Adventskalender 2017 ~ Türchen 16

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DornenheckenHeute habe ich für euch eine tolle Kurzgeschichte aus dem Drachenmond-Verlag aus der Anthologie „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ für euch, die auch noch von Schneewittchen handelt – wie schön ❤

Ihr könnt „Spiegelschwester“ von Katrin Solberg kostenlos unter diesem >> L I N K << finden. Beeilt euch, ich weiß nicht, wie lange sie noch gratis und online sein wird.

Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen.

Übrigens ist diese Anthologie super! Eigentlich jede aus dem Drachenmond-Verlag *kicher* Also absolute Kaufempfehlung 😉

Euer Schneewittchen

[Rezension] Christian Handels Anthologie „In Hexenwäldern und Feentürmen“

513S2VhkpiL._SY346_Dies wird eine etwas längere Rezension, da ich mich dafür entschieden habe, jede einzelne Geschichte dieser Anthologie zu bewerten, weil sie nicht unterschiedlicher sein können … Entschuldigt also bitte die Länge.

 

Der gläserne Turm – Michelle Weber

Ich liebe den Schreibstil und die Wortgewandtheit der Autorin, die mit ihrer Sprache eine wunderbare eiskalte Welt zaubert, in der Nimae eintaucht und eine schwere Entscheidung treffen muss. Michelle Weber malt Bilder, die sofort in meinem Kopf entstehen und ich mich wunderbar in die Geschichte hineinversetzen kann.

Diese Märchenadaption von Dornröschen im gläsernen Turm fand ich sehr beeindruckend und hätte gern noch mehr und weiterlesen wollen. Schade, dass es nur eine Kurzgeschichte gewesen ist. Diese Geschichte wird nicht die letzte gewesen sein, die ich von Michelle Weber gelesen habe, zu schön ist ihre Art mich als Leser mit ihren Worten zu fesseln. Die Vergangenheit von Elouann und dem Feenkönig ist sehr berührend und spannend. Ich mochte die beiden dargestellten Charaktere, bei denen man bis zum Schluss nicht genau wusste, wer gut und wer böse ist. Das Verwirrspiel des Feenkönigs und die Magie von Nimae empfand ich als spannend und konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Der letzte Absatz ist gut gewählt und regt zum Nachdenken an.

5 von 5 Punkte

Schneefieber – Nina Blazon

Nina Blazon versteht es, mir mit ihrer finsteren Geschichte über Frau Holle Angst einzujagen und mich zu gruseln. Ich mag ihren Schreibstil, die Magie darin und die Bilder, die sie in meinen Kopf zaubert. Ich bekam beim Lesen eine Gänsehaut, Schauer liefen mir über den Rücken… Marie tut mir leid… Ich fühlte und litt richtig mit ihr. Die Kurzgeschichte ist fantastisch, aufopfernd und ist emotional berührend! Das Ende war zwar ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem gut. Ich hatte Tränen in den Augen.

Und was lehrt uns diese Geschichte? Schließe niemals einen Handel mit Göttern ab, wenn dir dein Leben lieb ist 😉

5 von 5 Punkte

Alexandra Fuchs – Rot wie Schnee

Die Geschichte über Rotkäppchen und ihre Großmutter liest sich flüssig, wirft aber während des Lesens Fragen auf und verwirrte mich an einigen Stellen. Das Ende ist gut gewählt. Ich würde gern wissen, ob Ruby und Nyiam sich wiedersehen werden und was es genau mit den Zauberern des Waldes auf sich hat. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung und könnte mir eine Novelle zu dieser Kurzgeschichte gut vorstellen.

3,5 von 5 Punkte

Patricia Briggs – Der Preis

Wow… Was für eine schöne Geschichte von Rumpelstilzchen. Ich bin noch immer richtig geflashed, so wunderschön und gefühlvoll ist diese Kurzgeschichte von Patricia Briggs geschrieben. Wunderschön. Ich bin überwältigt. Danke. Mich würde allerdings noch die Geschichte der Königin interessieren. Vielleicht ja in der nächsten Anthologie? 😉

Endlich durfte ich Rumpelstilzchen aus einer anderen, guten Perspektive sehen. Dankeschön! Ich möchte aufgrund dieses fantastisch berührenden Schreibstils gern weitere Geschichten dieser Autorin lesen, da ich vermute, dass diese ebenso wunderbar verfasst sind.

5 von 5 Punkte

Lena Falkenhagen – Goldregen und Weihrauch

Ich habe mich sehr auf die Geschichte von Lena Falkenhagen und Rapunzel gefreut, da ich Rapunzel sehr mag. Aber mir gefiel diese Märchenversion um Rapunzel nicht, es war einfach nicht meins. Und dann diese Grammatik-, Ausdrucks- und Rechtschreibfehler. Das muss echt nicht sein. Die Wandlung Rapunzels war interessant, ich wäre nie darauf gekommen. Aber trotzdem: Diese Märchenadaption war so nicht meins. Es hat mir meine traumhafte Vorstellung von Rapunzels Geschichte verdorben L

1 von 5 Punkte

HINWEIS: „Goldregen und Weihrauch“ ist NICHT für Kinder geeignet!

Nina MacKay – Das Aschenputtel-Vermächtnis

Wow, ein wundervolles Märchen. Ich habe mit Laykinn und Taran mitgefiebert, bin Ozira dankbar für das Kleid und habe mich unsterblich in Medeus verliebt.

Der Ball der wahren Liebe … ich könnte dahinschmelzen. Ich fragte mich, für welche Prinzessin sich wohl die Prinzen Kellan und Lokan entscheiden würden und ob Laykinn der bösen Königin entfliehen können. Es war so spannend und so wundervoll geschrieben, dass ich nur sagen kann: Lest es selbst und werdet Fan wie ich von Nina MacKay.

Nina, bitte mehr solche wunderschönen Geschichten von denen ich nicht genug bekommen werde! Mich würde jedoch interessieren, wer Laykinn wirklich ist und woher sie kommt. Und woher wusste der Prinz von den Gänseblümchen? Außerdem würde ich gern wissen, wie man innerhalb von 3 Minuten unzählige Anekdoten erzählt? Ist Prinz Lokan ein Schnellsprecher?

„Das Aschenputtel-Vermächtnis“ ist ein wunderschönes Märchen für jung und alt, zum Träumen und Schwärmen. ❤ Dankeschön.

5 von 5 Punkte

Stephan R. Bellem – Der Jäger

Eine düstere Schneewittchen-Version, die mich zum Schluss sehr nachdenklich zurückgelassen hat. Der Schreibstil ist gut, düster und bedrückend. Ich mochte Schneewittchen, den Jäger und seinen Sohn Hannes sofort, im Gegensatz zur bösen Stiefmutter mit all ihren unzähligen Spiegeln. Sie war mir echt unheimlich.

4 von 5 Punkte

Halo Summer – Der düsteren Stunden Glanz

Dies ist die Geschichte von der Zarentochter Anastasia, die 3 Erbstücke erhält: rote Schuhe, ein fliegender Teppich und ein Glaskelch. Es ist eine Geschichte aus mehreren Märchen der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersen. Die Geschichte an sich ist düster und bedrückend, gleichzeitig aber auch geheimnisvoll und magisch. Sie liest sich flüssig und teils auch angenehm, macht aber auch wieder die „alt bekannten Stolpersprünge“ der Autorin mit, bei denen ich mich immer frage, was wieder einmal ausgelassen wurde. Ich habe immer das Gefühl, als ob dem Leser hier ein Teil der Geschichte enthalten wird oder die Geschichte einfach nur rasch abgehandelt werden soll – ganz ohne den märchenhaften Charme aufrecht zu erhalten. Und dann diese ständigen sich wiederholenden Satzanfänge, nerv!

3 von 5 Punkte

Sylvia Johanna Sollfrank – Die Flöte im Mondlicht

Die Geschichte wird aus der Sicht von Abby und Kathy in einer Art Tagebuch geschrieben.

Eine sehr berührend-bewegende Geschichte zwischen Liebe, Freundschaft und Vertrauen, arm und reich, mit einem Flöten spielenden Feenkönig, der des Nachts ein Mädchen zu sich lockt und mit ihr die ganze Nacht bis zum Morgengrauen tanzt… Wunderschön geschrieben. Eine Geschichte zum Träumen und Nachdenken. Gern hätte ich weiter gelesen und erfahren, wie sich Kathy entscheidet und ob sie glücklich wird.

Ich bitte megadoll um eine Fortsetzung!

5 von 5 Punkte

Andreas Suchanek – Träume aus Glas und Stein

Dies ist die Vorgeschichte der bösen Königin aus Schneewittchen.

Mir gefällt die Idee mit den 12 magischen Spiegeln und den 12 Türen, die je zu einem Königreich gehörten, dass von einem unheimlichen Nebel heimgesucht wurde. Und wie die Frauen und Mädchen in der damaligen Zeit dargestellt wurden. Es mangelte dieser Geschichte nicht an Spannung und Mut, ich mochte Maeli gern und ihren Mut. Ich mochte auch den frechen vorlauten Taschenspiegel. Aber irgendwie berührte mich diese Geschichte nicht so wie die anderen dieser Anthologie.

Vielleicht hätte ich es schöner und spannender empfunden, wenn auch die anderen Welten hinter den Spiegeln kurz erläutert worden wären. Stattdessen wurde man vor vollendete Tatsachen gestellt: 12 Spiegel, 12 Welten. Nix weiter erklärt, welche Welten sich noch hinter den Spiegeln verbergen. Es hätte so fantastisch sein können …

3 von 5 Punkte

Oliver Schick – Ascherfeld

Der Einstieg in diese Geschichte zu „Hänsel und Gretel“ fiel mir unendlich schwer, ich war geneigt, abzubrechen. Aber ich zwang mich weiter zu lesen. Dieser Autor scheint unendlich lange Schachtelsätze zu lieben. Dadurch verliert man als Leser besonders zu Beginn der Geschichte leider recht schnell den Überblick darüber, was der Autor eigentlich mitteilen will. Schade.

Ich fühlte mich während des Lesens in der ersten Hälfte arg gelangweilt, weil so gar keine Spannung und Tiefe aufkommen wollte. Es wirkt langatmig und wenig fantastisch. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit beginnt die Geschichte minimal an Spannung zuzunehmen und lässt einen nachdenklich zurück.

1 von 5 Punkte

Katharina Seck – Sirenengesang

Diese Version „Die kleine Meerjungfrau“ war ganz anders als das Original von H. C. Andersen. Hier sind Meerjungfrauen mal nicht so kitschig wie bei Walt Disney, sondern eher das gruslige Abbild. Ich mag diese Version des Rollentausches gern und auch dass Mut und Verstand der Magie trotzen. Mir hat auch der Schreibstil der Autorin gefallen, da er angenehm leicht und rasch zu lesen war. Katharina Seck versteht es gut, alt bekannte Märchenfiguren in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. J

4 von 5 Punkte

Jim C. Hines – Schwestern der Hecke

Die Grundidee mit einer Hecke, in der die Prinzen festhängen, empfand ich als interessant und war gespannt darauf, wie die Geschichte ausgearbeitet wurde. Allerdings gab es einige Szenen, in denen es um Exkremente, Inzest, Vergewaltigung und Gotteslästereien gab, die ich unpassend für eine Geschichte empfand, die auch Kinder lesen können.

Der Schreibstil ist zumeist angenehm, aber es gibt auch einige derbe Worte und Beschreibungen, die bei mir Gänsehaut bzw. Ekel verursachten. Ich hatte mir irgendwie eine andere Geschichte anhand der Beschreibung erhofft – eine eher etwas magischere Geschichte, die mehr auf die Hecke und das dahinter schlafende Dornröschen eingehen. Stattdessen handelt die Geschichte von einer schwangeren Prinzessinnentochter, die auf der Flucht vor ihrem vergewaltigten Vater ist. Ich bin geschockt.

Ist es das, was der Autor mit seiner Geschichte auslösen wollte – Schock und Ekel?

Talia tut mir ehrlich gesagt echt leid, kein Wunder, dass sie Hilfe in der Hecke sucht. Ich konnte als Leser regelrecht ihre Furcht vor dem Vater spüren und die Angst und Sorge um ihre ungeborenen Kinder. Ich bin froh und erleichtert über dieses Ende.

 

Hinweis: Auch dies ist keine Geschichte für Kinder!!!

2 von 5 Punkte

Nicole Böhm – Der Grimmfluch

Diese Geschichte ist eine Adaption des Märchens „Allerleirauh“ und handelt von Prinzessin Elena, deren Königsvater sie heiraten will. In letzter Sekunde versucht Jakob sie zu retten … oder war er es, der sie verfluchte?

Der Grimm in dieser Geschichte erinnert mich irgendwie an den Grinch, der Weihnachten hasst.

Anabel und Elena tun mir beide sehr leid …ich fühle und leide so mit ihnen und hoffte auf ein positives Ende für beide.

Ich liebe das Märchen „Allerleirauh“ trotz der anfänglichen Abscheulichkeit des Königsvater seit jeher sehr. Deshalb bin ich froh, dass Nicole Böhm dieses Märchen aufgriff und eine schöne Geschichte daraus mit eigenen Worten und neuen Figuren webte, die mich ebenso sehr berührt hat. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und bin gespannt auf mehr! Am Ende schwächelt die Geschichte ein wenig und verwirrt den Leser etwas und ich hoffte auf eine gewisse Tiefe der Geschichte, ein angenehmes Ende für Anabel und Elena … Das Ende der Geschichte „Der Grimmfluch“ hat mir eine Gänsehaut beschert. Lest sie unbedingt, denn sie ist gut! Teilweise etwas verwirrend, aber gut!

4 von 5 Punkte

Christian Handel – Wie man Zauberspiegel baut

Diese Geschichte beinhaltet so einiges: schwarze Magie, eine verbotene heimliche Liebe, ein großes Opfer und die Bauanleitung eines magischen Spiegels. Ich habe die Story sehr genossen und bin eifrig dem Spiegelbau gefolgt, der mir dank der bildhaften Beschreibungen das Gefühl gab, wirklich bei einem Spiegelbauer in der Lehre zu sein. Ich mochte die Charaktere Isabella und Tiziano gern, auch Maestro Felipe mochte ich gern. Er war wie ein Lehrer und Beschützer. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, dafür dass es sich um eine Kurzgeschichte handelt.

Als ich jedoch das Ende las, war ich den Tränen nahe… nein falsch, ich weinte. Es kam so unerwartet und doch war es auch irgendwie klar, dass es nur auf diese eine Art enden konnte … enden musste… Dennoch hätte ich mir irgendwie ein anderes Ende gewünscht …

 

Gern würde ich die Geschichte von Bianca erfahren, für die dieser Spiegel mit dem Herzblut ihrer Schwester gefertigt wurde … und ob sie erfahren wird, wie groß das Opfer für diesen Spiegel war. Ich hoffe auf die nächste Anthologie J

4 von 5 Punkte

Julia Adrian – Das Rattenbiest – Im Käfig der Stille

Diese Geschichte ist eine Mischung aus Erzählungen über Sirenen, einen Seelen raubenden Raben, verlogene Versprechungen und einer düsteren Schneewittchenversion. Es gab während der Geschichte ein Perspektivenwechsel – mal wurde man als Leser direkt angesprochen, mal wurde Schneewittchens Geschichte erzählt.

Ich empfand sehr viel Mitgefühl für die Königin, die sehr viel Leid ertragen musste. Ebenso schmerzte mich Schneewittchens Geschichte, wie sie ihre frühen Jahre versteckt vor aller Augen leben musste. Und ich fühlte und litt mit den Sirenen, denen grausames Leid angetan wurde. Nur aus Gier und Macht. Es ist einfach nur grausam. Das verfluchte Schloss hingegen konnte ich mir dank der bildhaften Beschreibungen gut vorstellen, wie auch die vielen ineinander fließenden Geschichten, die gelungen miteinander verwoben wurden und es mir schier unmöglich machten, diese Geschichte aus der Hand zu legen. Zu sehr war ich daran interessiert zu erfahren, wohin sie mich führt. Die Atmosphäre dieser Geschichte besticht durch ihre Düsternis, Gewalt, Grausamkeit und sehr viel Leid wie auch durch ihre märchenhaften Figuren.

„Das Rattenbiest“ hat mich jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich vom Hocker gehauen, obwohl ihr Schreibstil leicht und flüssig war. Es gab einfach zu viele Geschichten, die in diese Kurzgeschichte gepresst wurden, so dass es zu überladen wirkt und ich mich immer noch frage, was uns die Autorin eigentlich mitteilen wollte. Denn zum Nachdenken rührt mich diese Geschichte nicht.

Ich frage mich allerdings, seit wann Raben Seelen rauben? Ist das nicht die Aufgabe von Harpyien?

3 von 5 Punkte

Bettina Belitz – Der Kristall des blauen Mondes

Ich liebe diesen wunderschönen, märchen- und bildhaften Schreibstil der Autorin und diese fantastische Geschichte. Ich hatte ein ums andere Mal Tränen der Rührung und der Dankbarkeit in den Augen. Diese Geschichte um den Wunsch erfüllenden Kristall berührt mich sehr und ich bin überaus dankbar, dass ich diese Geschichte in der Anthologie finden und lesen durfte. Bettina Belitz versteht es, ihren Leser zu fesseln, ihm wunderbare Gefühle einzuhauchen und aufzuzeigen, dass man mit seinem Leben wie es ist zufrieden sein soll und man vorsichtig mit seinen Wünschen umgehen sollte. Denn sie könnten wahr werden 😉

Nimués Gabe ist das Kristallschleifen und sie kennt die Einsamkeit mit ihrem Großvater, doch ihr Herz gehört einzig und allein Kyrill, der sie nicht als Frau sieht bis sie eines Nachts bei Vollmond ihren einzigen Wunsch äußert. Schade finde ich, dass Kyrill erst verzaubert werden musste, um ihr seine Liebe zu geben … So etwas endet niemals gut.

Bitte MEHR Geschichten und Kurzgeschichten von Bettina Belitz!!!!!!! J

5 von 5 Punkte

Marissa Meyer – Die kleine Androidin

Ich habe mich riesig auf diese Geschichte gefreut und noch mehr, als Linh Cinder in einer Szene auftauchte. Eine lieb gewonnene Freundin aus den Luna-Chroniken, die ich sehr vermisst habe. Danke, Marissa Meyer J

Oh Mech6.0/Star  – die kleine Meerjungfrau als Zukunfts-Märchen – … was für eine wunderschöne, emotional bewegende und traurige, aufopfernde Geschichte. Ich habe sie geliebt und liebe sie noch und das Ende wie auch ihre Selbstlosigkeit rührte mich unendlich zu Tränen, Star, die sich für die Liebe opferte und sich in einem Meer aus Sternen wiederfand. Wunderschön …

Mech6.0/Star mochte ich vom ersten Augenblick an. Schön, dass Cinder ihr mit einem neuen Körper geholfen und ihr somit die Chance gab ihren Dataran wieder zu sehen.

Androiden müssen schließlich zusammenhalten *kicher*

Ich hätte die kleine liebenswerte Androidin gern zu meiner Freundin gehabt. Und ich möchte auch so ein wunderschönes Sternen-Medaillon und mit dessen Hilfe abends in ein Meer von Sternen eintauchen…

Der Schreibstil der Autorin ist sanft, leicht und bildreich, bewegend und emotional berührend, so dass ich mich wunderbar von Anfang an in die Geschichte einfand und mit Mech6.0/Star mitfühlen konnte.

Wenn ich könnte, würde ich dieser wundervollen und liebenswerten Geschichte voller Gefühl 10 von 5 Punkte vergeben – also doppelt so viele.

Lest sie unbedingt, denn sie wird euch berühren! Ich bin megadankbar, dass diese fantastische Geschichte ihren Weg in diese Anthologie gefunden hat! Dankeschön!

Maggie Stiefvater – Nur so stark wie die Füße, die uns tragen

Diese Geschichte um die Prinzessin auf der Erbse oder eher des Holzschuhes ist recht kurz und wird aus der Sicht des Kindermädchens des Prinzen Bertrand erzählt, der verheiratet werden soll. Mich hat die Geschichte wenig beeindruckt, obwohl ich mich riesig auf die Autorin Maggie Stiefvater gefreut habe. Die Charaktere sind nicht so gut ausgearbeitet wie es in anderen Geschichten dieser Anthologie der Fall ist. Es kam absolut kein Gefühl rüber, weder Humor noch Mitleid oder sonst etwas. Ich hätte mir hier echt mehr Tiefe gewünscht. Auch überzeugte mich der Schreibstil nicht wirklich. Manche Sätze sind so blöd aufgestellt, dass ich sie zweimal lesen musste, um den Sinn zu verstehen. Und was den sagenumwobenen Humor betrifft: Sorry, hab ich nicht verstanden.

Fazit: Ich hatte wesentlich MEHR von dieser Autorin erwartet und wurde leider bitter enttäuscht. Jetzt frage ich mich, ob all ihre Geschichten so „mau“ sind …

1 von 5 Punkte

Gesamtfazit:

Diese Anthologie ist eine gelungene Mischung aus fantastischen wie märchenhaften Geschichten, die mich größtenteils begeistert haben.

Positiv fand ich die Geschichten von Marissa Meyer, Bettina Belitz, Sylvia Johanna Sollfrank, Nina MacKay, Patricia Briggs, Nina Blazon und Michelle Weber. Sie haben einen wunderbaren Schreibstil und konnten mich mit ihren Geschichten wunderbar gefangen nehmen und in ihre Kurzgeschichten entführen, wofür sie von mir jeweils die volle Punktzahl erhielten – manche sogar mehr, lach.

Allerdings gibt es auch einige Geschichten, die absolut nicht in eine Märchenanthologie hineingehören, die auch Kinder lesen werden. Ich erwähne nur Lena Falkenhagen und Jim C. Hines. Diese beiden Geschichten sind für mich ein No-Go in dieser Anthologie. Denn Erotik und Vergewaltigungen haben in einer Anthologie nichts zu suchen, die auch von Kindern gelesen wird.

4 von 5 Punkte insgesamt

[Rezension] Christian Handel „Rosen und Knochen“

51GoDuIrzAL._SX350_BO1,204,203,200_Düster, schockierend und schön zugleich

Ich mag Märchen und Märchenadaptionen in all den verschiedenen Variationen sehr. Als ich hörte, dass Christian Handel eine düstere Version von Schneeweißchen und Rosenrot veröffentlicht, wurde ich neugierig. Schon der Klappentext klingt verheißungsvoll, spannend und gruslig! Darin heißt es, dass Muireann und Rose unter ihren Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot als Dämonenjägerinnen durch die Lande ziehen. Sie bekämpfen und jagen Wassermänner, Trolle, Hexen, Kobolde etc.

Schon allein diese Grundidee hat mir gefallen, um mich auf dieses Buch aufmerksam zu machen. Und dann dieses düstere, faszinierende Cover! Da konnte ich nicht widerstehen, ich MUSSTE dieses Buch unbedingt haben.

Mit seiner ganz eigenen Märchenversion entführt uns Christian Handel in den überaus gefährlich-geführchteten düsteren Märchenwald, der von kleinen Geisterkindern bevölkert wird und Unwesen ihr Unheil treiben. Mitten im finsteren Wald steht ein Hexenhaus, das grusliger nicht sein kann. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

Um der Geschichte einen Hauch Dramatik, Hintergrundinformationen und Emotionen beizumischen, ist die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Muireanns Sicht geschrieben.

Ich mag den bildhaften, wortgewandten, düsteren Schreibstil des Autoren sehr. Er schreibt leicht und flüssig und sehr bildreich. Manchmal ist es sogar so gut, dass mir dank seiner Worte und der bildhaften Beschreibung einiger Szenen regelrecht schlecht wurde wie den Protagonisten selbst. Ein andermal war mir richtig Angst und Bange, ich bekam regelrechte Beklemmungen und hatte Angst, nachts vor lauter Alpträumen nicht schlafen zu können. Trotzdem las ich weiter und ich fieberte einem hoffentlich positiven Ausgang entgegen. Ja, Christian Handel versteht es mit seinen Worten, Spannung und Gefühle im Leser zu wecken und aufrecht zu erhalten. Mich hat diese Geschichte von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und konnte und ständig nur über den Fortgang der Geschichte nachdachte, wenn ich das Buch doch mal zur Seite legen musste.

Wunderbar gelang Christian Handel die Verwebung zweier bekannter Märchen mit Teilen schottischer Sagen und Legenden, die mich besonders faszinierten. (Lest unbedingt den Anhang!!!!!)

Die beiden Protagonisten Murieann und Rose sind vielschichtiger als ich es anfangs erwartet hatte. Besonders Murieann und ihre tiefen Gedankengänge halfen mir, sie mehr und mehr in kürzester Zeit zu mögen und sie und ihre Beweggründe gut zu verstehen. Sie wirkte auf mich realistisch und authentisch, gern würde ich sie mal real treffen. Ihre Gedankenwelt und die Rückblenden aus ihrem früheren Leben unterstützten die Geschichte in ihrer Spannung und hielten diese oben. Schade finde ich nur, dass Rose in dieser Novelle etwas zu kurz kam. Aber ich hoffe sehr, dass es noch weitere Geschichten der beiden Dämonenjägerinnen gibt und wir mehr über Rose erfahren werden! Erfrischend fand ich, dass die beiden Protagonistinnen sich bereits über viele Jahre kannten und liebten und nicht erst in dieser Geschichte zusammenfanden. So war auch der Zusammenhalt besser und verständlicher, die Gefühle intensiver und schöner wie auch die Sorge darum, Liebe und Freundschaft zu verlieren.

Mein Lieblingszitat aus „Rosen und Knochen“ ist deshalb auch: „Liebe überwindet alles. Sie hat die Macht, Flüche zu brechen. Verwandelt Frösche in Prinzen und erweckt Prinzessinnen aus ihrem Schlaf. Und Liebe kann verzeihen.“

Mir gefiel die düstere Kurzgeschichte mit dem Flötenspieler, die als kleines Extra in dieses Buch eingefügt wurde. Es ist düster, aber auch mysteriös und gut geschrieben. Der Flötenspieler ist gescheit, geschickt und hinterlistig. Christian Handel hat sein Wesen sehr gut erfasst und umgesetzt, so dass es mich gruseln würde, dem höllischen Flötenspieler persönlich zu begegnen. Ich denke selbst nach ein paar Tagen Abstand von der Novelle noch immer an den Flötenspieler zurück und frage mich, wieso wir Menschen immer glauben, jedem „Ding“ einen Namen verpassen zu müssen und über allem stehen zu wollen… Der Flötenspieler stimmt mich in dieser Hinsicht sehr nachdenklich.

Ich danke dem Autor auch sehr für all die vielen Informationen über die Märchen der Gebrüder Grimm, H. C. Andersen und all die tollen Links zu Märchen, Blogs und Hinweise über Fabelwesen. Daher mein Tipp an euch: Lest euch unbedingt das Nachwort durch, denn hier erfahrt ihr wirklich wissenswerte Hintergründe über Märchen und ihre „Beschönigung“ im Laufe der Zeit.

Das Cover von Marie Graßhoff ist passend zur Novelle schön düster und geheimnisvoll gehalten. Man erkennt Schneeweißchen und Rosenrot vor einem dunklen Wald mit einem rauchenden Hexenhäuschen. Fast schwarze Rosendornen und blutroten Rosenblätter bilden den Rahmen um das Bild mit Schneeweißchen und Rosenrot auf einer saftig grünen Wiese und versetzen das uns dargebotene Bild in eine Mischung aus fantastischen Märchen, Liebe und Grusel. Es wirkt an den Rändern zudem ein wenig frostig und neblig, was den Gruseleffekt noch anheizt. Das düstere Cover passt beeindruckend gut zu der grusligen Märchenadaption, das mir schon allein vom Betrachten ein leichter Schauer über den Rücken läuft.

Mit dem Auftakt „Rosen und Kochen“ ist Christian Handel ein wunderbar düsterer Auftakt zu den Hexenwald-Chroniken gelungen, in die ich sehr gern wieder eintauchen möchte. Ich liebe diese Novelle, sie ist eine absolute Kauf- und Leseempfehlung! Deshalb vergebe ich 5 von 5 Sternen und hoffe auf viele weitere spannende Geschichten aus dem Hexenwald!

Hinweis:

Die Geschichte ist düster und teils auch grausam, deshalb würde ich davon abraten, sie (Klein-)Kindern vorzulesen.