Stäbchen im Hals

Das war der trockene Kommentar meiner Ärztin, als ich sie heute nach tagelanger Überlegung aufsuchte und sie mir meinen Rachen ausleuchtete. Ich verstand nur Bahnhof, denn wie sollten bitteschön Stäbchen in meinen Hals gelangen? Ich hatte zwar tierische Halsschmerzen, aber Stäbchen befanden sich garantiert nicht drin. Ich ess doch kein asiatisches Besteck oder so… Verwirrt blickte ich die Dame an und wartete auf eine Erklärung. „Sie haben eine böse Mandelentzündung.“ Ah! Das erklärt also die tierischen Schmerzen in meinem Hals, die mich nachts nicht schlafen lassen und mich tagsüber so zermürben, dass ich mich auf kaum was anderes konzentrieren kann. Seit Tagen bombe ich meinen Körper mit Schmerztabletten zu, damit ich den Tag trotz mächtiger Hals-Aua überstehe, weil ich keinen Bock auf einen weiteren Arztbesuch hatte. Nur konnte ich nachts nie wirklich schlafen und schlucken schon gar nicht. Also quälte ich mich heute zum Doc. Mit einem Buch! Denn es ist ein neues Quartal und das Wartezimmer sicher voll.

Als ich beim Doc ankam und die Tür öffnete, sah ich zuerst die Garderobe. Full House! Na super! Hatte ich mir ja schon gedacht. Deshalb das Buch! Ich stellte mich in die Reihe vor der Rezeption auf, gab meine lange Liste an Überweisungswünschen an, als ich endlich vor der Schwester stand und hatte Glück noch einen Stuhl zu ergattern. Kaum saß ich, ging die Praxistür ständig auf und immer mehr „kranke“ Wesen stapften in die Praxis. Ich war froh, schon anwesend zu sein, sonst würde ich jetzt noch viel länger warten müssen… Nun ja. Ich packte mein Buch auf und versank in die Thrillerwelt „Dunkle Wasser“ von Mary Jane Beaufrand und kam super mit Lesen voran 🙂 Hat auch seine Vorteile, seine Zeit in Arztpraxen wartend zu vertrödeln. Man schafft es, Bücher zu lesen 😉

Letztendlich bekam ich Penicilin und Gargarisma-Halstabletten verschrieben. Letzteres zum Lutschen. Bäh! Die schmecken total ecklig und sind mir zu scharf. Aber was macht man nicht alles, um wieder gesund zu werden?! Meine Mom sagte auch immer: Medizin muss eklig schmecken, sonst hilft es nicht! Und runter damit! Schade, dass man Lutschtabletten nicht auch einfach so runterschlucken kann…

Ich werde jetzt auf jeden Fall die 1 – 2 Wochen Mandelentzündung abwarten, mit Kamille- und Salbeitees gurgeln, Fruchtsäfte und Milch (leider!) meiden und weiter meine Penicilin und Lutschtabletten einnehmen…

Mehr Infos zum Thema Mandelentzündung findet ihr hier.

Im Internet entdeckte ich auch 15 Hausmittel gegen Mandelentzündung.

2 Kommentare zu “Stäbchen im Hals

  1. Megan sagt:

    Super! Jetzt weiß ich endlich was mein Arzt mit „Stäbchen im Hals“ gemeint hatte.
    Danke!

    • phoenics sagt:

      Ich hoffe, dir geht es bald wieder besser mit deiner Mandelentzündung! So was ist nicht gerade angenehm. Bei mir selbst hat es auch ewig gedauert bis alles weg war, denn ich hatte mir blöderweise auch noch Entzündungen im Nasennebenhöhlen-, Kieferhöhlen- und Stirnhöhlenbereich eingefangen. Deshalb musste ich dann auch zum HNO-Arzt. Also, sollte es dir schlechter gehen: Ab zum HNO-Arzt! Die wissen wirklich, was bei einer Mandelentzündung zu tun ist!
      Gute Besserung und Stimme schonen! 🙂

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