Jahreshoro(r)skop 2011

Das vergangene Jahr ist endlich vorbei! Juhu! Ich konnte die letzten Wochen und Tage kaum mehr erwarten, bis sie endlich vorbei waren. Immer wieder erhielt ich von meiner Mom Horoskope für mein Sternzeichen für 2011, was wohl alles übertreffen und mich wieder aufmuntern sollte… Gut, das Horoskop aus „Bild der Frau“ für 2011 klingt durchaus vielversprechend. Bin mal gespannt, ob es auch wirklich so eintrifft, wie es geschrieben steht. Interessant ist nur die Tatsache, das man in diese geschriebenen Worte wieder jede Menge hinein interpretieren kann…

Ich erinnere mich noch an ein Horoskop für meine Mom, welches für 2000 galt. Darin stand, dass sie Mitte des Jahres allein sein werde. Wir machten noch unsere Scherze darüber, dass Mom und Dad sich doch nicht trennen würden usw. Letztendlich starb mein Dad aber genau zu dem erwähnten Zeitpunkt und meine Mom stand wirklich allein da. Ohne ihn. Gut, sie hatte noch uns Kinder, aber ihre große Liebe war gegangen… Das ist nun mittlerweile 10 Jahre her. Seitdem hatten wir vermieden das Jahreshoroskop aus „Bild der Frau“ zu lesen. Ich weiß nicht, warum meine Mom es sich 2010 nun doch für dieses Jahr kaufte… Ich lasse mich jetzt einfach überraschen, was dieses neue Jahr mit sich bringt und am Jahresende ziehe ich mein Resümee 😉

Phoenics`Fruchtbowle (alkoholfrei/alkoholisch)

Zutaten
1 große Schüssel
1 Dosenöffner
1 große Dose Fruchtcocktail Mix
1 kleine Dose Manderin-Orangen
1 große Dose Pfirsische
1 Dose/Glas/gefrorene Erdbeeren
1 kleine Dose Himbeeren
1 Flasche Selters/Sekt
ggf. Fruchtsirup nach Wunsch

Zubereitung
– alle Dosen öffnen und gesamten Inhalt (inkl. Saft) in die Schüssel gießen
– Pfirsischhälften in kleine Würfel schneiden, in Schüssel geben
– Selters/Sekt (halbe oder ganze Flasche, je nach Belieben) zugeben
– ggf. etwas Fruchtsirup für den Geschmack noch zufügen
– umrühren, in Gläser füllen, servieren und schmecken lassen! 🙂

Das Neujahr begann und wir landeten in der Notaufnahme…

Alles begann ganz harmlos. Wir trafen uns alle etwa gegen 20:00 Uhr bei Bine, die eine kleine Silvesterparty gab. Anwesend waren, Bine, ihr Mann, ihre 2 Kinder (3 und 9 J.), 1 Neffe (13 J.), Jens, Basti und ich. Eine kleine, aber gemütliche Runde. Wir unterhielten uns, aßen Abendbrot (Nudelsalat, Wiener, Klöpse,…), die Kinder spielten Verstecke. Es war recht unterhaltsam. Später spielten wir alle die pantomimische Version von Tabu, was eigentlich keiner so recht spielen wollte, um sich nicht gleich zum Affen zu machen. Aber es war toll und witzig! Wir hatten wirklich Spaß, selbst die Kinder. Herrlich. Anfangs hatte ich leichte Startschwierigkeiten, aber kurz vor Schluss war ich aufgewärmt und sammelte Punkte ohne Ende. Das war cool 🙂

Gegen 23:45 Uhr zogen wir unsere Wintersachen an, schnappten uns das Silvesterzeug und Sekt, ich meine Kamera und schon ging es hinaus in den Schnee. Wir standen im Kreis und zählten die letzten Sekunden des alten Jahres hinunter. 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 – Happy New Year! Es war toll in dieser Runde ins neue Jahr zu feiern! 🙂 Die ersten Raketen schossen gen Himmel, Böller explodierten überall und die Kirchenglocken der Domkirche läuteten 15 Minuten lang das neue Jahr 2011 ein. Wunderbar. Unsere Augen leuchteten vor Freude und Erstaunen über die tollen Lichter und Blitze der Feuerwerke und ich schoss einige Fotos.

Neben uns stand allerdings auch eine Gruppe von bereits betrunkenen Personen, die absolut keine Ahnung von Anstand hatten. Sie böllerten wild herum, achteten nicht auf andere Personen oder PKWs, die die Straßen und Wege kreuzten. Sie beschossen einfach alles und amüsierten sich köstlich. Einer pinkelte sogar währenddessen einfach an eine Hauswand. Widerlich! Die Böller von dieser Gruppe waren extrem laut und mit größter Wahrscheinlichkeit nicht aus Deutschland und schon gar nicht hier zugelassen. Wir hatten nach kurzer Zeit bereits alle Ohrenschmerzen und rückten immer weiter von dieser Personengruppe ab. Doch das störte sie nicht. Sie knallten weiter und weiter. Ich hatte den Eindruck, dass sie auch in unsere Richtung zielten. Nur gut, dass wir weit genug weg waren. Als diese Idioten endlich weg waren, atmeten wir alle hörbar auf. Doch unsere Erleichterung hielt leider nicht lange an. Denn 2 von ihnen kehrten zurück und bescherten uns einen miesen Start ins neue Jahr. Sie ließen erneut Knaller und andere Dinge in unserer Nähe explodieren, egal wie oft wir sie schon um Rücksicht baten. Es störte sie nicht. Wir rückten noch weiter von diesen Leuten weg und dann passierte es. Ein Megaböller explodierte in unserer Nähe. Ich sah wie einige Teile davon auf unsere Gruppe zuflog. Ein Fetzen des Böllers knallte in mein Gesicht und traf an meine Brille – rechte Seite. Ich war froh, eine Brille zu tragen, sonst wäre es mir voll ins rechte Auge reingeknallt und hätte wer weiß was angerichtet. Basti wurde am Rücken getroffen, Maik an seinem Allerwertesten und der 13-jährige Maxel bekam es ebenfalls wie ich ins Gesicht.  Es hatte ihn an sein Kinn getroffen. Zumindest sah es so aus, denn er hielt es mit seiner Hand verdeckt. Was für eine Sauerei! Ich brüllte sofort zu den Idioten hinüber, dass sie doch Rücksicht nehmen sollten und in die andere Menschen leere Richtung werfen sollten, wenn es denn schon sein musste. Die nahmen mich nicht ernst. Leider.

Was wir jedoch alle nicht ahnten, war, dass es Maxel (13-jährige) auch in sein linkes Auge bekam. Er hatte es uns aber nicht gesagt, sondern ist immer weiter von unserer Gruppe abgerückt und nahm an unserem Spaß nicht mehr teil. Sein Verhalten kam mir echt merkwürdig vor und ich ging zu ihm. Ich sah Tränen in seinen Augen und wie er immer wieder sein linkes Auge mit seinem Jackenärmel versuchte zu trocknen. Es half nichts. Ich fragte ihn immer wieder ob es ihn noch woanders erwischt hatte, doch er schwieg. Ich ließ nicht locker (da kam wohl mein bisher unbekannter unentdeckter Mutterinstinkt durch) bis er endlich sagte was geschehen sei. Ich war entsetzt. Sofort packte ich ihn, ging zu den anderen Männern und sagte ihnen Bescheid und ging mit dem Jungen rauf in die Wohnung. Bine und ich kümmerten uns sofort um ihn und sein Auge, indem wir es kühlten. Auf Ausspülen sind wir leider nicht sofort gekommen. Aber das Kühlen half schon etwas. Allerdings zitterte Maxel auch wie Espenlaub, weinte und war eiskalt, eindeutig ein Schockzustand. Selbst eine dicke weiche Sofadecke und unsere Wärme und unser gutes Zureden half nicht, um ihn zu beruhigen. Deshalb fuhren wir drei ins Krankenhaus in die Notaufnahme, holten unterwegs noch seine Mutter ab, die auch geschockt war als sie es hörte und brachten Maxel zum Arzt. Wir kamen zum Glück auch sofort dran. Ich beschrieb den Tatvorgang mit kurzen Worten, damit die Schwestern wussten was geschehen war. Maxel konnte gleich zum Arzt gehen. Dieser überprüfte, ob sich noch irgendwelche Fremdkörper in seinem Auge befanden, was nicht der Fall war, und gab ihm Augentropfen hinein, damit sich die Spannung in seinem Auge legte. Es half. Maxel konnte nach einer Weile sein Auge langsam wieder öffnen, auch, wenn er alles noch etwas verschwommen wahr nahm. Aber es ging ihm etwas besser. Sein Schockzustand verschwand auch, ich war erleichtert.  Ob allerdings seine Hornhaut vom linken Auge einen Schaden davon getragen hat, wissen wir nicht, weil der Arzt die notwendige Ausrüstung nicht hatte und das somit nicht überprüfen konnte. Ich hoffe und bete, dass alles in Ordnung ist. Immerhin ist der Junge erst 13!

In der Notaufnahme selbst trafen wir auf weitere kleine Personengruppen. Darunter auch ein schweizer Pärchen, dass eine Freundin in die Notaufnahme brachte, weil sie sich die Nase gebrochen hatte. Heftig. Die junge Frau sah nicht mehr so begeistert aus, als sie vom Arzt zurückkam, einen kleinen Nasenverband trug und ihre Nase abtupfte… Wir brachten Maxel und seine Mutter nach Hause, wo er sich auskurieren und seine Mutter sich um ihn kümmern konnte und fuhren zurück zur kleinen Party, die seit dem Unfall keine mehr war. Alle sahen zu uns auf, als wir den Raum wieder betraten und erzählten unseren Krankenhausaufenthalt. Etwa gegen 03:00 Uhr lösten wir uns alle langsam auf, verabschiedeten uns voneinander und gingen/fuhren zu uns nach Hause, um uns schlafen zu legen. Doch schlafen konnte ich nach diesem Ereignis lange nicht…

Gegen die betrunkenen Idioten werden wir Anzeige erstatten, vielleicht begreifen sie dann endlich, dass man nicht auf Personen zielen sollte, da diese verletzt werden können…