Neue Storys auf Wattpad für daheim und unterwegs

Ich habe mir heute die Zeit genommen, ein paar meiner Storys auf Wattpad.com hochzuladen, damit ihr sie auch von daheim und unterwegs abrufen und lesen könnt. Dafür braucht ihr einfach nur das kostenlose App WATTPAD aus dem Market downloaden und meinen Nicknamen bei Wattpad.com „phoenics“ eingeben und schon könnt ihr meine Werke abrufen.

Folgende Titel stehen euch von mir zur Auswahl:

Ich hoffe sehr, dass euch meine bisherigen Veröffentlichungen auf Wattpad.com gefallen. Für eure Kritik bin ich auch jederzeit offen. Nun aber viel Spaß beim Lesen 😉

Falling Angel (Angel without wings)

written 2006

Part I

Kategorie: Sonstige Storys

Es gibt Wesen auf Erden, die wir nicht sehen, hören oder fühlen können. Wesen, die auf dich Acht geben, dich beschützen und dir helfen ohne das man von ihnen weiß. Schutzengel. Und dann gibt es  Wesen, die dich mit sich nehmen müssen, wenn dein Leben abgelaufen ist. Todesengel. Einer von ihnen ist Michael, ein Todesengel.

 

Michael erhielt von seinem Schöpfer und dem Schöpfer aller Lebewesen auf Erden vor einigen Tagen den Auftrag genau heute – Mittwoch punkt 12 – eine junge Frau mit sich zu nehmen… mit sich hinauf in den Himmel. Es ist einer von bereits hundert – nein tausend für ihn üblichen Aufträgen, die er seit seinem Tod und somit seit seiner Verwandlung in einen Engel (die mit der Verleihung seiner weißen Flügel bekräftigt wurde) zu erfüllen hatte. Bisher konnte er seine Aufträge immer problemlos erfüllen. Aber nicht diesmal, denn diesmal hatte sich etwas verändert. Er hatte sich verändert.

 

Kiara, ein junges Mädchen im zarten Alter von 20 Jahren (kurzen blonden Haaren, die sie wie einen menschlichen Engel erscheinen ließen) war mit ihrem PKW morgens auf einer Landstraße unterwegs, auf der kaum etwas los war. Nur hin und wieder kreuzten einige LKW und PWK ihren Weg und verschwanden wenige Sekunden danach auch wieder im Nirgendwo aus dem sie kamen. Das störte die junge Frau nicht weiter, denn sie hatte gute Laune dank des wunderschönen Sonnenscheins, der herrlich blühenden Natur und der guten Musik, die aus ihrem Radio erklang. Außerdem freute sie sich sehr auf ihre Eltern, die sie bald erreicht haben wollte, weil ihr Vater seinen 40. Geburtstag in einigen Tagen feierte. Genau aus diesem Grund hatte Kiara sich extra ein paar Tage Urlaub genommen, um mit ihren Eltern dieses Ereignis feiern zu können. Mit einem schönen vergnüglichen Lächeln auf dem Gesicht setzte sie ihre Fahrt unbescholten fort, als plötzlich wie aus dem Nichts ein riesiger LWK direkt auf sie zuschoss – und das mitten auf der schon so schmalen Landstraße, wo sich links und rechts ein tiefer Graben befindet.

Kiara starrte wie gebannt auf den LKW, der immer schneller auf sie zuraste. Panik stiegt in ihr auf, sie überlegte so schnell sie konnte nach irgendwelchen Möglichkeiten, um nicht mit dem LKW zusammen zu stoßen und einen Unfall zu entgehen. Sie drückte auf ihr Lenkrad, so dass ein lautes Hupsignal ertönte, weil sie vermutete, dass der LKW-Fahrer entweder am Steuer eingeschlafen ist oder sie nicht bemerkt hatte. Doch nichts passierte. Der LKW raste weiter direkt auf sie zu, so dass er nur noch knappe 25 Meter von ihr entfernt war. Kiara traf eine Entscheidung. Sie riss das Lenkrad herum, so dass sie auf die Gegenfahrbahn geriet, in der Hoffnung, dass der LKW an ihr vorbei führe, doch der LKW rammte sie trotzdem, so dass sie ins Schleudern geriet, den Asphalt verlies, sich mehrmals überschlug und letztendlich im angrenzenden Graben liegen blieb. Für einen Moment konnte sie noch ihre Augen öffnen als sie da auch schon einen jungen Mann erblickte, der sehr hell erstrahlte. Danach fiel sie in eine Bewusstlosigkeit aufgrund ihrer unzähligen Verletzungen und starken Schmerzen.

Der junge Mann war Michael, ihr Todesengel, der den Unfall mitbeobachtet hatte, aber nicht eingreifen konnte – schließlich war es ihr Schicksal. Als er allerdings die Autotür öffnet eund das hübsche Gesicht umringt von den blonden kurzen Haaren erblickte, war er hin und weg von Kiara, die teilweise Blut überströmt und bewusstlos in ihrem PWK saß. Michael kann sich absolut nicht mehr auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren, denn er will nicht akzeptieren, dass diese junge Frau mit ihm gehen soll…schon gar nicht weil er plötzlich ein wollig warmes Gefühl in seinem Herzen und ein irres Kribbeln in seiner Bauchgegend wahrgenommen hat und sich fragt, was das wohl ist. Doch beantworten kann er sich dies nicht, schließlich hat er vollkommen vergessen was es heißt ein Mensch zu sein, denn all seine Erinnerungen sind mit der Verleihung der Flügel gelöscht worden. Somit kennt er dieses Gefühl, das ihn nun durchflutet auch nicht. Es ist aber so warm und angenehm schön, so dass er es nicht mehr missen möchte, weshalb er eine für ihn folgen schwere Entscheidung trifft. Denn anstatt sie mit sich in den Himmel zu nehmen, heilt er all ihre Wunden und holt sie somit zurück ins Leben. Als Kiara endlich ihre Augen wieder öffnet und Michael erblickt, schlägt sein Herz noch schneller, ihres erwacht zum Leben, sie lächelt ihn schüchtern an und er wusste, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.

 

Jedoch hat jede Entscheidung seine Konsequenzen.

Denn kaum hat Michael die Entscheidung getroffen Kiara das Leben zu schenken, wird er von Gott zurückgerufen, wo dort eine Aussprache mit ihm sogleich stattfindet. In dieser soll Michael erklären wieso er seinen Auftrag nicht so erledigt hat wie geplant, sondern dem Menschen das Leben gerettet hat. Michael weiß anfangs nicht wie er dieses wundervolle Gefühl erklären soll geschweige denn ob er es überhaupt erzählen soll.

Da Michael einfach nur schweigt und kein Wort sagt, gibt es leider nur eine Sache, die es noch für ihn zu tun gibt: Er muss seine weißen Schwingen ablegen und als Mensch zurück auf die Erde kehren, um so zu leben wie ein Mensch, wovon er einem von ihnen das Leben geschenkt hat.

 

Part II

 

In der Zwischenzeit hat Kiara einen Abschleppdienst beauftragt ihren PKW und sie bis zur nächsten Werkstatt mitzunehmen von wo aus sie ihre Eltern verständigen will. Auf dem Weg dahin schweigt sie die meiste Zeit still – einerseits noch geschockt und steif vor Angst wegen des Unfalls, andererseits weil sie sich noch immer fragt, ob sie die Zeit nach dem Unfall mit dem Engel nur geträumt hat. Denn so recht an Engel hat sie noch nie geglaubt.

Als sie nach etwa ½ Stunde bei der nächsten Werkstatt angekommen sind und sie alles wegen ihres PKW’ s geregelt hat, sucht sie ein Telefon auf und ruft ihre Eltern an.

Kiara: „Hi Mom! Ich komme etwas später. Ich hatte einen Unfall, aber mir geht es gut.“

Mom: „Oh mein Gott, Kind. Wie konnte das passieren? Wie geht es dir?“

Kiara: „Soweit ganz gut. Ich bin gerade in Caltown und wird gelaufen kommen.“

Mom: „Nein, warte. Dad wird dich abholen, mein Schatz. Er ist gleich da.“

Kiara: „Okay, Mom. Ich bleib hier. Bis gleich.“

Mom: „Ja, bis gleich.“

Noch sehr aufgeregt und aufgelöst legt ihre Mom auf, ruft ihren geliebten Mann Dieter zu sich, berichtet ihm kurz alles was sie soeben erfahren hat, woraufhin auch er etwas aufgelöst ist, sich ins Auto setzt und seine tochter abholen will.

 

Kiara hingegen lässt sich auf einer Stufe nahe der Telefonzelle nieder, um sich etwas zu erholen. Noch immer sieht sie Michael’ s  Bild vor Augen und fragt sich, ob sie tatsächlich träumte…

 

Etwa 10 Minuten später stoppt ein silbergrauer Wagen direkt vor Kiara  und ein etwa 40-jähriger Mann lächelt sie an. Seine Augen strahlen, sein Lächeln ist glücklich, zufrieden und herzallerliebst. Kiara erhebt sich, greift sich ihre Reisetasche, geht mit einem breiten dankbaren Lächeln auf den älteren Herrn zu, der mittlerweile ausgestiegen ist, und fällt ihm dankbar und glücklich am Leben zu sein und ihren Vater im Arm haltend, um den Hals. Er hält sie fest in seinen Armen, froh, sie wieder zu haben und dankbar darüber, dass es ihr gut geht trotz des Unfalls.

Anschließend begutachtet er seine Tochter sorgfältig und fragt:

„Und dir geht es wirklich gut?“

Kiara bestätigt es mit: „Ja, lass uns zu Mom fahren. Sie wartet bestimmt schon auf uns.“

„Ja, du hast recht.“ erwidert ihr der ältere Mann, so dass die beiden nur wenige Sekunden später im Auto sitzen und sich auf dem Weg zum Haus der Eltern befinden.

 

Als Michael als Mensch auf die Erde trifft, hat er weder Geld, Schuhe,… er kannte als Engel keine Gefühle, außer dieses wohlig warme Gefühl, was sich Liebe nennt. Doch als er auf die Erde aufschlägt – er musste das Himmelreich mit einem Sprung ins Ungewisse verlassen – spürt er einen starken Schmerz in seiner Brust, was ihm anfangs fast die Lunge zerreißt, denn diese hatte er als Engel nicht benötigt. Nun aber braucht er sie genauso wie seinen Geschmacks- und Geruchssinn, die er mit dem Aufprall auf den harten Asphalt erhalten hat.

Langsam, ganz langsam rappelt er sich auf bis er steht, und schaut sich um. Er ist auf der Landstraße mitten im Nirgendwo gelandet, wo er der jungen Frau vor wenigen Minuten das Leben schenkte.

Er nimmt den Duft der Natur war, die um ihn herum grünt und blüht.

Wunderschön.

Aber er spürt auch die Kälte des Asphaltes, die seine nackten Füße berührt und an ihm emporklettern will. Michael nimmt all dies genießerisch wahr – auch, wenn es nicht SO angenehm ist. Er schließt seine Augen, reckt sein Gesicht der Sonne entgegen und genießt die warmen Sonnenstrahlen, die sein Gesicht erwärmen.

>Wie schön es ist, all dies zu fühlen.<

Allerdings ändert sich seine Meinung nach etwa 10 km Fußmarsch ein wenig, denn seine Füße brennen vor Schmerz, seine Kehle ist trocken und schreit förmlich nach Wasser und der Rest seines menschlichen Körpers benötigt dringend eine Pause. Langsamen Schrittes gelangt er an eine kleine Hütte, die scheinbar unbewohnt ist. Mit suchenden Augen schaut er um sich, ob nicht doch jemand hier aufzufinden ist. Doch dem ist nicht so, weshalb er sich langsam der Hütte nähert – immer darauf bedacht, dass die Hütte doch bewohnt sein könnte. Vorsichtig betritt er die Hütte. Unbewohnt.

>Gut.< denkt er sich und begibt sich auf die Suche nach etwas Trinkbarem.

Nach einigem Hin und Her findet er eine alte Pumpe gleich neben der Hütte, die noch funktioniert. Mit einem Arm pumpend, mit dem anderen Wasser mit einer alten Tasse auffangend, steht er da und hofft auf Erfolg. Nach mehrmaligem Pumpen tropft es anfangs…und dann läuft das Wasser nur so aus ihr heraus. Michael lächelt zufrieden und pumpt weiter bis die Tasse voll ist. Anschließend führt er sie hastig zu seinem Mund und ertränkt seinen Durst zügig.

>Welch Wohltat.<

Als nächstes hängt er seinen Kopf unter den Wasserstrahl der Pumpe zwecks Abkühlung, was ihm zwar etwas kühl vorkommt allerdings auch die gewünschte Wirkung zeigt.

Nachdem Michael seinen Durst ein weiteres Mal gestillt hat, sucht er sich etwas zum Anziehen, wo er in der Hütte fündig wird. Zwar sind Schuhe und Jacke, die er gefunden hat, etwas zu groß, aber immerhin etwas.

 

to be continue