Die Bahn macht mobil

 

 

 

Diese alte Deutsche Reichsbahn kann man auf dem Leipziger Hauptbahnhof in all ihrer Größe und Schönheit seit einigen Jahren auf einem der hintersten Gleise (vermutlich Gleis 24) bewundern.

Daten zur Lok

Gew Lok und Tender 136 t

Br Gew P 125 t, G 82 t

Wasser 30 m³

Kohle 10 t

Br Rev 12.9.92

Gestängebauart 1942

Mein gestriges Shooting

Gestern kam ich – wie üblich für mich – überpünktlich bei der Dame, einer Naturkosmetikerin an. Doch sie war nicht anwesend, dafür prangte ein Zettel an der Tür „Ich bin im Keller und bin gleich zurück.“ Da die Tür verschlossen war, konnte ich nicht eintreten und wartete im Hausflur. Die Kosmetikerin ließ auch nicht all zu lange auf sich warten und begrüßte mich genauso herzlich wie ich sie. Gesehen hatten wir uns noch nie. Wir hatten bisher nur telefonischen Kontakt.

Ich betrat nach Frau G. den Kosmetiksalon und war so rein gar nicht inspiriert. Nach einigem Umsehen entdeckte ich so rein gar nichts, was gleich hätte auffallen können. Nichts. Meine innere Unruhe breitete sich immer mehr aus, doch ich lächelte und verwickelte die Dame sogleich in ein Gespräch, um herauszufinden, was sie denn genau für fotografische Wünsche und Vorstellungen habe, die ich umsetzen sollte. Wir liefen von einem Zimmer zum nächsten, hin und her und wieder zurück. Nebenbei erfuhr ich u. a. auch, dass ihr Telefon samt Internet seit einigen Tagen lahm liegt und keinen Mux mehr von sich gibt, so dass auch ein Telekom-Mitarbeiter im Keller und Salon herumspazieren wird. Damit hatte ich keine Probleme. Aber damit, dass die Räume zu klein für wirklich gute Fotoaufnahmen waren und dass unser Modell abgesprungen war. Dabei brauchte ich doch für die Fotos eine Person, damit alles viel authentischer wird. Innerlich schrie ich laut und verzweifelt auf. Doch zeigen konnte und durfte ich das nicht. Also das Beste aus nichts machen!, war mein Motto und ich machte mich an die Arbeit. Gleich zu Beginn schoss ich einige Aufnahmen von Frau G., der Salonbesitzerin. Die Fotos waren gut, vor allem, weil wir beide uns auch verstanden und sie öfter lächelte. Daraufhin machte ich ihr Komplimente und die Fotos wurden besser. Dann noch ein paar Aufnahmen vor einem beleuchteten Spiegel, Fotos ihrer Produktpalette etc. bis der Herr der Telekom kam und „störte“. Ich begab mich daraufhin in den anderen Behandlungsbereich und gab hier mein Bestes. Es war sehr wenig Auswahl an Motiven vorhanden, leider. Aber ich gab nicht auf. Mit ein wenig Hoffnung räumte ich das ganze Zimmer um, schob Schränke, kleine Beistelltische, die Behandlungsliege, Stühle etc. hin und her, um das Effektiveste und Beste herauszuholen und auch die Wünsche der Kundin umzusetzen. Es war schweißtreibend! Dabei schwitze ich sonst nie groß, aber gestern schon! Vielleicht war es auch ein wenig innerliche Angst, dass ich versagen könnte?! Ich weiß es nicht. Jedenfalls machte ich von allem, was mir irgendwie interessant erschien, Fotos. Gedanklich schoss ich ein Stoßgebet gen Himmel!

Irgendwann funktionierte das Telefon und der Internetanschluss der Dame auch wieder, so dass Frau G. wieder bei mir präsent war und wir gemeinsam noch andere Ideen und Motive umsetzten. Problem hierbei war oft das fehlende Modell. Da ich allerdings die Fotografin war, konnte ich nicht gleichzeitig das Modell ersetzen, so musste Frau G. unter anderem für einige Fotos selbst herhalten, auf denen man nur Hände oder Füße sieht. Bei einem anderen Motiv versuchten wir es zu zweit, doch das war so gar nicht machbar. Zum Glück fiel mir ein, dass im Anmelderaum noch eine Schaufensterpuppe fein dekoriert und bekleidet auf einem Stuhl saß und ich lud diese „Dame“ zu uns ein, sich kosmetisch behandeln zu lassen. Zu zweit trugen wir die namenlose plastische Dame bis zur Liege, platzierten sie gut, deckten sie mit Handtüchern, Wattepads etc. ab und los ging das Shooting. Viel authentischer! Und auf jeden Fall einfallsreich und lustig! Was wir ab da für einen Spaß hatten, kann man sich gar nicht vorstellen. Jetzt lief das Shooting wirklich gut. Die Ideen kamen nur so und ich war voll in meinem Element. Auch Frau G. wurde warm und unsere Gespräche beliefen sich letztendlich nicht nur auf Kosmetik und Schaufensterpuppen, obwohl letzteres ein wirklich unterhaltsames Thema war. 😉

Alles in allem war ich etwa 2,5 Stunden im Kosmetiksalon und habe über 120 Fotos geschossen, wovon ich gerade eine kleinere Auswahl getroffen habe, die ich noch bearbeiten und u. a. auch als Banner/Header für die Kosmetiksalon-Homepage gestalten werde.

Ich würde euch sehr gern die entstandenen Fotos hier präsentieren, doch leider musste ich die Rechte abtreten, so dass ich leider nur auf die noch entstehende Homepage verweisen kann. Die ist allerdings noch in Arbeit, so dass ich den Link später erst einfügen kann…

Dennoch fand ich mein erstes offizielles Shooting als lustige, herausfordernde und auch teilweise anstrengende Aufgabe, die Spaß machte! Jetzt hoffe ich nur, dass die geschossenen Fotos auch bei meiner Kundin ankommen werden! Drückt bitte die Daumen!