Hochwasser zieht sich zurück

Gestern Abend Nachmittag machte ich meinen üblichen beinahe wöchentlichen Rundgang zum Wurzener Wehr, um mal nach dem Rechten zu schauen. Außerdem hatte ich das Wasser und das Wehr vermisst. Enttäuscht stellte ich fest, dass der Container von Alba, der letzte Woche tief im Wasser stand, noch immer an seinem Platz war – diesmal auf trockenem Land. Es hätte sicher sehr viel Wasserkraft erfordert, diesen wegschwimmen zu lassen.  Das Wasser hatte sich zurück gezogen. Der Fußweg vom Wehr unter der Eisenbrücke entlang in Richtung Muldenbrücke war ebenfalls wieder begehbar, wenn man es mag über angeschwemmten Müll und Abfall zu laufen. In den Bäumen und Büschen, die unter Wasser gestanden hatten, hing unzähliges Zeug. Auf den Wiesen und Wegen lag jede Menge angeschwemmtes Holz, Bambus, ein leicht beschädigter Straßenbegrenzungspfosten (auch Pinguin genannt), 7 Autoreifen (6 x in R13 oder R14 und ein etwas größerer – Marken hauptsächlich Michelin und andere Billigfirmen), 2 verschiedene linke Turnschuhe (ein blauer von Nike), 1 Kanister, sehr viele Glas- und Plastikflaschen und Müll. Bei letzterem vermute ich, dass dies wahrscheinlich nicht vom Hochwasser stammte, sondern in der Zwischenzeit von Besuchern platziert wurde – so z. B. ein weißer Plastikeimer mit darin befindlichen Glasflaschen. Das angespülte Holz war an vielen Stellen bereits vom Wasser rundgespült und bot einen interessanten Anblick. Ich fand auch einen toten Schwan auf dem Hochwasserabfall. Er tat mir echt leid. Ich hätte ihm einen besseren Platz zum Sterben gewünscht und auch, dass er nicht SO herumliegen sollte…

Abfall des Hochwassers