Fleurogami – Kusudama

Jedes Mal, wenn ich meinen Lieblingsbastelladen in Wurzen aufsuche, um wieder einmal mein Bastelmaterial daheim aufzustocken (ich bastle leidenschaftlich gern Traumfänger und kleine Voodoo-Puppen), sehe ich diese schöne große Kugel aus Blumenblüten in Papierform und ggf. mit Perlen verziert. Ich bin immer wieder fasziniert und wollte immer schon gern wissen, wie so etwas gemacht wird. Heute, als ich nach meinem Geburtstagswunsch gefragt wurde (mein Geburtstag ist diesen Sonntag), sagte ich, dass ich gern so eine Anleitung zum Basteln hätte. Wir, also mein Schwesterherz und ich, stöberten daher gemeinsam im Internet und fanden heraus, dass diese Blumenblütenkugel KUSUDAMA heißt und wir entdeckten auch gleich eine schöne Anleitung zum Basteln einer Kusudama. Ich war hocherfreut.

Meine erste kleine Blüte ist auch gerade fertig geworden. Für eine Blüte braucht man 5 Blütenblätter. Für eine Blumenkugel braucht man 12 Blüten. Das heißt, man faltet insgesamt 60 (!) kleine Blütenblätter, wovon man immer jeweils 5 Blütenblätter zu einer kleinen Blüte zusammenklebt. Danach klebt man 12 Blüten zusammen und erhält seine Kusudama, also Blumenkugel. Verzieren kann man diese noch mit Perlen, schönen Nadeln oder anderen kleinen Deko-Artikeln.

Eine geniale und schöne Idee, wie ich finde. Wenn ich irgendwann mehr Zeit habe, mache ich mich an die 60 Blütenblätter, damit ich mir auch meine eigene Kusudama aufhängen kann. Denn ich finde sie richtig schön.

Neulich in der Bahn…

Es gibt die verschiedensten Reisetypen. Die einen packen ihr Buch/Zeitung aus ihrer Tasche und lesen. Andere wiederum hören lautstark Musik, unterhalten damit das ganze Bahnabteil, merken das nicht einmal und schädigen damit auch noch ihre Ohren bis sie irgendwann einmal taub sind. Dann gibt es noch die Dauerschwätzer, die sich so laut unterhalten, dass es auch wirklich jeder mitbekommt, was es Neues zu berichten gibt. Ebenso gibt es die Angeber, die mit ihrem Laptop, IPhone, IPad oder ähnlichem protzen müssen. Zudem gibt es auch Mütter und/oder Väter mit schreienden, fragenden, quängelnden, lustigen, niedlichen und süßen Kindern. Und es gibt Menschen, die sich in der Bahn einfach nur zurücklehnen, die Augen schließen und in Ruhe abwarten, bis sie ihren Bestimmungsort erreicht haben.

Bis gestern dachte ich zumindest, dass es nur diese Kategorien gibt, aber dann stieg ein Herr mit Rad ein und änderte meine Meinung. Kaum saß der Herr endlich auf einem von ihm erwählten Sitzplatz, begann er seine Schuhe auszuziehen und seine Socken herunter zu rollen. Dann holte er eine Tube – vermutlich Sonnencreme – aus seiner Tasche und begann sich seine Beine einzucremen, wobei er seine eh schon sehr kurze Hose immer höher schob. Mitten im Abteil.

Ich wusste gar nicht wo ich hinsehen sollte, weil der Herr mir direkt gegenüber saß. Ich versuchte wegzusehen, doch selbst aus den Augenwinkeln sah ich, wie seine kurze Hose immer weiter nach oben geschoben wurde. Mann! Das will doch keiner sehen! Eine andere Frau mir schräg gegenüber bemerkte mein breites Grinsen im Gesicht und wurde neugierig. Sie machte einen langen Hals und erkannte dann die Ursache meines Gesichtsausdrucks und musste auch grinsen. Wir verstanden uns auch ohne Worte.  😉

Dennoch war ich letztendlich froh, als ich meinen Zielort erreicht hatte und die Bahn verlassen konnte…

Was habt ihr schon alles in der Bahn an Reiseerlebnissen gehabt?