Bitte nicht stören!

Nach wochenlangem sehnsüchtigem Warten besuchte ich heute zum allerersten Mal unsere neue umgestaltete Phonothek- und Kinderbibliothek in Wurzen, die wegen Umzuges in andere Räume mehrere Wochen geschlossen war. Ich hatte schon regelrechte Entzugserscheinungen, weil ich doch über 3 Monate keine Hörbücher mehr ausleihen konnte! Die Räumlichkeiten sind jetzt viel größer und übersichtlicher genutzt worden. Für die Kleinen gibt es auf der Kinderseite eine kleine Spielecke und einen Wii, den man direkt vor Ort nutzen kann. Der Phonothekbereich – also „mein Reich“ – wurde ebenfalls überarbeitet. Es gibt jetzt ganz neue Regale, mit riesigen Schubladen zum Herausziehen, in der die Musik-CDs und Hörbücher wie auch DVDs zu finden sind. Finde ich jetzt wesentlich übersichtlicher als zuvor. Außerdem sind die Regale nicht mehr so hoch, so dass auch kleinere Leute eine Chance haben, alles durchzusehen, was sie evtl. interessieren könnte. Noch während der kleinen Rundführung durch die neue Phonothek konnte ich schon nicht mehr widerstehen und griff immer wieder nach CDs und Hörbüchern zum Ausleihen zu. Typisch ich 😉 Ich machte noch so meine Scherze von wegen: „Unter 20 CDs gehe ich hier nicht raus!“. Letztendlich hatte ich 19 CDs gestapelt auf den Tisch der Bibliothekarin abgestellt… 19! Eine fehlte noch! 😉 Ich beließ es dennoch bei 19, war eh schon schwer genug und war immerhin auch eine gewaltige Summe an CDs, die ich meinen Ohren in den kommenden Wochen zu Gute kommen lasse.  Mein Ausleihgut umfasst 6 Musik-CDs quer Beet (Soundtracks, Alben von Solokünstlern oder Bands) und der Rest aus Hörbüchern verschiedener Kathegorien. Mein Lieblingsautor Andreas Eschbach ist hierbei auch 2 x vertreten 🙂 Die meisten CDs sind neu, hier wurde offensichtlich auch etwas Geld bei der Erneuerung der Phonothek gelassen, bin begeistert! Sonst gibt es immer nur Älteres zum Ausleihen. Aber hin und wieder gibt es auch Neues, wie z. B. heute. Vielleicht habe ich mich deshalb heute so reichlich eingedeckt?!?! Die Bibliothekarin machte sich Sorgen, ob ich all die CDs in den 4 Ausleihwochen auch wirklich anhöre. Wenn die wüsste 😉 Ich LIEBE Musik und Hörbücher, von daher wird das mit Sicherheit kein Problem werden! 😉 Das bedeutet auch, dass ich hier meine Kommentare zu den Hörbüchern schreiben werde, damit ihr wisst, was sich lohnt auszuleihen und gehört zu werden und wovon man lieber die Finger lassen sollte 😉

So, nun bin ich beschäftigt, Hörbücher hören 😉

Süchtig nach mehr…

Schule. Klassenzimmer. Mathematik.

Unser Lehrer steht vor der Klasse, verziert die grüne Tafel in der Mitte der Stirnseite des Raumes mit seinen weißkreidigen mathematischen Hieroglyphen und Formeln, die von uns Schülern eh keiner wirklich begreift und faselt irgendetwas von Schenkel a zu b oder dergleichen vor sich hin. Wir hörten gar nicht zu. Uns beschäftigten andere Dinge. Zum Glück saßen wir viele Bänke von unserem Mathelehrer entfernt, waren in unser Gespräch vertieft und bekamen von dem ganzen Geschehen da vorn nicht wirklich etwas mit.

„…und dann können wir jede Menge Blödsinn machen.“ grinste Michael mich an. Michael war mein rechter Banknachbar und bester Freund. Das klang vielversprechend, so dass ich dazu mehr hören wollte.

„Welche Art von Blödsinn denn?“ hakte ich neugierig nach.

Michael legte seine Hand auf meine, beugte sich plötzlich zu mir nach vorn und berührte meine Lippen mit seinen. Im ersten Moment war ich etwas überrascht, weil ich mit dieser Art von Blödsinn nicht gerechnet hatte, aber es gefiel mir. Seine Lippen waren so unglaublich weich und warm, sein Kuss so sinnlich und sanft. Nach einem kurzen zögerlichen Augenblick erwiderte ich diesen schönen Kuss und keuchte auf, als Michael sich von mir löste und forderte: „Mehr!“ Michael grinste wieder sein schelmisches Jungengrinsen, beugte sich erneut zu mir herüber und versank mit mir in einen weiteren längeren, intensiveren Kuss. Dabei vergaß ich wirklich alles um mich herum, sogar unseren Lehrer und die Mitschüler. Es gab nur Michael, mich und unseren Kuss. Michaels Küsse machten einfach süchtig. Wenn ich das nur eher gewusst hätte, dann hätte ich ihn womöglich schon viel früher geküsst.

Irgendjemand räusperte sich lautstark. Ich bemerkte es kaum, zu sehr war ich in Michaels Kuss versunken und in einer Welt, die ich zuvor noch nicht kannte…

Plötzlich klingelte mein Wecker laut schrillend neben mir und ich schreckte aus meinem Traum hoch.