Tag kannte.

An einem Automaten besorgten wir unsere Boarding-Tickets mit einem Code, den wir zuvor per Bestätigungs-E-Mail zugeschickt bekommen hatten. Automaten sind eigentlich nicht so mein Ding, aber man konnte sich – wenn man zeitig da war, sogar die Sitzplätze im Flieger auswählen. Da wir nur Handgepäck hatten, ging alles relativ schnell bei uns. Allerdings mussten wir dennoch gefühlte Ewigkeiten anstehen, um durch die Sicherheitskontrolle zu gelangen. Ich war MEGA nervös und zitterte kurz davor am ganzen Körper. Nachdem wir die Sicherheitskontrolle passiert hatten, schnappten wir uns unser Gepäck und jagten los, denn unser Flieger sollte schon 12:20 Uhr starten – und wir hatten sämtliche Zeit beim Warten vor der Sicherheitskontrolle verloren. Wir rannten so schnell wir konnten zum Gate A17 und kamen keuchend am Schalter an, wo man uns mitteilte, dass wir die Letzten seien. Wir stürzten beinahe den Gang hinunter und standen anschließend schon wieder. Wieder eine Schlange. Diesmal allerdings eine Kürzere, die direkt in den Flieger hineinführte.

Der Flug selbst war angenehm. Ich genoss es wie behutsam wir uns den Wolken näherten und ich sie durch das kleine Fenster betrachten konnte. Es war beinahe so, als würden wir durch Zuckerwatte fliegen. Herrlich! Oberhalb dieser weißen Wolkendecke war es sehr hell. Hier hätte man eigentlich eine Sonnenbrille gebraucht.

 

Unser Flug dauerte ca. 30 Minuten, so dass wir schnell am Flughafen Marco Polo in Italien landeten und uns dort einen Ticketautomaten suchten, damit wir mit dem AEROBUS Nummer 5 für 5 Euro/Person nach Venedig fahren konnten. Bei diesem Bus darf man nur 1 Gepäckstück bei sich haben und es ist die günstigste Art nach Venedig zu gelangen. Taxis wurden uns auch oft selbst noch im Flughafen gleich nach der Landung angeboten, aber diese sind meist viel zu teuer. Der Aerobus No. 5 fuhr bis zu einem Busbahnhof von Venedig. Den Rest des Weges bis zu unserem Hotel legten wir zu Fuß hin – durch ganz Venedig mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken und einer Canon Eos 60 D um den Hals, so dass ich gleich meine ersten Venedigfotos schießen konnte.

Auf unserem Weg zum Hotel (nahe des Markusplatzes) durch Venedig entdeckten wir eine Art Supermarkt namens BILLA, wo die Einheimischen einkauften. Wir hatten zuvor bereits einige Preise verschiedener Waren entdeckt und waren froh über den Supermarkt, denn hier waren die Preise angenehm. Einziges Manko: Alle Produkte waren in italienischer Sprache. Aber wir fitzten uns recht schnell durch, denn die meisten Produkte hatten Früchte und andere Inhaltsstoffe mit auf ihren Artikeln abgebildet. Pesca ist z. B. Pfirsich.

Nachdem wir unser 3-Sterne-Hotel „Lisbona“ in Venedigs Innenstadt endlich gefunden hatten – ich hatte mir zuvor schon Fotos dazu im Internet angesehen und wusste, dass es sehr versteckt lag – konnten wir unser Zimmer beziehen. Unsere Augen waren riesig als die Tür zu unserem Hotelzimmer geöffnet wurde. Es war klein. Nein, eher winzig. Das Zimmer hatte etwa eine Größe von max. 2,5 m x 2,5 m. Das Ehebett passte gerade so in den Schlaf- und Aufenthaltsraum hinein, so dass man noch rum herumlaufen konnte. Ein flacher TV hing an der stoffbezogenen schönen seidigen Wand, das Bett war ordentlich gemacht und wir hatten einen genialen Blick aus dem Fenster. Denn genau unter uns lagen die Gondeln der Gondoliere an. Was für ein toller Ausblick. Nach links sah man eine kleine Brücke, über die wir zuvor geschritten sind und rechts die Wasserstraße entlang sah man auf den Canal Grande. Wundervoll. Ich war begeistert!

 

Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel hielten wir es nicht länger aus und wollten Venedig erobern – zu erst aber etwas Italienisches essen. Es sollte eine echte italienische Pizza werden! So fanden wir uns nach einigen Biegungen, Gässchen und Brücken im Ristorante S. Stefano wider und bestellten uns leckere Pizza. Die Teller waren riesig, ebenso die Pizzen darauf, aber wunderbar köstlich und schmackhaft! Ich schaffte jedoch meine Pizza nicht komplett, was eigentlich sehr schade war, denn es schmeckte toll!

 

Bei der Rechnung standen allerdings nicht nur unsere 2 Bestellungen drauf, sondern auch Coperti/Coperto, was vermutlich das Trinkgeld der Kellner ist, der in Venedig standartmäßig aufgeführt und gezahlt wird.

Am Abend nach diesem angenehmen Mahl schauten wir uns noch ein wenig in der Stadt um, wobei ich immer wieder auf die wundervollsten Masken stieß – egal ob hinter Schaufenstern präsentiert oder direkt an Ständen gezeigt wurden. Ich hätte am Liebsten sofort einige von ihnen gekauft – wie auch die Postkarten mit ihren schönen Motiven.

Postkarten sind in Venedig übrigens sehr günstig. Die Preise lagen meist zwischen 0,25 bis 0,50 Euro. Nur sehr selten entdeckte ich Postkarten, die 1 Euro kosteten. Das nutzte ich sofort, denn ich LIEBE das Schreiben und Sammeln von Postkarten. Briefmarken fand ich auch schnell, denn in Lotto- und Souvenierläden gibt es diese meist zu kaufen. Und wenn nicht, fragt man einfach nach. Die meisten Verkäufer sprechen eher englisch als deutsch. Man lernt als Tourist jedoch schnell sich zu verständigen, z. B. mit einem Ciao (bedeutet „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“) oder Grazie („Danke“). Oder man spricht englisch, das ist die neben englisch meist gesprochene Sprache.

 

Alles in Allem war es ein toller erster Tag!

 

Daily Pictures #262 ~ Boot in Venedig

Daily Pictures #261 ~ Venedig – Canal Grande

Daily Pictures #260 ~ Venedigs Gondeln

Daily Pictures #259 ~ Venedigs Gassen

Sonntags-(Schnapp)-Schuss – Programmautomatik die 21.te

Die Seufzerbrücke in Venedig. Eines der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Venedig, welche ich selbst auch fotografierte und in schwarz-weiß umwandelte, da sie so noch schöner wirkt. Schon allein wegen ihres impossant-beeindruckenden Baustils und der Höhe der Brücke. Ich liebe dieses Foto total in schwarz-weiß! Ihr auch!?

Venedig ist eine tolle Stadt mit einem angenehmen Flair, herrlichen Ansichten, kleinen schmalen Gassen (manchmal kann gerade mal 1 Person laufen, manchmal auch 2 nebeneinander) und wundervollen Masken. Ich liebe diese Stadt einfach sehr und hoffe, sie nicht zum letzten Mal besucht zu haben!

PS: Seinen Geburtstag in Venedig zu verbringen ist einmalig schön! 🙂

Sonntags-(Schnapp)-Schuss – Farbtiefe die Zwanzigste

Als meinen Sonntags-Schnapp-Schuss Nr. 20 möchte ich euch heute ein Foto aus Venedig präsentieren als wir gerade mit dem Vaporeto (Wasserboot) unterwegs waren, um um Venedig herumzufahren und den Sonnenuntergang zu genießen. Ich liebe den Sonnenuntergang in Venedig. Es ist so traumhaft und die Sonne reflektierte so wunderschön golden auf der Wasseroberfläche des Canal Grande… *träum*

 

Liebe Grüße aus Venedig!

Damit ihr auch ein paar Eindrücke von meinem Venedig-Urlaub bekommt, habe ich mal ausnahmsweise mit meinem Handy ein paar Fotos gemacht, die ich euch hiermit gern zeigen möchte:

Es war ein verregneter Morgen, aber wie ihr auf dem obersten Foto sehen könnt, zogen sich die Wolken bereits zurück und der hellblaue wunderschöne Himmel kam zum Vorschein, so dass es doch noch ein schöner Tag wurde wie die vergangenen bereits waren.

Überall in Venedig kann man diese wunderschönen Masken betrachten und auch kaufen. Ich habe bisher die meisten fotografiert und mir 3 Kleinere als Souveniers für meine Mom und mich gekauft. Ich hatte mich ursprünglich auch in eine große weiße Maske mit riesigen Federn verliebt, aber die konnte ich leider nicht mitnehmen, da sie viel zu groß für mein Gepäck ist…schnief…

Alle 2 Jahre – immer im ungeraden Jahr, so auch wieder 2013 – findet in Venedig der Karneval statt, wo alle Beteiligten solche tollen Masken tragen. Ich würde das selbst gern miterleben, weil es sicherlich ganz toll, maskenhaft und sicher auch irgendwie chaotisch vor sich geht. Meine Kamera wäre sicher dabei. Leider findet es in diesem Jahr nicht statt – bin ein Jahr zu früh/zu spät in Venedig. Aber vielleicht ein anderes Mal.

Venedig ist eine tolle Stadt mit einem tollen Flair, superengen und verwinkelten Gassen und Gässchen, viele Wege führen nicht nach Rom, sondern zum Wasser, zu Brücken, Booten, Gondeln etc. Es ist einfach herrlich hier! Und erstaunlicherweise gibt es auf dem Markusplatz gar nicht mehr so viele Tauben wie früher, wohl, weil das Füttern dieser Vögel mittlerweile strafbar ist… Mehr dazu aber in späteren Berichten mit Fotos etc. 🙂

 

 

Ich bin dann mal weg…

Hallo ihr Lieben!

Ich fliege heute nach Venedig, Italien und verbringe hoffentlich ein paar schöne Urlaubstage in der Lagunenstadt der Liebe und werde dort auch meinen Geburtstag, der in der kommenden Woche ansteht, celebrieren. Natürlich fahre ich nicht ohne meine geliebte Canon EOS 60 D nach Venedig. Die ist schon eingepackt und kommt mit, damit ich schöne Fotos von Venedig (morgens, mittags, abends) bei Wind und Wetter machen kann. Ich freue mich schon sehr darauf! Sobald ich wieder Internetzugang habe bzw. wieder in Deutschland bin, melde ich mich hier wieder.

Bis dahin hoffe ich, dass ihr weiterhin meine treuen Leser bleibt und wünsche euch schöne sonnige erholsame und stressfreie Tage!

 

Die Hängebrücke

Ich stand auf, sah aus meinem Schlafzimmerfenster und traute meinen Augen nicht. Dort, wo gestern noch die grüne ungemähte Wiese mit den dahinter stehenden Häusern war, erblickte ich heute eine riesige Hängebrücke mit dicken Tauen, Holzdielen und blauen metallenen Verstrebungen. Ich kniff die Augen zu und öffnete sie wieder. Die beeindruckende Hängebrücke war noch da. Ich kniff meine Augen noch einmal zu und öffnete sie wieder, die Hängebrücke war immer noch da. Dieses Spiel wiederholte sich noch einige Male bis ich begriff, dass diese Hängebrücke wohl real war. Ich ging von meinem Fenster weg, zurück in mein Wohnzimmer zu meinem Stubentisch, dort wo meine Kamera lag. Ich war noch ein wenig schlaftrunken und fragte mich, ob mir der Sauerstoff irgendwie ausgegangen sei und riss das Wohnzimmerfenster zum Lüften weit auf. Auf dem Rückweg zum Schlafzimmer nahm ich meine Kamera mit und sah verwirrt auf die Rückseite meines Nachtlagers. Dort befand sich ein rundes Fenster statt eines eckigen. Seit wann hatte ich denn ein rundes Schlafzimmerfenster? Verwirrt blickte ich mich um. Da waren meine Kleiderschränke, dort mein Spiegel, da stand mein Bett mit meiner Bettdecke und meinem Kopfkissen. Es war alles da. Hektisch lief ich zurück ins Wohnzimmer, in mein Badezimmer, in die Küche. Alles war wie immer. Selbst mein schwarz-weißer Kater schnarchte auf seinem Kratzbaum leise vor sich hin. Merkwürdig. Ich öffnete auch in den anderen Zimmern die Fenster, zur Sicherheit. Vielleicht litt ich ja doch unter Sauerstoffmangel. Ich kehrte ins Schlafzimmer zurück und betrachtete in aller Ruhe mein neues rundes Fenster. Wo das wohl herkam? Ich erinnerte mich so rein gar nicht an dieses Fenster oder einen Umbau je zugestimmt zu haben. Denn gestern war es definitiv noch recheckig, so wie die anderen Fenster in meiner Wohnung. Bei meinem Blick hinaus aus meinem runden Bullauge sah ich sie wieder. Diese beeindruckende, einige Meter über dem Wasser schwebende Hängebrücke. Moment: Wasser? Seit wann ist denn ein See hier? Meine Augen flogen von links nach rechts und wieder zurück. Ich sah überall nur Wasser. Ich kniff wieder die Augen zusammen, doch Hängebrücke und See verschwanden nicht. Ich wollte es genauer wissen und hängte mich so weit wie möglich aus dem runden Fenster bis ich sah, dass das Wasser bis wenige Meter vor das Haus kamen und fragte mich wieder: Wo kommen Hängebrücke und der See plötzlich her. Durch die Wand hörte ich meine netten Nachbarn. Es waren Oli und seine Mutter, die sich angeregt miteinander unterhielten. Worüber, konnte ich nicht verstehen. Aber ich hörte sie. Ich war erleichtert. Sie sahen wohl auch die Hängebrücke und den See hinter unserem Haus. Ich machte einige Aufnahmen von dem unglaublichen Anblick dieses blau-braunen Riesen direkt vor mir, mal in Hochformat, dann in Querformat. Einige Male zoomte ich mit meiner Kamera auch näher ran, nur um die Details genauer zu sehen, wie die Hängebrücke so über dem Wasser schwebte und kleine Nebelschwaden sie ganz zart umzingelten. Beeindruckend.

Ich hielt es nicht mehr länger in meiner Wohnung aus, streifte mir meine Jeans über, schnappte mir meine Jacke im Vorbeigehen, verließ meine Wohnung und eilte, nachdem ich die Tür verschlossen hatte, die alten grauen Steinstufen hinab bis ich die Haustür erreichte. Ich riss sie fast heraus, so eilig hatte ich es auf einmal hinaus zu kommen. Ich wollte das Haus umrunden, um zu der Brücke zu gelangen und fand auch einen kleinen Pfad, der gestern auch noch nicht da gewesen war. Kopfschüttelnd und an mir selbst zweifelnd folgte ich diesem schmalen Pfad, der nur aus Erde und ein wenig Regen bestand, so dass sich meine Schuhe etwas in der matschigen Erde festsaugten und ein schmatzendes Geräusch machten als ich sie zu einem weiteren Schritt wieder herauszog. Ich hätte mir wohl besser Gummistiefel angezogen, wenn ich das eher gewusst hätte. Endlich hatte ich mein Wohnhaus umrundet und da sah ich sie. Ich stand direkt vor ihr. Die Hängebrücke. Ich betrachtete sie eine ganze Weile fasziniert von oben bis unten, von links nach rechts. Sie war etwa 2,5 bis 3 Meter breit, die Geländer zu beiden Seiten waren aus dicken Tauseilen gemacht, deren kleine Verstrebungen bis unter die Holzbretter liefen und dort befestigt waren. Direkt vor mir, also auf der stabilen Seite waren ihre blauen Eisenstangen in Beton eingelassen, für ihren Halt. Die Holzbretter in der Mitte, die als Fußweg dienten, sahen schon alt aus, so als ob sie bereits mehrere Jahre oder Jahrzehnte als Verbindung zwischen zwei Orten diente. Der blaue Farbanstrich aber war neu. Niemand spazierte über diese Hängebrücke, es war so, als existierte sie gar nicht, außer für mich. Vorsichtig, ganz vorsichtig ging ich auf die Hängebrücke zu und setzte zitternd meinen rechten Fuß auf das erste Holzbrett und vernahm den etwas dumpferen Klang beim Auftreten. Ich prüfte mehrfach die Standhaftigkeit mit ein wenig Schwung und Druck mit meinem rechten Bein, den ich auf das Holzbrett ausübte. Es war stabil. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob das hier auch wirklich geschah. Doch es war so. Ich stand mit einem Bein auf der riesigen Hängebrücke. Ich wagte einen ganzen Schritt. Einen kleinen Schritt. Ich wollte immer noch die Chance haben, zurück zum Ufer springen zu können. Die Brücke existierte und ich stand sicher auf ihr. Okay. Vorsichtig lief ich Schritt für Schritt auf der Brücke und wurde immer sicherer und sicherer. Mit jedem Schritt nahm auch meine Schrittgröße zu. Irgendwann nach vielen Metern, ich hatte noch nicht einmal die Brückenmitte erreicht, nahm ich die Brücke kaum mehr wahr, denn ich sah nur noch das viele Wasser um mich herum und die Häuser, die diesen See oder war es ein Fluss (?) in seine Schranken wies. Weit vor mir sah ich eines dieser kleinen Boote wie ich sie aus Italien kenne, dort drüben noch eins und da gleich 3 Boote. Ich drehte mich um, hetzte auf die andere Seite der Brücke und sah, dass auch auf der anderen Seite des Sees vereinzelt kleine Boote umherschipperten. Ich fühlte mich fast wie in Venedig. Diese kleinen Gondeln waren klasse. Ich liebte sie schon als Kind als ich die ersten Fotos oder Filme damit sah. Jetzt waren sie real und fast zum Greifen nah. Doch ich stand auf einer Hängebrücke und konnte sie nicht erreichen. Deshalb beobachtete ich, wie eines dieser kleinen Venedigboote unter der Brücke auf der einen Seite verschwand und auf der anderen Seite wieder auftauchte. Ich war begeistert und machte zum Beweis – für mich, weil ich es noch immer nicht glauben konnte – jede Menge Fotos ehe ich zu dem anderen Ufer auf der anderen Seite der Brücke weiterlief. Mein Blick streifte abermals sehr oft die beiden Seiten zur Brücke. Ich konnte einfach nicht genug bekommen von den kleinen Booten, dem Wasser und der Hängebrücke selbst.

Als ich auf der anderen Seite der Brücke angekommen war, warf ich ihr noch einen letzten Blick zu ehe ich mich dem Ort, der nun vor mir lag, widmete. Dann drehte ich mich um und stand vor einem Eingangsschild. TORGAU stand mit riesigen schwarzen Lettern auf einem gelben Schild vor mir. Verdutzt schaute ich es an. Torgau? Wieso Torgau? Torgau ist doch über 34 Kilometer von Wurzen entfernt! Und es gab auch keinen See und keine Hängebrücke, die die beiden Orte miteinander verband. Ich litt wohl noch immer unter akutem Sauerstoffmangel, etwas anderes konnte ich mir nicht erklären. So betrat ich Torgau, einen Ort, den ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr besucht hatte. Er hatte sich kaum verändert. Seit meinem letzten Besuch, das war sehr sehr lange her, da war ich noch ein Kind, hat sich wirklich nicht gerade viel verändert. Erstaunlich. Ich fand nach einiger Zeit und vielen schmalen Gassen und etwas breiteren Straßen den Marktplatz. Ich hatte das Gefühl, irgendetwas oder irgendwen zu suchen. Ich konnte mich aber nicht mehr daran erinnern, was das war. Ich drehte mich einige Male um mich selbst im Kreis, um mir den Marktplatz von Torgau genau anzusehen und dann sah ich meinen Onkel über den Platz radeln. Er hat mich wohl nicht gesehen, deswegen rief ich ihm hinterher. Er hielt an und begrüßte mich von weitem, während ich auf ihn zueilte. Er fragte mich: „Hallo, was machst du denn hier?“ und ich berichtete ihm von der Hängebrücke, von der er allerdings bescheid wusste. Verwirrt blickte ich ihn an. Er mich ebenfalls. Es sah so aus, als hielt er mich für eine Verrückte. So langsam glaubte ich es ja selber und hielt besser meine Klappe. Ich lächelte und erkundigte mich nach seinem Weg und seinem Anliegen für seinen Torgaubesuch. Schließlich erinnerte ich mich daran, dass er auch in Wurzen lebte und nicht Torgauer war. Er entgegnete mir, dass er hier gern zum Einkaufen sei und er hier hin und wieder einigen alten Arbeitskollegen und Freunden von früher begegne, zum Reden. Er wollte auch weiter, weshalb wir uns voneinander verabschiedeten und er sich wieder auf seinen alten Drahtesel schwang und davon radelte. So war ich wieder allein. Mitten auf dem Marktplatz in Torgau und wusste nicht mehr, wie ich wieder zurück nach Hause kommen sollte. Einen Stadtplan hatte ich leider nicht und ich konnte mich auch nicht mehr erinnern aus welcher Richtung ich gekommen war und wo sich die Hängebrücke befand, über die ich nach Torgau gekommen bin. Verwirrt lief ich in die entgegen gesetzte Richtung, in die mein Onkel fuhr. Ich vermutete, dass er, aufgrund seiner leeren Taschen, erst noch einkaufen wolle, und beschloss eben besagte entgegengesetzte Richtung einzuschlagen. Ich irrte Stunden lang durch kleine Gässchen, entdeckte hier und da mal ein schönes Gebäude oder etwas anderes Interessantes, aber den Weg zurück zur Hängebrücke fand ich nicht mehr. Genauso wenig den Weg zurück zum Marktplatz. Es war hoffnungslos. Ich steckte irgendwo im Nirgendwo fest und fand nicht mehr nach Hause. Lustlos und traurig ließ ich meinen Kopf sinken, Tränen stiegen in meinen Augen allmählich auf, meine Füße brannten auch schon seit einer ganzen Weile und ich wollte einfach nicht mehr weiter. Ich wusste ja sowieso nicht in welche Richtung ich genau musste. Also blieb ich stehen, lehnte mich an die Hauswand hinter mir und wollte gerade anfangen, loszuschluchzen und mich über meine eigene Blödheit ärgern, als wie aus dem Nichts mein Onkel angeradelt kam und mich fragte, was denn los sei. Ich wischte mir hastig die Tränen aus meinem Gesicht und sagte ehrlich, dass ich mich verlaufen hatte. Er grinste mich breit an und kommentierte ein: „Typisch für dich!“ Schließlich stieg er von seinem Fahrrad ab und wir liefen zusammen Richtung Hängebrücke und verließen Torgau…

Dann erwachte ich aus meinem Traum, schlug die Augen auf und befand mich mitten in meinem Schlafzimmer in meinem Bett. Ich warf einen Blick zum Fenster, es war rechteckig, nicht rund. Und auch die Hängebrücke war vor dem Fenster verschwunden, ebenso wie der venediger See und die kleinen Boote… Nichts von all dem war passiert. Ich hatte alles nur geträumt…