Baustellen-Queen

Heute morgen suchte ich das Haus meiner Schwester und ihrer Familie auf, denn daheim fiel mir permanent die Decke auf den Kopf und ich dachte viel zu viel nach – über IHN und seine Aktionen in den vergangenen Tagen und Wochen. Ich kann sein Handeln einfach nicht nachvollziehen, dabei verstand ich ihn sonst immer, weil er mein Seelengefährte ist. Ich war gar nicht auf der Baustelle erwartet worden, da es mir in den vergangenen Tagen seelisch aufgrund der Trennung von meinem Seelenpartner nicht gut ging. Aber kaum da, wurde ich herzlich begrüßt und mit Begeisterung empfangen.

Auf der Baustelle packte ich voll an. Erst Schutt schleppen, dann Schutt schaufeln und schippen, kehren, schleppen, Kabelschächte zupapsen und glatt streichen (und das habe ich als Anfänger so gut gemacht, dass ich mehrfach gelobt wurde und wieder kommen darf, grins). Ich klaue halt mit den Augen und lerne durch Beobachten und dann kann ichs (meist) 😉 Als ich dann allerdings die restliche Tapete von den Wänden kratzen sollte, begann ich wieder nachzudenken. Nicht schön! Ich dachte immer wieder an ihn und lies irgendwie dann meine Wut, Enttäuschung und meine Tränen an der armen Tapete aus. Aber die musste eh runter. Dann durfte ich endlich wieder die Kabelschächte zupappen und ich war begeistert bei der Arbeit. So was macht mir irgendwie besonders Spaß mit „Matsch“ herumzuwerkeln, lach.

Ja, ich hatte heute Spaß bei der Arbeit auf der Baustelle, sang fröhlich zu den Songs im Baustellenradio mit, konnte sogar etwas Mittag essen (Jippie!), was wohl daran lag, dass ich nicht alleine war und ich bin nun so fix und foxy, dass ich hoffentlich heute Nacht endlich mal komplett durchschlafen werde * Daumendrück *

Allerdings graut mir tierisch vor einem Gedanken: Muskelkater! Denn den werde ich mit Sicherheit ab morgen im gesamten Oberkörper und in Schultern und Armen haben. Aber es ist mir (zumindest heute) erst einmal egal. Ich fühle mich heute ein wenig befreiter und weniger traurig als an den vergangenen Tagen…

Könnte aber auch daran liegen, dass ich einfach nur erschöpft und todmüde bin 😉

Alles Liebe

Eure Baustellenqueen Schneewittchen 😉

52 Pics of the Year 20/52 – „Mein Heiligtum“

oder auch „Das luftigste WC aller Zeiten!“ 😉

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Dieser kleine Scherz musste einfach mit in dieses Fotoprojekt, meint ihr nicht auch?! 😉

Geile Toilette, nicht wahr?! Habe ich heute zufällig entdeckt und sofort an diese Kategorie „Mein Heiligtum“ gedacht, grins. Nun müsst ihr selbst überlegen, was ich genau mit Heiligtum meine (Foto, luftiges WC, Klopapier,…???). Viel Spaß beim Rätseln 🙂

Euer Schneewittchen

Baustelle: Wohnung

Gestern kommentierte ich bereits in einem meiner Beiträge zu Amigurumi-Kaninchen Christoph, dass ich heute daheim bleiben musste wegen Bauarbeiten in meiner Wohnung. Es sollten neue Kabel für die neue Satelittenanlage verlegt werden, die bei uns aufs Dach gebaut wurde. Gleichzeitig soll heute auch noch Wasser und Heizung abgelesen werden. Ich bin froh, dass alles auf 1 Tag fällt, so muss ich nur einen Tag zwangsweise frei machen.

Was mich irgendwie stark beschäftigt, ist die Frage: Warum gehen die Kabelverleger NICHT durch den Kabelschrank in unserem Hausflur, sondern bohren sich von Wohnung zu Wohnung durch Boden und Decke?!?!?! Wenn sie den Kabelschrank, der EXTRA für diese Arbeiten im Hausflur angelegt wurde, genutzt hätten, hätten wir hier weniger Lärm, weniger Dreck und irgendwie mehr Ruhe und weniger Aufregung.

Stattdessen ging es heute morgen kurz nach 08:00 Uhr los. Getapse, gestapse mit schweren Stiefeln quer durch meine „Baustellenwohnung“, da ich meine geliebte Eckcouch auch noch wegrücken musste und mein Wohnzimmer nun so gar nicht mehr nach Wohnzimmer aussieht – bis morgen. Denn bis dahin muss alles trocknen. Also bitte keine Besuche heute und morgen bei mir 😉

Die erste Bohrung fand in der Wohnung unter mir statt zu mir rauf. Der Bohrer war angenehm klein. Doch das war nur die VORbohrung. Denn dann packte der „Meister“ sein großes Teil aus und mir verschlug es erstmal die Sprache.

Ich habe alles mit meinem Smartphone fototechnisch dokumentiert:

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Mit diesem Loch ging es los – nach mehreren Bohrungen. Ich dachte schon, die wollten nach Öl bohren 😉

In unserem Haus waren sie vorsichtiger als gestern im Nachbarhaus. Denn dort trafen sie mit ihrem Bohrer versehentlich das Heizungsrohr, so dass ne ganze Wohnung dadurch geflutet wurde. Heute nutzten sie mehr das Walky Talky und eine kleine Stahlplatte. Ich war trotzdem nervös…

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Kuckt euch nur mal den riesigen Bohrer an!!! Ein Hammerteil, nicht wahr?! Das andere ist der riesige Staubsauger, der mich irgendwie an die Staubsauger für Autos an der Tankstelle erinnert. Die Saugkraft scheint ähnlich stark zu sein – und ähnlich laut.

DSC_0021Das ist besagter XL-Staubsauger. Mir fielen bald die Augen raus und ich dachte nur: „Damit kann man Katzen der ganzen Stadt vertreiben!“ Katzen mögen ja Staubsauger aus unerfindlichen Gründen irgendwie nicht… Wohingegen Waschmaschinen, obwohl sie auch tierisch laut sein können besonders im Schleudergang, ihnen wohlbehagen bringen und sie sich sogar drauf setzen!

Witzig fand ich dann folgendes:

DSC_0013Irgendwie blieb die Bohrmaschine in meiner Decke hängen. Oben drüber war eigentlich nur der Dachboden und irgendwelcher Schaum zur Abdichtung. Da wirds wohl stecken geblieben sein…

Letztendlich wurde ein blöder Kabelschacht direkt AUF die Tapete gelegt und die Kabel darin „versteckt“. Angeblich würde es sich nach einer Weile „wegkucken“. Naja, Begeisterung sieht bei mir anders aus.

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Meine Wand/Decke/Boden ist nun durchlöchert, dreckig und mit nem Kabelschacht versehen…

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… und das alles wegen dieser Anschlussbuchse, die ich nicht brauche, weil ich kein Satelitten-TV haben möchte, da ich bei meinem Kabel-TV bleibe. Super! Ne 😉

Auf meine nochmalige Frage hin, wieso denn nicht durch den Kabelschrank im Hausflur gegangen wurde, antwortete einer der Bauarbeiter: „Ich bin nicht für die Planung zuständig, verstehen kann ich es aber auch nicht.“ Okay…

Meine Couch muss noch bis morgen hier quer durchs Wohnzimmer stehen bleiben bis alles getrocknet ist und ich irgendwann von der Arbeit komme. Mein Kater rennt – wenn er sich mal nicht gerade vor Angst unter meinem Bett versteckt – verschreckt, verstört und ängstlich durch die Bude… Hoffen wir einfach, dass hier schnell wieder Ruhe einkehrt und alles ordentlich trocknet!

Euer Schneewittchen

Bahnhof Wurzen

Heute befand ich mich nach längerer Zeit mal wieder direkt auf dem Wurzener Bahnhof. Genauer gesagt auf Bahnsteig 3 und schoss ein paar Fotos, nachdem die Bahn der MRB (ähnlich wie S-Bahn) mit ihren Fahrgästen davongefahren ist. So konnte ich in aller Ruhe meine Fotos vom Gleis 3 schießen, denn die Sonne schien heute wieder besonders angenehm zu dieser kalten Jahreszeit 🙂

Bahnsteig 3

Beim Verlassen des Bahnsteigs 3 führte mich mein Weg durch die farblich intetessant gestaltete Unterführung hindurch vorbei an Figuren aus „Planet der Affen“, Enten, Fröschen usw. Meine Sprache verschlug es mir, als ich den Ausgang sah:

Dieser Ausgang sollte eigentlich seit 3 Wochen gemacht worden sein. Es fehlen mittlerweile schon mehrere Stufenteile, die Absperrung liegt mitten in der Unterführung und auch direkt vor den Stufen, so dass man sich als Bahnreisender wirklich fragen muss, wo man hier gelandet ist… Wurzens Bahnhof bietet meiner Meinung nach derzeit keinen schönen Anblick. Kein Wunder, wenn es Reisende weniger nach Wurzen verschlägt. Ich bin jedenfalls sauer und auch gleichzeitig enttäuscht (siehe folgendes Foto – auch eine farbliche Gestaltung der Bahnhofsunterführung und gerade passend für zu meiner Stimmung).

Das ist ja zum „Aus der Haut fahren“.