[Rezension] Lana Rotaru „Black – Das Herz der Panther“

11254574_155140324841971_1076892104899563726_nEin wundervoller Auftakt einer Trilogie voller Herz & Leidenschaft

Buchinhalt:

„Ich kenne keine Frau, die so kratzbürstig, rechthaberisch und widerspenstig ist wie du. Und auch keine, die so sanftmütig, mutig und liebevoll ist.“ Lia führt ein gewöhnliches Leben als Highschool-Schülerin, bis Graham und Alexander Black in ihr Leben treten. Wieso hat sie plötzlich das ständige Gefühl, beobachtet zu werden. Und wie schaffen es die beiden Brüder, immer zur richtigen Zeit da zu sein, um sie zu retten? Schnell wird Lia klar, dass die Blacks ein Geheimnis umgibt, das sie unbedingt lüften muss, um die ganze Wahrheit über ihr eigenes Leben zu erfahren. Aber kann sie den Blacks vertrauen oder sind sie sogar der Grund für die drohende Gefahr? Soll Lia auf ihr Herz oder ihren Verstand hören? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem mehr auf dem Spiel steht als nur das eigene Leben.

Im ersten Teil der über 500 Seiten langen Geschichte (als Taschenbuch) um Lia und ihre neuen attraktiven und geheimnisvollen Freunde, Alexander und Graham Black, erfahren wir erst einmal mehr über Lias aktuelles Leben ehe die Blacks auftauchen und welche Wirkung die Blacks auf Lia und alle anderen Menschen haben, besonders auf die Weiblichen. Hinzu kommen die alltäglichen Probleme bis hin zu tödlichen Nachrichten, die die Welt Lias auf den Kopf stellen, gemischt mit der Essenz von Liebe, Leidenschaft und Verzweiflung.

Im zweiten Teil der Geschichte erfährt man als Leser mehr über die Prophezeiung um eine Prinzessin und ihre zwei schwarzen Katzen, die Panther, und um die Gefahr, in der Lia und die Blacks geraten. Kurzerhand später befinden sie sich mitten in einem magischen Kampf gegen das Böse und man kann nur mit den Protagonisten hoffen und bangen, dass sie aus der ganzen Geschichte heil wieder herauskommen.

Während ich den Debütroman „Black – Das Herz der Panther“ las, konnte ich mich nur allzu gut in Lia hineinversetzen und verstand die Anziehungskraft der beiden Blacks, die so magisch erschienen, dass sie mich ebenfalls faszinierten und regelrecht wie eine Motte anzogen bis ich – besonders Alexander und seinen tollen Kochkünsten – regelrecht verfallen war. Ich liebte die Romantik, die Hin- und Hergerissenheit von Lia`s Gefühlen zwischen Freundschaft, Liebe und auch Verachtung und Hass. Es war ein wunderbares Spiel mit den Gefühlen des Lesers, denn ich habe wirklich alles durchlitten. Ich habe mit Lia gelacht, geweint, geliebt, gehasst, verachtet und mit ihr gekämpft und gehofft. Für mich war es sehr sehr schwer, dieses wundervolle Werk überhaupt aus der Hand zu legen, ich las sogar eine Nacht durch, weil ich wissen wollte wie es weiter geht. Dabei sagte ich mir die ganze Zeit: “Nur noch ein Kapitel! Nur noch ein Kapitel!” und doch konnte ich nicht aufhören weiter zu lesen. Die Leidenschaft mit der die Figuren wie auch die Gegenden und die Story ausgearbeitet sind, spürt man deutlich. Ich hatte sehr oft den Eindruck, als ob die Autorin selbst an den beschriebenen Ort gewesen war, um den Leser besser in die Geschichte mit all seinen Emotionen, Menschen und Gegenden eintauchen zu lassen, so als ob alles wirklich real wäre. Vielleicht lag es auch an dem wunderbaren Schreibstil, den Lana Rotaru aus der Sicht Lia`s im Vergangenheitsstil gebrauchte. Ich fand mich jedenfalls sehr schnell in diese wundervolle Geschichte ein und war unendlich traurig als dieser erste Band sein Ende fand. Zu sehr vermisse ich seither die Lia und die Blacks, besonders Alexander, der es mir mehr angetan hat, als mir lieb ist 😉

Manchmal geriet die Gefühlswelt von Lia etwas mehr in den Vordergrund und ließ die Prophezeiung und die damit verbundene Gefahr etwas in den Hintergrund treten. Aber genau das hat mich anfangs regelrecht an das Buch gefesselt! Ich konnte Lia`s Situation, als sie die schrecklichste aller Nachrichten erhielt, mehr als nur nachvollziehen, diese Lethargie, diese körperliche Starrheit und die Albträume, die sie erfassten, das war so real, so greifbar, dass ich mit ihr litt.

Ein wenig verwirrt hatte mich die Tatsache, dass es plötzlich eine zweite Sky gab. Ich hätte mir hierfür lieber einen anderen Namen gewünscht, um die Leserverwirrung zu unterbinden. Ebenso konnte ich manche leicht überspitzte dramatische Szenen nicht ganz nachvollziehen, wieso wer wann so extrem „ausrastete“ etc. Aber es sollte vermutlich das extreme Gefühlschaos der entsprechenden Protagonisten wiedergeben, in denen sie sich befanden. Manchmal hatte ich während des Lesen zudem so eine Ahnung, woraufhin die Geschichte hinauslaufen würde … auch, was das Ende dieses 1. Bandes angeht. Dennoch blieb die Spannung erhalten, was den ausgefeilten Charakteren zu danken ist. Ich hätte im Anschluss daran gern den 2. Teil gelesen, um zu erfahren, wie es weiter geht, denn meine Neugier ist weiterhin geweckt! Ich weiß nicht, ob ich es schaffe bis zum Frühjahr 2016 (bis zur Veröffentlichung von Teil 2) ohne die Blacks zu überstehen. Vermutlich werde ich noch mehrmals in diesen ersten Band eintauchen, um das magische Gefühl und das verliebte Flattern im Bauch um die Blacks erneut zu erhaschen.

Das Cover wirkt sehr elegant und mysteriös zugleich, was mich neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht hatte bis es mich letztendlich durch seine Geschichte gefesselt hat. Eine wirklich schöne Arbeit, Mia Bernauer.

Fazit:

Eine wundervolle Fantasy-Geschichtemit mit jeder Menge Emotionen, Spannung und Dramatik, die absolut lesenswert ist und den Leser in eine andere Welt abtauchen lässt und eine heimliche Sucht nach den Blacks aufbaut.

Vielen Dank, Lana Rotaru, für die tolle Geschichte! Und BITTE Beeilung mit Teil 2, ich kann es kaum noch erwarten! 🙂

Von mir gibt es daher 5 von 5 Punkten.

Euer Schneewittchen

 

Rezension „Das Tattoo“

Das TattooGelungene Mischung aus Emotionen, Spannung und Mystery

Fünf Freundinnen haben sich zusammengeschlossen und eine Anthologie über das Thema „Tattoo“ verfasst, so dass 5 Kurzgeschichten entstanden sind. Diese fünf Geschichten reichen von verlorener Liebe über Mystery, Spannung bis hin zu Krimi, die den Leser fesseln bzw. zweifelnd zurücklassen.

Camden Town – Manuela Inusa

Kendra, Ehefrau und Mutter, verließ ihre kleine Familie vor 12 Jahren nach Camden Town, um vier Monate später und mit einem Tattoo zurückzukehren. Doch dann bricht sie erneut aus…

Fazit:

Diese Kurgeschichte ließ mich etwas verstört zurück. Zum einen lag es an der Protagonistin, die zerstörender nicht sein kann, da sie ihren Mann und ihren kleinen Sohn einfach so zurücklässt und ohne eine Nachricht zu hinterlassen verschwindet. Sie ist auf der Suche nach dem Traum der Vergangenheit und sich selbst, dennoch finde ich sie sehr rücksichtslos und egoistisch. Ihren Ehemann hingegen sehe ich eher als Schwächling, der sich seiner Frau total unterworfen hat und nicht um sie kämpft.

Des Weiteren hatte ich Schwierigkeiten, der Grammatik und Wortwahl der Autorin zu folgen, da hier einige Fehler auftreten, so dass ich sehr gern den Rotstift angesetzt hätte. Hier sollte noch einmal überarbeitet und ggf. gegengelesen werden.

 

G wie Greta, R wie Rocco – Roberta Gregorio

Rocco hat alles in seinem Leben verloren, was ihm lieb war: Seine große Liebe Greta, sein Geld, seinen Wohnsitz… Einfach alles und muss wieder bei seiner Mutter in einen kleinen Ort im Süden ziehen. Nachts verfolgen ihn Träume von seiner Jugendliebe Greta. Tagsüber begegnet er jedoch immer wieder Fede, mit der er früher zur Schule ging und ihm vorschlägt, gemeinsam nach Greta zu suchen. Ob sie Greta finden werden?

Fazit:

Ich konnte mich nicht mit Rocco identifizieren, da er in seinem eigenen Mitleid förmlich ertrinkt anstatt sich auf die Suche nach seiner verlorenen Liebe zu machen. Doch dann gibt ihm Fede den hilfreichen Anstoß, so dass er sein Leben doch endlich in die eigene Hand nimmt. Merkwürdig fand ich allerdings, dass die Mutter plötzlich auf ihren Sohn zugeht, die ihn zuvor immer als Versager abgestempelt hat, nun von einem kleinen Vermögen spricht und plötzlich alles auf einmal eine positive Wendung nimmt. Dies liest sich sehr surreal und unrealistisch, wie auch das Ende, als Rocco gefunden hat, was er suchte und dann doch etwas anderes wollte…

 

Silverlines – Mia Bernauer

Du glaubst, es gibt keine Wesen, die deine Träume kennen? Dann haben die Traumdiebe gute Arbeit geleistet. Die junge Jocelyn ist eine der letzten ihrer Art und gerät in die Fänge des charismatischen Illusionserschaffers Gabór. Hat auch er es auf deine Träume abgesehen?

Fazit:

Diese Kurzgeschichte hat mich voll in seinen Bann gezogen und schreit förmlich nach einer Fortsetzung!!!!! Ich möchte unbedingt wissen, wie es um Jocelyn & Derek sowie den Illusionisten Gabor weitergeht. Wird Jocelyn doch noch aus seinen Fängen fliehen können oder wird sie für immer an ihn gebunden sein?

Der Schreibstil der Autorin ist von Beginn an spannend gehalten, so dass man mit jedem ihrer Worte neugierig verfolgt, wie es um Jocelyn bestellt ist und ob sie aus der Gefangenschaft fliehen kann… Es verschwimmen Illusion und Realität so gekonnt, dass man als Leser nur erahnen kann, in welcher Welt man sich gerade mit der Protagonistin befindet. Sehr gelungen und fließend umgesetzt!!!

BITTE UNBEDINGT EINE FORTSETZUNG SCHREIBEN! BITTE!

 

Der Traum vom Fliegen – Nina C. Hasse

Eigentlich wollen Remy Lafayette und Detective Madeline Vezér einen vergnüglichen Nachmittag in „Barry Bartleby’s Kabinett der Wunderlichkeiten und Kuriositäten“ erleben, doch dann geschieht ein Unglück: Eine Artistin stürzt während ihres Auftritts ab und stirbt. Ein Unfall – oder nicht?
Bei ihren Ermittlungen in der Zirkustruppe stoßen die beiden auf zahlreiche Ungereimtheiten und einen Gegner, der ihre Nachforschungen mit allen Mitteln verhindern will …

Fazit:

Ein gelungener Kurzkrimi, der einen vor Augen führt, dass nicht alles so ist, wie man zu glauben scheint! Die Figuren sind realistisch und lebendig dargestellt, so dass die aufbauende Spannung beinahe greifbar ist.

 

Oscar – Arwyn Yale

Josies Schwester Isabell verschwand vor einem Jahr spurlos auf der Rückfahrt von Köln nach Hamburg. Seitdem quält Josie die Frage, ob sie ihr altes Leben hinter sich lassen wollte, oder ob ihr etwas zugestoßen ist. Doch hätte sie wirklich ihren kleinen Sohn zurückgelassen?
Das ohnehin angespannte Verhältnis zu ihrem Vater belastet Josie zusätzlich.
Auf einer Familienfeier kommt es zum Eklat und das Geheimnis um Isabell scheint eine unerwartete Wendung zu nehmen …

Fazit:

Diese Geschichte spielt mit den Gefühlen des Lesers – Trauer um die verlorene Schwester, Unverständnis des Vaters, schlechtes Gewissen der Protagonistin Josie, die das komplette Gegenteil von dem ist, was alle von ihr erwarten und von 2 Tattoos, die nicht wichtiger in Josies Leben sein könnten…

Mit der Protagonistin konnte ich mich identifizieren (kleiner Rebell, Trauer um eine verlorene Seele, unzählige Gedanken, Seelensuche und Finden von Seelenruhe), die realistisch und lebendig beschrieben wurde. Auch die anderen Figuren und ihr Leid wurden gefühlsecht dargestellt, so dass man die familiäre Situation um die Protagonistin Josie gut nachvollziehen kann.

Die Spannung nimmt zum Ende hin stetig zu, welches viel Raum für Spekulationen bietet und den Leser mit Fragen und der Hoffnung auf eine Fortsetzung des kleinen Kurzkrimis zurücklässt.

 

Zusammenfassung:

Diese 5 Kurzgeschichten sind zum Großteil leicht und verständlich geschrieben, so dass man als Leser gut in die jeweilige Situation eintauchen und das Geschehen sowie die Gefühlswelten nachvollziehen kann. Es ist eine gelungene Kombination aus Mystik, Spannung und Emotionen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die erste Geschichte „Camden Town“ von Manuela Inusa bedarf allerdings einer Überarbeitung in Grammatik und Wortwahl, während ich von „Silverlines“ von Mia Bernauer derart fasziniert und angetan bin, dass ich mir sehnsüchtig eine längere Fortsetzung/Fortsetzungsreihe wünsche!

Das Cover des Buches ist ansprechend gestaltet und zeigt eine junge Frau in schwarz-weiß mit einem Schmetterlingstattoo auf dem Oberarm. Hier bietet bereits das Cover Raum für Spekulationen und den Tanz zwischen Traum und Realität. Sehr gelungen!

 

Von mir gibt es daher 3 / 5 möglichen Punkten.

 

Diese Anthologie gibt es als Taschenbuch für 9,99 Euro z. B. >> HIER <<bzw. als E-Book für 2,99 Euro z. B. >> HIER <<