Daily Pictures #428 ~ Magnolien-Romantik / Schneewittchen-Traum

Trotz oder gerade wegen des Regens trieb mich heute etwas nach draußen, ins Freie hinaus. Ich suchte all meine Lieblinge auf – die Magnolienbäume!

Ich schoss mit meiner kleinen Canon wieder unzählige Fotos, welche mich glücklich machen, weil es MAGNOLIEN sind! :)

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Dieses Foto hier gefällt mir besonders. Ich mag den geschwungenen beschützenden Bogen einer der Magnolien-Äste über den Fußweg mit seinen wunderprächtigen weiß-pinken Blüten. Genau an diesem Platz kann ich mir Fotos mit einem glücklichen Brautpaar vorstellen. Sie in weiß, er in einem dunklen Anzug, beide lächeln einander an und küssen sich – und im Hintergrund und über ihnen die zarten Magnolienblüten. Da wäre ich gern die Braut, grins! Und auch die Fotografin! :)

Einfach himmlisch. Meint ihr nicht auch?!

Euer Magnolien-verliebtes Schneewittchen

 

Daily Pictures #427 ~ Elfentraum

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Ich LIEBE Magnolien! Ich liebe ihre wunderschönen rosèfarbenen Knospen und Blüten, ihren angenehm beruhigenden Duft und ihre sinnliche Schönheit. Deshalb freue ich mich jedes Jahr auf den Frühling, wenn Magnolien wie auch Kirschbäume erblühen. Einfach nur himmlisch und für mich die „schönste Jahreszeit“.

Schon als Kind träumte ich davon, unter Kirsch- und Magnolienbäumen/-Blüten zu heiraten 🙂

Daheim habe ich Magnolien-Duschgel, – Duftkerzen, Fotografien etc. Ja, ich liebe Magnolien! Und sie beruhigen mich auch auf angenehme Art und Weise. Sie tun mir gut. Umso erfreulicher ist es, dass ich diesen oben gezeigten Magnolienbaum direkt auf meinem Arbeitsweg habe! 🙂

Euer Magnolien verzaubertes Schneewittchen

 

Kurz-Geschichten ~ Die Laura Minokel

Heute morgen druckfrisch aus meiner Feder entstanden „Die Laura Minokel“, eine wirklich kurze Geschichte über… Ach lest selbst 😉

Die Laura Minokel

James war ein abgewrackter Kiffer, der seit er die ersten Schiffsbretter unter seinen Füßen spürte, von seinem eigenen Boot träumte. Es sollte kein gewöhnliches Boot werden, sondern eines, welches einem Fass glich.
Nachdem er seinen Dienst bei der Marine absolviert und hinter sich gelassen hatte, fand er keine Arbeit und versank in einem tiefen Loch aus Suff und Kifferei. Nur wenige seiner damaligen Kollegen blieben seine Kumpels und besuchten ihn hin und wieder. Manchmal tranken sie einen, meist hingen sie nur zwischen den Brettern und Werkzeugen in einer alten verlassenen Hütte in der Nähe des Hafens, die James bewohnte. Jahrelang ließ er sich gehen und glich einem Penner, der auf der Straße lebte. Dennoch träumte er immer von seinem eigenen kleinen Boot, unternahm aber nichts dafür.
Doch als sein Vater starb, merkte er, wie kurz doch die Zeit war und er raffte sich endlich wieder auf. James räumte seine Bretterbude auf und verschwand meist fast für den ganzen Tag, dass ihn seine Freunde nicht fanden. Keiner wusste, was James tat, wenn er verschwand. Jedoch sahen sie, wie erschöpft er nachts zurückkam und beim nächsten Morgengrauen wieder verschwand.
Manchmal sahen sie ihn, wie er sich Bretter klaute und Werkzeug stahl, doch sie ließen es geschehen. Nie zuvor hatten sie James so energisch gesehen, den Grund dafür kannten seine Kumpels nicht und wurden neugierig. War es eine Frau, die sein Interesse weckte oder etwas anderes?
Sie fragten James, wenn sie ihn abends antrafen. James sagte jedoch nichts, sondern strahlte über sein ganzes Gesicht sehr geheimnisvoll. Sie erzählten sich Geschichten von damals am Lagerfeuer vor James`s Holzhütte, denn es war kühler geworden. Der Herbst war gekommen.
James erzählte leidenschaftlich gern von seinem Traumboot, der “Laura Minokel”, doch alle winkten ab und glaubten nicht daran, dass er es jemals zu Wasser brachte. Geschweige denn, dass es fahrtüchtig sein würde. So hütete James sein kleines Geheimnis und träumte nachts vergnügt davon.
Er wusste, wie viel Arbeit in seinem Traumboot steckte und machte sich jeden Tag erneut auf den Weg, sich diesen selbst zu erfüllen.

Eines Morgens wurde James von Henry, einem alten Seemann, der auch am Hafen lebte, heimlich verfolgt. Henry hinkte ein wenig, denn sein alter Beinbruch war nicht ordentlich verheilt. Dennoch kam Henry bei seiner Verfolgung gut voran, denn James hatte sich mit Brettern beladen und steuerte sein Ziel direkt an ohne Henry in seinem Rücken zu bemerken. Henry versteckte sich hinter einem hohen Stapel aus leeren Holzkisten, und schielte um die Ecke, so dass er James beobachten konnte und sah ein halb fertiges Boot, dass er nur aus James Geschichten kannte.
“Die Laura Minokel.” flüsterte er leise und konnte kaum glauben, was er mit seinen eigenen müden Augen sah. James baut sein Boot! Das hat ihn also jeden Morgen aus dem Haus gebracht und wieder zu Leben erweckt! Henry konnte es noch nicht glauben und wollte näher heranschleichen. Dabei stieß er versehentlich eine Holzkiste auf dem Boden an, die über den Asphalt scharrte, was James hörte und aufsah.
“Henry!” rief er überrascht.
“Ahoi! Was machst du denn da?” fragte Henry und zeigte auf ein riesiges halbfertiges Fass.
“Siehst du doch. Ich baue ein Boot. Mein Boot.” verkündete James stolz.
Henry schüttelte den Kopf.
“Das wird nie fertig und schon gar nicht fahrtüchtig sein. Es hat nicht die typische Schiffsform.”
“Genau das ist auch der Grund für diese Form. Es sollte ungewöhnlich sein und es ist es!”
Die beiden Männer verfielen in eine heiße Diskussion über dieses Boot bis James die Lust daran verlor, sich wieder dem Bau seines Bootes widmete und Henry einfach stehen ließ.

Henry berichtete Tage später seinen Kumpels von diesem Ereignis, doch keiner glaubte so recht an die “Laura Minokel” und ihre Tauglichkeit.

Eines Morgens war es soweit.
James packte seine Sachen in seinen Seemannssack, den er sich für diesen großen Augenblick besorgt hatte. Er stopfte alles ihm wichtige hinein und schulterte sich den Sack huckepack. James war aufbruchbereit und freute sich wie ein kleines Kind über diesen Augenblick. Denn er hatte lange auf diesen Moment gewartet.
Seine Beine trugen ihn an diesem Morgen schneller als in der Vergangenheit zum Hafen und der Anlegestelle seines Bootes. Niemand erwartete ihn. Alles war verlassen und leer wie am Abend zuvor. Nur seine Laura Minokel lag da und wartete auf ihn.
James betrat voller Freude sein Boot, band die Leinen los, holte den Anker ein und ging ans Ruder. Es konnte losgehen.
Allmählich setzte sich die Laura Minokel in Bewegung und gewann etwas an Geschwindigkeit. James strahlte über beide Wangen hinter dem Steuer und strotzte vor Glück.
Viele ungläubige Augen am Hafen starrten ihn an, kopfschüttelnd, fragend, überrascht. James grinste weiter und brachte sein Boot hinüber zu Henry`s Steg, um ihn zu überraschen.
Henry sah ein großes Ungetüm auf sich zusteuern, nahm seine Brille ab, putzte sie an seinem dreckig dunkelblauen Pullover, setzte sie sich wieder auf die Nase und starrte weiter auf das Gefährt im Wasser.

Die „Laura Minokel“ glich eher einem riesigen liegenden Fass als einem Boot. Aber James hatte es geschafft, sein Boot zu bauen und schipperte Freude strahlend an seinem Freund vorbei aus dem Hafen.
Henry stand an der Reling und traute seinen Augen kaum, als er das Fass vorbeifahren sah.
„Er hat es geschafft.“ sagte er leise zu sich und registrierte erst jetzt was er sah.
„James hat es geschafft!“ schrie er lachend, riss sich seine dunkelblaue Wollmütze vom Kopf und schwang sie in luftige Höhen, so dass James es sehen konnte. Henry winkte ihm lachend zu, während James stolz auf seiner „Laura Minokel“ grinsend salutierte.

Das Boot steuerte hinaus aufs offene Meer und bescherte James so einige Abenteuer.

Wenn ihr die Geschichte(n)-Sammlung (ja es folgen weitere Kurz-Geschichten, denn ich liebe die Kürze), unterwegs lesen möchtet, könnt ihr sie auch über die APP von „Wattpad“ über euer Smartphone lesen und –> HIER <– abrufen!

Euer Schneewittchen

Mein Traumregal

Vor Jahren entdeckte ich in einer Zeitschrift meiner Mom ein riesiges Regal für Bücher & Co., welches vom Boden bis zur Decke reicht und die oberen Fächer nur mit einer Leiter zu erreichen sind. Ich riss mir diese Werbeseite heraus und bewahrte sie bis auf und träumte immer wieder von diesem genialen Regal.

Heute hielt ich diese Werbeseite zufällig wieder in den Händen und bin noch immer sprachlos begeistert von den Hülsta-Möbeln. Aber schaut selbst!

Wäre dieses geniale XXL-Regal nicht auch etwas für euch?

Ich werde mir diesen Traum irgendwann erfüllen, sobald Basti und ich in unser Haus gezogen sind. Denn von so einem herrlichen Bücherregal träume ich schon seit Jahren! Bücher habe ich auf jeden Fall mehr als genug, um dieses Regal gleich schön damit zu befüllen.

Hülsta hat natürlich auch neuere Produkte. Wenn ihr also mal ein wenig auf Huelsta.de stöbern wollt, tut euch keinen Zwang an! 😉

Schlangenbiss

written on 18.05.2010

Heute war ich sehr ruhig, beinahe schweigsam. Ich verspürte keine Lust mich mit irgendjemandem zu unterhalten. Ich hatte nicht einmal das Bedürfnis zu atmen, geschweige denn mich der Gartenarbeit zu widmen. Meinen Mitmenschen fiel meine getrübte Stimmung auf und sie sprachen mich darauf an, ich zuckte nur lustlos mit den Schultern und machte meine Arbeit weiter. Dabei fiel mir wieder ein, dass sich in unserer Gartensparte vor einiger Zeit eine Kreuzotter herumtrieb und sich am Liebsten unter Büschen und anderen zugewucherten Stellen versteckte. Ich wünschte mir, dass sie mich biss. Ich weiß nicht, woher dieser Wunsch plötzlich kam, aber er war da. Je länger ich im Garten in der Nähe von Büschen und Sträuchern arbeitete, desto mehr hoffte ich darauf, dass die Kreuzotter mich fand, mich biss und sich ihr Gift durch ihre Zähne in meine Haut spritzte. Ich wollte spüren wie sich das Gift in meinem Körper verteilte, ich wollte fühlen, wie sich alles verlangsamen würde bis mein Körper gänzlich gelähmt sei, sich mein Verstand nach und nach verabschiedete und ich einfach nur leblos daliegen würde, weil sich meine Seele ins Jenseits verabschiedet hätte…

Ich sehnte mich nach diesem Biss…

Ich träumte einen Traum, dass die Schlange mich fand und mir meinen sehnlichsten Wunsch erfüllte und mich angriff, ihre giftigen Zähne in meinen Unterarm versenkte und ihr Gift in mich eindrang. Ich rührte mich nicht und genoss einfach nur den kurzen stechenden Schmerz, den die Zähne der Schlange verursachten. Es stach und brannte, und ich genoss es. Ich bin eigentlich nicht masochistisch veranlagt, aber heute irgendwie schon. Nach nur wenigen Sekunden war alles wieder vorbei, die Zähne der Schlange waren wieder in ihrem Maul verschwunden und die Schlange zischte irgendetwas vor sich hin. Ich verstand kein Wort ihrer Schlangensprache und es war mir auch egal. Ich saß einfach da und wartete darauf, dass sich das Schlangengift langsam in meinem Körper verteilte. Ich weiß, ich hätte mich bewegen sollen, damit es schneller von Statten ging, aber genau das wollte ich nicht. Ich wollte einfach nur in Ruhe da sitzen und vor mich hinstarren, während mein Körper ganz allmählich vom Gift überschwemmt wurde…

Jemand stieß mich unabsichtlich an und mir wurde bewusst, dass alles nur ein Traum – ein Wunschtraum war. Langsam erhob ich mich aus meiner gebückten Haltung, richtete mich auf und blickte enttäuscht über den nicht stattgefundenen Schlangenbiss um mich herum und wollte nur noch von hier weg. Weg von all den Menschen, weg von dieser Umgebung, weg von diesem Planeten. Dabei fühlte ich mich einsamer denn je…