R.I.P. Tommy 💖

28.04.2006 – 30.04.2018

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Tommy 💖 Du warst die treueste Seele an meiner Seite. Ich danke dir für 12 wundervolle Jahre und bin dankbar für jede Minute und jede Sekunde, die du an meiner Seite warst, mich beschützt, geliebt, beruhigt und zum Lachen gebracht hast.

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Ich bin dir ewig dankbar und werde dich immer in meinem Herzen bei mir tragen. DANKESCHÖN.

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Ich hab dich megalieb mein kleiner großer Racker 💖

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Hab ganz viel Spaß und lass es dir gut gehen. Wir sehen uns eines Tages wieder 😗 Bis dahin bist du mein kleiner Schutzkater 😉 .

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R. I. P.

[Katzen-Geschichten] Katzenfänger?!

Diesen “alten” Tagebucheintrag vom 27.07.2008 entdeckte ich ebenfalls auf dem “alten” USB-Stick wie die andere “Katzen-Geschichte”. Vielleicht gefällt euch dieser Beitrag ebenso gut wie der letzte über Tommy?! Lasst es mich wissen!

Heute Morgen wollte ich auf einem Stuhl stehend mit einer Reißzwecke einen Fliegenfänger in meiner Küche aufhängen, da ich wegen Tommy kein Fliegenspray benutzen will. Ich rückte mir einen Stuhl zurecht, weil die Wohnung sehr hoch war, stieg darauf, entwirrte den klebrig braunen Fliegenfänger und streckte meine Arme nach oben an die Decke, wo ich die Reißzwecke reindrückte. Tommy nahm derweil neben mir auf dem Stuhl platz und kuckte nach oben und beobachtete neugierig mein Handeln. Und da passierte es: Der Fliegenfänger glitt von der Reißzwecke und fiel…

Er fiel genau auf Tommys Gesicht linksseitig. Tommy sprang entsetzt hoch, flog durch die Luft, wobei er rücklings beinah in dem Blumentopf meiner Drachenpalme landete, sprang bockig und immer wieder den Kopf schüttelnd durch die Küche, während ich tierisch lauthals lachend hinter diesem kleinen Fellknäul herjagte, um ihm den Fliegenfänger aus dem Fell zu ziehen. Tommy rannte bis auf den Flur, ich kichernd hinterher und erwischte ihn kurz vor der Wohnzimmertür und hielt ihn fest. Und lachte noch lauter. Denn jetzt sah ich noch mehr des ganzen Unglücks…Der Kleber des Fliegenfängers hatte sich so richtig schön in seinem Fell festgesetzt und klebte wirklich tierisch… Kaum hatte ich den Fliegenfänger abgezogen, sicherlich mit Schmerzen für Tommy, besah ich mir dieses Teil und hatte bald mehr Katzenhaare daran als jemals Fliegen, die ich damit eigentlich fangen wollte. Tommy interessierte das wenig, denn er war eher mit Fellputzen beschäftigt…

Und putzt jetzt noch. Nur blöd, dass er den Harzkleber nicht richtig aus seinem Fell bekommt, so nimmt er sämtliche Fusseln und Fellfusseln auf – er ist jetzt mein kleiner Fusselkönig. Seine Barthaare klebten auch am Fell fest – so richtig fest und merkwürdig, dass ich erst recht loskichern musste. Ich telefonierte erstmal ne Runde herum, weil ich nicht wusste, ob das Zeug giftig ist für den Kleinen, konnte aber kaum Sprechen, weil ich noch so sehr lachen musste wie Tommy mit dem Fliegenfänger auf dem Kopf durch die Wohnung sprintete. Das sah so lustig aus… Lach… Fotos habe ich aber nicht geschossen, ich hätte die Kamera vor Lachen ja nicht mal ordentlich halten können 😉

Dennoch tut mir Tommy irgendwie auch Leid, immerhin muss er noch damit herumlaufen bis er das Zeug selbst aus seinem Fell entfernt hat, weil er mich nicht an sich ranlässt, während ich mir nur mehrfach mit Wasser und Seife die Hände waschen brauchte…Arme Miezekatze….

Nach ein paar Tagen und ziemlich vielen fiesen Fusseln im Fell, die Tommy mit dem Fliegenfänger-Kleber “eingefangen” hat (wo auch immer er die gefunden hatte), und vielen “Putzüberstunden” von Tommy, war alles überstanden und Tommys Fell begann wieder in seinem schönen Glanz zu strahlen.

Übrigens hänge ich seit diesem Vorfall keine Fliegenfänger mehr auf!

Euer Schneewittchen

 

[Katzen-Geschichten] Kampf mit der Pille

Dies ist ein Tagebucheintrag vom 27.06.2008, den ich zufällig auf einem „alten“ USB-Stick fand. Ich dachte mir, weil ich selbst beim Lesen dieser Erinnerung flach auf dem Boden vor Lachen lag, dass die Geschichte euch vielleicht auch gut gefällt?! Lasst es mich wissen! 😉

Ich öffnete ganz langsam die Augen, Tommy kletterte auf mich drauf und fing sofort an mit mir zu kuscheln und zu schnurren. Ich liebe diese Morgende! Für mich beginnt der Tag immer am Schönsten, wenn ich eine viertel Stunde mit dem kleinen Wuschelkater knuddeln kann. Das ist einfach nur schön!
Vor dem Frühstück musste ich allerdings dem Kater die Pille (sein Antibiotika) verabreichen, weil er noch immer nicht gesund ist. Ich zog mir sicherheitshalber gleich einen langen Pullover an. Dann holte ich Leberwurst aus dem Kühlschrank, die ich extra nur für Tommy besorgt hatte, und machte ein kleines bissl davon ab, drückte die Tablette hinein und formte aus der Leberwurst ein Kügelchen. Tommy saß gespannt auf der Bank und beobachtete mich. Er schnurrte, schließlich gab es gleich was zu fressen. Als ich fertig war, hüpfte er von der Bank und schnupperte die Leberwurst an, die ich ihm hingelegt hatte. Er leckte ein wenig daran und ging weg. Na toll. Ich versuchte den Kater zurückzulocken, was auch funktionierte. Aber an die Leberwurst ging er nicht. Tommy ist wohl der einzige Kater, der Leberwurst nicht mag. Also versuchte ich es mit Nassfutter. Ich nahm einen kleinen Teller und machte ein bisschen davon drauf, drückte die Tablette etwas hinein und rief wieder meinen Kater. Tommy kam angestürmt und fraß alles auf. Bis auf die Tablette, um die er erstaunlicher Weise herumgefressen hatte. Er ahnte wohl was ich damit bezwecken wollte…
Ich gab nicht auf. Ich schnappte mir den Süßen, setzte mich auf den Boden, drückte ihn mit dem rechten Bein runter, hielt ihn mit dem linken Bein fest. Die rechte Hand öffnete sein kleines Mäulchen und mit der Linken versuchte ich die Tablette reinzukriegen. Tommy wehrte sich. Ich versuchte es weiter. Ich hatte es dann endlich geschafft, das Teil reinzubekommen und was macht er? Er spukt sie wieder aus. Mist. Neuer Versuch. Tommy verschwand in der Stube. Ich also hinter ihm her, ihn geschnappt und wieder in die Küche auf den Boden mit uns beiden. Die Tablette löste sich so langsam in ihre Einzelteile auf. Eklig…hoffe das Zeug geht nicht durch die Haut und macht mich irre…Muss mal noch die Packungsbeilage lesen…
Ich versuchte es noch einige Male. Tommy schaffte es aber irgendwie jedesmal sich entweder wegzudrehen, die Tablette wieder auszuspuken oder sonst eine Ausweichvariante, um dieses mittlerweile glibbrige Zeug nicht einnehmen zu müssen. Doch nicht mit mir. Ich startete einen weiteren Versuch. Mein rechtes Bein drückte ihn noch weiter runter, Tommy knurrte ja eh schon lautstark. Das war mir egal. Die Tablette muss da irgendwie rein und sei es mit roher Gewalt. Ich hielt ihm wieder mit rechts das Maul auf, zitterte bereits und versuchte das klebrige gelbe Etwas von Tablette irgendwie in seinen Rachen zu bekommen. Doch das Zeug ging einfach nicht von meinen Fingern. Ich wedelte und wedelte in der Nähe seines Gaumens herum und es flog ab. Scheinbar direkt in seinen Hals hinein, denn Tommy knurrte nun noch lauter und würgte ein bisschen. Es schmeckte sicher ekelhaft bitter. Ich lies den Kater los, der rannte gleich zum Wassernapf und trank wie ein Wilder. Ich beobachtete ihn und hoffte, dass er die Pille nicht wieder hochbringt. Es muss wohl geklappt haben.
Danach stand ich auf und verarztete erstmal meine Wunden an Händen und Armen…Tommy hat echt scharfe Krallen. Ob ich ihm die stutzen kann oder ihm morgen Schuhe anziehe? Ich weiß sonst nicht wie ich morgen hinterher aussehe, falls ich es denn überhaupt schaffe ihm die Medizin einzuwerfen?! Es bleibt also spannend…

Tommy hat letztendlich alle Pillen bekommen, denn ich habe ein wenig getrickst und ihn auf meinem kleinen Flur „eingesperrt“ und somit jegliche Fluchtmöglichkeit verwehrt und ihn zwischen meine Beine geklemmt. Zudem hat er es auch – zumindest bei der letzten Pille – zugelassen, wohl weil er es lieber hinter sich bringen wollte. Ich glaube, wir beide waren heilfroh, als es keine Pillen mehr gab und Tommy wieder gesund war.

Ihm geht es übrigens seither prima und groß geworden ist der kleine Racker!

Euer Schneewittchen

 

 

Tommy auf der Flucht

written on 11.08.2009

Wir kamen spät von einer Familienfeier nach Hause, ich öffnete einige Fenster noch einmal zum Durchlüften ehe wir schlafen gehen wollten. Danach ging ich ins Bad Zähneputzen und trug zuvor meinem Partner Mike auf, auf meinen Kater Tommy acht zu geben, der gern am Fenster kuckt. Ich hatte gerade angefangen meine Zähne zu reinigen, als Mike plötzlich ins Bad gestürmt kam und sagte: „Tommy ist weg. Er ist aus dem Fenster gefallen.“ Ich hielt es anfangs für einen von seinen Scherzen und putzte in Ruhe weiter. Doch als dieser dann weiter darauf beharrte und seinen Schlüssel griff, verstand ich. Ich sprang augenblicklich in meine Sachen (Kleid und Jogginghose drunter). Ich schnappte mir meine Schlüssel, meine Schuhe, eine Taschenlampe und Tommys Lieblingsfutter und stürzte hinaus in die Nacht. Mike suchte bereits nach dem Kater mit seiner Taschenlame als ich dazu kam. Ich rief Tommy laut und hörte ein leises Mauzen. Er war da, aber wo? Wir konnten ihn nicht sehen, da er schwarz war. Ich rief ihn wieder und wieder – ohne Antwort. Erfolglos. Ich hatte tierische Angst um den Kleinen. Mike aber auch, denn wir wussten, dass, wenn wir Tommy heute Nacht nicht wieder fanden, würde er nie zurückkommen, da er sich nicht auskannte. Wir suchten also nervös weiter. Mike entdeckte ihn schließlich nach einer Weile und wollte Tommy zu sich locken, doch Tommy wollte nicht. Ich eilte vorsichtig zu ihnen, doch ein Zaun trennte uns von meinem Kater. Tommy mauzte jammernd, kam aber trotz Leckerli und meinem guten Zurufen nicht zu uns. Mike versuchte sich von einer anderen Seite heran zu schleichen, während ich mit dem Leckerli in der Jogginghose und der Taschenlampe zwischen meinen Zähnen bewaffnet, um überhaupt etwas zu sehen, über den hohen Zaun kletterte….hinein in die unbekannte Dunkelheit… Angst um mich hatte ich nicht, nur um Tommy.

Tommy rannte davon. Na super! Mistvieh!

Ich kletterte wieder zurück über den Zaun, hinter dem Kater her – über Müllberge, durch hohe Brennnesseln und hüfthohes Unkraut. Nur beleuchtet von dem winzigen Strahl meiner kleinen Taschenlampe. Ich wusste nicht, wo ich hintrat, so dunkel war es, da der Schein der kleinen Taschenlampe und mein Blick nur Tommy galten. Mike jagte hinter uns her, bekam Tommy aber auch nicht zu fassen. Der Kater war einfach zu schnell verschwunden.

Durch unser lautes Rufen und Tommys lautes Mauzen wurden ein paar Anwohner aufmerksam, die auf ihren Balkon hinaustraten und fragten, was wir denn suchten. Nach kurzer Erklärung bekamen wir ihre Hilfe und dann ging alles ganz schnell. Tommy sprang in seiner Verwirrung auf die Balkonmauer, Mike der direkt davor stand, schnappte ihn sich von hinten und hielt ihn fest an sich gepresst, damit der Kater nicht wieder wegrennen konnte. Die Balkoner waren leicht erschrocken vor dem riesigen Kater, aber ich war dankbar und eilte zu meinen beiden Lieblingen. Mike übergab mir Tommy und ich ließ den Kater nicht mehr los. Tommy mauzte megalaut klagend, ich versuchte ihn zu beruhigen und hielt ihn an mich gedrückt ganz fest. Ich wollte ihn nicht mehr verlieren, jetzt, da ich ihn endlich wieder hatte. Sein kleines Herzchen und auch meins rasten wie wild in unserer Brust.

Mike leuchtete uns den Rückweg nach Hause. Tommys Mauzen hallte laut durch die Nacht über den Hof und den Hausflur, als wir diesen endlich erreicht hatten. Es klang furchtbar und markerschütternd. Ich hastete, so schnell es mir möglich war, die Stufen zu meiner Wohnung rauf und war froh, als wir endlich im Hellen ankamen und ich meinen kleinen Ausreißer in meiner Wohnung sanft und erleichtert absetzen konnte. Und da sah ich ihn. Einen riesigen Blutfleck auf meinem Oberarm. Ich war erschrocken und untersuchte mich erst einmal kurz und stellte fest, dass ich unverletzt war. Tommy allerdings hinterließ rote blutige Fußtapsen auf meinem blauen Teppich im Wohnzimmer. Er jammerte auch jedes Mal beim Auftreten. Ich eilte erneut hinter dem Kater her, schnappte ihn mir sanft und sah nach. Er hatte sich auf seiner Flucht aus dem Fenster und durch das Gestrüpp die linke Hinterpfote verletzt. Es war ein tiefer Schnitt direkt durch seine kleine Fußsohle. Mir war schlecht. Blut sehen konnte ich ja noch nie wirklich. Da es aber verbunden werden musste, erklärte ich Mike rasch, wo er das Verbandszeug bei mir findet und nahm mit Tommy auf dem Rücken in der Küche auf dem Stuhl platz. Tommy wehrte sich, aber ich packte ihn nur umso fester, so dass Mike Tommy`s Fuß ordentlich verbinden konnte.

Anfangs lief Tommy kaum, er fiel eher um und fauchte und knurrte sein verbundenes Bein an. Wir hielten Sicherheitsabstand und ließen Tommy erst einmal allein bis er sich beruhigt hatte. Wir warteten in der Stube. Tommy kam nach einer Weile vorsichtig angetippelt und suchte wieder unsere Nähe. Seinen Verband hatte er nach ca. 1 Stunde auch irgendwie selbst abgeworfen und lag seither bei uns vorm Bett…

Ich zitterte noch immer ein wenig vor Angst und Schrecken um Tommy, war aber erleichtert, dass er wieder bei mir war und ihm nichts weiter passiert war.