Mein Therapeut und ich – Part 7

Meine und – wie es scheint auch eure – Lieblingsgeschichte von mir geht in die nächste Runde. Kapitel 7 von „Mein Therapeut und ich“ habe ich soeben auf wattpad.com geschrieben und veröffentlicht, weil ihr schon so sehnsüchtig darauf gewartet und mich immer so toll gebettelt habt. Da wollte ich mich nicht lumpen lassen. Nun könnt ihr Lesen wie es mit Amanda und Jaden weiter geht und wer diese mysteriöse Frau plötzlich in Jadens Küche ist…

–> HIER <– gehts zur Fortsetzung zu „Mein Therapeut und ich„!

Ich hoffe, dass euch auch dieser Teil wieder gefällt.

Ansonsten bin ich für eure Kritik wie üblich offen, denn nur so vermag ich mich zu verbessern!

LG eure Alex ^^

Mein Besuch beim Vertretungsarzt

Meine Stimme ist noch immer verschwunden, was mich dazu bewegte, den Hausarzt aufzusuchen. Allerdings ist mein Hausarzt im Urlaub, weshalb ich zum Vertretungsarzt musste. Bei diesem Arzt war ich schon vor Jahrzehnten nicht mehr, aber meine alte Patientenakte war sehr schnell gefunden. Ich war erstaunt und begeistert. Ohne viele Worte, dafür mehr mit Flüsterversuchen und Kopfbewegungen gab ich meine Gründe für den Arztbesuch an. Bald darauf saß ich beim Vertretungsarzt im Behandlungszimmer und musste viele Fragen beantworten, was mir mit meiner schwächelnden Stimme echt schwer fiel. Ich berichtete zuerst mein aktuelles Anliegen und ging zurück bis ins Jahr 2006 – zum Beginn meiner unbekannten Darmerkrankung. Danach arbeitete ich mich tippeltappeltour zum derzeitigen Ereignis inkl. meiner Medikamenten- und Lebensmittelunverträglichkeiten, meinem Asthma, meinem Tinnitus etc. Egal, was ich ab der Erwähnung meiner Darmentzündung seit 2006 berichtete, kam in etwa immer der Satz: „Das konnte ich mir schon denken.“ oder „Das war zu erwarten.“ etc. vom Doc zu hören. Das bedeutet, dass alle Erkrankungen etc. auf meinen Darm und auf mein dadurch sehr geschwächtes instabiles Immunsystem zurückzuführen sind. Geschockt war ich, als mir mitgeteilt wurde, dass ich RHEUMA in meinem jungen Alter bekommen könnte (falls ich es nicht schon habe), wenn wir meinen Darm nicht wieder heilen können. Ich sah mich bereits wieder in ein TIEFES TIEFES Loch fallen.

Der Doc machte mir Hoffnungen. Zuerst wurde mir Blut abgenommen. Jede Menge sogar. Es werden gleich mehrere Blutbilder erstellt. Auch eines bezüglich meines Immunsystems und welche Mineralien, Vitamine und sonstige Bestandteile in meinem Darm und Körper fehlen. Dann soll mein Darm langsam wieder aufgebaut werden, u. a. auch mit Bakterienkulturen etc. (hatte ich bereits 2008, was allerdings erfolglos blieb). Das sollte mein Immunsystem wieder in Schwung bringen, so dass ich irgendwann wieder gesund werde.

DAS wäre traumhaft und wunderbar.

Zuvor musste ich mich allerdings der schwierigen Prozedur des Blutziehens unterziehen lassen, denn Blutziehen ist bei mir immer ein riesengroßes Problem. Entweder die Venen sind absolut nicht auffindbar, sie rollen weg, es wird durchgestochen oder es kommt gar kein Blut. Manche Ärzte und Schwestern scherzten nach mehrfachem erfolglosen „Herumgestochere“ in meinen Armen schon manchmal, dass ich geizig mit meinem Blut sei. Ha… Ehrlich gesagt, würde ich es verschenken, wenn ich könnte, aber es geht irgendwie nie wirklich. Deshalb HASSE ich Blut ziehen und Nadeln total. Ich kriege jedes Mal regelrecht Albträume davon. Und dann kippe ich um, sobald die Nadel meine Haut durchsticht… Mein Kreislauf bricht zusammen und ich darf erst einmal eine Weile irgendwo herumliegen und mich erholen ehe ich mich dann kreidebleich erhebe und die Praxis verlasse…

So auch heute. Allerdings wurde ich diesmal von einer sehr lieben Schwester namens Annett in dieser Zeit betreut, die mir Hoffnung und Mut machte und mir riet, dass ich mich täglich für mein Leben und meine Gesundheit bedanken soll. Das hat auch ihr selbst in einer schweren Zeit nach ihrem schweren Autounfall geholfen.

Ich werde es versuchen und mir wie ein Mantra täglich folgende Sätze im Geiste sagen:

Ich danke dir für mein Leben.

Ich danke dir für meine Gesundheit.

Ich danke dir für meine Familie, meine Liebe und meine Freunde.

Wenn ich mir dies immer wieder im Geiste vor Augen führe, habe ich Hoffnung – auch mit Hilfe meines neuen Hausarztes. Ja, ich habe gewechselt. Vielleicht ist diese Urlaubsvertretungssache doch manchmal mehr Glück, Fügung und Schicksal. So fand ich z. B. auch schon meinen tollen Zahnarzt! 🙂 Vielleicht habe ich ja nun auch beim Hausarzt Glück!

Meine Blutröhrchen durfte ich heute selbst ordentlich verpackt zur Post bringen. Mein Blut geht jetzt also auf die Reise nach Mainz, wo es eingehend untersucht wird.

Am Donnerstag erfahre ich den ersten Teil meines Blutbildes. Nächste Woche den eigentlich wichtigsten Teil – die Immunsystemuntersuchung! Ich bin sehr gespannt und habe gleichzeitig Angst davor…

 

 

Ach du meine Nase…

…hätte Schnatterinchen wohl gestern Abend gesagt, wenn sie mich gesehen hätte. Denn nach der Einnahme der verschriebenen Tropfen NOVAMINSULFON-ratiofarm 500mg/ml ist mir total schwindelig und extrem übel geworden. Nur eine der Nebenwirkungen, die man kriegen kann, aber vermeiden sollte. Mein Arzt wusste eigentlich über meine Lebensmittelallergien, niedrigen Blutdruck und sämtliche anderen Krankheiten bescheid und verschrieb mir gestern trotzdem dieses Medikament. Mein Kreislauf brach zusammen, ich hätte beinah die Kloschüssel/den Eimer angebrüllt und bin wie besoffen durch die Wohnung gehinkt. Das tollste an der ganzen Sache aber war: Ich habe diese Nacht auch wieder KEIN Auge zubekommen, da ich tierische Schmerzen im Bein hatte. Die Schmerzen hätten eigentlich dank der Tropfen gar nicht vorhanden/spürbar sein sollen… Merkwürdig, oder? Ich weiß nur eins: Ich werde nachher den Doc anrufen und ihm von meinen Reaktionen erklären UND ich werde die Tropfen kein zweites Mal einnehmen (eigentlich sollte ich es 3 x tgl. 20 Tropfen nehmen)! Ich verzichte dankend!

Blöd nur, dass ich jetzt also weiterhin Schmerzen ertragen muss und zudem auch noch das teure Medikament vollständig bezahlen musste und es nicht einmal mehr einnehmen kann… 😦

Ich war allein daheim bei der Medikamenteneinnahme und mir hätte wer weiß was passieren können, z. B. auch ein Schockzustand oder andere Dinge. Ich war schon reichlich bedient von meiner Reaktion auf das Medikament. Zum Glück hatte ich gerade meinen Freund am Telefon, der das ganze live miterlebte, aber leider zu weit weg war, um mir hätte helfen können. Deshalb rate ich euch: Nehmt neue Medikamente nur ein, wenn jemand in eurer Nähe ist und euch ggf. auch Hilfe leisten kann!

Und das sagt das liebe Internet über dieses o. g. Medikament

Metamizol oder Novaminsulfon ist ein PyrazolonDerivat und Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsauren Nichtopioid-Analgetika. Es besitzt unter diesen die höchste analgetische (schmerzlindernde) und antipyretische (fiebersenkende) Wirkung.

Als Nebenwirkungen können Überempfindlichkeitsreaktionen, Kreislaufschwankungen sowie sehr selten eine Schädigung der Zellbildung im Knochenmark (Agranulozytose) auftreten. Die Häufigkeit dieser schweren Nebenwirkung wird sehr unterschiedlich beschrieben und führte dazu, dass Metamizol in einigen Ländern, vor allem des angelsächsischen Sprachraums, aber auch weiteren Ländern (z. B. in Schweden und Japan) nicht zugelassen ist. Im deutschsprachigen Raum ist die Anwendung weit verbreitet. (Quelle: wikipedia.de)

Ich rief also heute morgen bei meinem Arzt an und erklärte meine Nebenwirkungen auf die Tropfen und bekam zur Antwort: „Oh, dann vertragen sie wohl das Medikament nicht. Das hätten sie eigentlich gar nicht bekommen dürfen. “ Wie bitte? Was? Mir war schlecht. Ich hätte das gar nicht kriegen sollen? Na super! Und warum hab ich es mir dann mit einem Privatrezept für teuer Geld kaufen müssen und wäre gestern abend fast allein gestorben?

Ich soll das Medikament jedenfalls absetzen und mir nächste Woche ein neues gegen meine starken Schmerzen beim Doc abholen. Immerhin etwas. Aber was mach ich mit der angerissenen Medikamentenflasche und was ist mit dem Geld, was nun futsch ist? Wie überlebe ich das lange WE ohne Schmerzmittel? Soll ich mich in den Schlaf singen oder was? Ärzte… immer das gleiche… Kein Wunder, dass ich sie meide, wo ich nur kann…

Fehlerbehandlung durch Ärzte

Anfang des Jahres 2006 hatte ich einen Arbeitsunfall, wodurch mein rechtes Bein sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und ich sehr lange krank war. Ich brauchte sogar Gehhilfen, um mich fortzubewegen. Die Schmerzen waren damals sehr stark und dennoch bekam ich von verschiedenen Ärzten (5 Stück in verschiedenen Orten der Region) keine angemessene Hilfe. Ich wurde oft geröntgt, lag mehrfach in der CT- und in der MRT-Röhre, es wurden Nervenströme beider Beine gemessen und was kam dabei heraus? Alles grenzwertige Ergebnisse, so dass man NICHTS unternahm, um mir zu helfen. Ja, es wurde sogar ständig auf meine Psyche geschoben! Hallo? Ich hatte reale Schmerzen! Ich hatte damals immer wieder die Hoffnung, endlich Hilfe zu bekommen und wurde jedes Mal wieder bitter enttäuscht. Einige von denen wollten sogar mein Knie aufschneiden, um nur mal reinzukucken! Dabei können die noch viel mehr Schaden anrichten als zuvor schon bestand. Deshalb ließ ich es nicht zu. Denn das wäre eine sinnlose OP gewesen, bei der nur gekuckt worden wäre ohne etwas zu tun. Aber für jede aufgeschnittene OP bekommt ein Arzt ja Geld von den Krankenkassen…Ich fing an, Ärzte zu hassen und mied sie so gut es ging. Die wollten eh nur alle ihr schnelles Geld machen und als Arbeitsunfall, wie es in meinem Fall war, ging das ja am Schnellsten: Nix machen, aber abkassieren! Super!

Die Problematik mit meinem Bein blieb aber weiter bestehen und ist heute noch aktuell! Seit über 5 Jahren!!! Am vergangenen WE war es wieder so extrem schlimm, dass ich nicht einmal mehr richtig laufen konnte, auf der Couch heulend wegen der starken Schmerzen lag und ständig mein Bein kühlen und auch Schmerzmedikamente einnehmen musste, weil es ohne gar nicht mehr ging.

Das war auch der Grund, weshalb ich als „Arbeitsunfallpatient“ bei einem D-Arzt (Chirurg, der für Arbeitsunfälle zuständig ist), anrief und einen Termin ausmachte. Dieser Termin war heute. Ich war noch nie bei ihm, deshalb hatte ich auch keine Ahnung, auf wen/was ich mich da einließ. Aber als ich die Praxis verließ, wusste ich: Hier bekomme ich endlich die Hilfe, die mir die vergangenen Jahre verwehrt wurde. Denn aufgrund der Nicht-/Falschbehandlung der anderen Ärzte, haben sich nun Folgebeschwerden herausgestellt, was wiederum der Grund für meine derzeitigen Horrorschmerzen sind. Der Arzt untersuchte mich perfekt. Er fand sofort alle schmerzenden Stellen, auch die, von denen ich nicht einmal wusste, dass die dazugehören. Letztendlich wurde ich wieder geröntgt, wobei sich herausstellte, dass meine LWS (Lendenwirbelsäule) durch die Fehlbehandlung und die daraus entstehende „Schonhaltung“ verbogen ist. Das ist ein Problem. Ein weiteres ist, dass mein Knie eine Schleimbeutelentzündung hat – erklärt die Schmerzen auf der linken Seite des Knies. Daraus resultieren die Probleme mit den Sehnen- und Nervenbahnen, was wiederum erklärt, weshalb mein Bein mal EISKALT und dann mal wieder GLÜHEND HEISS ist. Wow!

Jetzt kommt deshalb so einiges auf mich zu. Es beginnt mit einem weiteren MRT meines rechten Knies in Leipzig gleich Anfang April, sowie Physiotherapie (Reizstrom und Moorpackungen) für meine LWS ab morgen. Später folgen dann weitere Therapien, ggf. Spritzen usw. An Medikation erhielt ich ein kühlendes Schmerzgel TRAUMA ACTAVIS GEL für mein Bein, dass ich an die angegriffene Kniestelle sanft einmassieren soll, und Tropfen NOVAMINSULFON-ratiofarm 500mg/ml gegen die entzündlichen Knieschmerzen. So hoffe ich nun, dass ich nachts auch endlich mal wieder schlafen kann. Denn das war in den vergangenen Wochen nicht wirklich möglich. Ich lag oft wach und zählte die Sekunden mit, lauschte dem Schnarchen meines kleinen Katers und hoffte, dass ich entweder endlich einschlafen könne oder die Nacht endlich mal vorbei wäre… Es dauerte sehr sehr lange. Eine Nacht kann ewig andauern, wenn man schlaflos mit Schmerzen im Bett liegt…

Aber jetzt hoffe ich auf Besserung. Drückt bitte die Daumen!

PS: Die Tropfen riechen und schmecken wie Huba Buba-Kaugummi… Total süß und somit nix für mich. Bin aber auch erleichtert, dass da kein Alkohol drin ist, denn den Geschmack mag ich auch nicht in Medikamenten…