Daily Pictures #425 ~ Forever LOVE

IMG_0868-1a

Basti – Liebe meines Lebens

Silvester 2010 traf ich ihn wieder: Basti. Wir kannten uns bis dahin schon etwas über 10 Jahre durch gemeinsame Bekannte, aber mehr oder weniger nur sehen, grüßen und das wars dann auch. Wir kamen nie wirklich miteinander ins Gespräch. Bis Silvester 2010 auf der Silvesterfeier bei meiner Schwester. Dort war er auch anwesend. Ich merkte sofort, dass wir uns prima verstanden, denn unsere Gespräche waren tiefgründiger und angenehmer als alle anderen zuvor geführten in meinem Leben. Ich hatte zudem auch irgendwie das unendlich starke Gefühl nicht von seiner Seite weichen zu wollen. Umso schmerzlicher war für mich der Abschied, als die Feier vorbei und jeder wieder zu sich nach Hause musste. Ich hatte das tiefe Bedürfnis in seiner Nähe sein zu wollen, schon den ganzen Abend lang und hegte heimlich den Wunsch, dass er mich nach Hause bringt. Doch es kam alles an diesem Abend ganz anders. Denn es gab eine Art Unfall, so dass wir in der Notaufnahme mit einem Kind landeten.

Mit Basti hielt ich anfangs sehnsüchtig Kontakt über ein soziales Netzwerk, da wir es nicht einmal fertig gebracht hatten, unsere Handynummern zu tauschen. Ich erinnere mich noch, als er damals die Party kurz vor 01:00 Uhr verlies und die Straße zum Parkplatz überquerte. Mein Herz stach schmerzlich und ich hatte kleine Tränen in den Augen, wobei ich noch dachte, dass ich nicht einmal seine Telefonnummer habe… Es tat irgendwie weh. Gut, ich hätte meine Schwester nach Bastis Nummer fragen können, aber schon der Gedanke daran, dass sie mir auf meine Frage dann gleich tausende von Fragen stellen wird, lies es mich dabei belassen. So schrieben Basti und ich uns anfänglich nur „oberflächlich“. Ich berichtete ihm von der Situation in der Notaufnahme mit Max, bis irgendwann die Gespräche weg von Standartdingen wie Hobbys, Lieblingsessen, -musik etc. hinausgingen und wir uns beide wiedersehen wollten.

Dann stand er plötzlich nach 4 Stunden Autobahnfahrt vor meiner Tür und ich war glücklich, wenn auch zugleich verschüchtert. Seine ersten Annäherungsversuche waren süß, nur blöd, dass ich ständig knallrot wie eine Tomate anlief und extrem schüchtern war. Wir redeten die halbe Nacht, hielten schon hin und wieder ein wenig Händchen, er gestand mir, dass er sich in mich verliebt habe… Irgendwann hätten wir uns trennen müssen, damit wir wenigstens etwas Schlaf bekämen. Doch ich konnte ihn einfach nicht gehen lassen. Ich wollte nicht, dass er schon wieder weggeht. So bat ich ihn, bei mir zu bleiben. Es war unsere erste gemeinsame Nacht in einer Wohnung, die ich nie wieder missen möchte. Wir haben noch viel mehr geredet und ich wusste, dass ich diesen Mann unbedingt festhalten muss! Bei ihm ist alles anders als mit seinen Vorgängern. Basti gibt mir genau das Gefühl, was ich immer gesucht habe. Er ist so unglaublich liebevoll, zärtlich, aufmerksam, sexy… Er ist mein Traummann, nach dem ich immer gesucht hatte und dachte, dass ich ihn wohl nie finden und somit allein auf der Welt bleiben würde.

Seither pendeln wir fast wöchentlich am WE über 400 km hin und her, damit wir uns sehen können. Fragen entstehen, wo und wie es weitergehen soll. Er möchte, dass ich zu ihm nach Frankfurt am Main ziehe. Ich möchte, dass er zu mir zieht. Wir beide möchten jeden Tag zusammen sein und hegen auch bereits den Wunsch einander zu heiraten. Gut, da gibt es noch die kleine „Streitigkeit“ wegen des Nachnamen letztlich, doch das ist bei uns eine kleine Neckerei… Dennoch habe ich Angst, ihn wegen dieser verdammten Entfernung und unserer beider „Sturheit“ zu verlieren. Ohne ihn kann ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen. Es wäre für mich die reinste Hölle. Ich brauche Basti so sehr, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich mein Leben all die Jahre zuvor bisher ohne ihn gemeistert habe. Basti ist mein Herz, meine Seele, mein Leben!!! Und ich bin am Verzweifeln, da ich täglich hin und her überlege, wie es mit uns weitergehen soll und auf keine Lösung komme… Ich verliere daran noch bald den Verstand. Basti spricht mir zwar immer wieder Mut zu, und, dass wir es schaffen, aber wie soll das gehen? Jeder hat sich in seiner Stadt sein Leben aufgebaut und keiner will es hinter sich lassen… Wir sind uns ähnlicher als ich dachte…

Basti, ich liebe dich!

Ich hoffe, dass Basti recht behält und wir beide – egal wo wir gemeinsam letztendlich landen – gemeinsam glücklich sind und keiner am Rande der Verzweiflung stehen wird bzw. todunglücklich mit der Gesamtsituation ist… Denn davor habe ich Angst!!!

Phoenics`Liebeskuchen

Valentinstag ist zwar schon vorbei, aber man sollte seine(n) Liebste(n) immer wieder mit kleinen Aufmerksamkeiten zeigen, was man für sie empfindet und wie wichtig sie einem sind. Aus diesem Grund habe ich einen süßen Kuchen für meinen Liebsten gebacken.

Dieser leckere Liebeskuchen besteht aus einem selbstgefertigten Rührkuchenteig – in weiß (Zitrone) und braun (Kakao), überzogen mit einer Haube aus frisch gepressten Zitronensaft und Puderzucker (beides zusammen glatt gerührt und über den noch warmen Kuchen gestrichen) und mit kleinen roten Zuckerherzen verziert.

Eine weitere Liebeskuchenvariante habe ich mir bereits als weitere Überraschung für das nächste Mal überlegt. Es wird allerdings kein Rührkuchen sein, sondern etwas viel leckeres und cremigeres 😉

Mein Liebeskuchen kam sehr gut bei meinem Herzblatt an. Macht eurem/r Süßen doch auch einfach mal eine kleine Freude mit etwas selbst kreiertem 😉 Viel Glück! 🙂

~L0ve mE!~

Der Valentinstag (am 14. Februar) gilt in einigen Ländern als Tag der Liebenden. Der Name des Tages wird heute zumeist auf die Legende des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt. Der religiöse, in der kirchlichen Liturgie wurzelnde Ursprung des Feiertages besteht darin, dass am 14. Februar in manchen Kirchen die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur Himmlischen Hochzeit gefeiert wurde. Bei der Reform des römisch-katholischen Generalkalenders im Jahre 1970 sind der Heilige und sein Gedenktag allerdings aus der vorgeschriebenen Liturgie der Kirche zugunsten des historisch gesicherten Todestages des Hl. Kyrill (mit Methodius) entfernt worden.

An Popularität gewann der Valentinstag durch den Handel mit Blumen, besonders jedoch durch die umfangreiche Werbung der Floristen. Der Tag wird mit traditionellem Brauch vermischt, ähnlich dem in den 1990er Jahren populär gewordenen und über die USA aus Irland importierten Halloween.

Brauchtum

Die Popularität des Datums im englischsprachigen Bereich beruht auf einem Gedicht des englischen Schriftstellers Geoffrey Chaucer, „Parlament der Vögel“ (Parlement of Foul(e/y)s), das 1383 vermutlich aus Anlass einer Valentinsfeier am Hof König Richards II. fertig gestellt und erstmals öffentlich vorgetragen wurde. In dem Gedicht von Chaucer wird dargestellt, wie sich die Vögel zu eben diesem Feiertag um die Göttin Natur versammeln, damit ein jeder einen Partner finden.

Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die Paare bildeten sich durch Losen am Vorabend, oder durch den ersten Kontakt (zufällig oder auch nicht…) am Valentinstag. Die Verbindung mit Blumengeschenken könnte auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurückgehen, die 1667 mit einem Blumenstrauß auf Pepys‘ Liebesbrief reagierte. Von da an wurde die Verbindung von Brief und Blumen in der noblen britischen Gesellschaft nachgeahmt.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die „Neue Welt“, die USA – und so kam durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg dieser Brauch nach Deutschland; 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten „Valentinsball“; der Valentinstag wurde offiziell eingeführt. Allgemein bekannt wurde er durch die dann verstärkt einsetzende Werbung der Floristen und der Süßwarenindustrie.

Es gibt inzwischen unter anderem Valentinskonfekt, Valentinskarten und Parfums, doch die wichtigsten Geschenkartikel am Valentinstag sind nach wie vor Blumen. Während über das Jahr hinweg hauptsächlich Frauen Blumen kaufen, sind es am Valentinstag überwiegend Männer. Die Preise vor allem für rote Rosen steigen zu diesem Anlass stark an.

In Japan beschenken am 14. Februar Frauen ihre Ehemänner, männliche Kollegen, Chefs usw. mit Schokolade. Dafür dürfen sie dann einen Monat später am White Day weiße Schokolade als Gegengeschenk erwarten. Auch junge Mädchen nehmen diesen Tag zum Anlass, ihren Angebeteten Schokolade zu schenken, die sie bestenfalls selbst gemacht haben. Dieser kann es am 14. März erwidern. In Südkorea gibt es zusätzlich zum Valentinstag und White Day noch den Black Day: wer am 14. Februar und am 14. März leer ausging, betrauert dies am 14. April und isst Jajangmyeon (자장면), Nudeln mit schwarzer Soße. Auch alle anderen 14. jedes Monats können in Südkorea mit solchen Bedeutungen gesehen werden.

Mittlerweile erfreut sich dieser Tag auch in der Volksrepublik China bei jungen, am westlichen Lebensstil ausgerichteten Chinesen zunehmender Beliebtheit. In Brasilien wird der Valentinstag am 12. Juni gefeiert.

Aber auch in Europa haben sich eigene Traditionen herausgebildet. In Italien treffen sich die Liebespaare meist an Brücken oder auch Gewässern. Dort sind häufig Vorrichtungen angebracht, an denen man z. B. ein Fahrrad anschließen kann. Diese werden zweckentfremdet, indem einfach ein Vorhängeschloss angebracht wird. Auf das Schloss schreiben die Liebenden ihre Initialen, manchmal mit Datum, bei großen Schlössern sieht man sogar aufgeklebte Fotos des Paares. Dieses Schloss wird angeschlossen, dann werfen die beiden jeder einen Schlüssel ins Wasser und wünschen sich dabei etwas. Obwohl die Wünsche danach nicht geäußert werden sollen, wünschen sich die Meisten, die ewige Liebe gefunden zu haben. So sammeln sich immer mehr Schlösser zu dicken Klumpen.

In Finnland wird der Valentinstag als „Freundschaftstag“ gefeiert, an dem man − meist anonym − denen, die man sympathisch findet, Karten schickt oder kleine Geschenke übermittelt. Dieser „Freundschaftstag“ ist gegenüber dem angelsächsischen oder kontinentaleuropäischen „Valentinstag“ deutlich enterotisiert.

In sorbischen Gebieten Ostdeutschlands fällt in die Zeit um den Valentinstag das Fest der so genannten Vogelhochzeit. Dazu gehört das Volkslied „Die Vogelhochzeit“ („Ein Vogel wollte Hochzeit halten …“)

Die Legende

Die Tradition des Valentinstags wird heute zumeist auf die Legende von Bischof Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Mehrere Orte in Deutschland behaupten, die Gebeine als Reliquien zu verwahren, wie zum Beispiel die bayerische Stadt Krumbach, Landkreis Günzburg. Auch in der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom werden die angeblichen Reliquien ausgestellt.

Valentin war im dritten Jahrhundert nach Christus der Bischof der italienischen Stadt Terni (damals Interamna). Er hatte laut dieser Legende einige Verliebte christlich getraut, darunter Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten. Zudem hat er der Legende nach den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

Eine Legende bezieht den Todestag Valentins auf das römische Fest Lupercalia, das auf den 15. Februar fiel. Es war der Feiertag der röm. Göttin Juno (gr.: Hera), der Frau des Jupiter (gr.: Zeus) und Schutzpatronin der Ehe. Junge Mädchen gingen an diesem hohen Festtag in den Juno-Tempel, um sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl zu holen.

Junge Männer aus dem einfachen Volk zogen an diesem Tag Lose, auf denen die Namen der noch ledigen Frauen standen. Die so gelosten Pärchen gingen miteinander aus und manche sollen sich so ineinander verliebt haben. Dieser Volksbrauch galt vielen römischen Aristokraten als unmoralisch. Ehemänner schenkten ihren Frauen an diesem Tag Blumen. So kam es, dass sich dieses ältere römische Brauchtum mit der Geschichte des christlichen Märtyrers mischte und in die spätere Gesellschaft einsickerte.

Die Legende zum Bischof von Terni unterscheidet sich vom späteren Valentin von Rätien (Graubünden). Dieser hat keine Liebenden zusammengebracht, sondern er gilt als Schutzpatron gegen die „fallenden Krankheiten“ wie Epilepsie und Ohnmacht.

(Quelle: wikipedia.de)

Tausend mal berührt

Ihr kennt doch sicher alle diesen Song „Tausend mal berührt, tausend mal ist nichts passiert…“ von Klaus Lage. Ich dachte immer, so etwas gäbe es nur in Büchern oder Filmen, bis es mir jetzt selbst passiert war. Silvester 2010 mit Basti, einem Kumpel meiner Schwester, der auch wie ich zur Party eingeladen war.

Ich war nach langer unglücklicher Zeit wieder Single, Basti schon etwas länger. Wir kannten uns schon seit Jahren über meine Schwester und hatten uns auch schon öfter gesehen, aber wir waren füreinander tabu, denn immer wenn wir uns trafen, war einer von uns in einer Beziehung. Also nichts für den anderen. Bis zu Silvester 2010. Da waren wir beide Single und es traf Basti wie von einem Blitz so heftig, als ich den Raum betrat. Er ließ es sich kaum anmerken, neckte mich aber hin und wieder und wollte meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Mir war das anfangs gar nicht aufgefallen, weil so viele Leute im Raum waren. Aber ich unterhielt mich mega gern mit ihm und fühlte mich wohl in seiner Nähe. Irgendwie klebten wir fast den ganzen Silvesterabend aneinander bis Basti gehen musste. Ich fühlte mich urplötzlich so unglaublich allein ohne ihn und hatte nicht einmal seine Telefonnummer. Das stimmte mich zutiefst traurig. Einen kleinen Hoffnungsschimmer hatte ich zum Glück aber noch, denn wir waren beide im gleichen sozialen Netzwerk angemeldet und ich schrieb ihm umgehend eine Nachricht als ich von der Silvesterparty allein zu Hause ankam. Stunden später traten wir unseren E-Mail-Kontakt an. Unsere Mails wurden länger und länger, wir schrieben bald darauf via MSN miteinander, doch das genügte uns nicht. Letztendlich tauschten wir unsere Nummern aus und telefonierten Stunden- und auch Nächtelang miteinander und hätten nie ein Ende gefunden, wenn wir nicht auf Arbeit gemusst hätten. Samstag stand Basti plötzlich vor meiner Tür. Er hatte sich nach mir gesehnt. Ich war einerseits sichtlich überrascht, andererseits auch glücklich ihn nach „so langer Zeit“ (eigentlich war ja nur 1 Monat vergangen) wiederzusehen. Es trieb mir kleine Tränen in die Augen, die ich jedoch umgehend unterdrückte, damit er sie nicht sah. Wir waren bald wieder in unsere Gespräche vertieft, hielten irgendwann Händchen, kuschelten miteinander beim DVD kucken und wollten nicht, dass der schöne Tag endete. Spontan planten wir seine Übernachtung bei mir. So schnell durfte noch nie ein Mann bei mir übernachten. Mit Basti ist das allerdings etwas anderes. Zwischen uns besteht diese unglaublich tiefe Vertrautheit, dass es einem beinahe Angst machen könnte. Vielleicht liegt diese Vertrautheit daran, dass wir beide ähnliche Denker und Fühler sind, vieles schon immer gleich oder ähnlich gemacht haben und ähnlich ticken. Irgendwie unheimlich manchmal seinem „Spiegelbild“ gegenüber zu sitzen. Dennoch finde ich es toll und könnte heulen bei dem Gedanken daran, dass uns in der Woche über 420 km trennen und wir uns meist nur am WE sehen können, wenn überhaupt. WE`s sind allerdings VIEL zu kurz für Liebende… Es ist die reinste Folter, wenn ihr mich fragt. Ich hatte schon einige Fernbeziehungen, aber diese hier wird mit Sicherheit die Schlimmste für mein Herz und auch für seins. Wir wollen beide, dass es dem anderen gut geht und er nicht verletzt wird. Wir fühlen beide schon so stark füreinander, dass es beinahe weh tut, wenn wir uns nicht jede Sekunde berühren können…

Basti übernachtete bei mir. Es war toll ihn bei mir zu wissen und noch toller, dass er nicht einmal nachts schnarcht. Das ist für mich der Himmel auf Erden, denn Schnarcher hielten mich immer vom Schlafen ab und ich war extrem genervt und gereizt am nächsten Morgen, weil ich übernächtigt war. Aber nicht mit Basti. Er war so leise. Ich konnte ihn kaum hören. Da schnarcht selbst mein Kater lauter als Basti, lach. Am nächsten Morgen frühstückten wir zusammen – toll! Das hatte mir so sehr gefehlt während meiner Singlezeit. Das Mittagessen kochten wir gemeinsam, gingen zusammen spazieren, wärmten uns hinterher gegenseitig kuschelnd auf und schliefen müde auf der Couch ein… Und dann musste er heim fahren. 420 km weit weg von mir. Es zerriss uns fast die Herzen. Ich wollte ihn gar nicht los lassen, er mich auch nicht, wie mir seine tiefe Umarmung deutlich machte…

Auf der ganzen Fahrt telefonierten wir via Handy miteinander – kostenlos über O2, denn er hatte mir am Samstag ein neues Handy geschenkt (ich habe ein anderes Handynetz), mit einer Partnerkarte, so dass wir uns untereinander kostenlos anrufen können. Jederzeit. Ich erklärte ihn anfangs für verrückt, finde diese Idee aber seit unserem ersten Telefonat auf seinem Heimweg grandios. 🙂

Dennoch verstehen wir beide absolut nicht, wieso wir nicht schon vor vielen Jahren zusammengekommen sind, obwohl wir uns schon beinahe ewig kannten. Uns fällt nicht einmal mehr der Zeitpunkt ein, an dem wir uns das erste Mal begegnet waren – vermutlich weil wir damals noch tabu für einander waren, weil einer von uns in einer Beziehung steckte… Deshalb genießen wir jetzt jeden Augenblick intensiv miteinander, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Ich freue mich bereits auf das kommende WE, wenn Basti wieder – diesmal geplant – vor meiner Tür steht und läutet 🙂

„Tausend und eine Nacht und es hat ZOOM gemacht…“ Wie wahr!

Ich kann es noch immer nicht glauben, dass ich endlich MEINEN Mann nach all den Reinfällen gefunden haben soll und frage mich, womit ich so viel Glück verdient habe. Es macht mich nur unendlich glücklich 🙂

Mein Engel

Schule. Gymnasium. Fremde neue Klasse der 8d in einer fremden neuen Schule. Einige unbekannte fremde Gesichter meiner neuen Mitschüler und noch fast leere Bänke und Sitzplätze.

Ich war eine der ersten, die ihr neues Klassenzimmer der 8 d des städtischen Gymnasiums betrat und ihren Platz nach reichlicher Überlegung auswählte, denn Zeit hatte ich, weil bisher noch kaum jemand anwesend war, weil ich überpünktlich angekommen war. Wie immer, wenn es etwas wichtiges zu regeln gab. So eben die Sitzplätze. Da saß ich nun, inmitten eines fast leeren Klassenzimmers mit ein paar mir völlig fremden unbekannten neuen Mitschülern. Ich fühlte mich unbehaglich und absolut nicht wohl. Immer, wenn die Klassenzimmertür sich öffnete, drehte ich mich um. Ich war neugierig, wer als nächstes unser Klassenzimmer betrat und mein neuer Mitschüler war.

Draußen schien die Sonne. Leider befand sich unser Klassenzimmer nicht auf der Sonnenseite, sondern auf der entgegengesetzten. Das bedeutete, dass der Schulflur vom Licht wunderbar durchflutet wurde. Ich wäre so gern draußen gewesen und hätte die warmen Strahlen der Sonne genossen, aber ich wollte mir meine neuen Mitschüler von Anfang an anschauen. Und dann ging die Tür auf. Sonnenlicht fiel in unser Klassenzimmer und ER trat in mein Leben. Mein Engel. Michael. Er stand im Türrahmen, ließ seinen Blick durch das neue Klassenzimmer und über die neuen Mitschüler gleiten und suchte sich einen Platz aus. Ich hingegen war wie gefesselt von seinem atemberaubenden Anblick. Er sah aus wie ein Engel. So wunderschön. So elegant. So strahlend. Letzteres lag vielleicht auch ein klein wenig an der Sonne, die durch den Hausflur auf ihn fiel. Aber dennoch, er strahlte selbst eine Gelassenheit und Selbstsicherheit aus, wie ich sie noch nie erlebt hatte. Ich vergaß Zeit und Raum um mich herum, ich wusste ja nicht einmal mehr wo ich war, so sehr hatte er mich in seinen magischen Bann gezogen. Ich hatte mich augenblicklich unsterblich verliebt…

So in etwa musste sich wohl auch Basti gefühlt haben, als ich vor Kurzem einen Raum betrat, in dem er sich bereits befand. Er sah mich auch als Engel, wie ich vor vielen Jahren meinen persönlichen Engel Michael. Basti war wie verzaubert. Er dachte nur noch: „Wow, ist die heiß!“ und setzte an diesem Tage alles daran meine ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich zu richten. Er wollte mir in die Augen sehen, sich mit mir unterhalten, mir nahe sein… Sein Wunsch sollte bald in Erfüllung gehen. Denn als wir uns am Tisch gegenüber saßen und uns mit den anderen Anwesenden unterhielten, klaute er mir plötzlich meinen Hausschuh mit seinen unbeschuhten Füßen. Ich blickte sofort unter den Tisch, um den Übeltäter zu identifizieren und entdeckte meinen Hausschuh zwischen seinen Füßen. Wie fies! Basti grinste breit und schelmisch. Und er hatte meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Wir unterhielten uns den ganzen Abend angeregt miteinander. Es war ein schöner Abend. Ich hatte mich schon lange nicht mehr so angeregt und tiefsinnig mit jemandem unterhalten bzw. konnte ich mich überhaupt nicht mehr erinnern mich je mit jemandem so gut verstanden zu haben wie mit Basti. Erstaunlich. Umso trauriger wurde ich, als ich von ihm erfuhr, dass er gehen musste. Mein Blick sank und meine Laune merklich mit ihr. Ich wollte ihn noch nach seiner Nummer fragen, doch ich traute mich nicht. Mist verdammter! Warum nur musste ich auch so verdammt schüchtern sein?! Ich haste es, an diesem Abend besonders. Ich hoffte, dass Basti meine Freundschaftseinladung bei dem Sozialnetzwerk annehmen würde, in dem wir beide schon seit langem angemeldet waren. Ich hoffte es und bat ihn mit bebender Stimme darum ehe er ging und mich allein lies. Ich hätte losheulen können. Da hatte ich endlich mal jemanden getroffen, der mit mir auf einer Wellenlänge lag und dann verschwand er wieder aus meinem Leben – einfach so? Ich hasste die Welt und sah Basti mit tränenden Augen nach, wie er die Straße überquerte und zu seinem parkenden Auto ging, einstieg und davonfuhr. Ich dachte, ich sehe ihn nie wieder…

Am nächsten Tag.

„Sie haben Post“ posaunte mir mein E-Mail-Account in blauen großen Lettern freudig entgegen. Vermutlich wieder diese Werbemails, die kein Mensch braucht, dachte ich und klickte meinen Posteingang an. Ich fand eine E-Mail mit der Nachricht vor, dass Basti mir eine Freundschaftseinladung über unser gemeinsam genutztes soziales Netzwerk gesendet hatte. Ich traute meinen Augen kaum, so erfreut und überglücklich war ich in diesem Moment und las die Nachricht gleich noch einmal. Diesmal bemerkte ich auch die Uhrzeit der Nachricht. Es war kurz nach Mitternacht, als sie bei mir einging. Mein Gesicht erstrahlte immer mehr. Er hatte es also wahr gemacht und mir die Einladung gleich geschickt, nachdem er bei sich zu Hause angekommen sein musste. Toll! 🙂 Er hatte wohl die Traurigkeit in meiner Stimme bei unserer Verabschiedung am Vorabend herausgehört. Toller Typ! Ich loggte mich umgehend in unser gemeinsam genutztes soziales Netzwerk ein und sah seine Einladung. Ich nahm sie umgehend an und betrachtete mir eingehend sein Profil, sein Foto, seine Daten… Ich konnte mein Glück kaum fassen. Ich schrieb ihm sogleich eine E-Mail, mit Geschichten zum Vorabend, was sich nach seiner Abreise noch ereignet hatte – nur, um ihn auf dem Laufenden zu halten – und ja, ich gebe es zu, um mit ihm in Kontakt zu treten. 😉 Es funktionierte! 🙂