Tipps für gute Fotografie

Auch gestern war ich wieder einmal bei einem Treffen des Grimmaer Fotovereins ab 19:00 Uhr dabei. Diesmal gab es weniger Organisatorisches zu besprechen, so dass recht schnell die Fotos der Vereinsmitglieder und der Neulinge/Vereinsinteressenten (je Person nur 5 Fotos!) begutachtet werden konnten. Als meine Fotos an der Reihe waren, merkte ich, wie nervös ich auf einmal war. Am Abend zuvor hatte ich nämlich meine Fotoauswahl getroffen. Diese bestand aus meiner Tigerlilie, die beim Sparkassenfotowettbewerb mit in die engere Runde für den Sparkassenkalender 2012 gekommen ist. Aus meinem Igel, den ich bei einem Spaziergang spontan entdeckte, dem Foto von der befahrenen Muldenbahnbrücke und 2 weiteren Fotos. Hauptsächlich ging es mir um diese drei Fotos. Hier war mir die Meinung der Vereinsmitglieder – insbesondere von Herrn Gerhard Weber am Wichtigsten.

Meine Tigerlilie kam sehr gut an, auch, wenn sie nicht die Mehrheit bei einer kleinen internen Abstimmung bekam. Mir war es egal. Ich war eher am Urteil und an den Verbesserungsvorschlägen interessiert. Denn, nur so lernt man schließlich dazu. Bei diesem Foto gab es nichts zu beanstanden 🙂

Bei meinem Igel hingegen schon. Denn ich hätte noch weiter runter gehen sollen, so dass man die – ich zitiere eine Vereinsdame – „…die süße Nase und die Augen des Igels besser sehen kann“. Okay, das nächste Mal krieche ich auf der Wiese entlang und hoffe, dass ich den Igel da nicht verjage, damit ich wenigstens noch zu meinen Fotos komme 😉 Jetzt kenne ich wenigstens meinen „Fehler“. Aber nah am Objekt war ich immerhin. Mich hatten bei der Aufnahme des Igels nur die Grashalme mächtig gestört, da diese ständig irgendwie im Weg waren und ich leider nur 2 Hände zur Verfügung hatte. Diese waren allerdings mit meiner Kamera beschäftigt… Nun ja, was solls. Beim nächsten Mal mache ich es hoffentlich besser!

Mein drittes und wichtiges Bild in dieser Runde war die befahrene Muldental-Eisenbahnbrücke mit der Strecke Dresden-Leipzig, auf der nicht nur S-Bahnen und REs langfahren, sondern auch Güterzüge und IC sowie ICE! Wie gesagt, ich stand auf einer BEFAHRENEN Eisenbahnbrücke. Ich weiß nicht, was mich damals geritten hatte, diese Aufnahme zu machen, aber nicht nur ich allein fand diese gelungen. Auch die Vereinsmitglieder fanden sie gut. Ich sollte nur heilfroh sein, dass nicht der Eisenbahner vom Verein anwesend war, der hätte mir vielleicht die Meinung gegeigt 😉 Ich verspreche aber auch, so etwas auch nicht mehr zu machen! Man gab mir auch die Tipps, dass man so was – wenn es denn sein muss – besser zu zweit macht und zudem auch noch eine orange Warnweste trägt. Aber was bringt es, wenn der ICE dann doch schneller ist?!?!  Na egal, mein Foto kam gut an. 🙂

Die Mulde

Die Mulde schlängelt sich u. a. zwischen Wurzen und Bennewitz in Sachsen vorbei und läd zum Verweilen ein. Selbst ein Ruderverein befindet sich dort. Man kann auch mit einer Fähre von Bennewitz nach Wurzen übersiedeln bzw. umgekehrt.

Die Mulde kann man auch anders überqueren – via Bahn über die Bahnbrücke oder die neue B6-Muldenbrücke. Wer es dann doch lieber ruhiger mag, kann sich direkt am Wehr oder am Muldenufer zu beiden Seiten (Wurzen und Bennewitz) niederlassen und das herrliche Rauschen des Wassers und seine Umgebung genießen.

                     

Hochwasser zieht sich zurück

Gestern Abend Nachmittag machte ich meinen üblichen beinahe wöchentlichen Rundgang zum Wurzener Wehr, um mal nach dem Rechten zu schauen. Außerdem hatte ich das Wasser und das Wehr vermisst. Enttäuscht stellte ich fest, dass der Container von Alba, der letzte Woche tief im Wasser stand, noch immer an seinem Platz war – diesmal auf trockenem Land. Es hätte sicher sehr viel Wasserkraft erfordert, diesen wegschwimmen zu lassen.  Das Wasser hatte sich zurück gezogen. Der Fußweg vom Wehr unter der Eisenbrücke entlang in Richtung Muldenbrücke war ebenfalls wieder begehbar, wenn man es mag über angeschwemmten Müll und Abfall zu laufen. In den Bäumen und Büschen, die unter Wasser gestanden hatten, hing unzähliges Zeug. Auf den Wiesen und Wegen lag jede Menge angeschwemmtes Holz, Bambus, ein leicht beschädigter Straßenbegrenzungspfosten (auch Pinguin genannt), 7 Autoreifen (6 x in R13 oder R14 und ein etwas größerer – Marken hauptsächlich Michelin und andere Billigfirmen), 2 verschiedene linke Turnschuhe (ein blauer von Nike), 1 Kanister, sehr viele Glas- und Plastikflaschen und Müll. Bei letzterem vermute ich, dass dies wahrscheinlich nicht vom Hochwasser stammte, sondern in der Zwischenzeit von Besuchern platziert wurde – so z. B. ein weißer Plastikeimer mit darin befindlichen Glasflaschen. Das angespülte Holz war an vielen Stellen bereits vom Wasser rundgespült und bot einen interessanten Anblick. Ich fand auch einen toten Schwan auf dem Hochwasserabfall. Er tat mir echt leid. Ich hätte ihm einen besseren Platz zum Sterben gewünscht und auch, dass er nicht SO herumliegen sollte…

Abfall des Hochwassers