Bahnhof Wurzen

Heute befand ich mich nach längerer Zeit mal wieder direkt auf dem Wurzener Bahnhof. Genauer gesagt auf Bahnsteig 3 und schoss ein paar Fotos, nachdem die Bahn der MRB (ähnlich wie S-Bahn) mit ihren Fahrgästen davongefahren ist. So konnte ich in aller Ruhe meine Fotos vom Gleis 3 schießen, denn die Sonne schien heute wieder besonders angenehm zu dieser kalten Jahreszeit 🙂

Bahnsteig 3

Beim Verlassen des Bahnsteigs 3 führte mich mein Weg durch die farblich intetessant gestaltete Unterführung hindurch vorbei an Figuren aus „Planet der Affen“, Enten, Fröschen usw. Meine Sprache verschlug es mir, als ich den Ausgang sah:

Dieser Ausgang sollte eigentlich seit 3 Wochen gemacht worden sein. Es fehlen mittlerweile schon mehrere Stufenteile, die Absperrung liegt mitten in der Unterführung und auch direkt vor den Stufen, so dass man sich als Bahnreisender wirklich fragen muss, wo man hier gelandet ist… Wurzens Bahnhof bietet meiner Meinung nach derzeit keinen schönen Anblick. Kein Wunder, wenn es Reisende weniger nach Wurzen verschlägt. Ich bin jedenfalls sauer und auch gleichzeitig enttäuscht (siehe folgendes Foto – auch eine farbliche Gestaltung der Bahnhofsunterführung und gerade passend für zu meiner Stimmung).

Das ist ja zum „Aus der Haut fahren“.

Autostarthilfe bei leerer Batterie

Besonders im Winter geschieht es öfter: Man steigt in sein Auto ein, dreht den Zündschlüssel und das Auto springt nicht an. Die Batterie ist leer. Das passiert neist bei extremer Kälte, wobei es zur Entladung der Batterie kommen kann. Dann heißt es: Autostarthilfe mit Starthilfekabeln oder Batterie mit einem Ladegerät aufladen.

Die Autostarthilfe mit Starthilfekabeln ist die gängigste Art ein Auto wieder zum Laufen zu bekommen, sofern ein zweiter Wagen in der Nähe ist und man Starthilfe bekommt.

Anleitung mit Starthilfekabel

Bevor die beiden Wagen mit Hilfe der Startkabel verbunden werden, sollten beide Motoren der Fahrzeuge ausgestellt sein. Erst jetzt können die Batterien mit den Kabeln verbunden werden. Das rote Kabel dient der Verbindung der beiden PLUSpole, schwarz ist für die MINUSpole.

1) Erst PLUS am Empfängerwagen anklemmen, dann PLUS beim Spenderwagen

2) MINUSpol des Spenderwagen an MASSETEIL/Autogehäuse des Empfängerwagens (also dem Auto, wo die Batterie leer ist)

Nicht an den Minuspol des Empfängerautos klemmen, sonst sprühen die Funken! Denn es könnten sich explosive Gase durch Funkenschlag entzünden! Also immer vorsichtig sein!

3) Motor des Spenderfahrzeugs starten

4) Motor des Empfängerwagens (Auto mit leerer Batterie) starten, springt dieser an, dann

5) Motor des Spenderautos ausschalten, Empfängerauto laufen lassen!

6) Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge entfernen, d. h. erst MINUS, dann PLUS entfernen!!!

7) Auto mit leeren Batterie bewegen, das bedeutet: Fahren, Fahren, Fahren! Etwa zwischen 60 – 90 Minuten! Am Besten über die Autobahn fahren, das läd die Batterie schnell wieder auf! Vorausgesetzt die Batterie ist intakt und die Lichtmaschine arbeitet ordentlich.

Sollte das Auto trotz der Starthilfe nicht angesprungen sein, wird wohl eine neue Autobatterie notwendig werden bzw. ein Besuch in der Werkstatt ist angesagt. Es könnte vielleicht auch der Anlasser, die Lichtmaschine oder die Leitung sein oder ein anderes Problem…

Also: Viel Glück!

 

Schaschlik

Am Wochenende hatte ich richtig Appetit auf Schaschlik, den ich schon lange nicht mehr gegessen hatte. Man braucht dafür auch nur wenige Zutaten, dafür aber etwas Zeit bei der Zubereitung.

Zutaten für 4 Portionen

500 g Gulasch (Schwein und/oder Rind)

5 große Zwiebeln

ca. 250 g Speck

Gewürze

Zubereitung

– Fleisch in kleine Stücke schneiden

– Zwiebeln schälen, vierteln, Zwiebelscheiben in kleine Stücke schneiden

– Speck in kleine Scheiben schneiden

– Schaschlikspieße mit Zwiebel, Fleisch, Speck, Ziebel bestücken, würzen mit Salz und Pfeffer

– in einer Pfanne/Tiegel sacht mit Margarine/Öl anbraten und mit einer Scheibe Brot oder Kartoffeln/Bratkartoffeln, etc. servieren

 

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit)

(Stand: 25. Juli 2010)

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der vor allem die Beweglichkeit und der Bewegungsablauf gestört sind. Morbus Parkinson zählt zu den häufigsten Krankheiten in der Neurologie und betrifft überwiegend ältere Menschen, meist zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr.

Der Morbus Parkinson (MP) gilt im allgemeinen als eine sich spät manifestierende Erkrankung, die sporadisch auftritt. Die kürzlich gelungene Identifizierung der genetischen Ursachen einiger familiärer Formen des MP erlaubt folgende Rückschlüsse: Neben den häufigen sporadischen Formen gibt es autosomal dominante und autosomal rezessive Erbgänge. Beim MP handelt es sich um eine heterogene Erkrankungsgruppe. Vier Genorte für den MP wurden bereits chromosomal kartiert, und für drei genetisch bedingte Unterformen konnten erste Mutationen identifiziert werden. Bei den häufigen sporadischen Formen handelt es sich wahrscheinlich um eine polygene Erkrankungsgruppe, bei der eine genetische Konstellation mehrerer Genloci zu einer erhöhten Empfänglichkeit gegenüber der Erkrankung führt. Die Charakterisierung der genetischen Grundlagen des MP ermöglicht ein tieferes Verständnis der Pathogenese der Erkrankung und wird möglicherweise bei der Entwicklung künftiger Therapiestrategien hilfreich sein.
Schlüsselwörter: Morbus Parkinson, Parkin-Gen, a-Synuklein, Synukleinopathie

Charakteristisch für Morbus Parkinson ist ein fortschreitender Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die Dopamin enthalten. Dopamin ist ein Hormon oder Botenstoff mit eigener Wirkung im Gehirn. Zudem ist Dopamin eine Vorläufersubstanz, aus der das Gehirn die Hormone Adrenalin und Noradrenalin bildet. Fehlt das Dopamin oder tritt ein Dopamin-Mangel auf, führt dies zur für Morbus Parkinson typischen Verlangsamung aller Bewegungen (Hypokinese) beziehungsweise zu einer Bewegungsarmut bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese). Das Gleichgewicht verschiebt sich zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. Das entstehende Übergewicht an Acetylcholin löst das Zittern (Tremor) und die Muskelsteifheit (Rigor) der von Morbus Parkinson Betroffenen aus.

Die Diagnose von Morbus Parkinson erfolgt anhand der Symptome, der Krankengeschichte und der Untersuchungsbefunde. Erhalten die Betroffenen eine Vorstufe von Dopamin (sog. Levodopa), sprechen sie anfänglich gut darauf an – ihre Beschwerden verbessern sich. Diese charakteristische Reaktion weist darauf hin, dass es sich um Morbus Parkinson handelt.

Morbus Parkinson ist über Jahre hinweg erfolgreich mit Medikamenten behandelbar. Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie ergänzen die Parkinson-Therapie. Gegebenenfalls ist bei Morbus Parkinson ein chirurgischer Eingriff nötig. Eine Heilung ist derzeit jedoch noch nicht möglich.

Definition

(Stand: 25. Juli 2010)

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit oder parkinsonsche Krankheit), ist eine Erkrankung des Gehirns, die in erster Linie durch eine Störung der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufe gekennzeichnet ist. Eine weitere Bezeichnung für Morbus Parkinson lautet idiopathisches Parkinson-Syndrom (ISP): Idiopathisch bedeutet ohne erkennbare Ursache. Damit unterscheidet sich der Morbus Parkinson von folgenden anderen (selteneren) Parkinson-Syndromen mit bekannter Ursache:

  • Familiäres Parkinson-Syndrom: erblich bedingt
  • Symptomatisches (sekundäres) Parkinson-Syndrom: durch Umwelteinflüsse (z.B. Gifte) oder andere Erkrankungen (z.B. Tumoren, Stoffwechselerkrankungen, Depression) bedingt
  • Atypisches Parkinson-Syndrom: im Rahmen anderer neurodegenerativer Erkrankungen auftretend

Typisch für Morbus Parkinson ist ein fortschreitender Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin enthalten. Aus Dopamin bilden sich auch die Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Der Dopamin-Verlust konzentriert sich vor allem auf bestimmte Gehirnbereiche: die sogenannte schwarze Substanz (Substantia nigra) sowie die im Hirnstamm liegenden Kernkomplexe. Die schwarze Substanz liegt im Mittelhirn. Ihr Name geht auf den hohen Eisen- und Melaningehalt zurück, der ihre Zellen dunkel färbt. Sie zählt zu den sogenannten Basalganglien, die eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Bewegungen des Körpers spielen: Nervenzellen der schwarzen Substanz bilden den Botenstoff Dopamin. Von der schwarzen Substanz ziehen Nervenfasern zu dem nahe gelegenen Streifenkörper (Striatum). Dieser ist als weiterer Teil der Basalganglien ebenfalls wichtig für die Bewegungskontrolle des Körpers und leitet seinerseits die Bewegungsimpulse mithilfe des Dopamins weiter.

Insofern sind sowohl Streifenkörper als auch schwarze Substanz an der Abstimmung von Bewegungsabläufen beteiligt. Wenn – wie bei Morbus Parkinson – das Dopamin fehlt oder ein Dopamin-Mangel auftritt, sind die Nervenzellen im Streifenkörper nicht ausreichend erregt. Die Betroffenen bewegen sich in der Folge verlangsamt und entwickeln eine als Hypokinese bezeichnete Bewegungsarmut. Ist diese sehr ausgeprägt oder kommt es zur Bewegungslosigkeit, heißt der Zustand Akinese. Hypokinese und Akinese sind typisch für Morbus Parkinson.

Durch den bei Morbus Parkinson bestehenden Dopaminmangel entsteht zudem ein Ungleichgewicht zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. So gehen Symptome wie Zittern (Tremor) und Muskelsteifheit (Rigor) auf das Übergewicht an Acetylcholin zurück – ebenfalls typisch bei Morbus Parkinson.

Häufigkeit

(Stand: 25. Juli 2010)

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) weit von allen Parkinson-Syndromen die größte Häufigkeit auf: Etwa 75 Prozent aller Parkinson-Syndrome treten ohne erkennbare Ursache (= idiopathisch) auf – also in Form von Morbus Parkinson (bzw. idiopathisches Parkinson-Syndrom).

Der Morbus Parkinson zählt mit 100 bis 200 Betroffenen pro 100.000 Einwohnern in Deutschland zu den am weitesten verbreiteten neurologischen Erkrankungen. Am häufigsten ist Morbus Parkinson bei älteren Menschen, meist zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr. Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen.

Als grobe Faustregel gilt: Morbus Parkinson tritt in der Altersgruppe der über 60-Jährigen mit einer Häufigkeit von 1 Prozent auf, während bei den über 70-Jährigen 2 Prozent und bei den über 80-Jährigen 3 Prozent von Parkinson betroffen sind.

Historisches

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist nach dem englischen Arzt und Sozialreformer James Parkinson (1755 bis 1824) benannt, der die Krankheit erstmals beschrieb. Er erkannte in den Symptomen ein eigenständiges Krankheitsbild und nannte es Shaking Palsy (Schüttellähmung, Paralysis agitans). Aus heutiger Sicht ist dieser Begriff allerdings irreführend: Morbus Parkinson ist keine Lähmung, sondern eine zunehmende Bewegungsverarmung, die auch ohne Schütteln beziehungsweise Zittern (Tremor) verlaufen kann.

Ursachen

(Stand: 25. Juli 2010)

Die für Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) verantwortlichen Ursachen sind unbekannt (= idiopathisch). Daher bezeichnet man die Erkrankung auch als idiopathisches Parkinson-Syndrom.

Auslöser von Morbus Parkinson ist ein Mangel an Dopamin im Gehirn. Der Dopamin-Mangel entsteht, weil dopaminhaltige Nervenzellen in der schwarzen Substanz (Substantia nigra) fortschreitend absterben. Warum die Nervenzellen bei Parkinson absterben, ist bis heute noch unklar.

Durch den bei Morbus Parkinson herrschenden Dopamin-Mangel sind die Nervenzellen im Streifenkörper (Striatum) des Gehirns, der bei der Bewegungskontrolle des Körpers eine wichtige Rolle spielt, nicht ausreichend erregt. Dies verursacht die für Parkinson typischen verlangsamten Bewegungen und eine Bewegungsarmut (Hypokinese) bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese). Der Mangel an Dopamin ist außerdem die Ursache für das bei Parkinson bestehende Ungleichgewicht zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. So ist das für Morbus Parkinson typische Zittern (Tremor) ebenso wie die Muskelsteifheit (Rigor) auf das Übergewicht an Acetylcholin zurückzuführen.

Neben dem Morbus Parkinson mit unbekannter Ursache unterscheidet man drei weitere (seltenere) Parkinson-Syndrome, deren Entstehungsmechanismen bekannt sind:

  • Familiäre Parkinson-Syndrome: Diesen sehr seltenen Formen liegen Veränderungen im Erbgut zugrunde. Die Symptome zeigen sich bei Betroffenen meist bereits im jungen Erwachsenenalter (unter 40 Jahren).
  • Symptomatische (sekundäre) Parkinson-Syndrome: Ursachen sind Umwelteinflüsse oder andere Erkrankungen. Beispielsweise können Vergiftungen mit „Nervengiften“ wie Kohlenmonoxid oder Mangan Parkinson-Symptome auslösen. Auch bestimmte Medikamente wie Neuroleptika oder blutdrucksenkende Mittel sind verantwortlich für solche Symptome. Begleitend treten Anzeichen für Parkinson auch in Verbindung mit bestimmten Krankheiten auf. Hierzu zählen beispielsweise Hirntumoren, Stoffwechselstörungen (Morbus Wilson) oder häufig wiederkehrende Traumata des Gehirns wie sie zum Beispiel beim Boxen entstehen (sog. Boxerparkinson).
  • Atypische Parkinson-Syndrome: Diese treten im Rahmen anderer neurodegenerativer Erkrankungen auf.

Symptome

(Stand: 25. Juli 2010)

Die für Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) besonders typischen Symptome sind:

  • Verlangsamung beziehungsweise Verarmung der Bewegungen (Hypokinese bis hin zur Akinese)
  • Muskelsteifheit (Rigor)
  • Zittern (Tremor)

Diese Symptome treten in seltenen Fällen bereits zu Beginn von Morbus Parkinson gemeinsam auf, in der Regel aber erst in späteren Stadien. Sie können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Frühstadium

Anfänglich kann Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) wenig kennzeichnende Symptome zeigen, die beispielsweise an Beschwerden erinnern, wie sie bei rheumatischen Erkrankungen auftreten. So treten im Frühstadium oft schmerzhafte, überwiegend einseitige Muskelverspannungen der Schulter-Arm-Region auf. Allgemeine Müdigkeit, depressive Verstimmungen, plötzliche Schweißausbrüche, Verstopfung oder innere Unruhe machen sich bei Parkinson häufig vor den ersten Bewegungsstörungen bemerkbar.

Mit dem Fortschreiten von Morbus Parkinson fällt es den Betroffenen schwerer, feinmotorische Tätigkeiten wie Schreiben, Kämmen, Zähneputzen oder Zuknöpfen einer Hose zu bewältigen. Mehrere Bewegungen abzustimmen, gelingt im Verlauf von Morbus Parkinson immer schlechter.

Die Handschrift ist bei Morbus Parkinson zunehmend kleiner und schlechter lesbar. Außerdem ändert sich der Gang: Die Menschen mit Morbus Parkinson bewegen sich in kleinen Schritten und vornüber gebeugt voran. Die Arme schwingen weniger mit, was sich anfangs besonders auf einer Seite zeigt. Zeitweilig zittern die Hände in Ruhe (Ruhetremor). Die Gesichtsmimik erstarrt zunehmend (sog. Maskengesicht), außerdem kann die Stimme etwas leiser sein.

Bereits im Frühstadium von Morbus Parkinson hat ein großer Teil der Betroffenen Schlafstörungen: Sie rudern mit den Armen, schlagen um sich und sprechen im Schlaf.

Fortgeschrittenes Stadium

(Stand: 25. Juli 2010)

Wenn Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat, findet sich neben der typischen Bewegungsverlangsamung (Hypo- und Akinese) meist eine ausgeprägte Muskelsteifheit (Rigor).

Schnelle Bewegungen sind beim fortgeschrittenen Morbus Parkinson nicht mehr möglich. Menschen mit Morbus Parkinson fällt es schwer, schnell loszugehen oder abzubremsen. Vor allem in engen Räumen sind sie in ihrer Bewegung plötzlich gehemmt – die Füße scheinen nahezu am Boden zu kleben.

Typische Haltung und Beschwerden bei Parkinson

Die Körperhaltung ist zunehmend instabil, sodass Menschen im fortgeschrittenen Stadium von Morbus Parkinson schneller hinfallen. Wenn ein Arm entspannt liegt oder hängt, tritt das Zittern der Hände hervor (sog. Ruhetremor). Später entwickelt sich dieser Ruhetremor zum ständigen Symptom. Der Speichelfluss nimmt darüber hinaus zu und die Schluckbewegungen gehen zurück.

Weitere Symptome im fortgeschrittenen Verlauf von Morbus Parkinson können sein:

  • Blasenschwäche
  • träge Darmtätigkeit (Verstopfung)
  • Erektionsstörungen, Sehstörungen, Geruchsstörungen und Schluckstörungen

Psychische Begleitsymptome sind bei einem fortgeschrittenen Morbus Parkinson häufig: In 30 bis 70 Prozent der Fälle treten Depressionen auf. In bis zu 40 Prozent kommt es zu Angststörungen, teilweise mit Panikattacken. Gedächtnisstörungen finden sich bei etwa jedem fünften Menschen mit Parkinson. Sie können Vorbote einer Demenz wie etwa der Alzheimer-Krankheit sein.

Spätstadium

(Stand: 25. Juli 2010)

Bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) kann sich im Spätstadium in seltenen Fällen eine sogenannte akinetische Krise entwickeln. Dabei tritt plötzlich oder innerhalb weniger Tage eine vollkommene Bewegungsunfähigkeit auf. Die akinetische Krise ist ein lebensgefährlicher Notfall, der eine sofortige Klinikeinweisung erfordert. Zuletzt können die Betroffenen weder sprechen noch schlucken. Diese kritischen Symptome entsteht durch ein plötzliches Absetzen oder Reduzieren der Parkinson-Medikamente. Auch plötzliche, schwere Erkrankungen (fieberhafte Infekte), operative Eingriffe und Flüssigkeitsmangel können die Ursache für diesen Zustand sein. Bei Menschen mit Morbus Parkinson ist daher immer darauf zu achten, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Diagnose

(Stand: 25. Juli 2010)

Bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) erfolgt die Diagnose durch eine gezielte Befragung des Betroffenen beziehungsweise der Angehörigen. Zusätzlich führt der Arzt eine umfangreiche medizinische Untersuchung durch. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Anzeichen von Morbus Parkinson so ausgeprägt, dass die Krankheit oft auf den ersten Blick erkennbar ist.

Wenn eine Bewegungsunfähigkeit (Akinese) feststellbar ist und darüber hinaus ein Zittern (Tremor), eine Muskelsteifheit (Rigor) oder die typische Körperhaltung vorliegt, deutet dies auf Morbus Parkinson hin. Falls die Symptome zunächst nur auf einer Körperseite auftreten, so ist das ein zusätzlicher Hinweis auf Morbus Parkinson.

Ein Verfahren zur Diagnose von Morbus Parkinson ist der sogenannte Levodopa-Test (L-Dopa-Test). Levodopa (L-Dopa) ist eine Vorstufe von Dopamin, das bei Menschen mit Morbus Parkinson in verringerter Konzentration vorkommt. Bei diesem Test bekommen die zu untersuchenden Personen L-Dopa. Verbessern sich deren Symptome danach, gilt dies als Hinweis auf Morbus Parkinson. Eine endgültige Aussage ist allerdings mit diesem Test nicht möglich.

Zusätzliche Hinweise auf einen bestehenden Morbus Parkinson liefern bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT). Sie dienen dazu, bei der Diagnose andere Gehirnerkrankungen auszuschließen, die zu sichtbaren Veränderungen des Gehirns führen.

Des Weiteren können bei Morbus Parkinson folgende Maßnahmen zur Diagnose zum Einsatz kommen, um bestimmte Fragestellungen zu klären:

  • Untersuchung mit Ultraschall durch den Schädelknochen (transkranielle Sonographie). Das Verfahren ist nebenwirkungsfrei und ohne Strahlenbelastung.
  • Nuklearmedizinische Untersuchungen wie die PET (Positronen-Emissions-Computertomographie) und die SPECT (Single-Photonen-Emissions-Computertomographie).

Therapie

(Stand: 25. Juli 2010)

Bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist eine rechtzeitige, altersgerechte und wirksame Therapie wichtig. Daher ist es sinnvoll, frühzeitig eine individuelle Behandlungsstrategie festzulegen.

Grundsätzlich zielt die Therapie bei Morbus Parkinson darauf ab,

  • die motorischen, geistigen und psychischen Beschwerden zu lindern,
  • die Lebensqualität beziehungsweise die Selbstständigkeit bei den Tätigkeiten des täglichen Lebens langfristig zu erhalten,
  • die Selbstständigkeit in der Familie und der Gesellschaft zu erhalten, also Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich hinauszuzögern,
  • die Berufsfähigkeit so lange wie möglich zu erhalten,
  • Begleiterkrankungen und Komplikationen zu vermeiden,
  • die Nebenwirkungen der Therapie möglichst zu minimieren.

Medikamente

(Stand: 25. Juli 2010)

Grundsätzlich lässt sich der Mangel an Dopamin, welcher dem Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) zugrunde liegt, mit einer Therapie durch folgende Medikamente ausgleichen:

  • Levodopa (L-Dopa): Vorstufe des Dopamins
  • Dopamin-Agonisten: ahmen die Wirkung von Dopamin nach
  • MAO B-Hemmer und COMT-Hemmer: blockieren den Dopamin-Abbau

Levodapa (L-Dopa)

Die Ursachen von Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) sind nur selten bekannt. Das heißt: Es fehlt in der Regel ein exakter Ansatzpunkt für eine Therapie. Daher gleicht man den bei Morbus Parkinson herrschenden Dopaminmangel direkt oder indirekt durch Medikamente aus, um so die Beschwerden zu lindern. Von außen zugeführtes Dopamin kann jedoch nicht direkt in das Gehirn gelangen und den Wirkort erreichen, weil es die sogenannte Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen kann (die Blut-Hirn-Schranke ist die Barriere zwischen Blutkreislauf und Gehirn sowie Rückenmark). Daher verabreicht man die Vorläufersubstanz des Dopamins, das Levodopa (L-Dopa, L-3,4-Dihydroxyphenylalanin). Levodopa überwindet die Schranke, gelangt ins Gehirn und entfaltet dort seine Wirkung, nachdem es sich in den Botenstoff Dopamin umgewandelt hat. Bei Nervenimpulsen erfolgt dann eine Freisetzung des Dopamins – als Bote an die Nervenzellen der Zielregion, wo es an Andockstellen für Dopamin (Dopaminrezeptoren) bindet.

In den ersten Jahren verläuft die medikamentöse Therapie von Morbus Parkinson mit Levodopa (L-Dopa) meist problemlos. L-Dopa gilt als das wirksamste Medikament, vor allem bei älteren Betroffenen. Es führt in der Regel zu einer raschen Besserung. Die Betroffenen vertragen es besonders zu Beginn der Behandlung als Tablette, Kapsel oder Tropfen gut. L-Dopa verzögert jedoch nicht das Fortschreiten von Morbus Parkinson und begünstigt möglicherweise Therapiekomplikationen, insbesondere Störungen des Bewegungsablaufs (Dyskinesien).

Die zur Therapie von Morbus Parkinson eingesetzten Levodopa-Präparate enthalten immer auch sogenannte Decarboxylase-Hemmer. Die Decarboxylase ist ein Enzym, das Levodopa außerhalb des Gehirns zu unwirksamen Substanzen abbaut, was die Wirksamkeit von Levodopa senkt. Decarboxylase-Hemmer bremsen den unerwünschten Abbauprozess von L-Dopa außerhalb des Gehirns und erhöhen so auf indirektem Wege die Wirkung im Gehirn, da mehr L-Dopa die Blut-Hirn-Schranke passieren kann.

Andererseits ist durch die Einführung der Levodopa-Therapie die Lebenserwartung von Menschen mit Morbus Parkinson deutlich gestiegen, weil sich durch Morbus Parkinson bedingte Komplikationen vermeiden ließen.

Im Laufe der Therapie des Morbus Parkinson nimmt die Wirkdauer von Levodopa häufig ab: Etwa vier bis sechs Stunden nach der Einnahme lässt die Wirkung nach. Diese typische und im Verlauf der Erkrankung am frühesten auftretende Form der Wirkungsschwankung nennen Mediziner „wearing-off“ oder „end-of-dose“-Effekt (engl. wearing off = abnutzend, abschwächend; engl. dose = Dosis).

Die Nebenwirkungen der Therapie hingegen nehmen mit der Dauer der Behandlung oft deutlich zu. Es kommt bei den Betroffenen unter anderem zu Verwirrtheitszuständen, Herz-Kreislauf-Störungen und Schlafstörungen.

Nachahmer des Dopamins: Dopamin-Agonisten

Die zunehmenden Nebenwirkungen von Levodopa (L-Dopa) sind auch der Grund, weshalb man bei jüngeren Betroffenen unter 65 Jahren in der Frühphase von Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) auf L-Dopa verzichtet. Stattdessen kommen zur Therapie Nachahmer des Dopamins (sog. Dopamin-Agonisten) oder eine Kombination aus L-Dopa und Dopamin-Agonisten zum Einsatz. Ein Dopamin-Agonist ist ein Arzneimittel, das die Wirkung des Botenstoffs Dopamin nachahmt. Dopamin-Agonisten ersetzen im Prinzip die Funktion von Dopamin.

Vorrangiges Ziel einer Parkinson-Therapie mit Dopamin-Agonisten ist es, die Lebensqualität und die Selbstständigkeit der Menschen mit Morbus Parkinson langfristig zu erhalten.

Als erster Dopamin-Agonist kam 1974 Bromocriptin auf den Markt. Seither stehen mehrere Präparate für die Therapie von Morbus Parkinson zur Verfügung. Dopamin-Agonisten unterteilt man pharmazeutisch in zwei Gruppen:

  • Die Ergot-Präparate gewinnt man aus sogenannten Mutterkornalkaloiden. Ergot steht dabei für Mutterpilz. Mutterkornalkaloide sind Naturstoffe, die der Mutterkornpilz bildet. Beispiele sind die Wirkstoffe Bromocriptin, Lisurid und Pergolid.
  • Nicht-Ergot-Präparate enthalten Wirkstoffe wie Ropinirol oder Pramipexol. Sie stehen nicht in Zusammenhang mit den Mutterkornalkaloiden.

Im Gegensatz zu L-Dopa docken Dopamin-Agonisten direkt an den Dopaminrezeptoren des Streifenkörpers im Gehirn an. Sie sind auch im weiteren Verlauf von Morbus Parkinson wirksam.

Dopamin-Agonisten können zu Beginn Übelkeit und Bauchschmerzen auslösen. Vor allem in der Anfangsphase der Parkinson-Therapie kann es zu Schläfrigkeit kommen. Allerdings macht auch der Morbus Parkinson selbst die Betroffenen oft müde. Dies ist zu berücksichtigen, wenn die Betroffenen aktiv am Straßenverkehr teilnehmen möchten. Seltene Nebenwirkung der Ergot-Präparate ist ein krankhaftes Wachstum des Bindegewebes der Herzklappen (Herzklappen-Fibrose). Menschen mit Herzklappen-Erkrankungen sollten deshalb keine Ergot-Dopamin-Agonisten bekommen.

Hemmung des Dopaminabbaus: MAO B- und COMT-Hemmer

Die bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) eingesetzte Therapie kann auch auf die Hemmung des Dopaminabbaus abzielen: Dies gelingt durch MAO-B- und COMT-Hemmer, welche die Dopamin abbauenden Enzyme Monoaminooxidase-B beziehungsweise Catechol-OMethyl-Transferase blockieren. Sie erhöhen so die Konzentration von Dopamin. Der verlangsamte Abbau dient dazu, die Wirkungsdauer des Dopamins im Gehirn der Menschen mit Morbus Parkinson zu verlängern. Zu den MAO-B-Hemmern zählen zum Beispiel die Wirkstoffe Selegilin und L-Deprenyl. COMT-Hemmer wie zum Beispiel der Wirkstoff Entacapon sind in der Spätphase von Morbus Parkinson zugelassen.

Begleitende und alternative Therapie

(Stand: 25. Juli 2010)

Gegenspieler des Acetylcholins: Anticholinergika

Neben der Bekämpfung des bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) herrschenden Dopaminmangels gibt es noch andere begleitende und alternative Möglichkeiten zur Therapie: Eine Möglichkeit bieten die Gegenspieler des Acetylcholins, sogenannte Anticholinergika. Diese Medikamente verringern das Übergewicht an Acetylcholin, das im Zuge von Morbus Parkinson durch den Mangel an Dopamin entstanden ist. Acetylcholin ist wie Dopamin ein Botenstoff des Nervensystems (Neurotransmitter). Parkinson-Symptome wie Zittern (Tremor) oder Verlangsamung der Bewegungen (Hypokinese und Akinese) lassen sich durch diese Medikamente mildern. Biperiden ist nur ein Beispiel für ein solches Anticholinergikum.

Die Anticholinergika sind die ältesten gegen Morbus Parkinson eingesetzten Medikamente. Da die Anticholinergika-Therapie mit einigen Nebenwirkungen verbunden ist, kommen diese Mittel zurückhaltend zum Einsatz. Vornehmlich verwendet man sie, wenn das Ruhezittern (Ruhetremor) beim Morbus Parkinson vorherrscht und die Standardtherapie nicht ausreichend wirkt.

Chirurgie: Pallidotomie und Thalamotomie

Bevor es wirksame Medikamente gegen Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) gab, spielte bei der Therapie die Chirurgie eine große Rolle. Es erfolgten chirurgische Eingriffe wie die Pallidotomie oder Thalamotomie – teils mit schwerwiegenden Nebenwirkungen:

  • Bei der Pallidotomie zerstört ein Neurochirurg einen nur wenige Millimeter kleinen Anteil eines Gebietes tief im Gehirn. Dieses Gebiet heißt Pallidum und gehört zu den Basalganglien. Es reguliert die Bewegungsabläufe des Menschen. Ein Teil des Pallidums bremst die Bewegungen. Bei Menschen mit Morbus Parkinson ist diese Region überaktiv. Dies erklärt die typischen Parkinson-Symptome wie Muskelsteifheit (Rigor) und zunehmende Bewegungsarmut (Hypo- bzw. Akinese) und das kleinschrittige und schlurfende Gangbild. Die Pallidotomie verfolgt das Ziel, die Bewegungsabläufe bei Morbus Parkinson wieder geschmeidiger und flüssiger zu machen.
  • Ähnlich wie bei der Pallidotomie geht man bei der Thalamotomie vor: Hierbei erfolgt der Eingriff jedoch im Gehirn im Bereich des sogenannten Thalamus. Vor allem das Zittern (Tremor) soll sich durch die Thalamotomie verringern.

Beide Eingriffe zählen zu den sogenannten stereotaktischen Behandlungen, bei denen der Operateur über ein kleines Bohrloch im Schädelknochen tief gelegene Hirnregionen erreichbar macht. Heutzutage kommen sie zur Behandlung von Morbus Parkinson nur noch in besonderen Einzelfällen infrage.

Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation

Wenn heutzutage bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) eine operative Therapie erfolgt, dann in der Regel in Form einer Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation: Mit dieser Methode steht seit einigen Jahren eine neue Möglichkeit zur Parkinson-Therapie zur Verfügung: Bei der tiefen Hirnstimulation erzeugen ins Gehirn eingepflanzte Elektroden winzige Ströme, die vorübergehend gewisse Gehirnregionen anregen, ohne dabei das Gewebe zu schädigen. Das Verfahren zielt darauf ab, die Symptome von Morbus Parkinson abzuschwächen. Allerdings kommt die Operation ausschließlich bei Betroffenen zum Einsatz, die spezielle Kriterien erfüllen:

  • Sie haben wirklich Morbus Parkinson (auch idiopathisches Parkinson-Syndrom genannt: idiopathisch = ohne erkennbare Ursache), also kein anderes Parkinson-Syndrom mit bekannter Ursache, und sind jünger als 75 Jahre.
  • Bei ihnen liegt keine schwere Demenz oder Depression vor.
  • Gangbild oder Haltung sind stabil.
  • Die Betroffenen sprechen auf Therapien mit Medikamenten nur noch unbefriedigend an.

Die Hochfrequenz-Tiefenhirnstimulation verhindert nicht das Fortschreiten des eigentlichen Morbus Parkinson, sie verringert ausschließlich dessen Symptome.

Ambulante videounterstützte Therapie (videodokumentierte Behandlung)

Seit einigen Jahren gibt es einen Ansatz, bei dem Menschen mit Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) zuhause (ambulant) über einen gewissen Zeitraum unter Videobegleitung in Rücksprache mit dem behandelnden Neurologen ihre Therapie anpassen können. Für diese ambulante videounterstützte Therapie oder videodokumentierte Behandlung installiert man eine Kamera und einen Drucker bei den Betroffenen (z.B. im Wohnzimmer). Nur sie selbst können die Kamera starten. Etwa einen Monat lang machen die Betroffenen zu festgelegten Zeiten etwa zwei Minuten dauernde Aufnahmen und führen dabei Bewegungen und Aufgaben aus, die ein Programm abfragt. So dokumentieren sie jeweils den aktuellen Stand ihrer Beweglichkeit.

Ziel dieser Videobegleitung ist es, die Versorgung der Menschen mit Morbus Parkinson zu verbessern und die Art und Dosis der Medikamente optimal auf ihre Bedürfnisse abzustimmen. Die videounterstützte Parkinson-Therapie strebt an, dass eine neue Einstellung der Betroffenen mit Medikamenten in einer Klinik seltener nötig ist. Die Methode eignet sich für Menschen mit Morbus Parkinson, deren Bewegungsfähigkeit während des Tages stark schwankt (sog. motorische Fluktuationen). Bei ihnen ist es besonders wichtig, die Medikamente individuell sorgfältig einzustellen. Eine Therapie bei dieser Gruppe sollte Tagesablauf, Ernährungsgewohnheiten und soziales Umfeld berücksichtigen.

Therapiekonzepte der Zukunft

Gerade im Hinblick auf Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) setzt man große Hoffnung darauf, dass die Forschung neue Möglichkeiten zur Therapie hervorbringt. Eines der neuen Therapiekonzepte ist die Transplantation von Stammzellen (Stammzelltherapie), mit der es in der Zukunft gelingen soll, erkrankte Nervenzellen ganz zu ersetzen. So ist es beispielsweise möglich, Pigmentzellen der Netzhaut im Auge, die die Dopaminvorstufe Levodopa bilden, sicher ins Gehirn einzupflanzen.

Weitere Therapiekonzepte der Zukunft sind beispielsweise computergesteuerte Pumpen, die eine genauere Dosierung der gegen Morbus Parkinson eingesetzten Medikamente ermöglichen: Über eine Bauchsonde sollen die Pumpen stetig Levodopa (L-Dopa) direkt in den Dünndarm abgeben. Damit ließen sich womöglich Therapieschwankungen umgehen, die bei der herkömmlichen Parkinson-Therapie mit Tabletten auftreten und Probleme verursachen. Ferner ist es denkbar, dass in Zukunft winzige Teilchen (Nanopartikel) bestimmte Reparaturgene in geschädigte Dopamin-Nervenzellen einschleusen und deren Funktion vollständig wiederherstellen. Erste Versuche an lebenden Mäusen waren bisher erfolgreich.

Physiotherapie

Bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist es empfehlenswert, die medikamentöse Therapie durch eine Physiotherapie zu ergänzen. Diese Behandlung besteht darin, gezielt Alltagsaktivitäten wie das aufrechte Gehen, das Aufstehen oder das Aufrichten im Bett zu üben. Den Übungen kommt große Bedeutung zu.

Ernährung und Bewegung

Des Weiteren sind bei Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) im Rahmen der Therapie die richtige Ernährung und Bewegung wichtig: Menschen mit Morbus Parkinson sollten ausreichend trinken und fettarm essen. Neben einer gesunden Ernährungsweise ist es außerdem ratsam, sich regelmäßig zu bewegen und Sport zu treiben. Empfehlenswert sind zum Beispiel Wandern, Schwimmen und Gymnastik.

Verlauf

(Stand: 25. Juli 2010)

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) zeigt meist einen langsam fortschreitenden Verlauf, der individuell sehr unterschiedlich ist. Die Behandlung verlängert jedoch die Lebenserwartung der Menschen mit Morbus Parkinson und steigert ihre Lebensqualität sowie die der pflegenden Angehörigen deutlich. Das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung lässt sich jedoch auch durch eine frühzeitige Therapie nicht aufhalten.

Das Krankheitsstadium von Morbus Parkinson bestimmt die Prognose. Mithilfe einer wirksamen Behandlung können bis zu 20 Jahre vergehen, bis der Morbus Parkinson die Betroffenen pflegebedürftig macht. Mögliche Todesursachen sind Infektionen der Atemwege, zum Beispiel Lungenentzündung, oder die Folgen von schweren Stürzen oder Schluckstörungen.

Vorbeugen

(Stand: 25. Juli 2010)

Es sind keine Maßnahmen bekannt, mit denen Sie der Entstehung von Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) vorbeugen könnten.

Weitere Informationen

(Stand: 25. Juli 2010)

Selbsthilfegruppen / Beratungsstellen:

Deutsche Parkinson Vereinigung, Bundesverband e.V.
Moselstrasse 31
D-41464 Neuss
Telefon: +49 (0) 2131 – 4 10 16 (Mo – Fr: 8 – 14 Uhr)
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Linktipps:

www.parkinsongruppe-gross-gerau.de
Die Regionalgruppe Groß-Gerau der Deutschen Parkinson Vereinigung e. V. Website bietet zahlreiche Aktivitäten und Informationen rund um das Thema Parkinson

www.parkinson-web.de
Diese Website bietet Patienten, Angehörigen und behandelnden Ärzte Informationen rund um die Parkinsonsche Krankheit. Zudem wird ein Newsletter-Service sowie ein Diskussions- und Expertenforum angeboten.

www.parkinson-selbsthilfegruppe.de
Verein und Selbsthilfegruppe Parkinsonkranker im Internet. Hier findet jede/r Zugang zu aktuellen Meldungen und Berichten über Parkinson.

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Das Kompetenznetzwerk Parkinson-Syndrom ist ein erstklassiges, vom BMBF(Bundesministerium für Bildung und Forschung) gefördertes nationales Projekt mit dem Ziel, Forschungs- und Versorgungsaktivitäten zu optimieren.

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Informationen der Deutschen Parkinson Vereinigung sowie weitere Selbsthilfe-Angebote.

(Quelle: onmeda.de)

Colitis ulcerosa (chronische Dickdarmentzündung)

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Beschreibung

Colitis ulcerosa ist eine chronische, schubweise verlaufende Entzündung des Dickdarms. Betroffen sind vor allem die oberflächlichen Schleimhautschichten im Dickdarm. Bei einer Colitis ulcerosa entstehen entzündliche Geschwüre, die leicht bluten. Typische Krankheitszeichen sind blutiger Stuhl, Durchfälle und Leibschmerzen.

In mancher Hinsicht ähnelt die Colitis ulcerosa dem Morbus Crohn, der überwiegend im Dünndarm auftritt, aber auch den Dickdarm befallen kann. Manchmal sind die Erkrankungen nur schwer voneinander zu unterscheiden. Colitits ulcerosa und Morbus Crohn zählen zu den Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen (CED).

An Colitis ulcerosa leiden besonders junge Erwachsene zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. In Deutschland tritt die Erkrankung rund vier Mal pro 100.000 Einwohner und Jahr auf. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen, auch Kinder können erkranken.

Die Colitis ulcerosa ist eine schwere Erkrankung. In den beschwerdefreien Phasen ist zwar ein normales Alltagsleben möglich, aber ein akuter Schub ist oft nicht nur schmerzhaft, sondern zwingt zur Bettruhe oder sogar zum Krankenhausaufenthalt. Colitis ulcerosa erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Ursachen

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Die Ursachen, die eine Colitis ulcerosa auslösen, sind trotz intensiver Forschung noch nicht geklärt. Vermutlich wirken erbliche, infektiöse und Umwelt-Faktoren zusammen. Es wurden mehrere Genveränderungen entdeckt, die das Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen erhöhen. Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Die meisten Betroffenen vertragen bestimmte Lebensmittel nicht. Die Krankheit ist nicht psychosomatisch bedingt, Stress und Belastungen können aber aktive Schübe auslösen.

Wahrscheinlich spielt eine Fehlfunktion des Immunsystems in der Auseinandersetzung mit den Bakterien der Darmflora die entscheidende Rolle bei der Entstehung der Colitis ulcerosa.

Menschen, bei denen der Blinddarm entfernt wurde, haben ein vermindertes Risiko für eine Colitis ulcerosa. Das Gleiche gilt für Raucher. Der genaue Zusammenhang ist allerdings unklar.

Bei allen Patienten mit Colitis ulcerosa ist der Enddarm (= Mastdarm) befallen. Von dort kann sich die Erkrankung unterschiedlich weit über den gesamten Dickdarm erstrecken. Bei 50 Prozent der Patienten sind nur der Enddarm und der untere Teil des Dickdarms betroffen, in je etwa einem Viertel der Fälle zusätzlich der absteigende linksseitige Abschnitt des Dickdarms oder der gesamte Dickdarm.

Symptome

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

In circa 85 Prozent der Fälle verläuft die Colitis ulcerosa chronisch und schubweise. Nach Phasen ohne Krankheitsanzeichen, die auch Jahre andauern können, erfolgt ein Rückfall. Rund zehn Prozent der Patienten haben keine beschwerdefreien Zeitabschnitte. Ganz selten (in fünf Prozent der Fälle) beginnt die Colitis ulcerosa dramatisch aus bester Gesundheit heraus und ist dann besonders gefährlich, weil viele Komplikationen auftreten.

Der Verlauf der Colitis ulcerosa ist nicht vorhersagbar. Häufig ist der Beginn schleichend. Je weiter die Colitis ulcerosa fortgeschritten ist und je stärker sie sich im Darm ausgedehnt hat, desto heftiger können folgende Beschwerden ausgeprägt sein:

  • Blutige Durchfälle (bis zu 40-mal pro Tag) sowie Eiter und Schleim im Stuhl. Der Blutverlust hat manchmal eine Blutarmut zur Folge, massive Blutungen können lebensbedrohlich sein.
  • Dauerhaft schmerzhafter Stuhldrang (Tenesmen)
  • Nächtlicher Stuhldrang
  • Blähungen, die auch zu einer Stuhlinkontinenz führen können
  • Kolikartige Bauchschmerzen meist im linken Unterbauch, unter Umständen verbunden mit leichtem Fieber
  • Gewichtsabnahme, Müdigkeit und Leistungsverlust
  • Seltener treten Entzündungen von Gelenken (Arthritis), Haut oder Augen (Uveitis) auf.

Mediziner unterscheiden verschiedene Abschnitte im Krankheitsverlauf einer Colitis ulcerosa:

Akuter Schub: Charakterisiert durch die typischen Beschwerden wie blutigem Durchfall und schmerzhaftem, aber vergeblichen Stuhldrang.

Fulminanter Schub: Neben blutigem Durchfall treten noch allgemeine Krankheitssymptome auf wie zum Beispiel Fieber (über 38,5 Grad), beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Blutarmut (Anämie), Gewichtsverlust.

Chronisch aktiver Verlauf: Anhaltende Beschwerden trotz medikamentöser Therapie; die Medikamente bewirken zwar eine Besserung, aber keine vollständige und dauerhafte (< 2 Rückfalle pro Jahr) Normalisierung des Zustandes.

Remissionsphasen: Abschnitte ohne Beschwerden.

Komplikationen

Infolge einer Colitis ulcerosa kann es zu teilweise massiven Blutungen kommen. Eine gefürchtete, aber seltene Komplikation der Colitis ulcerosa ist das Toxische Megakolon: Die Schäden in der Darmwand führen zu einer Darmlähmung, der Dickdarm dehnt sich auf, und der Körper reagiert wie bei einer Vergiftung mit Fieber und Abwehrvorgängen. Häufig kommt eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) hinzu, und es besteht die Gefahr eines Darmdurchbruchs (Perforation). Selbst bei sofortiger Behandlung ist dies eine lebensbedrohliche Komplikation.

Weitere mögliche Komplikationen der Colitis ulcerosa sind Darmkrebs und die primär sklerosierende Cholangitis (Entzündung und Einengungen der Gallenwege). Bei Kindern kann es zu Wachstumsstörungen kommen.

Diagnose

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Bei der Diagnose einer Colitis ulcerosa erhebt der Arzt die Krankengeschichte und führt eine körperliche Untersuchung durch. Dabei tastet er unter anderem das Rektum aus.

Die beste Untersuchungsmethode für die Diagnose einer Colitis ulcerosa ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Dabei werden aus jedem untersuchten Darmsegment Schleimhautproben gewonnen und im Labor untersucht. So lässt sich abklären, ob eine Entzündung vorliegt und wie diese beschaffen ist. Zur Absicherung der Diagnose ist eine weitere Darmspiegelung mit einer erneuten Entnahme von Gewebeproben erforderlich, wobei die Zeitdauer bis zur Kontroll-Untersuchung vom jeweiligen Krankheitsverlauf abhängt.

Eine Blut-Untersuchung gibt Hinweise, wie stark die Entzündung bei einer Colitis ulcerosa ausgeprägt und wie hoch der Blutverlust ist. Dazu werden anfangs und im Verlauf CRP und Blutbild untersucht. Ergänzend empfiehlt es sich, das Blut auf erhöhte Leberwerte zu untersuchen – insbesondere von Gamma-GT und Alkalischer Phosphatase (AP).

Als ergänzende Methode zur Diagnose der Colitis ulcerosa wird sowohl bei der Anfangs- als auch der Verlaufsdiagnostik die Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) des Bauches eingesetzt.

Durch eine bakteriologische Stuhl-Untersuchung wird eine Infektion mit krankheitsverursachenden (pathogenen) Darmbakterien als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen.

Therapie

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Medikamente

Da die Ursachen der Colitis ulcerosa nicht genau bekannt sind, lässt sich die Erkrankung auch nicht ursächlich behandeln und heilen. Entzündungshemmende Medikamente können einen Krankheitsschub mildern und die Zeitabschnitte zwischen zwei Schüben verlängern.

Bei einer Colitis ulcerosa wirken Medikamente am besten direkt am Ort des entzündlichen Geschehens im Darm. Die möglichen Nebenwirkungen sind dann am geringsten. Ist dies nicht möglich, müssen die Präparate über die Blutbahn wirkend (systemisch) eingesetzt werden. Folgende Medikamente kommen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten in Frage:

5-ASA-Präparat (5-Aminosalicylsäure)

Diese Medikamente, die zur Behandlung der Colitis ulcerosa eingesetzt werden, sind verkapselt. Dadurch lösen sie sich nach oraler Einnahme (als Kapsel) gezielt am Ende des Dünndarms oder erst im Dickdarm auf. Als Zäpfchen oder als Einlaufpräparat erreichen die Wirkstoffe nur den unteren Teil des Dickdarms. Diese Behandlung sollte mindestens noch zwei Jahre nach Abklingen der Entzündung fortgesetzt werden, um einen neuen Schub hinauszuzögern beziehungsweise einen beschwerdefreien Zustand zu erhalten. Mesalazin ist das Präparat der ersten Wahl.

Diese Medikamente hemmen nicht nur die Entzündung, sondern verringern auch das Darmkrebs-Risiko.

Kortison

Bei schweren Schüben und bei Versagen der 5-ASA-Therapie kommt Kortison zur Behandlung einer Colitis ulcerosa zum Einsatz. Der Wirkstoff wird in Form von Tabletten verabreicht. Ist nur der Enddarm befallen, kann Kortison auch als Zäpfchen oder Einlauf gegeben werden.

Mittel, die das Immunsystem bremsen

Immunsuppressiva werden bei schweren Verläufen der Colitis ulcerosa eingesetzt. Sie sind auch eine Alternative, wenn Kortison nicht ausreichend wirkt, zu hohe Nebenwirkungen verursacht oder aus einem anderen Grund nicht eingesetzt werden kann.

Escherichia coli Nissle

Bei Mesalazinunverträglichkeit kann auch die Einnahme von nicht-krankheitsmachenden Bakterien (Escherichia coli Nissle) die krankheitsfreien Intervalle verlängern. Das Präparat muss ständig – auch während des Transports – gekühlt werden und ist nur einige Monate haltbar.

Alternative Methoden

Einige Wirkstoffe zur Behandlung der Colitis ulcerosa sind noch in der Erprobungsphase. Fachgesellschaften empfehlen diese Medikamente daher bislang nicht außerhalb von Studien. Dazu zählen die Gabe von Antibiotika in Kombination mit entzündungshemmenden Medikamenten, die lokale Anwendung von Wachstumsfaktoren (epidermal growth factor), verschiedene Antikörper und Extrakte aus Weihrauch, die über einen neu entdeckten Weg entzündungshemmend wirken.

Ernährung

Es gibt keine spezielle Diät oder Ernährungstherapie, um eine Ruhephase der Colitis ulcerosa zu erhalten. Allerdings treten bei vielen Betroffenen spezifische Mangelzustände wie Blutarmut (Anämie), Eisen- oder Folsäuremangel oder Osteopenie (verminderte Knochendichte) auf. In diesem Fall sollten Sie sich beraten lassen, welche Lebensmittel für Sie wichtig sind.

Schub-Therapie

Die Therapie eines akuten Krankheitsschubes der Colitis ulcerosa wird in Stufen gesteigert – je nachdem, wie schwer der Schub verläuft. Je häufiger die blutigen Durchfälle auftreten, je höher die Körpertemperatur steigt und je ausgeprägter das Krankheitsgefühl ist, desto massiver muss therapiert werden. Es gibt folgende Einteilung und Maßnahmen:

  • Leicht: 5-ASA-Präparat (5-Aminosalicylsäure) als Kapsel bzw. Zäpfchen oder Einlauf
  • Mittelschwer: Zusätzlich Kortisontabletten
  • Schwer: Medikamente und Nährlösungen über eine Infusionslösung (Tropf)

Die Mehrzahl aller Patienten mit einer leichten oder mittelschweren Colitis ulcerosa sind ambulant behandelbar. In den restlichen Fällen lässt sich ein Krankenhausaufenthalt nicht vermeiden.

Operation

In einigen Fällen lässt sich eine Colitis ulcerosa nicht mehr mit Medikamenten kontrollieren. In diesem Fall oder wenn Darmkrebs beziehungsweise Krebsvorstufen nachgewiesen wurden, ist eine Operation unumgänglich. Hier wird der gesamte Dickdarm entfernt. Neue chirurgische Techniken erlauben es, aus dem Dünndarm eine Art künstlichen Enddarm zu bilden, der die Reservoirfunktion des entfernten Mastdarmes übernimmt. Der Dünndarm wird dann direkt mit dem Schließmuskel verbunden (ileoanale Pouch-Operation). Somit bleibt eine kontrollierte Darmentleerung erhalten, und ein künstlicher Darmausgang lässt sich vermeiden.

In bestimmten Notfallsituationen (zum Beispiel Darmdurchbruch, lebensbedrohliche Blutungen) muss bei einer Colitis ulcerosa sofort operiert werden. Eine dringende OP ist auch erforderlich bei:

  • Einem fulminanten Schub, der sich mit Medikamenten nicht behandeln lässt
  • Einem toxischen Megakolon, der sich mit Medikamenten nicht behandeln lässt
  • Einer anhaltenden Blutung, die mittels Medikamenten nicht zum Stillstand kommt

Was Sie selbst tun können

Sie können das Auftreten einer Colitis ulcerosa nicht verhindern. Suchen Sie einen Arzt auf, sobald Sie Blut im Stuhl bemerken. Dadurch wird die Krankheit oft erst entdeckt. Wenn Sie bereits erkrankt sind, kann ein rechtzeitiger Arztbesuch die Schübe verkürzen und ihre Heftigkeit vermindern. Während eines schweren akuten Krankheitsschubs sollten sie Bettruhe einhalten. Sobald die Beschwerden abnehmen, können Sie Ihre gewohnten Tätigkeiten wieder aufnehmen.

Ernährungsxperten empfehlen Patienten mit einer Colitis ulcerosa eine ausgewogene und ausreichende Vollkost. Spezifische Diätformen sind nicht erfolgreich. Bei Eisenmangel (durch den Blutverlust aus dem Darm) müssen Sie auf eine ausreichende Nahrungsergänzung durch Eisentabletten achten. Bei längerer Anwendung kortisonhaltiger Präparate lässt sich das Risiko einer knochenschädigenden Wirkung durch die Einnahme von Kalzium und Vitamin D senken.

Oft bestimmt die Colitis ulcerosa das gesamte Leben von Betroffenen. Hier hilft möglicherweise eine Psychotherapie oder psychosomatische Betreuung. Der Umgang mit der Krankheit und dem eigenen Wohlbefinden wird geschult und verringert nicht selten die Beschwerden.

Nehmen Sie Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe auf.

Prognose

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Ist die Colitis ulcerosa auf den Enddarm und den letzten unteren Teil des Dickdarms beschränkt, haben Patienten eine gute Prognose und eine normale Lebenserwartung. Letztere ist bei Patienten eingeschränkt, bei denen sich als Komplikation Darmkrebs entwickelt, der nicht rechtzeitg erkannt wird. Mit einer medikamentösen, seltener mit einer chirugischen Therapie können die meisten Patienten ein normales Leben führen.

Das Risiko für Darmkrebs ist bei Patienten mit Colitis ulcerosa im Vergleich zur Normalbevölkerung erhöht. Um eine Krebserkrankung frühzeitig zu entdecken, sollten ab dem zehnten Krankheitsjahr jährliche Darmspiegelungen mit Gewebeentnahmen (Biopsien) durchgeführt werden. Eine Langzeittherapie mit 5-ASA-Präparaten kann das Krebsrisiko um bis zu 75 Prozent senken.

(Quelle: netdoktor.de)

Morbus Crohn (chronische Darmentzündung)

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Beschreibung

Morbus Crohn (Abkürzung: M. Crohn) ist eine chronische, schubweise verlaufende Entzündung aller Schichten der Darmwand. Typische Krankheitszeichen sind Bauchschmerzen, wie bei einer Blinddarmentzündung im rechten Unterbauch mit Durchfällen ohne Blut.

Die Krankheit betrifft bei etwa 30 Prozent der Patienten ausschließlich den letzten Teil des Dünndarms (Ileum) und circa 25 Prozent isoliert den Dickdarm (Kolon). In etwa 45 Prozent der Fälle sind sowohl Dünndarm als auch Dickdarmabschnitte betroffen. M. Crohn kann jedoch auch andere Bereiche des gesamten Magen-Darm-Trakts befallen.

In gewisser Hinsicht ähnelt Morbus Crohn der manchmal nur schwer zu unterscheidenden Colitis ulcerosa (chronische Dickdarmentzündung), die jedoch auf den Dickdarm beschränkt ist. Beide Krankheiten zählen zu den sogenannten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).

Meistens tritt Morbus Crohn im Alter zwischen 15 und 34 Jahren erstmals in Erscheinung, seltener bei kleinen Kindern. Männer und Frauen sind ungefähr gleich häufig betroffen. In Deutschland gibt es jährlich rund fünf Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Morbus Crohn ist bis heute nicht heilbar, es lassen sich nur die Beschwerden lindern.

Ursachen

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Die Ursachen für Morbus Crohn sind trotz intensiver Forschung noch nicht geklärt. Vermutlich gibt es ein Zusammenspiel zwischen erblichen, infektiösen, psychischen, vor allem aber immunologischen Faktoren:

  • Mittlerweile wurden mehrere Erbfaktoren entdeckt, die das Risiko für die Krankheit erhöhen.
  • Welche Umweltfaktoren eine Rolle spielen, ist unklar. Es wird vermutet, dass Rauchen das Erkrankungsrisiko erhöht.
  • Psychosozialer Stress steht im Verdacht, bei entsprechender Veranlagung zur Krankheitsaktivierung zu führen. Zudem kann Stress bei Morbus-Crohn-Patienten zum Auftreten erneuter Entzündungen führen.

Symptome

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

In den befallenen Darmabschnitten entzünden sich bei Morbus Crohn alle Schichten der Darmwand, wobei zwischen den Entzündungsherden immer wieder gesunde Stellen liegen. Heilen die erkrankten Regionen ab, hinterlässt die Entzündung Narben, die den Darm verengen. Die vernarbten Abschnitte können Darmverschlüsse verursachen.

Zusätzlich bilden sich bei Morbus Crohn abgekapselte Eiteransammlungen (Abszesse) und fehlerhafte Verbindungsgänge (Fisteln) zu benachbarten Geweben oder Organen (andere Darmabschnitte, Blase, Bauchhaut). In entzündeten Darmabschnitten werden Nahrungsbestandteile nicht mehr ausreichend aufgenommen.

Je nachdem, wie weit sich Morbus Crohn im Darm ausgebreitet hat, sind die Beschwerden sehr unterschiedlich. Viele Patienten haben über eine längere Zeit hinweg nur geringe Symptome, und es vergehen oft Jahre, bis die Erkrankung erkannt wird.

Typische Anzeichen für Morbus Crohn

Häufig sind Fisteln im Afterbereich das erste Anzeichen für einen Morbus Crohn. Durchfall, Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme über mehr als sechs Wochen gelten als weitere Hinweise auf die Erkrankung, genauso wiederkehrende Vereiterungen (Abszesse) im Unterleib und am Darm.

  • Mehr als sechs Wochen andauernder Durchfall (drei- bis sechs Mal am Tag), meist ohne Blut
  • Schmerzen in der unteren rechten Seite des Bauches – ähnlich einer Blinddarmentzündung
  • Leichtes Fieber
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Allgemeines Krankheitsgefühl

Daneben treten bei Morbus Crohn in manchen Fällen auch noch Beschwerden außerhalb des Verdauungstrakts (extraintestinale Manifestationen) auf. Beispiele sind Gelenkentzündungen, Hautveränderungen wie Erythema nodosa (knotige und entzündliche Verdickungen der Haut) oder Wundstellen der Mundschleimhaut (Aphthen), Augenentzündungen (zum Beispiel Uveitis, Keratitis), Osteoporose, Leberentzündung.

Morbus Crohn verläuft entweder chronisch – das heißt, die Beschwerden dauern länger als sechs Monate – oder schubweise. Im zweiten Fall verschwinden die Symptome zeitweise vollständig, kommen aber nach einer bestimmten Zeit wieder. Die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall beträgt nach einem Jahr etwa 30 Prozent, nach zwei Jahren steigt sie auf bis zu 70 Prozent.

Diagnose

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Am Anfang der Diagnose von Morbus Crohn stehen eine sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese), die auch eine Familienanamnese umfasst, und eine körperliche Untersuchung. Im Rahmen der körperlichen Untersuchung prüft der Arzt unter anderem, ob ein Druckschmerz im Bereich des Bauches vorliegt. Zudem untersucht er Mundhöhle und den After des Patienten auf typische Krankheitszeichen.

Darmspiegelung und Gewebeprobe

Die geeignetste Methode für die Diagnose des Morbus Crohn ist die Darmspiegelung (Ileokoloskopie). Dabei werden Gewebeproben aus den untersuchten Darmsegmenten entnommen. Die Proben werden im Labor unter dem Mikroskop untersucht. So lässt sich abklären, ob eine Entzündung vorliegt, wie diese beschaffen und wie sie verteilt ist. Zudem sind mögliche Fisteln oder Darmverengungen (Stenosen) erkennbar. Zusätzlich sollten auch der Magen und der Zwölffingerdarm untersucht werden (Magenspiegelung).

Die Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) der Darmwand spielt bei Morbus Crohn eine große Rolle als Screeningmethode und in der Verlaufskontrolle. Zudem können auch Röntgen-Untersuchungen unter Verwendung eines Kontrastmittels durchgeführt werden, um die Diagnose zu stellen.

Kernspintomografie (MRT) und Computertomografie (CT) zeigen Veränderungen in den Dünndarmteilen, die nicht bei der Darmspiegelung eingesehen werden können. Bei einer Blutanalyse werden zum Beispiel der CRP – ein Wert der auf Entzündungen hinweist– bestimmt, und ein Blutbild angefertigt.

Therapie

Dr. med. Nina Buschek

Schub-Therapie

Die Mehrzahl aller Patienten mit leichtem oder mittelschwerem Morbus Crohn sind ambulant behandelbar. Manchmal lässt sich ein Krankenhausaufenthalt jedoch nicht vermeiden.

Verschiedene Laborwerte können für die Entscheidung, welche Therapie bei Morbus Crohn anzuwenden ist, wichtig sein. So hilft etwa die CRP-Bestimmung, den Krankheitsverlauf zu beurteilen oder das Risiko für einen Rückfall abzuschätzen. Bei Entzündungsprozessen ist die Menge des C-reaktiven Proteins (CRP) im Blut erhöht. Zudem werden Anzahl und Beschaffenheit der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) untersucht, um eine Blutarmut (Anämie) aufzudecken.

Die Therapie eines akuten Krankheitsschubs bei Morbus Crohn wird in Stufen gesteigert – je nachdem, wie schwer der Schub verläuft:

Geringe Aktivität: Die lokale Therapie von Morbus Crohn mit dem Kortikosteroid (Kortison) Budesonid (pro Tag als Einmalgabe oder verteilt über drei Einzeldosen) ist hier das Mittel der Wahl.

Hat der von Morbus Crohn betroffene Patient keine Beschwerden außerhalb des Verdauungstraktes (extraintestinale Manifestationen), kann eine Ernährungstherapie oder eine symptomatische Therapie (zum Beispiel mit Mitteln gegen die Schmerzen, Krämpfe und den Durchfall) ausreichen.

Mäßige Aktivität: Budesonid oder systemische (im gesamten Körper wirksame) Kortisonpräparate. In einigen Fällen ist auch eine Ernährungstherapie sinnvoll. Zusätzlich werden Antibiotika verabreicht, wenn der Verdacht auf bakterielle Infektionen besteht.

Hohe Aktivität: Kortisonpräparate und gegebenenfalls weitere Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (zum Beispiel Azathioprin). Hilft diese Behandlung nicht und ist eine Operation nicht sinnvoll, werden Antikörper gegen Entzündungsfaktoren (TNF-Antikörper) gegeben.

Therapie in der Ruhephase (Remissionserhalt)

Bei vielen Patienten mit Morbus Crohn wechseln sich Krankheitsschübe mit beschwerdefreien Zeiten (Remissionsphasen) ab. Eine spezielle Behandlung während dieser Ruhephasen ist nicht in jedem Fall notwendig. Individuelle Faktoren (zum Beispiel der jeweilige Krankheitsverlauf) bestimmen, ob und wie lang eine remissionserhaltende Therapie durchgeführt wird und welche Medikamente dabei eingesetzt werden.

Medikamente

Die Ursachen des Morbus Crohn sind nicht ausreichend bekannt. Deshalb lassen sich oft nur die Entzündung dämpfen und die Beschwerden lindern. Mit Medikamenten kann über einen gewissen Zeitraum auch ein Rückfall verhindert werden.

Folgende Medikamente werden zur Behandlung von Morbus Crohn eingesetzt:

5-ASA: Mesalazin oder Sulfasalazin wirken gezielt entweder im Dünndarm oder erst im Dickdarm. Sie sind bei Morbus Crohn weniger wirksam als bei der Colitis ulcerosa und werden nur bei leichtem Verlauf gegeben.

Kortisonpräparate: Das körpereigene Hormon Kortison wirkt entzündungshemmend, zudem drosselt es die Aktivität des Immunsystems. Chemisch hergestellte Kortisonverbindungen sind wichtige Medikamente während eines akuten Morbus Crohn-Schubs. Bei milden und mäßigen Beschwerden und wenn sich der Entzündungsort im unteren Teil des Dickdarms befindet, wirken sie direkt vor Ort (als Zäpfchen oder Einlaufpräparate). So verursachen sie weniger Nebenwirkungen. Stärkere Beschwerden werden mit Tabletten behandelt, deren Wirkstoff sich im ganzen Körper verteilt (systemisch).

Antibiotika wie Metronidazol und Ciprofloxacin werden vor allem dann eingesetzt, wenn zusätzlich zu der Darmentzündung eine bakterielle Infektion vorliegt oder zu entstehen droht. Die Behandlung ist vor allem bei Fisteln wichtig. Fisteln sind neu entstandenen Verbindungen zwischen Darm und umliegendem Gewebe oder Organen. Durch sie besteht die Gefahr, dass Darmbakterien außerhalb des Darms Infektionen auslösen.

Mittel, die das Immunsystem bremsen (Immunsuppressiva) werden bei schweren Verläufen von Morbus Crohn eingesetzt. Wenn Kortisonpräparate nicht ausreichend wirken, zu starke Nebenwirkungen verursachen oder aus einem anderen Grund nicht eingenommen werden dürfen, weicht man ebenfalls auf diese Medikamente aus. Häufig wird der Wirkstoff Azathioprin eingesetzt.

TNF-Antikörper: Für manche Patienten mit Morbus Crohn und sehr schwerem Krankheitsverlauf gibt es neue entzündungshemmende Medikamente mit den Wirkstoffen Infliximab oder Adalimumab (TNF-Antikörper). Diese Substanzen binden Botenstoffe (Zytokine) zwischen den Entzündungszellen und verhindern ein Ausbreiten der Entzündungsreaktion.

Operativer Eingriff

Bei 70 Prozent der Morbus Crohn-Patienten ist innerhalb der ersten fünfzehn Krankheitsjahre ein chirurgischer Eingriff nötig – trotz medikamentöser Therapie. Nicht selten sind auch wiederholte Operationen notwendig. Bei einer Operation passiert Folgendes:

  • Verengte Stellen im Darm werden mit einem Ballon aufgedehnt.
  • Fisteln werden verschlossen, Abszesse aufgeschnitten
  • Stark befallene Darmabschnitte werden chirurgisch entfernt; dieser Eingriff wird erst bei schwerwiegenden Komplikationen durchgeführt, z.B. Darmdurchbruch, Bauchfellentzündung oder Darmverschluss.

Richtige Ernährung

Die richtige Ernährung ist bei Morbus Crohn-Patienten wichtig, wenn es auch keine allgemein gültigen Richtlinien dafür gibt. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, wie Sie einem Mangel an Vitaminen, Eiweißen, Eisen oder Nährstoffen vorbeugen können. Während eines akuten Schubs lindert eine ballaststofffreie Kost (Astronautennahrung) häufig die Beschwerden. Patienten mit besonders schweren Schüben werden über den Tropf ernährt, was den gereizten Darm entlastet.

Was Sie selbst tun können

Achten Sie auf Anzeichen einer Krankheitsverschlechterung, wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind. Blut im Stuhl, neue oder andersartige Schmerzen sowie unerklärliches Fieber können auf eine Verschlechterung hinweisen.

Während eines akuten Morbus Crohn-Schubs ist körperliche Ruhe wichtig. Zwischen den Schüben können Sie Ihrer gewohnten Arbeit nachgehen.

Bezüglich der Ernährung gibt es bei Morbus Crohn zwar keine allgemeinen Einschränkungen, Sie müssen aber besonders auf eine gesunde Kost achten. Aufgrund des angegriffenen Darms kommt es sonst schneller zu einer Mangelernährung.

Sollten Sie ein bestimmtes Nahrungsmittel nicht vertragen, streichen Sie es von Ihrem Speiseplan. Etwa 30 Prozent der Patienten mit Morbus Crohn vertragen beispielsweise keinen Milchzucker (Laktose-Unverträglichkeit). In diesen Fällen empfiehlt sich eine Ernährung ohne Milch und Milchprodukte, beziehungsweise laktosefreie Kost. Andere Menschen leiden an einer Fruktoseintoleranz und müssen Fruchtzucker meiden.

Oft bestimmt Morbus Crohn das gesamte Leben eines Patienten. Hier hilft möglicherweise eine Psychotherapie, in der Sie einen besseren Umgang mit der Krankheit lernen. In vielen Fällen steigert dies das Wohlbefinden und verringert manchmal auch die Beschwerden.

Prognose

Prof. Dr. med. Stefan Endres, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Die Prognose bei Morbus Crohn hängt vor allem davon ab, wie ausgeprägt die Erkrankung ist. Morbus Crohn ist nicht heilbar, aber die Beschwerden lassen sich lindern. Außerdem gibt es oft jahrelange Phasen, in denen ein Patient beschwerdefrei ist – bis sich die Krankheit erneut bemerkbar macht. Eine konsequente Selbstbeobachtung der Patienten und regelmäßige Arztbesuche sind erforderlich, um Anzeichen eines neuen Krankheitsschubs und eventuelle Komplikationen des Morbus Crohn so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln. Zu diesem Aspekt gehören regelmäßige Kontrolluntersuchungen auf bösartige Wucherungen.

Wird Morbus Crohn richtig therapiert, haben die meisten Patienten eine normale Lebenserwartung. Wichtig ist deshalb, dass Sie einen erfahrenen Arzt Ihres Vertrauens aufsuchen.

Vorbeugen

Dr. med. Nina Buschek

Da die Ursachen von Morbus Crohn nach wie vor nicht bekannt sind, lässt sich auch nicht sagen, ob und wie man der Erkrankung vorbeugen kann. Mediziner kennen mittlerweile allerdings einige vermeidbare Risikofaktoren wie Rauchen und psychosozialen Stress.

Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend viel Schlaf, regelmäßiger Bewegung und einer reizarmen Ernährung unterstützen die beschwerdefreien Intervalle.

(Quelle: netdoktor.de)

Hartz-Reform beschlossen: Die Änderungen im Überblick

Berlin (dpa) – Mehr als acht Wochen haben Bund und Länder über die Hartz-Reform gestritten. Nach vielen Tag- und Nachtsitzungen sowie der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat am Freitag (25. Februar) ist Folgendes herausgekommen:

Regelsatz: Die monatliche Unterstützung für 4,7 Millionen Langzeitarbeitslose samt Partnern steigt rückwirkend zum 1. Januar 2011 um 5 auf 364 Euro. Der Nachschlag von 15 Euro und der erhöhte Satz kommen Anfang April. Am 1. Januar 2012 gibt es noch mal mindestens 3 Euro mehr. Die Sätze für Kinder und Jugendliche aus Hartz-IV-Familien bleiben unverändert: Für unter Sechsjährige gibt es 215 Euro im Monat, für 6- bis 13-Jährige 251 Euro und für 14- bis 18-Jährige 287 Euro.

Bildungspaket: Rund 2,5 Millionen bedürftige Kinder aus Hartz-IV-Familien, von Geringverdienern und Wohngeldempfängern erhalten Bildungshilfen. Dies sind deutlich mehr als von der Bundesregierung zunächst geplant. Sie haben Anspruch auf ein warmes Mittagessen in Schule oder Kita. Allerdings müssen die Eltern einen Euro dazugeben. Für eintägige Klassenfahrten oder Wandertage gibt es pro Schuljahr 30 Euro Zuschuss. Zehn Euro im Monat stehen für Mitgliedschaften in Sportvereinen zur Verfügung. Bei Bedarf bekommen die Kinder auch Nachhilfeunterricht bezahlt. Wie bisher gibt es 100 Euro pro Schuljahr für Schulsachen. Die Leistungen aus dem Bildungspaket können ab sofort in Anspruch genommen werden.

Kosten: Die Kommunen bekommen für das Bildungspaket vom Bund rund 1,6 Milliarden Euro pro Jahr – zuletzt wurden dazu noch jeweils 400 Millionen befristet bis Ende 2013 draufgepackt. Angestrebt wird, dass die Kommunen damit auch rund 3000 Schulsozialarbeiter bezahlen. Städte und Gemeinden werden zudem schrittweise vom Bund von den Sozialausgaben für arme Rentner („Grundsicherung im Alter“) entlastet. Das sind etwa vier Milliarden Euro von 2014 an – mit steigender Tendenz.

Mindestlöhne: Für weitere 1,2 Millionen Arbeitnehmer gibt es künftig einen verbindlichen Mindestlohn. Darunter sind 900 000 Leih- und Zeitarbeiter. Die Lohnuntergrenze soll sowohl für Verleihzeiten wie für Wartezeiten gelten. Im Westen beträgt der tariflich vereinbarte Mindestlohn für die Zeitarbeit vom 1. Mai an 7,79 Euro, im Osten 6,89 Euro. Einen verbindlichen Mindestlohn gibt es künftig auch für die Wach- und Sicherheitsdienste sowie für die Beschäftigten der Aus- und Weiterbildung. Kein Arbeitgeber in diesen Branchen darf seine Beschäftigten dann schlechter bezahlen. Dies soll auch für Firmen aus den neuen osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten gelten, die vom 1. Mai an auch in Deutschland tätig werden dürfen.

(Quelle: web.de)

 

Dr Erlgeenich ~ Lene Voigt

Ä Babba, där reidet mit Gustav, sein Sohn,
Seit anderthalb Schtunden dorchs Rosendahl schon.
Dr Doktor, der hatn Bewäächung empfohln,
Die will sich dr Alde nu jede Nacht holn.
Sei Gleener wärd ängstlich un meent: „Gugge da,
Dr Erlgeenich schbukt dort, schon gommtr ganz nah!“
„Ächa, dummes Gind“, brillt dr Babba zurick,
„De bist ähm schon schläfrich, da flimmert dr Blick.“
„Ich sähn awer doch, dorten feixtr im Busche,
Äs Mondlicht, das fälltn diräkt uff de Gusche.“
„Ich weeß gar nich, Gustav, was du heite hast,
Das is weiter nischt wie ä schimmlicher Ast.“
„Nee, nee, gannst mrsch gloom, ’s is ä Gärl un drhinter
Da schwähm seine Dechter. Verbibbch, sin das Ginder!
De eene, die winkt mitn Schnubbduch un lacht,
Ach Babba, is das änne gomische Nacht!“
Dr Alde wärd ärcherlich, reidet wie dumm,
Un meent zu sein Jung: „Gugg dich bloß nich mähr um!
De schteckst een ja dadsächlich an mit dein Bleedsinn.
Wie gann bloß ä neinjährches Gind so verdreht sin!“
Un doller noch reidet dr Babba drufflos,
Wild fliechen de Fätzen von Aerde un Moos,
Dr Gaul schnauft wie närrsch, wärft de Mähne gen Himmel
Un denkt: Was mei Reider is, där hat ä Fimmel! –
Na endlich da landense, ’s wärd schon bald helle.
Dr Alde greift hinter sich – läär is de Schtälle.
Da ruftr un gratzt sich drbei hintern Ohrn:
„So’s richtch, jetz habbch Gustaven glicklich verlorn!“

aus dem Buch

Säk’sche Balladen von Lene Voigt , Rowohlt Taschenbuch rororo 4242

Preis: 6,95 Euro, die sich wirklich lohnen!

Twilight – News

Heute gibt es wieder einige tolle Neuigkeiten in Bezug auf Twilight und/oder seine Schauspieler.

1) Eclipse wurde für einen Saturn Award in der Kategorie „Bester Fantasy-Film“ nominiert neben Filmen wie Alice im Wunderland, Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte, Kampf der Titanen, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 und Scott Pilgrim vs. The World
2) Robert Pattinson ist am kommenden Sonntag angeblich doch bei der Oscar-Verleihung mit seiner Filmpartnerin Reese Witherspoon aus „Water for Elephants“ dabei. Die beiden wurden als „Last-Minute“-Kandidaten gewählt und dürfen einen Oscar überreichen.

3) Setbild einer Szene aus Breaking Dawn mit Robert Pattinson – vermutlich wird hier gerade eine Alaska-Szene gedreht

4) Deutscher Spot zu „Water for Elephants“ im TV

Dieser Film ist leider erst ab 28. April 2011 in den deutschen Kinos zu sehen! Nicht schon zu Ostern, wie zuvor immer gemeldet wurde, schnief!

Freitags-Füller

1.  Eigentlich wäre es schön,  heute mal nicht zu frieren .

2.  Der Streit um die neue Hartz IV-Reform lächerlich.

3.  Gestern abend war ein wundervoller Abend .

4.   Basti ist immer so weit weg.

5.  Ich könnte niemals  ohne Bücher leben .

6.    Ich würde platzen, wenn ich einen eigenen Koch hätte.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen TV-Abend mit der Serie „Castle“ , morgen habe ich einen Spaziergang mit Fototour durch Grimma geplant und Sonntag möchte ich einfach nur entspannen !

Freitags-Füller:

http://scrap-impulse.typepad.com/scrapimpulse/2011/02/freitags-f%C3%BCller-100.html

Errechnung des GeburtsTAGES

Wolltet ihr schon immer einmal wissen an welchem WOCHENTAG ihr geboren wurdet? Wenn ja, folgt einfach dem nachstehenden Link, haltet euer Geburtsdatum vollständig bereit und dann viel Spaß beim Berechnen lassen

Link zum Geburtstagometer:
http://www.geschenke.de/geburtstag/geburtstagometer/

Endlich geht es los!

Heute kam mein erstes Buch von Bücherkinder.de, welches ich innerhalb von 4 Wochen lesen und anschließend bewerten darf. Das bedeutet, dass ich ab heute endlich ein Bücherkinder-Rezessionist bin! Ich freue mich sehr darüber, dass ich in die Rezessionsliste aufgenommen wurde und jetzt alle 4 Wochen ein neues Buch lesen und bewerten darf 🙂 Die Bewertungen schreibe ich natürlich auch hier in diesen Blog, um auch euch einen Vorgeschmack auf die Neuerscheinungen 2011 zu geben!

Mein erstes Buch als Rezessionistin wird „Flüsterherz“ von Debora Zachariasse sein. Ich bin schon gespannt, welche tolle Geschichte sich hinter diesem interessanten Titel verbirgt.

Abgesperrt

Wer zurzeit am Wurzener Bahnhof vorbeikommt bzw. zu seinem Zug eilen sollte, hat seit Wochen (siehe mein Post vom 10. Februar 2011) einen etwas längeren Weg und sollte auch etwas mehr Zeit mitbringen. Denn die fehlende Stufe der Unterführung wurde noch immer nicht ersetzt und die Begrenzung aufgehoben. Mittlerweile fehlt sogar eine weitere Stufe, die in der Unterführung zerbrochen am Boden liegt. Die Reparatur hätte eigentlich laut LVZ letzte Woche erfolgen sollen. Nun fragt man sich doch, woran dieses Vorhaben gescheitert sein könnte – am Wetter? An fehlenden Mitarbeitern der Stadt Wurzen? Oder an fehlenden Geldern? Es wirft jedenfalls kein gutes Bild auf Wurzen, wenn Touristen und Gäste aus der Bahn steigen und gleich vor einer Baustelle stehen noch ehe sie den Wurzener Bahnhof verlassen haben. Da kann Wurzen noch so viel für seine Stadt werben…

Twilight Breaking Dawn NEWS

In Vancouver stehen sie endlich: Die Häuser von Bella Swan und Jacob Black. Das bedeutet, dass die Dreharbeiten zu Breaking Dawn auch bald losgehen können.

Weitere Fotos vom Swan-Haus findet ihr unter

http://www.zimbio.com/pictures/HqylzJUrycQ/GV+Bella+House+Twilight+Breaking+Dawn/YD81VAaXXtJ

Des Weiteren gibt es die ersten Informationen über die Dreharbeiten in Vancouver – also welche Szenen gedreht werden.

Achtung: Spoiler! Wer es nicht wissen will, sollte nicht weiterlesen! 😉

  • Bellas erste Jagd als Vampir
  • Renesmee wird beigebracht, wie sie jagt
  • ein paar Alaska-Szenen (Denali Clan)
  • Vorstellung der rumänischen Vampire
  • Edward FLASHBACK und Szenen mit einem Kino
  • Bella verhaut Jacob
  • Jacob trainiert Babywölfe
  • Bella trainiert ihr Schutzschild
  • eine Vater-Sohn-Konversation über Basebal zwischen Carlisle und Edward
  • die Hochzeit von Bella und Edward
  • eine glückliche Familienszene, als Renesmee ausgewachsen ist
  • und die Finalszene, die die beiden Liebenden auf einer Lichtung zeigt.

Es dürfte also interessant werden Breaking Dawn Im November 2011 zu sehen! Bis dahin heißt es leider noch: Warten!

Happy Birthday, Dad!

Mein Dad hätte heute eigentlich seinen 57. Geburtstag. Da er allerdings seit einigen Jahren ein Engel ist und auf uns acht gibt, besuchte ich sein Grab heute auf dem Friedhof und brachte ihm ein kleines Ständchen. Ich hoffe, er hat es gehört. Er fehlt mir sehr!

Diese virtuelle Torte ist für dich, Dad! Lass es dir schmecken! Ich hab dich lieb!

Daily Pictures #20

Mulde, Wurzen

Heute mal ein etwas wärmeres Foto nahe der Wurzener Mulde, da es heute und auch in den kommenden Tagen wieder so richtig eisig kalt werden soll, frier… Da denke ich doch viel lieber an die warmen Sonnentage vom letzten Jahr. Ihr auch?

Phoenics`Liebeskuchen

Valentinstag ist zwar schon vorbei, aber man sollte seine(n) Liebste(n) immer wieder mit kleinen Aufmerksamkeiten zeigen, was man für sie empfindet und wie wichtig sie einem sind. Aus diesem Grund habe ich einen süßen Kuchen für meinen Liebsten gebacken.

Dieser leckere Liebeskuchen besteht aus einem selbstgefertigten Rührkuchenteig – in weiß (Zitrone) und braun (Kakao), überzogen mit einer Haube aus frisch gepressten Zitronensaft und Puderzucker (beides zusammen glatt gerührt und über den noch warmen Kuchen gestrichen) und mit kleinen roten Zuckerherzen verziert.

Eine weitere Liebeskuchenvariante habe ich mir bereits als weitere Überraschung für das nächste Mal überlegt. Es wird allerdings kein Rührkuchen sein, sondern etwas viel leckeres und cremigeres 😉

Mein Liebeskuchen kam sehr gut bei meinem Herzblatt an. Macht eurem/r Süßen doch auch einfach mal eine kleine Freude mit etwas selbst kreiertem 😉 Viel Glück! 🙂