Gefangen in der Welt der Bücher…

… und Worte. So fühle ich mich eigentich seit dem Tag, als ich die Welt der Bücher und Worte entdeckte. Danach war ich regelrecht süchtig danach. Ich sah auch meinen Vater diesen wunderbaren gebundenen Werken verfallen, wie er so vertieft in die Worte auf den gelblichen alten Seiten seines Buches folgte. Meistens las er Bücher in altdeutscher Schrift. Diese konnte ich allerdings im Alter von 5 Jahren noch nicht lesen, wollte aber dennoch wissen, was mein Vater dort las und drängelte wissbegierig.  Kurz darauf brachte mir meine Mutter ein Lehrbuch über die altdeutsche Schrift mit, in dem ich die altdeutschen Buchstaben und Worte lernte. So saß letztendlich nicht nur mein Vater mit altdeutschen Büchern in der Stube und saugte die geschriebenen Worte in sich auf, sondern ich ebenfalls. Das ist bis heute so geblieben, abgesehen von dem altdeutschen. Das ist sehr selten geworden, dennoch greife ich hin und wieder gern zu Vaters alten gelesenen Büchern, die ich in einem Karton auf dem Dachboden sicher verwahre.

Bücher sind mein Lebenselixier. Wenn ich könnte, wären meine Möbel auch aus Büchern. Die Tische hätten Beine aus Bücherstapeln, der Sessel bestünde nur aus Büchern, belegt mit einem Kissen, die Couch wäre ein riesiges Büchermeer,… Ja, ich bin Bücher-süchtig und ich liebe es neue Geschichten zu lesen, mit den Figuren mitzufiebern, zu bangen und zu hoffen…

Macht nur so weiter!

Gestern erfuhr ich durch eine zuverlässige Quelle, dass seit Januar 2011 nur noch Rezepte zur Physiotherapie an chronisch kranke Patienten ausgestellt werden – nicht mehr an die nicht-chronischen. Im nächsten Jahr – also ab Januar 2012 – soll es noch schlimmer werden, denn dann gibt es überhaupt keine Physiotherapie-Rezepte mehr! Das bedeutet

Erstens: Wir Patienten tragen ganz allein die VOLLEN Kosten für eine Physiotherapiebehandlung, wo zuvor ein Teil von der Krankenkasse übernommen wurde (wenn es kein Arbeitsunfall war und über die Berufsgenossenschaft lief) ,

Zweitens: die Patienten bereits jetzt schon unterschieden werden (Rezepte werden nur noch für chronisch Kranke aufbewahrt und ausgegeben!),

Drittens: Es wird wieder einmal auf den Taschen der Kleinen ausgelassen,

Viertens: Viele Patienten, die eine Physiotherapie nötig hätten, können sich diese nicht mehr leisten, was dazu führt, dass es weniger Patienten für die Physiotherapiepraxen gibt, dadurch auch viele Praxen schließen werden und es noch mehr Arbeitslose gibt.

Fünftens: Was geschieht mit den Patienten selbst? Die werden noch mehr Probleme bei Nicht-Behandlung bekommen und wer weiß welche Nachteile von sich ziehen (Muskelverhärtung, Bewegungsunfähigkeit, unerträgliche Schmerzen,…). Was macht dann die Krankenkasse? Stellt euch die Problematik mal vor: Eure Eltern/Großeltern oder ihr selbst bräuchtet dringend Physiotherapie und bekommt keine / könnt euch keine leisten? In Altenpflegeheimen bricht eine Kathastrophe aus, es wird immer weniger Physiotherapeuten geben, wer hilft den „Alten“ und Kranken denn dann? Müssen wir als Privatpersonen dann selbst eine Schulung machen, nur, um uns bzw. unseren Angehörigen zu helfen?

Wieso zahlen wir dann eigentlich jeden Monat 15,5% Krankenversicherung von unserem Lohn/Gehalt? Wo fließt das bitteschön hin, wenn wir letztendlich doch ALLES allein aus der eigenen Tasche finanzieren müssen? Brauchen wir da eigentlich überhaupt noch eine Krankenkasse???

Genau das gleiche mit der Abschaffung der Wehrpflicht und der Reduzierung unserer Soldaten. Gut, viele junge Männer wird es jetzt freuen, dass sie nicht mehr eingezogen werden. Aber hat die Regierung eigentlich auch mal weiter gedacht?! Was passiert eigentlich, wenn sich Deutschland im Falle eines neuen Weltkrieges/Krieges nicht verteidigen kann? Die überrennen uns doch glatt! Jeder weiß mittlerweile, dass wir bald kaum mehr Soldaten haben, die unser Land verteidigen können/werden. Sollen wir Zivilbürger im Kriegsfall wieder unsere Mistgabeln herausholen und uns so verteidigen oder wie hat sich die Regierung das gedacht?

Wenn Deutschland so sehr auf Sparkurs setzt, warum dann bitte nicht auch bei IHREN GEHÄLTERN und DIÄTEN? Warum dürfen die Reichen und Fetten immer reicher und fetter werden? Warum müssen die „Kleinen Leute“ immer für deren Fehler aufkommen und dafür büsen? Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, irgendwann werden wir alle auf der Straße sitzen und vor uns hingammeln oder noch schlimmer…

Kommen wir mal zum Dioxinskandal und all den anderen unerfreulichen Nahrungsmittelkrankheiten. Wieso hat es die Regierung noch nicht geschafft, schärfere Kontrollen durchzusetzen? Wie kann es also sein, dass es Firmen gibt, die eigentlich gar nicht existieren und dennoch produzieren und ihre schädlichen Stoffe verkaufen können?

Mir ist mittlerweile völlig egal was ich esse und trinke – sei es nun BSE-verseuchtes Fleisch, dioxinverseuchte Eier, genmanipuliertes Getreide etc, Fleisch mit Schweinepest oder dergleichen, denn eines ist sicher: Rente kriegen wir sowieso mal nicht und alt werden dürfen wir auch nicht, weil wir uns eine Krankenpflege und Physiotherapie eh nicht leisten können… Also: Esst, was ihr wollt, denn sterben werden wir so oder so, wenigstens haben wir bis dahin ordentlich gelebt und unseren Spaß gehabt! Denn wenn man der Regierung vertrauen kann mit all ihren so tollen Entscheidungen für ihre eigenen Geldbeutel, dann sollte der Tod lieber früher kommen als erst mit 110 Lebensjahren…